PDF Expert 7 für iOS veröffentlicht: Auch Readdle geht den Abo-Weg


Readdle ist Anbieter von Produktivitäts-Apps, die zu den besten zählen, was iOS so zu bieten hat. Den kostenlosen Dateimanager Documents werden zum Beispiel sicher einige kennen und auch nutzen. Ebenso ist die PDF-App von Readdle eine der besseren, wenngleich diese nicht vollumfänglich kostenlos daher kommt. Kostenlos erhält man eine Grundversion mit Funktionen, die vielen bereits ausreichen, per einmaligem In-App-Kauf konnte man bisher die Pro-Funktionen freischalten. Mit PDF Expert 7, das ab sofort verfügbar ist, ändert sich das.

PDF Expert 7 wird kostenlos angeboten, ist aber im Funktionsumfang beschnitten. Wer mehr benötigt, muss sich hier nun zu einem Pro-Abo greifen, 49,99 Dollar werden dafür pro Jahr fällig. Für eine umfangreiche PDF-Software eventuell ein Preis, den man bereit ist zu bezahlen, wenn man die Pro-Funktionen denn wirklich benötigt. Denn in der Grundversion kann auch schon einiges mit PDFs angestellt werden.

Man kann logischerweise PDFs lesen, aber auch Texte markieren, Anmerkungen vornehmen, Kommentare hinterlassen, Zeichnungen auf PDFs vornehmen, Zusammenfassungen einfügen, Formen einfügen, direkt in der Cloud arbeiten, Sticker einfügen und Formulare ausfüllen. Also ganz klassisch das, was man eben öfters mit einer PDF anstellt.

Alle anderen Funktionen, wie zum Beispiel das Unterschreiben von PDFs, PDFs zusammenführen, einzelne Seiten aus PDFs löschen, die Bearbeitung von Text und Bildern in PDFs, die Umwandlung anderer Formate oder auch die Komprimierung von PDFs sind hingegen jenen mit einem Pro-Abo vorbehalten. Wer sich nicht wirklich sicher ist, kann die Pro-Funktionen auch 7 Tage lang kostenlos testen.

Neben der Umstellung des Geschäftsmodells bietet PDF Expert 7 natürlich auch noch weitere Verbesserungen, zum Beispiel das minimalistische Design, das dennoch schnellen Zugriff auf alle Funktionen gibt. Oder eben die Möglichkeit, eigene Tools zusammenzufassen, um schnell auf diese zugreifen zu können (nur mit Pro).

Gut zu wissen: Readdle teilt mit, dass alle Nutzer der Bezahlversion von PDF Expert 6 (egal ob Direktkauf oder In-App-Kauf) auch mit PDF Expert 7 auf alle Funktionen von Version 6 zugreifen können. Das würde zum Beispiel bedeutet, dass man auch in der neuen Version PDF unterschreiben kann. Wie genau die Umsetzung dieser Feature-Übernahme für Bestandsnutzer aussieht, teilt Readdlle aber leider nicht mit.

Falls ihr viel mit PDF-Dateien hantiert, hinterlasst gerne mal eine Meinung zu PDF Expert 7. Ich selbst nutze PDFs in 99 Prozent der Fälle nur lesend, insofern ist das für mich schwer einschätzbar, wie sinnvoll die Tools so sind. Hier noch einmal ein Überblick über die Funktionen, die mit PDF Expert 7 möglich sind und wie es sich im Vergleich zur Bezahlversion von PDF Expert 6 darstellt:

?PDF Expert 7: PDF bearbeiten
?PDF Expert 7: PDF bearbeiten
Entwickler: Readdle Inc.
Preis: Kostenlos+

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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24 Kommentare

  1. Ich finde interessant, welche Funktionen für die Abo-Version gewählt wurden. Seiten zusammenfügen, extrahieren, unterschreiben usw. beherrscht auch “Vorschau”, das ja immer installiert ist. Die Zielgruppe für das Abo wird vermutlich sehr klein sein.

    • Aber „Vorschau“ ist für den Mac und leider nicht auf dem iPhone/iPad vorhanden.
      Aber ja, das kann „Vorschau“ und ich nutze es hin und wieder…

      • Auf’m iPhone geht auch ein einfacher Kurzbefehl. Ist sogar noch schneller als mit Vorschau.

        „PDF erstellen“ > „Datei sichern“

        Optional noch „Namen konfigurieren“ oder „Nach Speicherort fragen“.

  2. Apple und die Entwickler regen mich nur noch auf. Anstatt einen einfachen Upgradepfad anzubieten werden alle Richtung Abo gedrängt, damit die Service Kategorie weiterhin dicke Gewinne ausweisen kann. Für mich als Endkunde bietet das keinerlei Vorteile. Zumal ich im Voraus bezahle und dann auf gute Features und Weiterentwicklungen hoffen darf. Ohnehin steigt hier einigen Entwicklern (Twitterific, Infuse…) der Erfolg zu Kopf. Hier waren es auch mal 10€ bzw. (20€ mit in App Kauf), jetzt 53€ pro Jahr. Damit sind wir im Bereich Office 365€ bzw. Amazon prime. Für eine pdf App in iOS. Treppenwitz ein bisschen neue Usability, Inklusion von pdf Converter und Sticker (!!!!) sind die bahnbrechenden Neuerungen. Na danke.

