Roborock: Ein Heißlufttrockner für die Wischmopps ist die nächste Stufe

Saugroboter entwickeln sich derzeit zu wahren „Alleskönnern“. Doch mit dem Roborock S7 MaxV Ultra ist da wohl noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Das aktuell erhältliche Dock saugt nicht nur den Staubbehälter leer, sondern es säubert auch den Wischmopp und wechselt das Wasser. Über den chinesischen Roborock-Store zeigt sich nun ein weiter bestücktes Dock. Dieses besitzt zusätzlich ein Heißluftmodul, um den Wischmopp nach getaner Arbeit dann auch entsprechend zu trocknen. Laut Roborock habe dies eine antibakterielle Wirkung, ihr müsst euch also nicht darum kümmern, dass der Lappen zum Wischen da vor sich hin vegetiert.

Hört auf den Namen „Smart Drying Kit“, packt 40 Watt und ist wohl mit knapp 130 Euro (899 Yuan) in der Vorbestellphase bzw. 159 Euro (UVP) als Nachrüstlösung erhältlich. Das Modul findet seinen Platz seitlich an der Docking-Station.

Laut Roborock trocknet der Mopp dadurch in 6-facher Geschwindigkeit. Man setzt hier auf ein Gebläse mit 3160 U/ min und eine Temperatur von 45 Grad Celsius. Durch das Loch-Design der Basis soll die Feuchtigkeit des Mopps schnell abgeführt und der Mopp getrocknet werden. Alternativ bietet man auch die Möglichkeit zum Wasserabfluss – ähnlich wie bei einem haushaltsüblichen Trockner. Die Trocknungszeit lässt sich über die App auch in Abhängigkeit der Luftfeuchtigkeit anpassen. Ein manueller Knopf wirft ebenso den Trocknungsmodus an.

Über die Roborock-Homepage vertreibt man das Ganze mit Aufbau-Services. Muss man mal abwarten, ob das Modul auch hierzulande ankommt. Wäre das etwas, um euren Roborock S7 Max V Ultra zu komplettieren? In den Kommentarspalten regen sich schon beim regulären Ultra-Modell doch einige aufgrund des Preises auf – hier kommen nochmal gut 160 Euro dazu. Zu einem Deutschlandstart ist bis dato nichts bekannt. Sollte das Modul auch hierzulande aufschlagen, dann sicherlich mit Preisaufschlag.

Ist euch bereits der MaxV Ultra zu teuer, dann ist vielleicht der S7 Pro Ultra etwas für euch. Kommt in abgespeckter, aber günstigerer Variante daher und bietet ähnliche Docking-Features. Gut möglich, dass auch jener sich mittels Heißluft-Kit nachrüsten lässt.

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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18 Kommentare

  1. Bunterkreis says:

    Naja der Mehrwert ist sehr gering. Um richtig sauber zu machen muss ich immer was weg stellen usw. Das Spielzeug verbraucht Strom, Wasser und produziert Müll zwecks Ersatzteile. Leute seit nicht Faul und bequem. Saugt richtig und gut.

    • Trebuchet says:

      „Das Spielzeug verbraucht Strom, Wasser und produziert Müll zwecks Ersatzteile.“

      Verbraucht dein Handstaubsauger keinen Strom und kann nicht kaputt gehen? Dein Wischmopp kein Wasser?

      • bunterkreis says:

        Der Staubsauger und Wischmop ist aber in den meisten Fällen schon da. Also ist der Roboter zusätzlich mit seinen Sachen eine Ressourcen Verschwendung Punkt.

    • Die Wohnung ist optimiert dafür. Zweimal die Woche räume ich 2-3 Gegenstände mal 30cm von links nach rechts und damit wird alles gereinigt was gereinigt werden muss. Strom Verbraucht mein Staubsauger auch, Wasser ist in dieser Region auch genug vorhanden und ein Staubsaugerbeutel muss getauscht werden wenn er voll ist. Das geschieht weder früher noch später als mit einem herkömmlichen Sauger, denn die Menge an entstehenden Dreck bleibt ja gleich.

      Das hat auch nichts mit Faulheit zu tun sondern mit Bequemlichkeit. Wer bohrt heute noch Löcher mit der Hand? Wer mäht den Rasen mit einem Handrasenmäher ohne Motor? Macht euch nicht lächerlich mit diesen „früher gings auch ohne“ Diskussionen. Mit der Argumentation säßen wir noch auf Bäumen.

