Nokia 7 Plus: Der unberechenbare Knipser

HMD Global hat die Marke Nokia mittlerweile im Bereich Smartphones fest in der Hand. Spannenderweise hat das finnische Unternehmen nun im mobilen Markt mit seinen Android-Geräten in relativ kurzer Zeit mehr erreicht, als das Unternehmen Nokia selbst anno dazumal mit seiner Windows-Phone-Irrfahrt. Viele von euch dürften begrüßen, das HMD Global für neue Nokia-Smartphones nun zudem auf die Initiative Android One setzt. Das bedeutet, es handelt sich um pures Android. Zu den Geräten mit Android One zählt dann auch das neue Nokia 7 Plus. Ich habe mir das Smartphone im Rahmen eines Tests mal angeschaut.

Das Nokia 7 Plus ist dabei Teil einer gewissen Modernisierung im Line-Up von HMD Global. So setzt das neue Phone nicht nur auf Android One, sondern auch auf das Format 18:9 für den Bildschirm. Hinzu kommt der noch recht frische SoC Qualcomm Snapdragon 660, mit dem ich persönlich beispielsweise schon im Elephone U Pro positive Erfahrungen sammeln konnte.

In Deutschland kostet das Nokia 7 Plus aktuell ca. 370 Euro. Am einfachsten ist es sicherlich, wenn ich euch zunächst der Übersicht halber einfach mal die technischen Daten aufliste, bevor ich weiter ans Eingemachte gehe.

Nokia 7 Plus - Technische Daten
Display: 6 Zoll, IPS, 2.160 x 1.080 Bildpunkte, Format 18:9, Corning Gorilla Glass 3
Abmessungen und Gewicht: 158,4 x 75,6 x 8 mm, Gewicht: 183 Gramm
Speicher: 64 GByte Speicher, erweiterbar via microSD (bis zu 256 GByte)
Prozessor: Qualcomm Snapdragon 660 Octa-core (4 x 2,2 GHz Kryo 260 & 4 x 1,8 GHz Kryo 260), GPU Adreno 512
Arbeitsspeicher: 4 GByte
Kamera: Dual-Kamera mit 12 (f/1.8)  + 13 Megapixeln (f/2.6)
Videoaufnahme: 4K mit 30 fps
Front-Kamera: 16 Megapixel (f/2.0) Frontkamera
Akku:  3.800 mAh Akku (fest verbaut)
Betriebssystem: Android 8.1 (Oreo)
Schnittstellen: USB Typ-C (2.0), 3,5-mm-Audio, Wi-Fi 802.11 ac, Hybrid-Dual-SIM, 4G LTE, Bluetooth 5.0, NFC, GPS, FM-Radio
Weiteres: Fingerabdruckscanner (Rückseite), Metallgehäuse, Schnellaufladung, Gyroskop

Das Nokia 7 Plus ist ein Mittelklasse-Smartphone, das vor allem durch seinen relativ großen Akku, die Zeiss-Kamera und natürlich Android One aus dem Einheitsbrei heraussticht. Zu seinem Preis von 370 Euro wird es das Gerät aber am Markt nicht einfach haben. In diesem Segment konkurriert das Nokia 7 Plus nämlich nicht nur mit anderen Mittelklasse-Geräten, sondern auch mit einigen mittlerweile im Preis reduzierten High-End-Geräten aus dem Jahr 2017.

Doch warten wir mal ab, wie sich da Nokia 7 Plus so schlägt. Dafür schaue ich mir erst einmal Ausstattung und Verarbeitung an, bevor ich etwas zur synthetischen Leistung sage. Es folgt ein Blick auf Display und Kamera. Anschließend habe ich noch einige zusätzliche Anmerkungen zu meinen Alltagserfahrungen mit diesem Smartphone parat. Im Fazit sage ich meine persönliche Meinung dazu, für wen dieses Smartphone geeignet sein könnte.

Ausstattung und Verarbeitung

Am Design des Nokia 7 Plus kann man schwerlich meckern. Das Unibody-Gehäuse aus Aluminium würde auch einem Gerät aus der Oberklasse gut zu Gesicht stehen. Vor allem die matte Rückseite mit einem Keramiküberzug kann ich persönlich extrem befürworten. Glasrückseiten ziehen Fingerabdrücke magisch an, so dass ich selbst kein großer Freund von ihnen bin. Mit Farbe geht man wiederum sparsam um. Nur der Rahmen, ein kleiner Rand um das Display und einzelne Akzente an der Rückseite erstrahlen in Kupfer.

