Philips UV-C-Desinfektionsbox soll zu Hause gegen Viren vorgehen

In der Corona-Krise haben viele Hersteller die UV-C-Desinfektion für sich entdeckt und werben nun eifrig für entsprechende Produkte, die Viren ausmerzen sollen. Zumindest teilweise ist das wohl eher Humbug, wenn man Wissenschaftler konsultiert. Es hängt aber von der Intensität der Strahlung ab. Nun bringt Philips eine neue UV-C-Desinfektionsbox für zu Hause auf den Markt.

Da ist man ja kein Neuling, denn Ende 2020 brachte Philips auch eine UV-C-Tischleuchte von ähnlichem Kaliber heraus. Hinter dem Produkt steckt genau genommen Signify. Die UV-C-Box bringt auch eine Schutzfunktion mit, denn die Desinfektion wird automatisch abgeschaltet, wenn der Deckel geöffnet wird. Dabei wird nun nicht wie bei der Tischleuchte der Raum bestrahlt, sondern Gegenstände, die ihr in die Box legt. Im Inneren stecken dann UV-C-Lampen, welche Oberflächen von Bakterien und Viren befreien sollen.

Denkbar wäre also, dass ihr etwa das Smartphone, eure Schlüssel, eure Brille oder anderweitige Gegenstände im Inneren platziert, um sie von Viren und Bakterien zu säubern. Die Box ist jeweils 28 cm breit und hoch, sodass sie relativ gut unterzubringen sein sollte. Ein Display soll bei der Steuerung helfen. Etwa gibt es eine Aufbewahrungsfunktion für Gegenstände, die oft im Haushalt benutzt werden und einer regelmäßigen Reinigung bedürfen – etwa Schnuller oder auch Besteck. Werden diese nach Gebrauch in der Box verwahrt, werden sie automatisch alle zwei Stunden desinfiziert.

Eventuelle Feuchtigkeit auf Objekten kann mit einer Trockenfunktion entfernt werden. Die Kombination „Desinfizieren + Trocknen“ entfernt Feuchtigkeit und desinfiziert Gegenstände, wie zum Beispiel kleine Spielzeuge und Babyartikel. Die Philips UV-C-Desinfektionsbox verfüge laut Hersteller über einen Innenraum aus reflektierendem Edelstahl, der so konzipiert sei, dass jede Objektoberfläche erreicht werde, unabhängig von der Lage und Position des Gegenstandes in der Box.

Solltet ihr nun Interesse haben, dann könnt ihr die Philips UV-C-Desinfektionsbox ab sofort in Deutschland und Österreich für 179 Euro im Handel erstehen.

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21 Kommentare

  1. Monk wäre begeistert! 🙂

  2. Was ein Quatsch.

  3. 179€ geht ja sogar

  4. „Da sich Menschen und Tiere dem UV-C-Licht wegen der Schädlichkeit für Augen und Haut nicht aussetzen sollten, schalten die eingebauten Sensoren das Gerät automatisch ab, wenn der Deckel geöffnet wird.“ (Phillips). Na wenigstens hier ist das ein geschlossenes Gerät. Deckel auf, UV aus. Bei der „Zimmerdesinfektion“ ist das jedoch schon fast kriminell. Habe ich selbst schon mal gesehen, wie (unbeabsichtigte) UV-C Streustrahlung ein paar Zimmerpflanzen über Nacht „desinfiziert“ hat. Und „steril“ heisst noch lange nicht sauber. Wer den versifften Schnuller reinschmeisst, hat hinterher immer noch einen versifften Schnuller, wenn auch keine lebenden Keime mehr drauf sind. Einmal sauber waschen wäre wohl effektiver.

  5. 180€??? Ernsthaft? Das ist eine Frechheit. Bei Cc2tv (https://youtu.be/pRVSqUe4FAs ) ist sehr gut und weitaus günstiger sowas gezeigt worden. Okay, ich muss etwas basteln, aber die Mehrkosten von ca. 100€ rechtfertigt das in meinen Augen nicht. Auch wenn Phillips draufsteht nicht.

