Purple Flare: Apple nimmt Stellung zu violetten Fotos


Wenn ihr mich fragt, ist man es in Cupertino langsam gewohnt, dass jede Woche eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird. Kein Gadget kann so erfolgreich sein, dass nicht dennoch immer wieder Kritik an Soft- oder Hardware auftaucht. Die ist mitunter gerechtfertigt – wie beim Antennagate oder jüngst dem Apple Kartendienst – wird deswegen aber dennoch nicht immer mit einer offiziellen Reaktion von Apple bedacht. Scheint dieses Mal ein wenig anders zu sein, denn nach dem Ärger mit Apple Maps äußert sich das Unternehmen nun auch zu dem Purple Flare- Problem, bei dem beim Verwenden der Cam manchmal Fotos entstehen, die einen violetten Reflex aufweisen.

 

Unschöne Geschichte, bei der Apple in diesem Fall zu einer bereits bekannten Strategie übergeht: Man empfiehlt dem iPhone 5-Besitzer, schlicht sein Smartphone ein wenig anders zu halten. Schon seit dem als Antennagate bekannten Problem hat das Unternehmen öfters mal den Besitzer eines Geräts als Fehlerquelle ausgemacht, der demnach sein Device einfach falsch gehandhabt hat.

In diesem speziellen Fall liegen die Dinge ein wenig an, wie Apple auch in einem Dokument zusammenfasst. Demnach hat es mit einem Problem zu tun, welches jede kleine Cam – also eben auch die im iPhone – ereilen kann. Ausschlaggebend dafür ist es, dass eine Lichtquelle knapp außerhalb des Sichtfelds in einem bestimmten Winkel positioniert ist und eine Reflexion an der Cam-Oberfläche auslöst.

Der Lösungsansatz von Apple sieht vor, dass man einfach ein wenig mit dem Winkel experimentiert, aus dem man ein Motiv fotografiert oder gegebenenfalls einfach mit einer Hand die direkte Einstrahlung der Lichtquelle unterbindet. Egal, ob sich Spekulationen bestätigen, nach denen Apple auf die Infrarot-filternde Schicht verzichtet hat, um Platz zu sparen: eine Software-seitige Lösung scheint es für dieses Problem nicht zu geben.

Frage an euch (und dabei nicht nur an iPhone 5-Nutzer gerichtet): könnt ihr diesen Effekt reproduzieren bzw habt ihn in der Praxis schon wahrgenommen?

 Quelle: CNET

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23 Kommentare

  1. Schön, wie sie bei solchen Fehlern immer mit »Du hältst es falsch« kommen.

  2. und die apple boys nehmen das wieder einfach so hin. schade das die firma in der ich arbeite nicht solche kunden hat 🙂

  3. Ich bin ja nun wirklich kein Apple-Fan aber hier muss ich das iPhone wirklich mal in Schutz nehmen. Solche Effekte kann man mit nahezu jedem optischen System erzielen. Bei den DSLR- und Bridge-Kameras gibt es sogenannte Streulichblenden dagegen – viele Fotografen nutzen den Effekt aber auch ganz bewusst bei Gegenlichtaufnahmen um Stimmung zu erzeugen. Ganz normal also und wirklich nichts, worüber man sich aufregen muss.

  4. Ist bauartbedingt – kann man mit jeder Kamera reproduzieren. Fragen muss man sich aber warum das beim 4S besser geklappt hat!

  5. meine gute Bridge-Cam hat ähnliche Effekte an Lichtkanten (wenn z.B. die Sonne durch das Fenster scheint und man mehr oder weniger gegen das Licht fotografiert). Jedoch sieht es nicht so extrem hässlich aus wie oben.

  6. Hmm, ich habe jetzt ca. 150 Bilder mit dem iPhone 5 gemacht, aber diesen Effekt bislang nicht bemerkt. Aber es muss ihn ja wohl geben, sonst hätte ich Apple sich nicht geäußert. 🙂

  7. Den Effekt kann jeder, der eine Kamera hat, reproduzieren. Das ist einfach so bei Objektiven. Manche Objektive haben teure Spezialbeschichtungen, wodurch sie weniger anfällig für „Flare“ werden, aber eliminieren lässt sich der Effekt nicht. Einfach mal nach Objektivtests suchen, z.B. auf dpreview.com. Da gibt es immer zumindest einen Absatz zum Thema. Beispiele? Google Bildersuche nach „lens flare“.

    Dass das beim iPhone oder generell Handykameras keine so schönen bunten oft vieleckigen Lichtmuster sind, sondern ein profaner pinker Blob liegt einfach daran, dass diese Kleinst-Linsen keinen komplexen optischen Aufbau haben und auch keine variable Blende.

  8. Letter from Tim says:

    Just don’t use your expensive toy to make photos.

    Not a big deal.

    Tim

    P.S. Advice which solves almost all problems: Put it into a bumper!

  9. Finde ich jetzt z.B. weniger Schlimm als das sonst typische Smartphone/Samsung Problem mit dem roten Kreis in der Mitte wenn man irgendwas weißes fotografiert.