    • Abos trennen bei den Kunden quasi die Spreu vom Weizen. Wer eine App wirklich will, der abonniert sie – der Rest verzichtet halt. Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Rechnung für die Software-Hersteller aufgeht.

      “Infuse” ist übrigens ein schlechtes Beispiel, weil man neben den Abos auch eine “lebenslange Lizenz” für 55.– kaufen kann – und das habe ich mit Vergnügen getan, denn ein besseres und schöneres Mediacenter gibt es nicht. Der Gedanke, dass Infuse für Apple TV irgendwann verschwindet, lässt mich erschaudern. So geht es mir auch noch bei einigen wenigen anderen Programmen – und für die löse ich dann gerne ein Abo.

      Also: Spreu. Weizen. Trennen. Passt schon. 😉

      • Natürlich können Microsoft und andere Hersteller anders skalieren als Readdle, aber 50€ pro Jahr ist für den Kunden wirklich eine Ansage für ein PDF-Tool. Hat aber nichts mit Spreu und Weizen zu tun, so eine Aussage finde ich unangebracht. Für mich wäre die Frage eher die, ob es nur kostenlos oder 50€ nicht etwas unausgewogen ist. So verliert man einfach auch potenzielle Kunden die z.B. 20€ ausgeben würden und nicht alle Pro-Funktionen brauchen. In der VWL/BWL gibts schöne (vereinfachte) Preismodelle zur maximalen Gewinnmaximierung – und die kommt nicht automatisch mit dem höchsten Preis*.

        * außer für Hardware von Apple, klar 😉

      • chris1977ce says:

        Infuse habe ich mir fürs AppleTV auch geleistet, die 55 Euro zwicken erst schon ganz schön – aber es ist wirklich klasse.
        Abos finde ich ebenfalls bescheiden.
        Gut jedoch, wenn es Anbieter gibt, die „alte Pro Versionen“ weiterlaufen lassen (z.B. „mehr-Tanken“ in meinem Fall).

      • Martin Feuerstein says:

        > Abos trennen bei den Kunden quasi die Spreu vom Weizen. Wer eine App wirklich will, der abonniert sie.

        > “Infuse” ist übrigens ein schlechtes Beispiel, weil man neben den Abos auch eine “lebenslange Lizenz” für 55.– kaufen kann – und das habe ich mit Vergnügen getan.
        Dann bist du das schlechte Beispiel, mit deinem Einmalkauf bekommt der Anbieter nicht dauerhaft Geld.

    • Sieh dir einfach die Feature Liste an, ich behaupte für 90% wenn nicht 99% reicht was pdf Expert 7 als Free version kann. Ich habe Pdf Expert 6 gekauft um Annontationen, Highlites etc. dazuzufügen um eine sehr große Ausschreibung Ende letzten Jahres zu bearbeiten und dann die Pakete an mein Team zu verteilen das geht jetzt alles mit der Free Version. Das war wesentlich produktiver als an einem Notebook und man konnte dazu noch im Wohnzimmer auf der Couch rumfläzen. Einerseitz regen mit Abomodelle auch auf, andererseits ist zum Beispiel Office 365 Home wirklich günstig (wenn man während der Prime Days oder zu Weihnachten 50€ für die Jahreslizenz zahlt). Die ganze Familie hat immer das aktuelle Office auf Macs, Windows und Ipads. Und zu guter Letzt, Documents von denen ist die HAMMER App. Vielleicht werde ich sie nicht mehr so häufig brauchen wenn IpadOS rauskommt (aber dann immer noch für das iPhone).

    • Das letzte Wort haben immer noch die Kunden.

      Wenn die Abos nicht angenommen werden, verschwinden diese auch ganz schnell wieder vom Markt.

      Ich persönlich meide generell Software Abos und habe bisher noch keine App gefunden die so gut oder gar alternativlos gewesen wäre, dass ich ein Abo abgeschlossen hätte.

  3. Gibt es bereits Infos, was die mit ihrer Mac-App planen?

  4. „[…] Nutzer der Bezahlversion von PDF Expert 6 […] auch mit PDF Expert 7 auf alle Funktionen von Version 6 zugreifen können. […] Wie genau die Umsetzung dieser Feature-Übernahme für Bestandsnutzer aussieht, teilt Readdlle aber leider nicht mit.“

    Bei mir hat das über ‚Restore purchases‘ funktioniert. Zum Glück! Einen anständigen Upgradepreis würde ich bezahlen; das Abo ist mir mit 50.- viel zu teuer.

