Polizei warnt vor Einsatz der Apple Maps

Mal wieder eine schöne Geschichte aus dem Outback. In Australien hat die Polizei von Victoria unter bestimmten Bedingungen vor dem Einsatz der Apple Maps zur Navigation gewarnt. Kein Scherz. Konkret geht es um die Stadt Mildura, die vor dem Einsatz der Maps gewarnt hat. Motorisierte Besucher hätten sich da schon das eine oder andere Mal im Murray Sunset National Park verfahren. Der Murray Sunset National Park ist dabei kein idyllischer Ausflugsort, welcher recht überschaubar wäre, sondern ein Gebiet, welches sich über 3000 Quadratmeilen erstreckt – inklusive giftiger Schlangen, Insekten und wenig Wasser.

Die Apple Maps zeigen den Ort Midura in der Mitte des Parks an – was einfach falsch ist. Forbes zitiert einen Polizisten, der diese Tatsache als „unter Umständen lebensgefährlich“ einstuft. Man hätte schon Menschen gefunden, die 24 Stunden ohne Wasser zu Fuß durch gefährliches Terrain gelaufen sind. Ebenfalls herrschen teilweise Temperaturen bis zu 46 Grad. Man sollte meinen, dass sich Menschen im Outback nicht nur auf ein Smartphone und Technik generell verlassen, sondern auf Kompass und Karte – dennoch: 70 Kilometer Unterschied sind schon eine Ansage. Update: Apple hat den Fehler behoben.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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35 Kommentare

  1. Könnte auf lange Sicht den Sack Reis in China ablösen…

  2. Caschy nur zu Info, es heißt Victoria. Dir einen guten Start in den Tag.

  3. Wie kommt man auf die hirnrissige Idee In Australien speziell im Landesinneren mit einem Iphone navigieren zu wollen? Ich plane selber eine Motorrad-Offroad-Tour durch die Alpen, was im vergleich dazu ein Spaziergang ist. Trotzdem hab ich mir ein Garmin-Offroad Navi sowie neue Karten zu gelegt.

  4. Naja, gerade in Australien habe ich schon einiges an schrägem Volk erlebt. Gerade Japanische Backpacker sind genau von dieser Sorte, welche mit Rucksack und Smartphone losziehen, aber nicht mal einen Liter Wasser mitnehmen.

  5. Ab und zu kann man einen Wurm im Apfel entdecken.

  6. Ich weiss jetzt nicht genau, ob es im Hinblick auf die menschliche Evolution so sinnvoll ist, Leute aktiv zu warnen, die ernsthaft auf den Gedanken kommen, mit einem Smartphone als GPS-Ersatz in die Wildnis zu ziehen…

  7. Danke Zhet ab und zu vermisse ich bei Kommentaren unter Artikeln die Möglichkeit ein +1, Daumen hoch, oder Stern zu verteilen. Denn wer so blöd ist und in eine lebensunwirkliche, dünn besiedelte Gegend anstatt mit Ortskundigen, mit einem Smartphone (egal welcher Sorte) geht hat es nicht besser verdient. Wenn man sowas plant ist ein altmodisches Funkgerät, Kompass, Karte, Wasser und eine Person die sich auskennt besser als jedes Smartphone.

  8. Sorry, klingt böse aber: natürliche Auslese! 😉

  9. GrosserUnhold says:

    Das erinnert an Leute die bei einem Fähranleger weiter fahren auch wenn keine Fähre da ist. Das Navi hat immer recht!

  10. Lest ihr eigentlich auch den Text bevor ihr kommentiert?
    Die Leute wollten NICHT in die Wildnis mit dem iPhone, sondern zur Stadt Mildura navigieren. Apple Maps verschiebt diese Stadt allerdings 70 km weit von ihrem tatsächlichen Standort (lila Pin) in diesen National Park (roter Pin), in den die Autofahrer dann fälschlicherweise navigiert werden.
    Also tituliert die Leute nicht als doof, von denen wollte sicher keiner nur mit iPhone bewaffnet durch den Park wandern…

  11. @hautschi
    Spielt das eine Rolle ob die mit dem Iphone in den Park wollten oder nicht? Die sind in Australien mitten im Nirgendwo. Wenn man an einem so abgelegenem Ort der Welt ist der unter anderen gefährlich sein kann wie oben beschrieben dann verlässt man sich nicht auf ein rotz Smartphone egal ob das von Samsung oder Apple ist.

