Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks beschlossen

Die Ministerpräsidenten der Bundesländer haben sich auf eine Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland verständigt, die zum 1. Juli 2023 in Kraft treten soll. Die beschlossenen Inhalte werden sicherlich vielen nicht weit genug gehen. Denn vor allem werden Anpassungen der Verwaltung und der üppigen Gehälter und Pensionen in den oberen Etagen gefordert, die bisher auch von allen Sparmaßnahmen verschont geblieben sind, die sonst Programm und Redaktion betreffen.

Doch ich will nicht zu sehr abschweifen: Beschlossen wurde jedenfalls laut Deutschlandfunk, dass deutlich weniger Programme im linearen Fernsehen übertragen werden. Geplant ist, dass künftig nur noch Das Erste, das Zweite und die dritten Programme sowie die Kulturkanäle 3sat und Arte im linearen Fernsehen zu sehen sein sollen. Spartenkanäle wie unter anderem Phoenix, Kika, ZDFneo und Tagesschau24 will man auf die Online-Ausstrahlung verlegen.

Ebenfalls heißt es recht vage, dass die Kontrollgremien in den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten gestärkt werden sollen. Da sollte man wohl abwarten, was das dann konkreter bedeutet. Ebenfalls solle der Auftrag der Sender geschärft werden – weiterhin jedoch mit Unterhaltung als einem Fundament. In einem zweiten Schritt soll später auch die Finanzierung reformiert werden. Ob das etwa Gutes oder Schlechtes aus Sicht der Beitragszahler verheißt, sollte man abwarten.

Der Medienstaatsvertrag muss allerdings von allen Bundesländern gebilligt werden. Er soll, wie eingangs erwähnt, zum 1. Juli 2023 in Kraft treten. Wir hatten zum Thema ÖR in Deutschland ja kürzlich eine Umfrage laufen. Das Gros der Leser war dabei für eine Abschaffung oder Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland. Ich selbst bin für eine Reform, aus welcher der ÖR aber deutlich gestrafft hervorgehen sollte und das nicht nur im Hinblick auf Unterhaltung und Sport, sondern auch den ausufernden Verwaltungsapparat und die exorbitanten Gehälter. Sinnvoll fände ich zudem eine Beitragserhebung, die an die tatsächliche Nutzung gekoppelt ist.

Ergänzung:

Deutschlandfunk hat sich präzisiert: Die Spartensender können, müssen aber nicht, auf die reine Online-Ausstrahlung umgestellt werden.

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106 Kommentare

  1. Im Ersten Absatz steht versehentlich 2033 🙂

  2. Soll das nun 2023 oder 2033 in Kraft treten?

  3. Eingangs erwähnt ist 2033, nicht 2023 😉

    Ansonsten sehr interessante Beschlüsse! Danke

  4. Ist nicht ganz richtig. Die Spartensender können ins Internet verlegt werden, müssen aber nicht.
    https://twitter.com/DLFNachrichten/status/1583745000252223490

  5. 2023, oder wirklich erst 2033?

  6. Ich hoffe, dass 2033 oben im Text ein Typo und 2023 unten korrekt ist… aber dem ÖR ist alles zuzutrauen leider.

  7. *2023, im ersten Teil der Nachricht steht fälschlich 2033.

  8. Und ich habe schon gehofft das alles zusammengeworfen wird….angefangen mit den Mediatheken

  9. Die können froh sein, dass ich nicht Bundeskanzler bin – sonst wäre das Angebot bis auf einen einzigen linearen Sender für alle, ein freiwilliges PayTV Abo.

    • Da bin ich aber froh, dass der Björn nicht Bundeskanzler ist.
      Im übrigen freue ich mich über viele weitere, sachliche, inhaltlich abgewogene und nette Kommentare unter diesem Artikel.

      • Ich wünschte mir von Herzen Björn wäre Kanzler, damit dieses unter Zwang finanzierte Sender Konglomerat zusammenbrechen würde und ich sinnvolles sowie konstruktives mit meinem Geld tun könnte.