  5. Ich finde Abos auch wirklich Mist. In diesem Falle finde ich das Readdle versucht einen Kompromiss einzugehen bei dem der Grossteil der User (die zuvor bezahlt haben, auch die Pro Erweiterung) auch ohne Abo zufriedenstellend Nutzen aus der App ziehen und wirklich nur Pro Funktionen etwqs kosten. Einen bitteren Geschmack hat das Abo trotzdem. Optionaler Einmalkauf würde ich machen auch wenn ich die Funktionen relativ selten nutzen würden.

  6. tschö mit ö

  7. Sehe ich das richtig, dass bisher die Vollversion einmalig 10USD gekostet hat, jetzt auf einmal 50USD jährlich? Das wäre ne ganz schön saftige Preiserhöhung.

    • Das Adobe-Abo zu Acrobat kostet etwa das Vierfache. Wenn dir PDF Expert reicht, ist das eine interessante Alternative – zumal die App wirklich top ist.

  8. Drive_n_Go says:

    Hat sich jemand die aktuelle Version schon runtergeladen und kann berichten, ob sich das Update lohnt?

    • Ich würde das Update (derzeit?) nicht machen. Besser so lange wie möglich bei der alten Version (6.x) bleiben. Sehe bei v7 keinen Vorteil gegenüber v6. Eher sogar Nachteile – siehe die Sache mit den Presets.

  9. Leider stimmt der obige Vergleich überhaupt nicht.
    Mit dem Update hat man nur noch einen Stift um Einstellungen (Farbe, Strichstärke etc.) zu speichern. Vorher gab es VIER!
    Wenn man also mal etwas mit einem Stift markieren möchte geht es nicht mehr. Anstatt mit einem Tipp zu wechseln muss man jedes Mal alles neu einstellen.
    Da ist man selbst mit der rudimentären Onedrive-App schneller.

  10. Mir geht das so auf den Keks: Überall ist es üblich ein „Ding“ mit gewissen Eigenschaften zu kaufen. Dabei gibt es einen Kaufvertrag und beide Seiten sind sich üblicherweise einig was da genau den Besitzer wechselt. Bei Apps dagegen das komplette Gegenteil: Ich kaufe heute ein Software mit gewissen Eigenschaften. Und dann bin ich auf Gedeih und Verderb dem Entwickler ausgeliefert. Der ändert was ihm gefällt, baut Neues ein und lässt Altes weg. Warum darf der das? Ich habe ein Produkt mit gewissen Merkmalen gekauft, aber hinterher wird beliebig daran herumgedoktort. Vielleicht will ich kein neues UI, neue Funktionen, sich verändernde Features?

    Gerne neue Versionen, gerne Änderungen, gerne Geld damit verdienen. Aber es sollte doch wohl mindestens möglich sein, dass ich wenigstens optional und dauerhaft genau den Stand behalten kann den ich bezahlt habe? Mein Autohersteller darf auch nicht ungefragt und kostenlos mein Auto umgestalten, nur weil er meint dass sei so dann besser.

  11. Also ein Schnelltest hat bei mir ergeben, dass ich auch in der Version 7 (nicht die Testversion) unterschreiben kann. Hatte für die Version 6 gezahlt.

  12. Ich war beim Lesen des Artikels etwas überrascht, weil dies für mich zunächst nicht als „Neuigkeit“ gewertet werden konnte denn PDF Expert 7 gibt es schon seit schätzungsweise einem halben Jahr im Apple App Store als separate Version (mit Abo-Modell und darauf beruhend miserablen Bewertungen) zum altbekannten PDF Expert (mit In-App-Kaufoption). Nur haben Sie jetzt das Modell geändert und lassen dem Nutzer nicht mehr die Wahl zwischen beiden Varianten sondern haben die alte App auf die Version 7 aktualisiert mit den oben stehenden neuem Abomodell.

    Für mich als alter Käufer bin ich schon fast erfreut über die Situation da ich nun von dem sauberen, neuen Interface profitiere und lediglich auf die Favoritenleiste verzichten muss. Ein super sinnvolles Feature, dass mich in PDF Expert 6 schon immer aufgeregt hat aber sicher nicht derartig viel Geld für mich wert ist. Der Tipp über „Einkäufe wiederherstellen“ zu gehen, hat bei mir alle alten Funktionen freigeschaltet. Alles in allem für mich sehr gute Neuigkeiten. Insgesamt wäre ich aber auch niemals bereit auf dem iPad für ein PDF-Programm jährlich so viel hinzulegen – selbst wo ich unter Windows Adobe Acrobat Pro (einmalig) gekauft habe. Einmalig 50€ wäre noch etwas, womit ich eventuell hätte leben können. Jährlich…nein danke.

  13. über „wiederherstellen“ werden die Pro Features wieder aktiviert. Ok der Button ist um einiges viel kleiner als der von der Probemitgliedschaft :-((

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