OnePlus Type-C Bullets angehört

Mit dem OnePlus 6T verabschiedete sich auch OnePlus nun vom Klinkenanschluss. Als Alternative zu den kabellosen Bullets Wireless entwickelte OnePlus die Bullets V2 zu den Type-C Bullets weiter. Man ersetzte den Klinkenanschluss durch einen Port für USB Typ-C. OnePlus ruft bei diesen einen Preis von 19,95€ aus. Auf einen Adapter kann dann bei der Nutzung am Smartphone verzichtet werden. Im Lieferumfang enthalten sind zudem zwei zusätzliche Höraufsätze.

Von der Passform gefallen mir die Type-C Bullets sehr. Sie fühlen sich im Ohr keineswegs störend an. Durch das leichte Gewicht spürt man sie vielmehr kaum. Gehalten sind die Kopfhörer komplett in der Farbe Schwarz. Somit sind also auch keine OnePlus-typischen rote Elemente vorhanden. Lediglich ein unauffälliges OnePlus-Logo auf der Rückseite der Bedienelemente verrät den Hersteller. Das abgeflachte Kabel beugt wiederum dem Verheddern vor. Wenn man die Kopfhörer demnach mal eben schnell in die Hosentasche stopft, ist der zu erwartende Kabelsalat sehr gering.

Auch sonst lässt sich verarbeitungstechnisch hier nicht meckern. Eine Wäsche in der Hosentasche überlebten die Typ-C Bullets bei mir jedenfalls schon. Die üblichen Tasten für Lautstärke und Play/Pause sind als Bedienelemente vorhanden. Über einen langen Druck auf die mittlere Taste kann der Google Assistant abgerufen werden. Bei entsprechender Rechtevergabe funktioniert dieser auch bei gesperrtem Smartphone. Hierfür oder zum Telefonieren ist natürlich ein Mikrofon eingebaut. Die Qualität des Mikrofons geht ebenfalls in Ordnung.

Der Klang ist ausgewogen und es ist nach meinem Eindruck mehr Bass vorhanden als noch bei den Bullets Wireless. Die Typ-C Bullets klingen, vielleicht auch gerade dadurch, jedoch etwas dumpfer. Vom gesamten Klangbild sind die Bullets Wireless hier wesentlich klarer und wärmer. Aber hier liegen eben auch nochmals 50 Euro Preisunterschied dazwischen. Auch an Lautstärke mangelt es den Type-C Bullets nicht. Drehe ich voll auf, ist es für meinen Geschmack sogar ein gutes Stück zu laut. Demnach ist hier für Leute mit krawalligeren Hörgewohnheiten noch gut Luft nach oben.

Am OnePlus 6T funktionieren die Kopfhörer einwandfrei über den USB-C-Anschluss. Sie werden schnell und zuverlässig erkannt und die Bedienelemente funktionieren tadellos. Auch an anderen Geräten wie dem Google Pixel 2 XL oder dem Dell XPS 13 war die Verwendung ohne weiteres möglich.

Ausgerechnet bei den OnePlus eigenen Geräten vor dem OnePlus 6T (getestet am OnePlus 5T) wurden die Kopfhörer erst erkannt, wenn in den Einstellungen die USB-OTG-Funktionalität aktiv ist. Wer sich denkt: „Na, dann aktiviere ich das eben einmalig und es ist Ruhe“, der irrt sich. Bei den entsprechenden OnePlus-Geräten wird die OTG Funktionalität nämlich nach 10 Minuten automatisch wieder deaktiviert. Bedeutet: Wenn ihr die Kopfhörer absteckt, werden sie nach 10 Minuten auch nicht wieder ohne Weiteres als solche erkannt.

OnePlus weist auf diesen Umstand immerhin auf seiner Produktseite hin. Unschön und vor allem nervig ist das Procedere trotzdem. Kleiner Workaround, um das ganze wenigstens für diese Nutzer etwas zu vereinfachen: Die OTG-Settings lassen sich in den Schnelleinstellungen als Kachel hinzufügen. Etwas komisch, wieso OnePlus darauf hinweist, wo sich das Problem vermutlich durch ein Software-Update lösen ließe.

Bei einem Preis von knapp 20 Euro sollte man gewiss klangtechnisch keine Wunder erwarten. Als Kopfhörer für zwischendurch, die bequem in jede Tasche passen und auch bequem zu tragen sind, müssen sie sich aber alles andere als verstecken.

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Ein Kommentar

  1. Ich habe auf dem oneplus 3 bereits deren Kompatibilität per Software Update bekommen.
    Ich vermute, dann müsste es auch ohne dieses lästige OTG Prozedere funktionieren.

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