  10. Fehlt hier nicht was „In diesem speziellen Fall liegen die Dinge ein wenig an,“?

    an –> anders ??? oder versteh ich den Satz nicht ^^

  11. Erschreckend, mehr fällt mir nicht ein. An dieser Geschichte kann man schön sehen, was passiert, wenn jeder Depp ein teures Gadget zwischen seine Finger bekommt. Ich gebe Herr Olsen an dieser Stelle recht. Jede Kamera, egal ob teure DSLR, Kompakt- oder Digitalkamera ist von dem „Effekt“ betroffen – auch meine LX3. Ich nutze den Effekt auf meinen Fotos aus. Wer dazu nicht in der Lage ist, der soll bitte nicht direkt ins Sonnenlicht fotografieren. Problemlos gelöst!

    Kleiner Tipp für Apple: Entwickelt doch bitte nen UV-Filter für die Leute 🙂

  12. typisch apple, die bauen auch nur noch die billigsten handys.
    nie wieder. ich kauf mir jetzt nur noch Atelco-Handys! Das sind die besten.

  13. HAHA!

  14. Christoph B. says:

    @Hansbert
    Das „Studio (artificial)“ Beispiel gefällt mir beim iPhone 5 wirklich nicht, ansonsten sieht es ja ziemlich ähnlich aus, und kann, wie hier schon erwähnt, kreativ genutzt werden.

    Mich würde es nicht stören. Entweder man nutzt Gegenlicht-Aufnahmen Kreativ (was meines Erachtens nach meistens sehr gut aussieht) oder man hält die Kamera tatsächlich anders.

  15. @69wpm

    „Kleiner Tipp für Apple: Entwickelt doch bitte nen UV-Filter für die Leute“

    Bitte nicht. Die lassen das sofort wieder patentieren und verklagen jeden, der nen UV-Filter verwendet.

  16. @Christoph B: Kamera-Eigenschaften kreativ nutzen? Also bitte, das ist doch sowas von 2010 in den Zeiten von Instagram 😉

    Ich hab jedenfalls hier ein 50mm f1.4 Nikon rumliegen, das im Gegenlicht einen riesigen blauen Fleck über fast das ganze Bild legt, trotz Streulichtblende. Viel schlimmer als das rosa beim iPhone. Zum kreativ nutzen bin ich zu unkreativ bzw. ist der Fleck zu groß, zu hässlich und nimmt zuviel Kontrast. Dafür würd ich bei meinem Ultraweitwinkel gern ein paar mehr flares auf Bedarf einschalten können; da muss der Winkel schon genau stimmen, damit ich die kriege, und da hätt ich sie oft gerne.

    Ganz prinzipiell versteh ich die Berichterstattung über das Problem nicht. Das Objektiv produziert lens flares, genau wie jedes andere. Da muss ich nicht Befragungen anstellen oder Meinungen sammeln, das ist einfach so, das kann mir jeder Fotograf erklären.

  17. Nachtrag: Bei dpreview Test sieht man auch gut – zumindest wenn man sich die 100% Ansichten anschaut – dass die reale Auflösung, also die Menge an Details, höchstens bei 2-3 Megapixel liegt, wenn man nicht mehr unter Idealbedingungen knipst. Und selbst bei Tageslicht bin ich überzeugt davon, dass jedes hochskalierte 4 Megapixel Bild einer DSLR mehr Bildinformationen enthält, als ein Bild aus nem iPhone (oder irgendeiner anderen Handycam, ausgeschlossen vielleicht das Nokia 808, da kommt vermutlich bei SOnne auf echte 8 Megapixel).

  18. Wenn man von Lichtbrechung keine Ahnung hat, dann kommen halt solche Beschwerdetexte dabei raus. Hätte Apple dieses Problem softwareseitig „herausgerechnet“ wäre Ruhe gewesen.

  19. Scheint mir nicht so wild da sind die Fehler von meinem SGS2 schon wesentlich schlimmer.

    – kurzer aussetzter nach ca. 10 sek Gespräch (immer)
    – Google Chrome mit anderer Tastatur außer der originalen nicht zu nutzen (abstürze)
    – WLAN ein/auschalten bleibt öfters hängen (nur durch neustart zu beheben)
    – spontaner Neustart

    Ich habe das Telefon 3 mal getauscht und bei allen Geräten ist das selbe Problem aufgetreten.

  20. Apple Store Genius-Bar Termin ausmachen – hin – „Kamera defekt“ – Violetter Stich UND *** (irgendwas ausdenken)
    und schwupps ist das Ding ausgetauscht…

  21. @Konstantin: Das löst aber das Problem nicht! Der rosa Stich wird auch beim Austauschgerät erscheinen. Denn der Benutzer ist in diesem Fall das Problem. Wie oben schon oft geschrieben, liegt es am (Gegen-)Licht, wenn man mit dem Austauschgerät ein identisches Bild macht, wird man den selben Effekt erzielen.
    Wird wohl eher an der wohl fehlenden Infrarot-filternden Schicht liegen. Und das führt eben dazu, dass es eben nicht mehr nur noch klicken auf den Auslöser ist, sondern nun muss man eben auch Eckdaten wie Licht etc. beachten.
    Ich denke für die recht „untalentierten“ Fotografen unter den Iphone Nutzern könnte das dann natürlich ein Problem darstellen …

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