Phil Spencer wünscht sich eine Xbox-App für alle Geräte

Phil Spencer, der Kopf der Xbox Sparte, bekräftigt seine aktuelle Strategie: Man wolle die Xbox-Erfahrung auf möglichst viele Geräte bringen. Es komme ihm dabei auch nicht darauf an, Sonys Strategie zu imitieren und möglichst viele Singleplayer-Blockbuster zu bringen. Am Ende werde man als Nachahmer ohnehin sonst die zweite Geige spielen. Stattdessen wolle man Einstiegshürden abbauen und prüfen, wie man möglichst viele Menschen erreiche.

So sei es für viele Anwender nach wie vor störend, dass sie erst eine Konsole erwerben müssten, sich mit einem Controller vertraut zu machen hätten und am Ende 70 Euro für ein Spiel zahlen sollten. Der Xbox Game Pass Ultimate schaffe da bereits etwas Abhilfe, denn er mache spezielle Hardware und den Kauf einzelner Spiele zum Einstieg überflüssig. Dabei kann sich Spencer sogar vorstellen die Spiele-Flatrate auch auf die Nintendo Switch oder die Sony PlayStation 5 zu hieven. Für solche Diskussionen sei man jederzeit offen.

Gleichzeitig ist aber wohl unrealistisch, dass das passieren wird. Das weiß auch Spencer und gibt an, dass das von Betreibern geschlossener Plattformen aktuell nicht gewünscht sei. Daher fokussiere man sich auch auf das Web, den PC und mobile Endgeräte. Generell sei zu bedenken, dass man mehr Menschen einbeziehen könne und müsse: Früher waren „Gamer“ Enthusiasten, die einem nischigen Hobby nachgingen. Heute spiele fast jeder Mensch in irgendeiner Form Computer- und Videospiele. Das rechtfertige auch die Vielfalt der Industrie und die unterschiedlichen Herangehensweisen.

Auch im Steam Deck von Valve sieht Spencer da Potenzial – oder in nutzergenerierten Inhalten. Was TikTok für Videos darstelle, könnte er sich auch für Games vorstellen: kurze, witzige, interaktive Erfahrungen. Das würde es Entwicklern und Spielern ermöglichen, sicher Geld zu verdienen. Von Grabenkämpfen hält er nichts: Ein Rivale müsse nicht schrumpfen, damit das Xbox-Ökosystem wachsen könne. Das helfe der Branche auch insgesamt nicht. Kooperation sei dafür wichtig, etwa Cross-Plattform-Gaming, denn das würden die Spieler sich auch wünschen.

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3 Kommentare

  1. Liegt das nicht eh völlig in Microsofts Hand? Sie könnten doch xCloud als App für die Switch veröffentlichen. Genauso sollte man ja in der Lage sein, eine App für Steam herauszubringen. Ist dann halt doof, dass die Bewertung vermutlich „nur für Erwachsene“ ist, weil ja hinter der App jegliches Spiel liegen könnte, aber was hindert Microsoft daran?

    • Hat man ja am Beispiel Apple gesehen, die verlangt haben, pro spiel eine eigene App und Umsatz Beteiligung pro Spiel …..

    • Hm, mal eben so ne xCloud App auf einer geschlossenen Plattform veröffentlichen? Da wird der Plattformbetreiber wohl gerne mitreden wollen…

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