      • bunterkreis says:

        Und was wäre schlimm daran. Das Klima der Erde wäre auch noch in Takt. Nicht alle neue ist eben gut sondern ist nur eine Ressourcen Verschwendung und das die Generation Konsumenten wieder was kaufen kann was man mit einer App bedient wird die Tracking Funktionen hat ohne Ende und nur über den Server vom Hersteller läuft. Merkste was. Lässt euch nur verarschen. Wie gesagt das ding raucht keiner.

  2. Meine Wohnung ist auf „Roboter“ optimiert. Zwei Handgriffe und das Ding saugt meine Wohnung während ich abends noch eine Runde jogge. Würde den Roboter nicht mehr missen wollen.

    Ein Dock, das den Lappen trockenföhnt, ist aber dann doch eher Spielerei. Wir wechseln den Lappen nach jedem Saugen und waschen die halt ab und zu in der Waschmaschine. Reicht auch.

  3. Klaus Mehdorn Travolta says:

    Mich darf man da auch nicht fragen … 😉
    Angesichts der aktuellen Energiespardiskussion sicher ein Ding was für Diskussionen gut ist.

    • Das ist eh ein Thema für sich. Wir haben Klinawandel aber plötzlich will jeder in Deutschland Staubsaugerroboter und Klimaanlagen und Ventilatoren im Sommer und jeder ein Pool im Garten… die Dummheit der nicht denkenden. Und dank solcher Seiten hier wird für den Konsumwahn auch noch geködert. Man könnte auch einfach mal den Unsinn filtern.

      • Gesaugt werden muss doch so oder so. Klimaanlage ist jetzt auch nicht sooo üblich, da sehe ich eher Amerika usw., wo nicht nur jedes Haus sondern bis hin zu jedem Zimmer so ein Teil verbaut ist, dabei noch deren bessere Pappkarton-Bauweise… Ventilatoren… kann man auch als Gleichstrom kaufen, dann braucht der für den gesamten Sommer(!) eine Hand voll kWh, nicht für ein paar Tage. Usw usf … Heißt nicht, dass tatsächlich jeder all den Luxus haben sollte, aber da könnte man statt ganz unten lieber bei solchen Dingen anfangen wie übermäßige Inlandsflüge (bsp. sowas unsinniges wie Fußball-WM und 800 Flüge täglich nur für die Mannschaften und Staff etc., da sind all die Zusehenden noch gar nicht mit drin oder Kreuzfahrtschiffe oder Skipisten in der Wüste oder …)

      • Es hat dich niemand gezwungen jeden Artikel zu kaufen der irgendwo erfunden wird. Die Missionierung was wer wann zu tun hat oder was für wen gut ist kannst du aber am besten wieder einpacken.
        Es steht jedem frei sich eine Klima-Anlage anzuschaffen oder einen Pool, erst recht wenn eine PV auf dem Dach ist.
        Leb doch einfach enthaltsam, schreibe eine Blog darüber und gut is.

      • Wobei man generell sagen kann, dass es wesentlich einfacher ist klimaneutral zu kühlen als zu heizen.

      • Ich hatte vor dem Kauf meines Saugroboters mal durchgerechnet und bin relativ schnell zum Ergebnis gekommen, dass ein Saugroboter wesentlich weniger Strom verbraucht als ein klassischer Staubsauger. Insofern ist er sogar umweltschonender als ein klassisches Gerät.

        Wenn man das Wasser des Pools am Ende der Saison nicht in die Kanalisation leitet, sondern über einen gewissen Zeitraum zur Bewässerung des Gartens nutzt, spricht da aus meiner Sicht auch nichts dagegen. Insbesondere dann wenn man sich dann für den Urlaub die umweltbelastende Reise in andere Länder spart – in denen man sonst in extra dafür errichteten Wohnungen / Hotels leben und natürliche Gewässer belasten würde.

        Und zum Thema Klimaanlagen / Ventilatoren: Da heute viele Einfamilienhäuser ohne Keller gebaut werden und Wohnungen sowieso keinen haben, bleibt dem Mensch kaum noch eine Rückzugsmöglichkeit bei Hitze. Daher ist es nur konsequent sich solche Geräte anzuschaffen. Kombiniert man diese mit einer Solaranlage erfordern diese keinen zusätzlichen Strom, wenn man sie nutzt. Investiert man in bessere Geräte, die auch heizen können, kann man diese im Winter nutzen und (bei einer groß genug ausgelegten Solaranlage mit Speicher) sogar komplett auf die Nutzung fossiler Energieträger verzichten.