  12. @Oban:
    Naja, mitten im Nirgendwo ist was anderes für mich. Da führt immerhin ne Autobahn hin und der Ort hat 30.000 Einwohner. Die Dimensionen sind halt andere als bei uns in Deutschland.
    Wenn ich das Smartphone als Navi nutze, was ja von den Firmen, ob Apple oder Google, so angeboten und beabsichtigt ist, dann sollte das an den richtigen Ort führen. Immerhin unterscheiden sich die Karten von Navi-Apps (Navigon, TomTom, Route66, whatever) nicht von denen der Standalone-Geräte. Wenn die Karten passen, dann führt jedes Smartphone, so „rotzig“ es auch sein mag, an den gewünschten Ort.
    Der Fehler liegt hier bei Apple, welche mit ihren Maps totalen Bockmist fabriziert haben.
    Mit gesundem Menschenverstand und einem Blick in ne Karte, so wie ich das vorher mache, ließen sich diese Probleme natürlich vermeiden…aber nicht jeder denkt drüber nach und vertraut dem wertvollsten Unternehmen der Welt.

  13. Ja genau man vertraut einfach blind dem wervollsten Unternehmen der Welt und glaubt wenn man drauf geht ist man nicht selber schuld. Das ist ja ne gute Einstellung.

    • Ich heiße das nicht gut, aber ich kann’s nachvollziehen.
      Blöder Vergleich, aber du vertraust dem KFZ-Hersteller doch auch, dass die Bremsen funktionieren. Oder prüfst du das selbst nach?

  14. @hautschi
    Genau, und weil sie eigentlich in eine 30’000 Stadt wollen, wundern sie sich nicht, dass der Ort in der Karte ein kleiner Punkt in einem braunen Fleck umgeben von Wald ist?
    Spätestens da schaltet man doch sein Hirn ein…

    • 75% der Menschen benutzen ihr Hirn nur zum Atmen und Essen, du erwartest zu viel 🙂
      Uns würde sowas natürlich nicht passieren, aber sieh dich doch mal um wer alles mit nem Smartphone durch die Gegend rennt und nicht mal Internet richtig buchstabieren kann…wen wundert sowas dann? Die größte Volkswirtschaft der Welt lässt auch Klagen gegen Coffeeshops zu, wenn sich die Leute am heißen Kaffee verbrennen – und die gewinnen dann auch noch Schmerzensgeld in Millionenhöhe. Verblödung is all around 😀

  15. ich weiß ja nicht aus welcher Richtung sie kamen. Aber falls sie auf dem Stuart Highway unterwegs waren, dann wären sie wirklich zu blöde. Vor ziemlich genau einem Jahr war ich mit einem Kumpel in Mildura, von unserem Outback Trip zurück nach Sydney. In Victoria und New South Wales kann man sich auf der Strecke nun wirklich nicht über die Beschilderung beschweren. Um Mildura zu finden, hätte man echt kein Navi gebraucht.

  16. @hautschi: Hurra, jemand hat es kapiert!!

    @Oban: Das ist eine ganz normale Verbindungstrasse wie sie tausendfach auf der ganzen Welt vorkommt. Einfach 87 km mehr oder weiniger schnurgerade Strasse die zwei Ortschaften verbindet. Man sollte natürlich auch dort eine Karte dabei haben, aber zwingend notwendig ist es nicht.