Diskussionen zum Format 18:9 spare ich mir einfach: Ich mag das schlankere Design und finde, dass es besser in der Hand liegt. Als rahmenlos kann man das Nokia 7 Plus jedoch nicht bezeichnen, hier wirkt das Smartphone dann eher konventionell.

Auch sonst fällt das Äußere des Nokia 7 Plus wenig aus dem Rahmen. An der Unterseite sitzt der Port für USB Typ-C, rechts Lautstärkewippe und darunter der Power-Button und an der linken Seite wiederum der Slot für die beiden SIM-Karten bzw. alternativ eine SIM plus microSD. An der Oberseite wartet, was viele von euch bei anderen Smartphones vermissen: ein Anschluss für 3,5-mm-Audio.

Die Rückseite des Nokia 7 Plus wirkt sehr schlicht und elegant. Die Akzente aus Kupfer lassen das Smartphone recht edel erscheinen, wie ich finde. Weniger positiv finde ich die herausstehende Kameralinse, auf welcher das Gerät somit zwangsweise ruht, wenn man es hinlegt. Das erhöht automatisch die Anfälligkeit für Kratzer.

Im Lieferumfang des Nokia 7 Plus findet ihr wiederum, natürlich neben dem Smartphone an sich, eine SIM-Nadel, eine Silikon-Schutzhülle für die Rückseite, eine Anleitung, ein Netzteil, ein passendes Kabel für USB Typ-C und sogar ein paar analoge Kopfhörer. Letzteres kann man mittlerweile als eher ungewöhnlich bezeichnen. Vielleicht ist das auch ein kleines Augenzwinkern seitens HMD Global, da man eben den Port für 3,5-mm-Audio im Gegensatz zum Gros der Konkurrenz beibehalten hat.

Benchmarks

Der Qualcomm Snapdragon 660 paart sich im Nokia 7 Plus mit 4 GByte RAM, um für Leistung zu sorgen. Ich kenne den Chip bereits aus dem Elephone U Pro: Der SoC ist für einen Mittelklasse-Prozessor recht leistungsfähig und garantiert eine saubere System-Performance. Das wollt ihr euch vielleicht aber nicht nur durch mein Gesabbel, sondern auch durch Benchmark-Ergebnisse bestätigen lassen. Kann ich nachvollziehen. Darum sind hier dann ohne weitere Umschweife die Testergebnisse aus 3DMark, PCMark, Geekbench 4 und AnTuTu.

Die Werte sind für ein Mittelklasse-Smartphone sehr gut. Freilich liegt das sicher nicht nur am Qualcomm Snapdragon 660 und den 4 GByte Arbeitsspeicher, sondern auch am sauberen Android ohne Herstellerüberzug. Synthetische Benchmarks sind aber natürlich immer mit etwas Vorsicht zu genießen. Denn sie zeigen natürlich nur einen Teil der Realität.

Im Testzeitraum habe ich mit dem Nokia 7 Plus wohl das gemacht, was die meisten Käufer auch mit dem Smartphone tun würden: Fotos geschossen, Social Media genutzt, via Bluetooth Musik an Lautsprecher gestreamt und testweise auch mal ein Mobile Game wie “Shadowgun Legends” in Gange gebracht. Dank des recht neuen SoCs ist das Nokia 7 Plus dabei durchaus auch für Casual-Gaming geeignet. Weil der Snapdragon 660 bereits im 14-nm-FinFET-Verfahren entsteht, hat er zudem das Potential weniger Abwärme zu erzeugen und den Akku stärker zu schonen, als die Vorgängermodelle wie der Snapdragon 653.

Im Akkutest von PCMark kam es beim Nokia 7 Plus leider trotz wiederholter Versuche bei mir immer auf den letzten Metern zu einem Abbruch. Dieses Problem habe ich seit Android 7.1 bei etlichen Smartphones beobachtet. Somit kann ich euch leider keinen Screenshot liefern. Ich hatte dabei die Helligkeit manuell bei 50 % festgelegt und Wi-Fi angeschaltet gelassen. PCMark knallt den Akku von 100 auf 20 % runter. Rechne ich die letzten 20 % auf mein Ergebnis, sollte das Nokia 7 Plus im Dauerlauf je nach Szenario gut elf Stunden durchhalten können.