    • Wir sind wohl alle froh, dass du nicht Bundeskanzler bist, weil du schon allein mal die gesetzlichen Grundlagen für „Wer darf hier eigentlich was“ nicht so wirklich drauf hast. (Tipp: nein, aus gutem Grund darf die Regierung nicht so mal eben den ÖR umbauen)

      • Klassisches „Haltung zeigen“: So laut wie falsch.
        Selbstverständlich darf die (Landes)politik den MStV jederzeit (unter Einhaltung der Fristen) anpassen oder kündigen. Wie man am Theater um die sachsen-anhaltinische Zustimmung zur Beitragserhöhung sah genügt es, dass ein einziges Bundesland ausschert und den MStV nicht mehr mitträgt (== kündigt).

        Leider beliessen sie es bei einer halbherzigen Reform statt den Laden einzustapfen und mit neuem Personal einen neutralen und zeitgemässen ÖRR aufzubauen.

        • Der Rundfunkbeitrag wird nicht im Medienstaatsvertrag, sondern im Rundfunkgebührenstaatsvertrag geregelt…

          • Sie haben meine Aussage ‚versehentlich‘ missverstanden:
            Das Theater um die Erhöhung zeigte auf, dass der gesamte ÖRR vom Wohlwollen der Regierung _eines_einzelnen_Bundeslandes_ abhängt. Das betrifft die Wirksamkeit und die Inhalte des MStV ebenso, wie die Höhe der Rundfunkgebühr.

        • So „neutral“ wie du, der mal eben zwar Sachsen-Anhalt erwähnt, aber nicht, was das Verfassungsgericht dazu gesagt hat? Nein, weder können die Länder das so einfach, die Bundesregierung schon gar nicht (darum ging es im Ausgangspost). Und die Forderung nach angeblich nicht vorhandener Neutralität kommt eigentlich immer nur aus einer Ecke, in der es u.a. darum geht, möglichst keinen Widerspruch zu bekommen. Bevor du Haltungsnoten vergibst, solltest du vielleicht erstmal hier die Hausaufgaben machen.

          • Das BVerfG ist nur noch ein Schatten seiner selbst, spätestens die Berufung Harbarths machte das offensichtlich.
            Es ist ein Konstruktionsfehler des BVerfG, den wir in Polen zu Recht kritisieren:
            Die gesetzgebenden Entitäten (e.g. Parteien in Bundestag und Landtagen) bestimmen zu 100% die Zusammensetzung des Organs, das sie kontrollieren soll – Verfassungsrichter werden zur Hälfte vom Bundestag und zur Hälfte vom Bundesrat (d.h. Landesregierungen) bestimmt (jeweils mit Zweidrittelmehrheit).

            P.S. Quelle: https://www.bundesverfassungsgericht.de/DE/Richter/richter_node.html

            • Äh – was genau willst du eigentlich sagen, ausser das Thema permanent zu verschieben und den eigentlichen Punkt zu ignorieren? Dir persönlich passt ein Verfassungsrichter nicht, das Verfahren willst du auch gleich ändern? Wie hättest du es denn gerne – eine Besetzung aus der Regierungspartei wie in Polen? Der ÖR hat in Deutschland eine besondere verfassungsrechtliche Stellung, um gerade hier den Schutz vor Druck durch Finanzierung zu bieten. Kein perfektes System, aber du bist ja auch schon dabei, es zu erodieren mit deiner „Pseudo-Neutralität“. Danke, die Beispiele Polen und Ungarn solltest du gut genug kennen und es kann nur als abschreckendes Beispiel dienen. Keine Regierung (egal ob Bund oder Land) soll hier eingreifen können – nenne eine bessere Möglichkeit als die „Checks and Balances“, die wir haben, dann wird es spannend. Bisher meckerst du aber am Thema vorbei, vermutlich, weil dir irgendwelche Inhalte im ÖR nicht gefallen.

    • Da können viel mehr Leute froh sein, dass du dies nicht bist…

    • Also ZDF abschaffen? Spart 5,19€/mtl. Arte, Kika, 3sat, phoenix zusammen abschaffen spart nochmal ca 0,50€/mtl. Ich freue mich schon auf die Zukunft mit BILD TV, Fox News und Breitbart TV.

      • Nein, den ganzen ÖRR einstampfen und mit _neuem_ Personal einen neutralen und zeitgemässen ÖRR aufbauen.
        Das kostet dann auch nur einen Bruchteil des jetzigen Beitrages.