  17. Weiß garnicht warum alle hier meinen es wäre so super idiotisch sich auf die Karten in seinem Smartphone zu verlassen. Es sind und bleiben Landkarten, genau wie die gedruckten. Und wenn ich mir ein Gerät inkl. Software für 600+ Euro kaufe dan ist es ja wohl das mindeste dass auch die mitgelieferten Karten korrekt sind. Dass die Apple Kartenapp so viele Fehler hat ist schlicht und ergreifend SCHLECHT! Apple hätte die direkt ein Update herausbringen sollen, die App einstampfen und entweder solange KEINE App zur Verfügung stellen sollen bis sie ihre deutlich verbessert haben oder aber google maps oder eine andere app nachliefern sollen.
    Wenn ihr ne Karte im Laden kauft verlasst ihr euch auch blind drauf dass die stimmt. Wenn die dann einfach mal die nächste „Oase“ 100km entfernt vom ihrem wirklichen Standort engezeichnet hat seid ihr gef*ckt.

  18. Ich bin selber so ein Smartphone- und Tablet-Fetischist, der mit dem Smartphone oder Tablet schon seit Jahren wandert, auch weiter abseits der Zivilisation… auch ich würde im Outback mit dem Tablet unterwegs sein…
    😉
    Ich nutze aber keine Software mit schlechten Onlinekarten sondern Oruxmaps mit meinen eigenen Karten… Dazu übrigens noch ein dicker Akkupack, Ersatzgerät, viel Wasser und zu Essen und was sonst noch alles dazugehört. Mein Tablet hält übrigens über 2 Tage gps-Offlinenavigation durch, ohne Zusatzakku.

  19. @Kev: Es kommt immer auf die Tour an ob es super idiotisch ist oder nicht.

  20. @Petr Sterch
    Wieso kommt es auf die Tour an? Ich dachte im vorgestellten Fall handelt es sich um motorisierte Fahrer, welche die Stadt besuchen wollen, zu Fuß ist natürlich fragwürdig. Wenn man sich auf Karten velässt, dann tut man das meist blind. Natürlich gehen Verkehrsregeln & Schilder immer vor dem was Karten oder Navi sagen, aber wenn keine Schilder vorhanden sind, bleibt einem ja nichts andere übrig.

    Und diese defekte Navigationseinheit im iPhone ist nunmal gefährlich, besonders für die Leute die meinen Apple wäre perfekt und liefert nur 1A Soft- & Hardware. Wundert mich ehrlich gesagt dass Aplle noch nich verklagt wurde dass sich jemand verlaufen hat wegen der KartenApp. Aber vielleicht liegt das ja daran dass es Apple ist.

  21. Was ich mich frage …
    ich habe die Meldung vor ca. 12h gelesen. Sie ging in America gut rum und viele viele haben gelacht über Apple.
    Aber selbst jetzt noch ist die Karte falsch. 12h ist nun nicht gerade eine super kurze Zeit heutzutage, vor allem wenn solche Fails in allen Medien rumgehen.

    Und sich navigieren lassen in der Pampa ist blöd ja. Aber ich kann es trotzdem nachvollziehen. Ich hab mein iPhone, genau damit ich mich darum nicht kümmern muss. In Berlin finde ich mich auch so zu Recht …

  22. Karte und Kompass? Kann noch jemand damit umgehen? Also für die Jüngeren: das eine ist so großes bedrucktes Papier – als hätte man Google Maps o.ä. ausgedruckt. Ein Kompass ist so ein Teil mit einer magnetischen Nadel die drehbar gelagert ist und sich nach dem Erdmagnetfeld ausrichtet.
    Damit ist man früher mal „navigiert“. 😉
    Es geht auch mit diesem tollen Produkt:
    http://www.youtube.com/watch?v=TRkw_CtPDCU
    ok, schon älter – aber ich finde es gut… 😉

  23. @dischue> Karte und Kompaß? Latürnich!
    Schließlich hat sich Papa Staat es in meiner Zeit als Unteroffizier acht Jahre Zeit und Geld kosten lassen, mir den Umgang damit zuerst beizubringen und mich dann üben zu lassen. Und mit meinem (selbstgekauften) Recta könnt ich mich sogar in Australien orientieren (zur Info: für die Südhalbkugel braucht man entweder einen eigenen Kompaß oder einen mit einer speziell gelagerten Nadel. Ein europäischer Kompaß funktioniert dort nicht, weil das Erdmagnetfeld sozusagen „verkehrt“ liegt).
    Ein weiterer Vorteil, den ich immer schon geschätzt habe: Kompasse funktionieren im Gegentum zu GPS und Map-Apps grundsätzlich ohne Batterien, das erhöht die Usability im freien Gelände mitunter recht drastisch und vor allem nachhaltig… 🙂

  24. Abgesehen davon: Wenn ich ein gutes Navi mit gutem Kartenmaterial habe, dann verwend ich das natürlich sehr gerne, weil ich mir damit Arbeit spare. Trotzdem schadet ein prüfender Blick ins Gelände nie, ob die Angaben des Navi auch plausibel sind – das gilt allerdings für „K&K“ (Karte & Kompaß) genauso.