        Man sieht also: Es kommt oft auf die richtige Anwendung an.

        Beispiele aus anderen Bereichen:
        Was bringt die Plastikreduzierung, mit der viele Unternehmen werben, wenn sie dafür weiterhin unterschiedliche Verbundstoffe in einer Verpackung nutzen und damit eine Wiederverwertung unmöglich machen? Hier wäre es besser die Verpackung auf ein Material umzustellen das zu 100% wiederverwertbar ist, anstatt nur an der Größe zu arbeiten.
        Was bringen alle die schönen „Seatbombs“ – wenn man sie an den Straßen ausstreut an denen der Hauptverkehr langfährt? Niemand will sein Kind da haben – aber Insekten sollen bei Maximalbelastung gedeihen und dabei noch aufpassen, dass sie nicht angefahren werden?
        Was bringt das schönste Verbot von Plastikstrohhalmen, wenn die acht größten Flüsse, die die Meere verdrecken, außerhalb der EU liegen?
        Was bringen uns 4-5 unterschiedliche Mülltonne, wenn die Leute den Müll weiterhin wahllos mal hier und mal da in die Tonnen hinein werfen? (Wer es nicht glaubt, schaue beim nächsten Wohnblock mit mehreren Wohneinheiten in die Tonnen…)

        Oft habe ich den Eindruck das Umweltschutz nur ein Spiel aus Schuldzuweisung und Marketingchance ist. Der „mündige“ Bürger bezahlt dann für die „Reinwaschung“ der Unternehmen aus dem Fegefeuer der Klimakatastrophe und bekommt zum Dank einen Ablassbrief für sein Gewissen ausgestellt (das heißt dann beispielsweise: „Kauf eine Kiste Bier und wir pflanzen einen Baum“ – der dann später wieder gefällt wird). Allerdings sind zur Zeit so viele Tetzels in allen Medien / Schulen unterwegs um den Leuten ein schlechtes Gewissen zu machen, dass wir vermutlich erst wieder einen Martin Luther brauchen, damit Menschen wirklich beginnen etwas zu tun um ihren Verstand zu benutzen und ihre Seele zu erretten. Umweltschutz beginnt zuhause – bei sich selbst und dem eigenen Verhalten. Wenn man andere kritisieren will, dann wäre eine konstruktive Kritik angebracht: Vorschläge wie es besser geht, anstatt Gemeckere wie schlecht alles ist

  4. Bin ich der Einzige, der in sowas überdeutliche Anzeichen von Dekadenz sieht?

  5. Sebastian says:

    Der nächste Schritt ist dann eine Vorrichtung, die die Lappen alle 7 Tage automatisch wechselt oder was? Mein Lappen wird regelmäßig abgemacht und kurz gewaschen. Da er täglich unterwegs ist, brauch ich da nix zum trocknen oder Lappen reinigen.
    Aber klar man will den Kunden einfach noch mehr bieten.

  6. Der nächste Schritt ist dann, eine Docking-Station mit eingebauter Waschmaschine. Der übernächste Schritt: der Saugroboter sammelt (saugt) herumliegende Kleidungsstücke ein und übergibt diese der Waschmaschine. Der nächste Schritt: der Robot übergibt die gewaschenen Sachen einem Trockner etc pp. Roborock hat da noch viel Potential.

    • Ich hätte gerne was für die Regale/Fächer/Möbel-Oberflächen, Polsterreinigung wäre auch toll, Wände streichen ist dann auch nicht mehr weit entfernt… ¯\_(ツ)_/¯

      Eine Heizung und auch schon die Absaugstation an sich brauche ich (zu dem Preis sicherlich, aber auch so) nicht.

  7. Die Idee finde ich erstmal gut – man müsste jedoch wirklich mal ermitteln, was hier aus ökologischer Sicht vorteilhafter ist: ein häufiger Wechsel der Wischmops (bei Belastung der Umwelt durch Waschen der Mops) oder eine Trocknung und (hoffentlich) damit einhergehende Verlängerung der Nutzungsdauer (bei Verbrauch von Energie für das Trocknen). Danach käme noch die ökonomische Betrachtung…

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