„Sackboy: A Big Adventure“: PC-Version ausprobiert

„Sackboy: A Big Adventure“ hatte ich bereits zum Launch der Sony PlayStation 5 hier im Blog getestet. Ich bin seit langem Fan der Spielereihe „Little Big Planet“ und habe auch das jüngste Spin-off somit sehr genossen. Die farbenfrohe Welt von Sackboy unterhält fabelhaft und das zeitlose Plattformer-Gameplay ist für Jung und Alt geeignet. Die Ankündigung einer PC-Portierung hatte mich eher überrascht. Gerne habe ich auch mal in diese Umsetzung für euch herein geschnuppert.

Wer sich ausführlicher über das Spiel an sich belesen möchte, dem sei der Blick in meinen oben verlinkten Test der PS5-Version angeraten. Dennoch hole ich euch kurz ins Boot: Während die Reihe „Little Big Planet“ für 2.5D-Plattformer steht, ist „Sackboy: A Big Adventure“ ein waschechter 3D-Titel. Dafür wurden die Community-Aspekte aber über Bord geworfen. Ihr könnt hier also keine eigenen Levels bauen bzw. die Kreationen anderer Spieler online durchforsten. Koop-Optionen, sowohl lokal als auch online, sind jedoch geblieben. Ihr könnt die Story-Levels also sowohl alleine als auch mit Freunden durchspielen.

Dabei nutzt das Game an der PS5 eine dynamische Auflösung und läuft mit 60 fps, während euch die PC-Version nun allerlei neue Optionen bietet: natives 4K, kann mit 120 fps laufen und unterstützt Ultrawide-Bildschirme im Format 21:9. DLSS ist hier ebenfalls nutzbar, vorausgesetzt natürlich, ihr seid mit einer Grafikkarte von Nvidia unterwegs. Ihr könnt dabei sogar Ray-Tracing hinzuschalten, zumindest für die Schatten. Auch ist die Haardarstellung noch einen Tick detailreicher als auf der Konsole.

In Bewegung muss ich aber zugeben, dass man von den zusätzlichen Details und der dezent verbesserten Beleuchtung kaum etwas wahrnimmt. Da müsste man wohl schon PS5- und PC-Fassung direkt nebeneinander laufen lassen. Da die Systemanforderungen von „Sackboy: A Big Adventure“ sehr moderat ausfallen, dürfte es aber vielen Gamern möglich sein, erst recht mit DLSS, diesen Titel mit 120 fps laufen zu lassen. Das ist dann schon eine tolle Nummer – vorausgesetzt, ihr besitzt einen kompatiblen Monitor oder TV.

Ihr könnt das Game dabei auch ohne Controller, also mit der Tastatur, steuern. Ernsthaft empfehlen kann ich das aber nicht. Ein Controller sollte bei diesem Plattformer wirklich Pflicht sein. Auch der Koop-Modus ist wie erwähnt erhalten geblieben, hat aber einen Haken: Dann wird die Framerate auf 60 fps gedeckelt. Ansonsten erhaltet ihr hier im Wesentlichen das von der Konsole bekannte Game – mit den genannten, technischen Optimierungen. Erstaunlich ist, dass ich zudem auf keinerlei Bugs oder Unzulänglichkeiten gestoßen bin.

Ich hätte vermutet, dass man bei diesem Titel vielleicht nicht direkt den Aufwand in die Portierung steckt, die vermutlich schwergewichtigeren Kandidaten wie eben der „Uncharted Legacy of Thieves Collection“ oder noch stärker „Spider-Man“ zuteilgeworden ist. Sony geht hier aber keine Kompromisse ein und legt einen extrem sauberen Port vor, der den Charme der PS5-Version absolut erhält. Ich denke zwar, dass „Sackboy: A Big Adventure“ ein typisches Couch-Koop-Spiel ist, das man am besten zu zweit am großen TV genießt, doch auch ein Gaming-PC lässt sich ja mittlerweile recht unkompliziert an den Fernseher klemmen.

Nicht nur visuell ist das Spiel im Übrigen sehr charmant: Der Soundtrack ist ein richtiges Highlight und hält etwa instrumentale Coverversionen von Klassikern wie „Take On Me“ oder „Material Girl“ bereit. Auch wenn ich dabei bleibe, dass Sackboy auf der Konsole seine ideale Heimat findet, ist der PC-Port eine definitive Empfehlung für diejenigen, die sich am PC nach einem umfangreichen und extrem feingeschliffenem Plattformer sehnen – viel Spaß!

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3 Kommentare

  1. Wie ist der Multiplayer, Crossplay Kompatibel? Kann man mit fremden Online spielen?

    • André Westphal says:

      Crossplay funktioniert zwischen dem Epic Games Store und Steam am PC, aber nicht gemeinsam mit PlayStation-Spielern.

  2. … Die farbenfrohe Welt von Sackboy unterhält fabelhaft und das zeitlose Plattformer-Gameplay ist für Jung und Alt geeignet…
    Na, ja. Ich hatte bei dem lustig aussehenden Sackboy auch ein lustiges und entspannendes Spiel vorgestellt, sammel etwas, erkunde die Welt und finde den Weg oder so. Pustekuchen. Ich habe ein paar Youtube Videos gesehen und festgestellt, es ist ein hektisches Kampfspiel, überlebe in jedem Level. Das gefällt mir gar nicht. Da gibt es doch schon genug von, da muss ich kein Sackboy haben.

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