Polizei warnt vor Einsatz der Apple Maps

Mal wieder eine schöne Geschichte aus dem Outback. In Australien hat die Polizei von Victoria unter bestimmten Bedingungen vor dem Einsatz der Apple Maps zur Navigation gewarnt. Kein Scherz. Konkret geht es um die Stadt Mildura, die vor dem Einsatz der Maps gewarnt hat. Motorisierte Besucher hätten sich da schon das eine oder andere Mal im Murray Sunset National Park verfahren. Der Murray Sunset National Park ist dabei kein idyllischer Ausflugsort, welcher recht überschaubar wäre, sondern ein Gebiet, welches sich über 3000 Quadratmeilen erstreckt – inklusive giftiger Schlangen, Insekten und wenig Wasser.

Die Apple Maps zeigen den Ort Midura in der Mitte des Parks an – was einfach falsch ist. Forbes zitiert einen Polizisten, der diese Tatsache als „unter Umständen lebensgefährlich“ einstuft. Man hätte schon Menschen gefunden, die 24 Stunden ohne Wasser zu Fuß durch gefährliches Terrain gelaufen sind. Ebenfalls herrschen teilweise Temperaturen bis zu 46 Grad. Man sollte meinen, dass sich Menschen im Outback nicht nur auf ein Smartphone und Technik generell verlassen, sondern auf Kompass und Karte – dennoch: 70 Kilometer Unterschied sind schon eine Ansage. Update: Apple hat den Fehler behoben.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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35 Kommentare

  1. @Petr Sterch
    Wieso kommt es auf die Tour an? Ich dachte im vorgestellten Fall handelt es sich um motorisierte Fahrer, welche die Stadt besuchen wollen, zu Fuß ist natürlich fragwürdig. Wenn man sich auf Karten velässt, dann tut man das meist blind. Natürlich gehen Verkehrsregeln & Schilder immer vor dem was Karten oder Navi sagen, aber wenn keine Schilder vorhanden sind, bleibt einem ja nichts andere übrig.

    Und diese defekte Navigationseinheit im iPhone ist nunmal gefährlich, besonders für die Leute die meinen Apple wäre perfekt und liefert nur 1A Soft- & Hardware. Wundert mich ehrlich gesagt dass Aplle noch nich verklagt wurde dass sich jemand verlaufen hat wegen der KartenApp. Aber vielleicht liegt das ja daran dass es Apple ist.

  2. Was ich mich frage …
    ich habe die Meldung vor ca. 12h gelesen. Sie ging in America gut rum und viele viele haben gelacht über Apple.
    Aber selbst jetzt noch ist die Karte falsch. 12h ist nun nicht gerade eine super kurze Zeit heutzutage, vor allem wenn solche Fails in allen Medien rumgehen.

    Und sich navigieren lassen in der Pampa ist blöd ja. Aber ich kann es trotzdem nachvollziehen. Ich hab mein iPhone, genau damit ich mich darum nicht kümmern muss. In Berlin finde ich mich auch so zu Recht …

  3. Karte und Kompass? Kann noch jemand damit umgehen? Also für die Jüngeren: das eine ist so großes bedrucktes Papier – als hätte man Google Maps o.ä. ausgedruckt. Ein Kompass ist so ein Teil mit einer magnetischen Nadel die drehbar gelagert ist und sich nach dem Erdmagnetfeld ausrichtet.
    Damit ist man früher mal „navigiert“. 😉
    Es geht auch mit diesem tollen Produkt:
    http://www.youtube.com/watch?v=TRkw_CtPDCU
    ok, schon älter – aber ich finde es gut… 😉

  4. @dischue> Karte und Kompaß? Latürnich!
    Schließlich hat sich Papa Staat es in meiner Zeit als Unteroffizier acht Jahre Zeit und Geld kosten lassen, mir den Umgang damit zuerst beizubringen und mich dann üben zu lassen. Und mit meinem (selbstgekauften) Recta könnt ich mich sogar in Australien orientieren (zur Info: für die Südhalbkugel braucht man entweder einen eigenen Kompaß oder einen mit einer speziell gelagerten Nadel. Ein europäischer Kompaß funktioniert dort nicht, weil das Erdmagnetfeld sozusagen „verkehrt“ liegt).
    Ein weiterer Vorteil, den ich immer schon geschätzt habe: Kompasse funktionieren im Gegentum zu GPS und Map-Apps grundsätzlich ohne Batterien, das erhöht die Usability im freien Gelände mitunter recht drastisch und vor allem nachhaltig… 🙂