Display und Kamera

HMD Global verbaut im Nokia 7 Plus einen Bildschirm mit 6 Zoll Diagonale im Format 18:9. Als native Auflösung sind 2.160 x 1.080 Bildpunkte (FHD+) angelegt. Geschützt wird der Bildschirm durch Gorilla Glass 3. Im Gegensatz zu anderen IPS-Displays erscheint mir jener des Nokia 7 Plus dabei bei der automatischen Helligkeitsregelung oft etwas zu dunkel. So hatte ich auf meinen Foto-Touren durch Kiel oftmals Probleme den Bildschirm bei Sonneneinstrahlung zu erkennen. Das wundert mich eher, denn meistens empfinde ich die automatische Helligkeitsregelung eher genau andersherum als zu aggressiv.

Dafür können die Kontraste und Blickwinkel generell überzeugen. Auch die Farben erscheinen mit persönlich am Nokia 7 Plus sehr kräftig, aber keinesfalls überkandidelt. So finde ich, dass hier ein richtig guter Mittelklasse-Bildschirm vorliegt, der sich hinter der Konkurrenz nicht zu verstecken braucht.

Über die Kamera des Nokia 7 Plus liest man viel Positives. Der Hersteller HMD Global hat sich wieder mit Carl Zeiss zusammengetan, um dessen Linsen zu verwenden. Leider kann ich das Lob aus anderen Reviews persönlich nicht bestätigen. Erst war ich begeistert, als ich die Fotos auf dem kleinen Smartphone-Bildschirm betrachtete. Doch wie es dann so ist: Das böse Erwachen kam, als ich die Bilder auf meinen PC mit 4K-Monitor hievte. Dabei muss ich für meinen Test als persönliche Erfahrung festhalten: Die Kamera des Nokia 7 Plus ist mir zu unberechenbar.

So kann ich tatsächlich einige Fotos vorweisen, siehe obige Sammlung, die ich als für die Mittelklasse sehr stark ansehe. Aber leider sind diese Ergebnisse nicht konstant. Schaut euch beispielsweise das Foto des Grün umwachsenen Weges an. Hier hat die Software zunächst extrem gefiltert und dann aggressiv nachgeschärft, so dass von feinen Details alles weggewischt wurde. Dabei war es an jenem Tag nicht besonders dunkel. Und solche Schnappschüsse kommen leider immer mal wieder zwischendrin vor.

Es ist also möglich, mit dem Nokia 7 Plus richtig gute Bilder zu knipsen. Die Ausbeute ist aber leider unvorhersehbar. Einige Fotos sehen klasse aus, einige werden durch die Kamera-Software direkt totgefiltert und so extrem nachgeschärft, dass man sie eher von einem China-Böller erwarten würde.

Viel herumgespielt habe ich auch mit dem Live-Bokeh des Nokia 7 Plus – denn ich mag den Effekt mit der Tiefenunschärfe generell sehr. Hier habe ich das Smartphone allerdings rasch an seine Grenzen geführt. So sind einige Ergebnisse super – etwa das Foto mit Blick aufs Wasser und dem Metallelement im Vordergrund. Was die Kamera wiederum versuchte aus den Fahrradständern zu zaubern wird wohl ein Rätsel bleiben. Auch bei der Tischtennisplatte sieht man deutliche Schwächen. Die Software kann hier den Rand des “Netzes” nicht sauber zeichnen.

Zugegeben, das sind auch Härtefälle, an denen sich High-End-Smartphones wohl ebenfalls die Zähne ausbeißen würden. Für mich nicht interessant, aber vielleicht für euch: Es gibt einen Bothie-Modus. Der erlaubt euch Front- und Hauptkamera parallel zu nutzen, um eure Visage etwa in ein Video einzubinden. Denn jene kann das Nokia 7 Plus auch aufzeichnen – in 4K mit 30 fps. Für Vlogger ist deswegen vielleicht auch OZO Audio interessant. Damit könnt ihr Surround-Sound aufnehmen.