    • DragonHunter says:

      Tja, da hat der Björn aber auch keine Ahnung, dass er das alleine gar nicht entscheiden könnte…
      Selbst als Bundeskanzler nicht.
      Ist aber auch kompliziert mit der parlamentarischen Demokratie und dem Föderalismus. Wer soll das alles noch verstehen?
      *facepalm*

    • meine Stimme hat Björn. Wer ÖRR sehen will kann ja ein Abo machen. Warum alle gezwungen werden für 60 Sender, astronomisch Hohe Gehälter, abartige Altersversorgung etc. zu zahlen erschließt sich mir nicht. Warum muss irgendein Direktor im RBB ein höheres Gehalt als die Bürgermeisterin von Berlin beziehen. Das funktioniert weil man ungehindert das Geld der „Gebührenzahler“ ausgeben kann und der Gegenwert in keiner Art irgendwie mithalten muss.

    • Hallo Björn, würde dir nix nützen, noch nicht mal wenn Du wie der gute Rio „Kaiser von Deutschland“ wärest: ist Ländersache , da hat der Bundeskanzler nichts zu entscheiden. Mal mehr ÖR gucken dann kennt man vielleicht die Grundlagen wer für was zuständig ist in der BRD besser – lach .

      • Klar ist das Ländersache, aber auch das könnte man ändern, wenn es gewollt wäre.

        • Herr Hauser says:

          @Chris R.

          Es ist schon so gewollt das es Ländersache ist.

          Aber ich gehe mal von aus das Du von Demokratie auch nicht viel hälst und eher auf Diktatur stehst.

          • Natürlich ist das so gewollte, wie es ist. Das ändert doch aber nichts daran, dass man es ändern könnte, wenn man es wollte.
            Und wenn Du meinst, davon ausgehen zu können, ich würde eher auf Diktatur stehen, und das allein aufgrund meines obigen Beitrages, dann lass Dich nicht aufhalten. Aber lächerlicher geht es kaum.

          • Arnold Lane says:

            ländersache…ist das nicht ein kernproblem in deutschland?

    • Herr Hauser says:

      @Björn

      Ein Bundeskanzler kann das gar nicht entscheiden, da Rundfunk und Fernsehen in Deutschland Ländersache ist.

    • Christian Voß says:

      Wärst du Bundeskanzler (Gott bewahre uns davor!), würde dir direkt ein Staatssekretär sagen, dass der Bund gar keine Kompetenz im Rundfunkbereich hat (zumindest was Ausstrahlung im Inland anbelangt, Deutsche Welle ist ja Auslandsrundfunk). Und daß das alles nur die Bundesländer machen dürfen!

    • Arnold Lane says:

      ein aufgeblähter ör scheint mir immer noch sinnvoller als der ganze haufen von verdummungssendern a la rtl oder sat1.

  10. „die zum 1. Juli 2033 in Kraft treten soll.“

    Ich hoffe das geht etwas schneller 😉

    • du meinst wie die komplette geplante SD Abschaltung zum 12.01.2021 🙂 und Aufschaltung von ZDF 4K 2022?

  11. Phoenix, Kika, ZDFneo und Tagesschau24 sind mitunter die Kanäle die ich überhaupt noch gucke (abgesehen von Kika, aber für Kinder sicher ein Verlust) und mir defintiv im TV Programm fehlen würden.

    Das Geld für die Sender könnte man durch den Wegfall von teuren Sportübertragungsrechten sicher wieder reinholen

    • Ist nur die Frage, ob die Sender bei IPTV weiterhin verfügbar bleiben oder ob man dafür echt in die Mediatehek muss. Ich finde auch phoenix ist (mit) der beste Sender.

    • Hallo , „Das Geld für die Sender könnte man durch den Wegfall von teuren Sportübertragungsrechten sicher wieder reinholen“ ja gerade Profifußball – da sind Leute auf dem Rasen die Unsummen verdienen , und keinen vernünftigen Satz hinbekommen – damit meine ich nicht ausländische spieler , sondern solche die hier aufgewachsen sind. Deutsch wie aus der Sonderschule aber Millionen für ein bißchen Kicken verdienen. Von FIFa , DFB und Co. gar nicht zu reden. Die sollte man als erste nicht mehr über den rundfunkbeitrag finanzieren , da sitzen zum Teil echte Verbrecher, die sich haben schmieren lassen, in den Gremien. Das würde Miliarden einsparen die man dann gern in bessere Programme und Redaktionen im ÖR stecken kann. Und müsste keine Sender aufgeben und könnte sogar auf Werbeeinnahmen verzichten . Sportler und ihre Vereine sollten dankbar sein wenn sie im Fernsehen gezeigt werden und so Öffentlichkeit erhalten . Und nicht dafür kassieren.