  5. Abgesehen davon: Wenn ich ein gutes Navi mit gutem Kartenmaterial habe, dann verwend ich das natürlich sehr gerne, weil ich mir damit Arbeit spare. Trotzdem schadet ein prüfender Blick ins Gelände nie, ob die Angaben des Navi auch plausibel sind – das gilt allerdings für „K&K“ (Karte & Kompaß) genauso.

    Ein Hauptproblem von Navis/Apps sehe ich jedenfalls beim Kartenmaterial. Denn da bin ich dem Hersteller auf Gedeih und Verderb ausgeliefert, daß er gute Qualität bereitstellt.
    Bei nem Kompaß kann ich mir selbst aussuchen, welche Karte ich damit verwende und damit hab ich Einfluß auf die Qualität des Kartenmaterials.

    Und zu guter letzt: ob es sich beim Koordinatensystem um das aktuelle MGRS/UTMREF oder ein älteres wie zB Gauß-Krüger, Swiss Grid, Lambert, S42/83 oder BMN handelt, das ist mir mit einem Kompaß ziemlich wurscht. 🙂

  6. Isch habe ja auch noch ein wenig mit Karte und Kompass geübt… bissl was würde ich noch zusammen bekommen. Zu den Navi-Karten: vor längerer Zeit war mal ein Beitrag in der ct, da gab es 1 oder 2 Orte, in denen 2 Straßennamen vertauscht waren. Alle Schreiben an die Hersteller7Kartenlieferanten nutzte nichts. Es bestehe nur eingeschränkte oder keien Möglichkeit, manuelle Änderungen vorzunehmen. Man hat dann die Straßennamen geändert – so, wie sie in den Karten der Navis waren…. Schöne neue Welt… 😉 Navis sind eine feine Sache – aber irgendwo hört es dann auf, spätestens, wenn man das nehmen muß, was der Rechner ausspuckt und man nicht eingreifen kann. Mittlerweile verlassen sich ja nicht nur Paketdienste auf das Navi sondern auch Rettungsdienste.

  7. Ich schätze ein Großteil der Leute die hier schreien wie dumm die Menschen doch sind, haben ein Großteil ihrer Daten (Emails, Digitalfotos,…) ohne Backup in der Cloud und wenn dann google von einen Tag auf den anderen zu macht wäre einfach alles weg … und Sie und ihr Unternehmen hätten hohe finanzielle und emotionale Verluste. Unvorstellbar?

    Das haben die Leute 2008 auch gedacht bis das Onlinebanking ihrer gut verzinsten Auslandskonten nicht mehr funktionierte … Sie haben auch darauf vertraut das Dinge die seit Jahren funktionieren auch in Zukunft immer funktionieren würden.

  8. @Whisker:
    Auf eine seltsame Art und Weise bestätigt es das Image der Spezies Unteroffizier, dass Vater Staat acht Jahre gebraucht hat, um dir den sicheren Umgang mit Karte und Kompass beizubringen …
    😉
    (Nix für ungut, aber das war ’ne Steilvorlage, an der der ich nicht vorbeikam.)

  9. Das Fazit fasse ich jetzt mal zusammen: Alle Australier sind Voll-Honks und die wahren Intelligenzbestien dieser Welt sind zufällig aktiv in Caschys Blog.

  10. Da wundert man sich wer auf einmal hier alles die Gegebenheiten in Australien kennt…

  11. Das wäre vielleicht mal eine Umfrage wert: Wie sehr traut ihr der Technik und was hattet ihr für Erlebnisse dabei? Mein Erlebnis: Kings Canyon Resort, leider kein Netz und folgerichtig auch keine automatische Erkennung weder der Zeitzone noch, dass es dort keine Zeitumstellung auf „Sommerzeit“ gibt. Die Folge? 1 Stunde zu früh am Tourbus, da keiner kam, wieder aufs Zimmer gegangen und die Tour verpasst, bis sich der Grund herausstellte.

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