Die Frontkamera des Nokia 7 Plus finde ich überzeugender als die Hauptkamera. Primär sage ich das, weil diese Kamera mit 16 Megapixeln einfach konstantere Ergebnisse erzielt. Dabei könnt ihr auch für Selfies einen Bokeh-Effekt anlegen – was überraschend gut funktioniert. Tja, für das Motiv der Fotos erntete ich zwar reichlich Schelte von Caschy und Olli – Stichwort Augenbrauen – aber so wird man auch dran erinnert mal wieder das Gestrüpp zu stutzen. Wofür sind Kollegen schließlich da, wenn nicht dafür einem den Kopf zu waschen.

Im Ergebnis muss ich nun leider festhalten, dass die Dual-Hauptkamera des Nokia 7 Plus viel Potential hat – aber HMD Global da an der Firmware noch nachbessern müsste. Wären verlässlichere Ergebnisse drin gewesen, hätte ich in das Lob einiger Kollegen zur Cam eingestimmt. Doch in meinem Test hat sich das eben nicht so ergeben, und das kann ich hier nur so festhalten, wie ich es erlebt habe.

Weitere Anmerkungen

HMD Global setzt für das Nokia 7 Plus auf einen Lautsprecher – von Stereo-Audio müssen Käufer also weiterhin träumen. Der Speaker klingt aber anständig, auch wenn er zum Musikhören freilich ungeeignet erscheint. Doch welcher Smartphone-Lautsprecher zeigt da schon ein anderes Ergebnis auf? Der ein oder andere von euch wird mit dem Nokia 7 Plus wohl auch telefonieren wollen. Hier wies das Smartphone keinerlei Auffälligkeiten auf: Die Gesprächspartner verstanden sich, zumindest akustisch, und es fielen mir keine wesentlichen Kritikpunkte auf.

Zur Software will ich nur die Eckpunkte ganz kurz umreißen: HMD Global setzt auf Android One. Im Klartext bedeutet das, dass hier das pure Android ohne Modifikationen Verwendung findet. Ein schlankes System, das schnell mit Updates beliefert werden kann, ist die Folge. Implementiert hat man als Zusatz lediglich einige kleine Finessen. Etwa könnt ihr über einen Doppelklick auf den Powerbutton direkt die App für die Kamera öffnen. Finde ich super und leicht zu merken. Auch Double-Tap-to-Wake funktioniert, um den Bildschirm aus dem Ruhezustand heraus zu aktivieren.

Weil ich die Kamera-App ohnehin gerade erwähnt hatte: Auch hier hat HMD Global etwas gebastelt und setzt auf ein paar Erweiterungen, so dass es sich nicht um die simple Standard-App von Google handelt. So ist etwa auch ein Verschönerungsmodus integriert, der jedoch deutlich gemäßigter operiert, als die Beautify-Pendants asiatischer Hersteller.

Im Abschnitt zu den Benchmarks, habe ich ja bereits die synthetische Leistung des Nokia 7 Plus aufgeschlüsselt. Wenn ich von meinem Nutzungsalltag ausgehe, Social Media (Facebook, Instagram), Messenger (WhatsApp, Telegram), Streaming (Spotify, YouTube), Fotos knipsen und im Web Inhalte konsumieren, dann ist die Hardware hier natürlich eher überdimensioniert. Wir sind mittlerweile an einem Punkt angelangt, an dem die meisten Smartphones so gute Leistungsreserven bieten, dass vorwiegend Gamer noch die Grenzen ausloten.

Was mir persönlich aber dennoch wichtig ist, ist eine pfeilschnelle Systemperformance. Ich habe keine Lust auf den Start von Apps lange zu warten – auch nicht wenn ich zwischen den Anwendungen wechsele. Hier spielen der Qualcomm Snapdragon 660 und die 4 GByte RAM ihre Stärken aus. Auch das pure Android spart natürlich gegenüber Herstellerüberzügen Ressourcen. Das Scrolling ist perfekt flüssig, das Umschalten zwischen unterschiedlichen Apps läuft nahtlos ab. So habe ich die Benutzererfahrung stets als flüssig erlebt. Und auch für Spiele ist das Nokia 7 Plus natürlich noch absolut tauglich.

Abschließend: Einen kleinen Nachteil hat das Nokia 7 Plus durch Android One. Ihr klebt ab Werk eben bei Googles vorinstallierten Apps für z. B. Fotos und die Musik- sowie Videowiedergabe. Hier heißt es also wohl für die meisten Nutzer: Galerie, Multimedia-Player und Co. von Drittanbietern nachinstallieren.