    • Warum ist eigentlich immer das erste, was man in dem Zusammenhang hört, „Sportübertragungsrechte“. Der ÖR hat nicht nur einen Informations- und Bildungsauftrag.
      Sondern durchaus auch einen Auftrag, die Bevölkerung zu unterhalten. Ja. Unterhaltungsfernsehen gehört dazu! Und aus dem Grund bin ich tatsächlich auch kein Feind von Spartensendern. ZDFNeo hat z.B. so einige interessante Formate vorgebracht. Böhmermanns ZDF Magazine Royale ist ja nur eines davon…
      Durch Spartensender stärkt man die Programmvielfalt, während man auf den Hauptsendern tatsächlich eher die Masse anspricht. Und ja, die Masse in Deutschland ist nun einmal auch relativ alt, falls jetzt wieder Kommentare zum Thema Schlagerfestivals und Tatort kommen…

      Aus die Online-Ausrichtung unseres ÖRR ist gar nicht so verkehrt…
      Es gibt sicher eine Punkte, wo man nachjustieren kann. Sicher auch im Bereich von Gehältern in den Spitzenämtern.

      Aber was rede ich – hier wird teils gefordert „nur noch ein Sender und der Rest Pay-TV“… Es gibt viele, die sind neidisch auf unseren ÖRR. Aus verschiedensten Gründen.

  12. Fantastisch. Phoenix und KiKa sind meiner Meinung das gehaltvollste was die öffentlichen überhaupt anbieten. Jetzt bleibt für die Kinder nur noch werbeverseuchte Privatsender zu schauen oder man muss es ihnen streamen.
    Die durchschnittlichen Eltern sollten das noch schaffen, aber bei den Großeltern sieht es dann mit Sandmännchen und co eher mau aus. Danke… wieder weniger Inhalt für die gleiche Gebühr.

    • Das Sandmännchen ist ein schlechtes Beispiel, das läuft jeden Abend kurz vor 7 im MDR 😉

    • +arte, ZDFinfo und 3Sat bitte!

      Aber eigentlich geht es mir nicht um die Sender. Sooo schlecht sind die nicht im Gegensatz zu so manchen privaten Sendern!!! Das Kinderfernsehen in den Privaten ist in meinen Augen der allerletzte Dreck! Zusätzlich diese volksverdummende Werbung dazwischen.

      Man müsste wirklich bei den unverhältnismässigen Großverdienern in diesem ÖR Apparat den Rotstift ansetzen sowie die Organisation entschlacken.

      • Volksverdummende Werbung. Danke . Aber nicht nur die Werbung lässt uns verdummen. So gut wie alles was im Fernseher oder im Internet zu finden ist.
        Wir sollen gerade noch so schlau sein um zur Arbeit gehen zu können. Das passiert nicht seit dem Krieg oder Corona. Das ist Das System vom Kapitalismus.

  13. war jetzt kurz verwirrt, warum das erst in 10 Jahren in Kraft treten soll. Wohl nur ein Typo

  14. Aber gerade KIKA ohne Internet macht Sinn. Dann lieber 3sat, Arte und die Dritten ins Online TV oder ganz weg.

  15. Dave_Bowman says:

    Das heißt, wenn meine Kinder die Logo-Nachrichten oder „Wissen macht ah“ auf Kika schauen wollen, dann setze ich sie zukünftig vor einen Rechner? Kann nicht sein! Irgendwas verstehe ich hier doch falsch, oder?

    • Hast kein Apple TV oder Fire TV Stick oder so? Wir schauen schon seit Jahren nur noch über die Apps fern. Habe sonst gar nichts angeschlossen.

    • Finde es auch nicht ideal, aber mit allen halbwegs aktuellen Fernsehern bzw. sonstigen Sticks, Apple TV usw. kann man dich auch auf die Mediatheken zugreifen und streamen…

    • Schon mal was von SmartTV gehört?
      Man muss heute nicht mehr einen Rechner anschmeißen um TV zu schauen.

