Nintendo: Die beiden nächsten Mobile Games werden „free-to-start“

nintendo logoNintendo wagt langsam den Schritt in die Smartphone-Welt, mit Miitomo gibt es den ersten Titel, der sich auch bereits recht erfolgreich zeigt. Angekündigt sind bereits weitere Titel, Animal Crossing und Fire Emblem werden im Herbst für iOS und Android verfügbar und den Spieler erst einmal keinen Cent kosten. Das berichtet das Wall Street Journal, der CEO von DeNA (Entwickler der Mobile-Apps für Nintendo) erklärte, dass die Spiele „free-to-start“ seien. Heißt, dass man innerhalb der Games Geld ausgeben können wird, ein Modell, dass zwar immer wieder für Unmut, im Gegensatz dazu aber auch für hohe Einnahmen sorgt.

Während es viele Spieler sicher nicht begeistern wird, wenn bekannte Titel wie Fire Emblem oder Animal Crossing über In-App-Käufe ausgeschlachtet werden, ist es für Nintendo wohl die beste Wahl. Wie Nintendo die mobilen Angebote zu Geld machen möchte ließ der Konzern bei der Ankündigung der neuen Titel offen. Mit Miitomo zeigte Nintendo bereits, dass man In-App-Käufen nicht abgeneigt ist.

Natürlich muss man erst einmal abwarten, wie Nintendo Free2Play in diesem Fall umsetzt. Es muss ja nicht immer etwas schlechtes sein, manche Free2Play-Titel lassen sich tatsächlich dauerhaft ohne Zahlung spielen, während man bei anderen kaum einen Schritt gehen kann, ohne zur Kasse gebeten zu werden.

Mittlerweile ist Nintendo wenigstens nicht mehr auf dem Standpunkt, ohne Mobile überleben zu können. Die Games für iOS und Android sollen zum zweiten Standbein werden, auch wenn das Konsolengeschäft (und die dazugehörigen Games) weiterhin erst einmal das Hauptgeschäft bleibt.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

4 Kommentare

  1. Thomas Baumann says:

    Free-to-start klingt für mich eher wie diese ganzen Partnerbörsen die nachts so in der TV Werbung laufen. „Jetzt gratis anmelden“. Jupp, stimmt. Aber die Nutzung des Dienstes kostet. Und das nicht grade wenig.

  2. Wenn Free-2-Start bedeutet, dass man eine voll spielbare Demo bekommt, welche dann z.B. nach dem 3. Level freigeschaltet werden muss fänd ich das Model super. So kann man Spiele ausprobieren und bei gefallen erwerben ohne Ingame Käufe, welche der weitaus größere Bullshit sind.

  3. Interessant ist dabei, dass Nintendo sich zwar nur sehr langsam auf neue Einflüsse einstellt, aber wenn sie sich darauf eingestellt haben, den Anspruch haben, Produkte zu generieren, die Hand und Fuß haben. Das ist ziemlich langfristig gedacht und kann auch Vorteile haben.

    Der Einstieg in den Mobilfunkmarkt hat genügend Fallstricke (z.B. die Vielzahl unterschiedlicher Plattformen) und passiert zu einem Zeitpunkt, wo Mikrotransaktionen weithin akzeptiert sind und nicht notwendigerweise zu schlechter Publicity führen, wie bei manchen Computerspielen.

  4. Verstehe Free2Start auch so…

    Wobei ich mir AnimalCrossing gut als F2P Ausschlachtung vorstellen kann – mochte aber das Spiel nie. FireEmbleem wäre als RPG/Stategy da eher weniger geeignet – als reines optisches (alt. Aussehn zb ) wäre es aber ok