Fazit

Das Nokia 7 Plus ist ein gutes Mittelklasse-Smartphone, dessen Kamera ich aber enttäuschend finde. Primär liegt das daran, dass ich im Test einfach keine konstanten Ergebnisse erzielte. Hier ist zu hoffen, dass HMD Global noch nachbessert. Zu loben sind hingegen die tolle Verarbeitung und die lange Akkulaufzeit. Auch der Bildschirm ist für diese Preisklasse aus meiner Sicht absolut zufriedenstellend.

Android One verspricht für das Nokia 7 Plus zeitnahe Updates und sorgt für ein sauberes System. Gekoppelt mit dem effizienten Qualcomm Snapdragon 660 und dem relativ großzügigen Akku (3.800 mAh) erreicht das mobile Endgeräte überdurchschnittliche Laufzeiten.

Konkurrent für das Nokia 7 Plus sind aktuell nicht nur andere Mittelklasse-Smartphones, sondern auch vergünstigte High-End-Geräte aus dem Jahr 2017. Etwa wäre da das LG G6 zu erwähnen, das es bereits für ca. 350 Euro im Handel gibt. Das G6 bietet einen stärkeren Bildschirm und eine wesentlich bessere Kamera, so dass eine Kaufentscheidung hier nach den persönlichen Vorlieben geht.

Zum Abschluss meine Meinung? Das Nokia 7 Plus ist dank Android One und der überdurchschnittlichen Laufzeiten super aufgestellt. Leider wären die Probleme mit der Kamera für mich ein Knockout, da ich für den ausgerufenen Preis mehr Verlässlichkeit erwarte. Doch da lässt sich ja eventuell noch über Updates nachbessern, denn das die Cam das Potential hat gute Schnappschüsse zu knipsen, hat sie ja bewiesen.

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden.

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25 Kommentare

  1. Ich hab das Nokia 7plus und kann bei der Kamera nur zustimmen.
    Aber die Updates sind halt hier der größte Pluspunkt und stechen die Kamera dann wieder aus.
    Ich werde mich jetzt mal mit anderen Kameraapps beschäftigen.
    Ach ja, top bei Android One bzw HMD: Alles lässt sich deinstallieren, ich verwende keine Google-Apps wie Kiosk, Musik oder Bücher, also flogen die erst mal runter. Nicht deaktiviert sondern wirklich gelöscht.
    HMD installiert auch keine Spam-Apps, nichtmal die sonst fast überall präsenten Facebook und Co. sind drauf, auch das ein Pluspunkt.

    • Erst einmal Danke fue diesen sehr ausführlichen Test. Allerdings finde ich, das daß G6 keine wirkliche Alternative darstellt. Die Firmware wurde und wird nicht so supported wie Android One. Und die Kamera ist beim Weitwinkel und wenig Licht sehr schlecht. Auch die Performance lässt bei laenger Nutzung massiv nach. Aus diesem Grund habe ich es auch wieder verkauft.
      Ich würde, wenn ich ein neues Handy bräuchte, mir das Nokia holen, und auf die Nachbesserung der Kamera warten .

  2. Ich würde mich über einen Test der Kamera mit alternativen Kamera-Apps sehr freuen.
    Wenn sich mit diesen die Schwächen beheben lassen, wäre das 7+ ein perfektes Gerät.

  3. Heute hab ich es genau seit 4 Wochen. Ich bin sehr zufrieden damit. Wenn man den Silikon-Bumper drüber stülpt ist die Kamera eben. Trotz intensiver Nutzung mit Wlan ,Bluetooth und diversen Dauerläufer-APPs hält der Accu locker 2 Tage. Zu erwähnen sind die mitgelieferten Kopfhörer. Ein wirklich guter Klang mit jeder Menge Bass. Ein paar Probleme hab ich aber auch. Wie schon von André beschrieben sind einige Fotos extrem scharf nachgezeichnet. Außerdem fehlt ein Benachrichtigungs-LED. Da ich aber eine vibrierende Smartwatch habe ist das nicht so schlimm. Besonders ärgerlich ist aber die Freisprecheinrichtung. In meinem Auto kann ich nicht mehr telefonieren wenn ich jemanden anrufen will. Tritt aber erst 10 Minuten nach dem connect auf. Das wird aber wohl ein Problem mit Kia und Android 8.1 sein.
    https://picload.org/view/doapdipi/nokia_rio.jpg.html

  4. Domenik Wagner says:

    Auf XDA gibt es die Google Camera und die macht deutlich bessere Fotos. Aber Zoom Fotos und Videos sind in der Original Kamera Besser.