      Das man Phönix ins Internet verbannen will ist für mich nicht nachvollziehbar. Vermutlich ist es den Politikern, die sowas entscheiden, nicht genehm wenn einer breiten Masse an Zuschauenden das „ganze Bild“ präsentiert wird. Phönix ist ja nicht unbedingt als „regierungsfreundlich“ zu bezeichnen.

    • Die meisten TVs können das doch unterdessen so.
      Oder man kauft für billig Geld irgendeinen Streaming Stick

    • SmartTV, FireTV, Jegliche andere TV Sticks, Spielkonsole, haben sie davon nichts? Denn über all diese Geräte können sie auch Kika streamen.

      • Hallo Nils, „SmartTV, FireTV, Jegliche andere TV Sticks, Spielkonsole, haben sie davon nichts? Denn über all diese Geräte können sie auch Kika streamen.“ hast du Dir mal die Oberflächen von solchen Smart-TVs – Samsung nur mal so als Beispiel – oder dem fire-OS-Geräten und -Sticks – angeschaut? Das ist kein menue wie bei einem herkömmlichen TV sondern das sind Litfaßsäulen für Werbung von Drittanbietern. Schlimm daß man Kinder schon bei RTL und wie sie alle heißen der viertelstündlichen Werbeberieselung aussetzen müsste , dann noch so ein Smart-Ding um einen Kinderkanal zu empfangen der vor dem ersten anruckeln des Streams die Kids erstmal werbeverblödet? Genau dafür haben wir die Ör damit es werbefreie Programmangebote gibt – alle Dritten , KiKa, Phoenix ARTE haben keine Werbung für Drittanbieter, mal von eigenen Programmhinweisen abgesehen. Meine Strukturreform sähe so aus: ÖR gänzlich – sowohl im TV wie im Hörrundfunk – ohne Werbung , auch in den hauptprogrammen , und dann weiter wie bisher bestehen lassen. Dann wären sie eine echte und gute (und m. E. ) bessere Alternative zu den Privaten. Und wer dann den Luxus erkennt für wenige Euro pro Monat z. B. Spielfilme oder Dokus wieder unterbrechungsfrei ansehen zu dürfen wird schnell erkennen was für eine kulturell minderwertige Einrichtung die Privaten Programme sind. Wegen der aggressiven Werbung sollten Kindr unter 14 eigentlich gar kein Privatfernsehen gucken dürfen ! Allein die Werbespots für spielzeug, mit einer Aggressiven Tonalität, Püppchen werden von piepsigen Kleinmädchenstimmen angepriesen und Ballerspiele und dümmliche Schminksets für Mädchen – das grenzt m. E. schon an Jugendgefährdung. Aber ja dient dem Kommerz. Dafür gern die ÖR stutzen damit das Kommerzfernsehen die Hirne und Herzen unserer Kinder verschmutzen kann.

  16. Am 1. Juli 2033? Tippfehler oder?

  17. Oh schön. Die Sender mit dem – aus meiner Sicht – interessanteren Entertainment (ZDFneo, One) und der differenzierteren Berichterstattung (Phoenix) des ÖRR werden beschnitten.

    Da wurde leider offensichtlich nichts verstanden und zu einer echten Reform scheint da niemand willens. Für mich hieße das u. a.: Einkauf teurer Sportrechte noch weiter und stärker limitieren sowie Anzahl und exorbitante Gehälter der ganzen Vorstände und Chefs einkürzen. Genau das wird nur offensichtlich leider nicht passieren.

  18. Sollte es echt so sein. Zeigt die GEZ Mafia wie unfähig sie ist. Der KIKA hat durchaus seine Dasein Berechtigung und sollte auch ruhig in Zukunft über DVB-S und co ausgestrahlt werden.
    Deutlich überflüssiger für eine lineare Ausstrahlung sind die regionalisierten Dritten Programme. Allein der WDR strahlt über Astra X lokale WDR Programme aus die Millionen verschlingen. Wofür? Für 30min Lokalprogramm an 6 Tagen pro Woche. Da sollte lieber in Netz wandern und ausschließlich ein WDR für Nordrhein Westfalen geben. Ähnlich sieht’s ja bei den anderen dritten Programmen aus und noch viel schlimmer beim Hörfunk. Fast 100 Hörfunkprogramme werden Lineal von den Öffis produziert. Absurd viel und teuer.