    • In einer nachfolgenden Sendung wurde aber gesagt, dass die Verwendeten „UV-C“ Lampen keine echten sind, sondern farbige LEDs.

  6. Also, ehrlich gesagt habe ich bei vermeintlichen Viren auf Oberflächen oder Gegenständen die wenigsten Bedenken…

  7. Oder man könnte einfach dem Drang widerstehen, sein Smartphone, seine Schlüssel und seine Brille abzulecken.

    Schwupps, 179 Euro gespart.

  8. Die Zukunft sieht dunkel aus. Nach Covid leiden alle unter Mysophobie.

  9. Unlängst war im c’t Podcast „Uplink“ zu hören, dass UV-C die Beschichtung von Smartphone-Displays angreift und diese sich mir der Zeit orange färben können. Für Brillen vom Optiker könnte ich mir ähnlich negative Effekte vorstellen.
    Das Philips war da zwar noch nicht im Test, doch die für c’t getesteten Geräte hatten bestenfalls eine sehr geringe Wirkung was das Inaktivieren von Viren angeht.

  10. UV-C Entkeimung kenne ich aus der Aquaristik, wo sie unter Umständen auch Sinn macht. Im Alltag ist das Quatsch mit Souße. Was nutzt es das eigene Handy oder anderes Zeugs so zu behandeln und dann mit den eigenen – nicht cleanen – Händen wieder anzufassen. Davon abgesehen zersetzt UV-C-Strahlung fast alle Kunststoffe, Oberflächen werden schnell angegriffen. Normale Hygiene, wie z.B. Hände waschen und Oberflächen feucht mit Seife zu reinigen (geht auch mit dem Handy wenn das Tuch nicht trofnass ist), macht mehr Sinn.

    • Das sind ja Methoden von Vorgestern. Heutzutage will man sich für jedes „Problem“ ein technisches Gerät kaufen.

  11. Thorsten G. says:

    Dem C’t Test kürzlich zufolge ware eigentlich so gut wie alle getesteten Geräte schlicht wirkungslos oder bescheiden ausgeleuchtet oder sogar gefährlich.

  12. Wenn man Dinge schnell ans Ende ihrer Lebenszeit bringen möchte, ist das sicherlich ein Hilfreiches Gerät. Es ist immer ein Frage des Ziels, das man verfolgt. 🙂
    Schnuller bzw Babyspielzeug desinfizieren? Mit sowas? Sorry, aber für den Säugling tut es ein einfacher Dampfsterilisator für ein paar Euro, wenn man es gerne bequem und sicher hätte. Man benutzt das nur einige Wochen lang, dann hat das Kind ein sogenanntes „Immunsystem“, das auch gerne mal ein bisschen trainiert werden möchte. Wenn das ausbleibt, sind u.a. Allergien und Autoimmunkrankheiten die Folge. Sterilität ist in teilbereichen der Medizin wichtig, zu Hause nicht.

  13. Für mich gehört das ehr zu der Kategorie Wasservitalisierer und Globuli.
    Aber gut. Jeder soll sein Geld ausgeben für was er möchte. Allein der Glaube hilft und wer sich dadruch besser fühlt. Sei es drum.

  14. Klaus Müller says:

    Wenn ich Angst davor habe, mich von meinem Handy, Schlüssel, etc. mit Viren anzustecken, würde ich meine Gesamtlebenssituation überdenken und Konsequenzen ziehen. Ich finde es eher erschreckend wie viele Firmen die Ängste der Menschen verstärken, um sie in Gewinne umzusetzen.

  15. Gunar Gürgens says:

    Bin auch mal gespannt wie die Plastikteile eines Smartphones das aushalten wollen. Diverse Mikrophon Hersteller empfehlen das UV-C desinfizieren ihrer Geräte nicht.
    Aber immerhin eine geschlossene Box und kein Raumfluter, wie er aktuell gerne von Leuchtmittelherstellern angepriesen wird, vor allem in Geschäften. Kann mir geileres Vorstellen als durch ein mit Desinfektionslicht geflutetes Geschäft zu gehen.

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