  5. Ich habe – als bislang iOS- bzw. Windows Phone-Nutzer ein Nokia 5 als „Probiergerät“ hier. Inzwischen hat das auch Oreo 8.1 bekommen. Um den Bogen zum Nokia 7 Plus zu schlagen ein paar Anmerkungen zu vorstehenden Kommentaren:
    Kann man Google-Apps wirklich löschen? Unter 8.0 ging das (die ganzen Dinger wie Kiosk, Books, Duo usw., selbst Telefon…), unter 8.1 geht das nicht mehr – da werden sie nur noch deaktiviert. Zudem konnte die Google Messages-App unter 8.0 RCS-Dienste, unter 8.1 ebenfalls nicht mehr.
    Ausgeliefert wird das 7 Plus ja noch mit 8.0 und nicht 8.1, oder?

    Die Verbindungsabbrüche von Bluetooth im Auto kenne ich auch (war auch unter 8.0 schon genauso) – nach so ziemlich genau 10 Minuten erfolgt der Abbruch, die Musik endet. Zwar stellt sich die Verbindung dann gleich wieder her, aber Songs muss man neu starten…

    So schick die neuen Nokias auch sind – da läuft zu viel unrund als das ich mich mit Android wirklich anfreunden kann.

    • Natürlich lassen sich nicht alle Google-Apps deinstallieren, aber die Play-Apps und auch z.B. Hangouts. Nicht aber z.B. TalkBack oder Maps, auch Telefon lässt sich nur noch deaktivieren.
      Da bei mir das Upgrade direkt nach Kauf installiert wurde, erfolgte die Deinstallation der Apps unter 8.1.

      Bei mir hab ich übrigens keine Abbrüche bei Bluetooth-Übertragung. Weder Telefon noch Musik in mehrere Fahrzeugen (Smart, Kia, Vito, Sprinter).
      Was ich feststelle ist die rigide Speicherverwaltung, wenn man nach einiger Zeit ohne Verbindung (z.B. beim Einkaufen) wieder ins Auto steigt, muss Spotify wieder neu gestartet werden, selbst wenn Hintergrundaktivitäten freigegeben sind.
      Aber irgendwoher muss die lange Akkuzeit ja auch kommen.

  6. Domenik Wagner says:

    Auf meinem Nokia 7 Plus kann ich sogar am Anfang auswählen welche Google Apps ich haben will aber nur die Play Apps und sowas können entfernt werden. Und ja auch unter Android 8.1. Bluetooth Probleme hatte ich noch nicht.

  7. Schade, wollte mir das 7+ kaufen, jedoch hält mich immer wieder die Kamera (xiaomi mi mix2, note 5 …) doch davon ab.

  8. Es fällt mir schwer den Test ernst zu nehmen mit dem einleitenden Satz… HMD hat mehr erreicht als mit der Windows Phone Irrfahrt. Lieber Autor… Im letzten Jahr wurden um die 6Mio Geräte mit Android von HMD verkauft. Als Nokia an Microsoft verkauft wurde wurden aber 20Mio Geräte in QUARTAL umgesetzt… Mich würde gerne interessieren woher die Frechheit kommt einfach plakativ so einen Nonsens zu behaupten?

    • Naja, der Markt ist mittlerweile ja auch deutlich gesättigter.

    • Alexander says:

      Ähh… wo wurden denn so viele Windows-Phones verkauft? Ich war an der Entwicklung von Software für Android/iOS/Windows Phone beteiligt. Die Nutzerzahlen standen etwa im Verhältnis 2500:200:1. EIN Windows-Phone-User auf 2500 Androidnutzer. Ohne Untertreib. Microsofts Marketingabteilung behauptet viel, wenn der Tag lang ist. Im Nachgang würde ich aber lieber auf unabhängige Statistiken vertrauen – oder auf die offensichtliche Beerdigung vom Hersteller selbst.