    Da werden die Millionen nur für die Ausstrahlung in den Sand gesetzt und es ist noch nicht 1min Content produziert worden.
    Dem gegenüber stehen immer mehr freie Mitarbeiter die zum Teil zum Hungerlohn zuarbeiten.

  19. Horst Hornisse says:

    Grundsätzlich gut, aber warum soll ausgerechnet der Kika nicht mehr im linearen Fernsehen verfügbar sein? Für ein Kinderprogramm ist das doch sinnvoller als für vieles andere.

    • Man könnte tatsächlich die Lokalsender beim WDR usw mal ausgliedern. Die meisten Fernseher kriegen e schon hin, sich die Sender übers Internet zu ziehen, und man als Konsument bekommt davon beim hereinschalten nichts mehr mit. Der Muttersender vom WDR kann ja bleiben, wie rbb oder MDR.

  20. Wenn man unwahre Dinge behauptet und ständig wiederholt, werden sie dadurch nicht richtiger. Nur weil Intendanten und Direktoren hohe Einkommen haben, heißt das noch lange nicht, dass alle Beschäftigten im ÖRR fette Gehälter bekommen. Dazu gibt es übrigens vom wissenschaftlichen Dienst des Bundestages und auch von der KEF fundierte Untersuchungsberichte. Aber mit Fakten als Quelle hat hier wohl keiner gerne zu tun. Lieber wird Meinung verbreitet und als Wahrheit verkauft. Journalismus ist das nicht und ich bin froh, dass es nicht nur Springer und private Blogs gibt. Wie ein Land aussieht, wo die Medien nahezu komplett Oligarchen und Konzernen gehört, kann man gut sehen, wenn man mal über die Landesgrenzen hinausblickt. Und wenn die Medien staatlich sind, wird es noch schlimmer.

    Was die Gehälter betrifft, würde ein kritischer Blick in den öffentlichen Dienst und zu den Eigenbetrieben der Länder lohnen. Auch alles Jobs, die von uns bezahlt werden. Da verdient die Chefin der Berliner Verkehrsbetriebe über 500.000 Euro und jede kleine Ort- oder Betriebskrankenkasse vergoldet ihrem Vorstand den Hintern. Ganz zu schweigen von Staatssekretären und Beamten in Ministerien. Warum immer nur zum ÖRR geguckt wird und alles andere ohne Kritik bleibt, werde ich nie verstehen. Weil die Steuern und Krankenkassenbeiträge nicht sichtbar sind? Also bei mir sind sie sichtbar. Jeden Monat fast 1.500 Euro Lohnsteuer und 800 Euro Krankenkasse. Über die 18 Euro für die GEZ rege ich mich daher nicht so auf. Da gibt’s ganz andere Beträge, die wehtun und so hoch nicht sein müssten.

    • Du magst zwar in vielerlei Hinsicht Recht haben, es handelt sich bei Deinen Ausführungen aber leider um einen klassischen Fall des „Whataboutismus“. Damit können wir uns genüsslich im Kreis drehen und im Endeffekt nichts verändern.

      Hier geht es um den Öffentlichen Rundfunk und den von Vielen auch hier geforderten Reformwillen: https://stadt-bremerhaven.de/auswertung-umfrage-september-2022-gros-der-leser-kritisch-gegenueber-dem-oeffentlich-rechtlichen-rundfunk/

      Und natürlich verdienen nicht alle beim ÖR gleich gut. Das ändert aber nichts an zwei Tatsachen:

      1. Wir müssen über Gehälter im ÖR sprechen. Nicht nur, aber auch aus solchen Gründen:

      „WDR-Intendant Tom Buhrow war 2021 der Spitzenverdiener. Er erhielt laut „ARD“ ein Gehalt von 413.000 Euro. Damit verdient der WDR-Senderchef rund 50.000 Euro mehr als Bundeskanzler Scholz.“

      Quelle: https://www.wiwo.de/politik/deutschland/intendantengehaelter-wer-bekommt-mehr-gehalt-als-der-bundeskanzler/28690428.html

      2. Gehälter SIND ein zentrales Thema des ÖR. Das sieht man alleine daran, dass die ARD-Anstalten 2020 zirka 2,5 Milliarden für das Programm ausgegeben haben, dem aber „Personalaufwand“, „Altersversorgung (netto)“ mit zirka 2,3 Milliarden Euro entgegenstehen. Getoppt von mysteriösen „Sonstigen Aufwänden“ im Buchungsbereich Personal von 1,8 Milliarden.

