Oculus Rift App Store: keine Pornografie, aber Gewalt ok?

Die Consumer-Variante des Oculus Rift Virtual Reality Headsets wird im ersten Quartal 2016 auf den Markt kommen, vor einigen Tagen wurde dafür extra ein Event abgehalten. Für Das VR-Headset wird es auch einen eigenen App Store geben, der mit mehr oder weniger strengen Regeln Apps veröffentlicht oder eben ablehnt. Klar ist, dass die Regeln jegliche Form von pornografischen Inhalten verbieten. Hier wird gern der Jugendschutz von den Unternehmen vor die eigene Prüderie gestellt, das wird spätestens dann klar, wenn andere Erwachseneninhalte problemlos veröffentlicht werden.

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Und so verwundert auch die Nicht-Aussage zu Gewalt keineswegs, die Oculus auf Nachfrage von Business Insider gab. “Oculus only distributes developer content that meets their terms of service, but they aren’t open to discuss what those terms are at this time.” Es gibt also Regeln, allerdings ist man momentan nicht bereit, diese Regeln offenzulegen. Es sei denn, es geht um Pornografie. Das ist sehr interessant, auch wenn ein Oculus-Erfolg noch nicht abschätzbar ist, wird es zwei Hauptbereiche geben: Gaming und Filme.

In beiden Gebieten gibt es zahlreiche Inhalte, die nicht für Kinder bestimmt sind, vom Ego-Shooter zum Splatter-Movie. Gänzlich auf 18+-Inhalte verzichten, damit Oculus familienfreundlich wird? Unvorstellbar, wenn auch aktuell nicht ganz ausgeschlossen. Zwar wird es für Oculus Rift sicher auch alternative Stores geben, ein Großteil der Downloads – egal auf welchem System – kommt aber durch die offiziellen Vertriebskanäle der Hersteller / Service-Anbieter. Wann oculus übrigens verraten will, welche Inhalte ok sind und welche nicht, ist nicht bekannt, es sollte aber wohl noch vor dem offiziellen Start des Stores der Fall sein.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

4 Kommentare

  1. Ist doch egal: im VLC oder über den Browser wird man dies ja trotzdem „konsumieren“ können.

  2. Fur mich uninteressant: Da es kein offizielles Statement gibt. Sobald das passiert ist, können wir darüber diskutieren. 😉

  3. Wenn man also für Dich Sascha keine Pornos anbietet ist man als Firma prüde. Mal ne Frage, wo sind eigentlich Eure Pornoberichte? Ich mein über entsprechende Action Games berichtet ihr auch? Ist das normal das hier nur so prüde Spießer rumhängen? Oder gehts hier gerade um Klicks?

  4. Was anderes kann man auch nicht von einer Facebook Tochtergesellschafft erwarten. Dumm nur dass dass die vordergründisch puritanische Medienkultur der USA mittels Appstores auf die ganze Welt übertragen wird wo dann wie bei FB Tot und Gewalt OK sind aber wehe man sieht auch nur einen Nippel.