  9. Und zuletzt vor allem Android P beta Auslieferung fand ich mega stark

  10. Mag mal jemand der 7 plus Besitzer sagen wie gut der Fingerabdruckscanner funktioniert und etwas über den Glance Bildschirm. Danke im voraus.

    • Domenik Wagner says:

      Der Fingerabdrucksensor funktioniert sehr gut man kann damit sogar die Benachrichtigungsleiste herunterziehen. Der glance Screen ist das gleiche Display wie das olways on Display vom Pixel nur das es nicht immer an ist. Bei hocheben des Gerätes geht es an und bei benachrichtigen geht es auch an. Man kann aber nicht drüber winken oder so etwas damit es an geht. Und wenn es Mal generell nicht angehen will kann man das Gerät auch über dubbel Tap to Wake wecken.

  11. Hmmm. Ich hadere noch mit mir. Diese verdammten 6 Zoll sind irgendei einfach ein Quäntchen zu viel.
    Der Preis ist heiß und Nokis ist wohl das neue OnePlus. Nur die Größe. Ich warte mal auf das BQ Aquaris X2. Das liegt vermutlich deutlich besser in der Hand

    Nokia? Was haben die am Ende denn noch verkauft? Diese Senioren-Klapp-Retro Handys?
    Glaube die lagen mal ~100 Mio pro Quartal. 2013 waren es noch 5Mio.

    • Alexander says:

      Die Bedenken hatte ich auch. Aber: das Display ist ja nach oben hin länglicher (18:9) als üblich (16:9) – die sechs Zoll verteilen sich also über eine größere Höhe. Die für die Handhabung entscheidente Breite ist dadurch gar nicht so viel breiter, als man zunächst angesichts der Aussage „6 Zoll“ erwarten würde.

  12. Denke es ist kein so schlechts Gerät.. Aber dieser neumodische kram mit fingerabdruck hinten nervt ..In einer Halterung aufm Fahrrad ist das Tel so nicht zugebrauchen. Eh jetzt fragen kommen ich nutze eine halterung am Rad weil ich das Handy zum geocachen brauche.

    • Du musst den Fingerabdruckscanner doch nicht zwangsläufig immer benutzen/nehmen, sondern kannst zusätzlich immer einfach deine PIN eingeben… 😉
      Mache ich genauso…

    • Ich habe das Nexus 6P mit dem Fingerabdrucksensor hinten und ich habe es oft in einer Autohalterung von Brodit und seit wenigen Tagen habe ich auch eine Fahrradhalterung von Lixada. Und in beiden kann ich das Handy wunderbar mit dem Fingerabdrucksensor hinten entsperren. Und auch wenn ich das Handy in der Hosentasche habe, entsperre ich es mit dem Finger hinten schon beim rausziehen aus der Tasche.
      Also ich will nichts anderes.

      Habe mal Handys probiert mit dem Sensor vorne und kam damit überhaupt nicht klar.
      Ich denke daher, das ist alles Gewohnheit.

  13. Es ist zu gross!

  14. Mal schauen ob es bei mir das Nokia 7 + oder das BQ X2 Pro wird. Sind ja doch ziemlich ähnlich in jeglicher Hinsicht.

  15. Bein LG G6 kann es aber auch gut möglich sein, dass Android 8 des letzte große Ubdate ist und man sich somit ein fast schon veraltetes Handy kauft.

  16. Ich bin sehr zufrieden mit dem Nokia 7 plus, hatte allerdings große initiale Schwierigkeiten meine Smartwatch stabil per Bluetooth zu verbinden und da bin ich nicht der einzige, siehe z.B. https://community.phones.nokia.com/support/discussions/topics/7000022239. Warum auch immer, nach zig manuellen Reconnects geht es jetzt stabil, keine Ahnung warum.
    Mit dem Fingerabdrucksensor habe ich nur Schwierigkeiten, wenn der Finger nass ist, passiert mir beim Kochen öfter. Kurz trocken machen und alles ist gut.
    Für mich war Android One das Hauptargument für das 7+ und gehen z.B. LG G6.

  17. Das von HMD ab Werk auf nunmehr allen NOKIAS installierte Schnüffel- und Spionagetool CAIVS widerspricht dem Slogan „Reines Android“.
    Hier wird der Kunde für dumm verkauft.
    Warum wird davon in diesem Test nichts erwähnt?

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