      Da kann und sollte man schon einmal darüber sprechen, nicht wahr?

    • Ein Teil von mir möchte dir zustimmen, aber der andere Teil von mir schreit ganz laut „Whataboutism“ und setzt sich somit schlussendlich durch.
      Denn warum was an den anderen öffentlichen Spitzengehältern ändern, solange es dutzende Lokalsendungen und doppelte Live-Übertragungen gibt?
      Mir zumindest geht es nicht nur um die Gehälter der Intendanten, sondern um die allgemeine Bedienungsmentalität des ÖR an Geldern, die andere verdient haben.
      Der ÖR als Pflicht-Abo ist einfach nicht mehr zeitgemäß.

    • Der Unterschied ist halt, wenn die Berliner Verkehrsbetriebe nicht nutzen möchte, mach ich es nicht und muss auch nicht trotzdem dafür zahlen! Hier werden unabhängig von der Leistungsnutzung „Beiträge“ erhoben. Muss ich ein Zeitungsabo bezahlen nur weil ich einen Briefkasten habe? Nein! Und genau die Freiheit sollte es auch beim ÖRR geben. Wenn die dann mit den Freiwilligen Nutzern sich immer noch die Fettlebe leisten können, dann ist doch alles gut. Und wenn das Angebot so geil ist – wie die ÖRR behaupten und auch hier etliche schreiben – dann frage ich mich wo das Problem ist den Beitragszwang aufzuheben.

      • Nur weil du den ÖRR nicht nutzt, heißt das ja nicht, dass du nicht von ihm profitierst. Wer deckt denn immer und immer wieder Skandale auf?

        Cyberclown, Diesel Gate und Co wurden nicht von der Welt oder Auf1 aufgedeckt. Wer soll denn die Politik kontrollieren, wenn nicht der ÖRR?

        • Naja, den Skandal im ÖRR – aktuell speziell RBB – hat jetzt nicht der ÖRR aufgedeckt. Das kam aus der Springer Ecke. Ansonsten „profitiere“ ich ganz sicher in keiner Weise vom ÖRR. Zumindest nicht in dem Sinn, den du meinst.
          Bin mir jetzt nicht sicher ob das von Dir Ironisch gemeint war – mit die Politik kontrollieren und ÖRR. Der ÖRR kontrolliert ganz sicher nicht die Politik, Dafür sorgt schon die personelle Verquickung von Politik und ÖRR. Der ÖRR ist leider das Sprachrohr der Politik.
          Und deine Skandale kann der ÖRR auch gern aufdecken, wenn er nicht mehr mit Zwangsgebühren finanziert wird. Wenn sich der ÖRR den ganzen Luxus auch ohne Zwangsgebühren leisten kann – nur zu. Vermutlich wird es aber dann so nicht mehr funktionieren.

        • Wenn Skandale aufgedeckt werden, ist das in aller Regel kein Verdienst der ÖR, auch wenn das natürlich dann und wann doch mal zufällig vorkommt.

          • Wer deckt denn die ganzen Skandale sonst auf? Selbst das RBB Ding ist hauptsächlich vom NDR aufgedeckt worden. Zapp hat da ordentlich aufgeräumt.

    • Wie du sicher an der Formulierung des Autors gemerkt hast, gibt er im ersten Absatz nicht seine eigene Meinung wieder, sondern die Meinung der Personen, denen die Forderung nicht weit genug geht.

      Ob es im ÖRR zu hohe Gehälter in der Chefetage gibt, kann man jetzt bewerten wie man will, aber diesem Blog jetzt Dinge zu unterstellen… Nächstes Mal lies zweimal, bevor du so ein Fass aufmachst

    • Wenn ich den höchstmöglichen Einkommensteuersatz bezahlen würde, dann würde ich den Mitarbeitern des ÖRR, den Bediensteten im ÖD und sonst wo ihre Gehälter gönnen und mich nicht künstlich drüber aufregen.

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