    Ein Hauptproblem von Navis/Apps sehe ich jedenfalls beim Kartenmaterial. Denn da bin ich dem Hersteller auf Gedeih und Verderb ausgeliefert, daß er gute Qualität bereitstellt.
    Bei nem Kompaß kann ich mir selbst aussuchen, welche Karte ich damit verwende und damit hab ich Einfluß auf die Qualität des Kartenmaterials.

    Und zu guter letzt: ob es sich beim Koordinatensystem um das aktuelle MGRS/UTMREF oder ein älteres wie zB Gauß-Krüger, Swiss Grid, Lambert, S42/83 oder BMN handelt, das ist mir mit einem Kompaß ziemlich wurscht. 🙂

  25. Isch habe ja auch noch ein wenig mit Karte und Kompass geübt… bissl was würde ich noch zusammen bekommen. Zu den Navi-Karten: vor längerer Zeit war mal ein Beitrag in der ct, da gab es 1 oder 2 Orte, in denen 2 Straßennamen vertauscht waren. Alle Schreiben an die Hersteller7Kartenlieferanten nutzte nichts. Es bestehe nur eingeschränkte oder keien Möglichkeit, manuelle Änderungen vorzunehmen. Man hat dann die Straßennamen geändert – so, wie sie in den Karten der Navis waren…. Schöne neue Welt… 😉 Navis sind eine feine Sache – aber irgendwo hört es dann auf, spätestens, wenn man das nehmen muß, was der Rechner ausspuckt und man nicht eingreifen kann. Mittlerweile verlassen sich ja nicht nur Paketdienste auf das Navi sondern auch Rettungsdienste.

  26. Ich schätze ein Großteil der Leute die hier schreien wie dumm die Menschen doch sind, haben ein Großteil ihrer Daten (Emails, Digitalfotos,…) ohne Backup in der Cloud und wenn dann google von einen Tag auf den anderen zu macht wäre einfach alles weg … und Sie und ihr Unternehmen hätten hohe finanzielle und emotionale Verluste. Unvorstellbar?

    Das haben die Leute 2008 auch gedacht bis das Onlinebanking ihrer gut verzinsten Auslandskonten nicht mehr funktionierte … Sie haben auch darauf vertraut das Dinge die seit Jahren funktionieren auch in Zukunft immer funktionieren würden.

  27. @Whisker:
    Auf eine seltsame Art und Weise bestätigt es das Image der Spezies Unteroffizier, dass Vater Staat acht Jahre gebraucht hat, um dir den sicheren Umgang mit Karte und Kompass beizubringen …
    😉
    (Nix für ungut, aber das war ’ne Steilvorlage, an der der ich nicht vorbeikam.)

  28. Das Fazit fasse ich jetzt mal zusammen: Alle Australier sind Voll-Honks und die wahren Intelligenzbestien dieser Welt sind zufällig aktiv in Caschys Blog.

  29. Da wundert man sich wer auf einmal hier alles die Gegebenheiten in Australien kennt…

  30. Das wäre vielleicht mal eine Umfrage wert: Wie sehr traut ihr der Technik und was hattet ihr für Erlebnisse dabei? Mein Erlebnis: Kings Canyon Resort, leider kein Netz und folgerichtig auch keine automatische Erkennung weder der Zeitzone noch, dass es dort keine Zeitumstellung auf „Sommerzeit“ gibt. Die Folge? 1 Stunde zu früh am Tourbus, da keiner kam, wieder aufs Zimmer gegangen und die Tour verpasst, bis sich der Grund herausstellte.

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