Neuer Film von Christopher Nolan in Produktion, vermutlich nicht bei Warner Bros.

Ein neuer Film von Christopher Nolan ist in der Mache und laut Deadline handele es sich inhaltlich erneut um einen Streifen mit Weltkriegsszenario, genau wie 2017 bei Dunkirk. Der kommende Film behandle demnach die Person J. Robert Oppenheimer und dessen Rolle bei der Entwicklung der Atombombe zur Zeit des Zweiten Weltkriegs. Harter Tobak auf jeden Fall und in den Händen von Nolan auch durchaus Material, mit dem sich ein neuer Blockbuster fabrizieren lässt. Interessant an dem neuen Film ist dann aber vielmehr, dass Nolan dieses Mal wohl nicht wie sonst mit Warner Bros. drehen lässt, sondern das Drehbuch zum Film wohl an gleich mehrere große Studios in Hollywood durchgereicht hat.

Es ist anzunehmen, dass Nolan hier klare Kante gegen die Entscheidung von Warner Bros. zeigen will, die im vergangenen Dezember verlauten ließen, dass man kommende Filme parallel im Kino als auch im Streaming bei HBO Max veröffentlichen will. Nolan war keinesfalls begeistert von der Idee. Damals sagte er grob, man ging ins Bett und dachte man habe für das beste Filmstudio gearbeitet, wachte aber am nächsten Morgen auf und fand heraus, dass man für den schlechtesten Streaming-Anbieter tätig war. Nolan ist dahingehend ganz klar der Typ für die klassische, reine Kinoveröffentlichung. Von alledem wird man vermutlich am Ende wenig bis gar nichts mitbekommen und als Fan seiner Filme auch mit dem neuen Streifen seine Freude haben.

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17 Kommentare

  1. Voll der Judas!

  2. Ich begrüße grundsätzlich die Entscheidung von Warner die Filme parallel anzubieten. Der Markt hat sich weiter entwickelt und Vielfalt ist gut. Ein Dune werde ich im Kino sehen, einen Mortal Kombat habe ich mir gerne im Heimkino angesehen. Einziger Wermutstropfen für mich persönlich ist das fehlende HBO Max hierzulande. Sky als Lizenzabnehmer finde ich furchtbar.

    • Ich wuerde sagen, Sky (Rupert Murdoch) geht gar nicht. Wer den Laden mit Geld befoerdert, sollt sein Gewissen nochmal pruefen. Genau so gut kann man gleich Trump waehlen, fuer den Brexit stimmen, bei Le Pen sein Kreuz machen, der AfD huldigen und PiS waehlen. Ob ich etwas politisches aus Streaming mache? Das war Rupert Murdoch. Und HBO Max hat hier sowieso niemand.

      Ihr wisst noch wie Piraterie starb? Netflix. Ihr wisst, warum Piraterie wieder voll ihm kommen ist?
      Amazon Prime
      Disney+
      HBO Max
      CBS All Access
      Netflix
      Telekom-Entertain
      Sky

      Versteht mich nicht falsch, Monopole und Oligopole sind sehr schaedlich. Abos mit noch mehr Abos sind nur halt genau das, was der Verbraucher nicht will. Und ein guter Kinofilm waere mal wieder nett, ich habe jedenfalls schon lange keinen kuenstlerisch anspruchsvollen Kinofilm wahrgenommen.

  3. Also ich sehe ja schon ein, dass seine Filme interessant sind und technisch extrem gut gemacht und so.
    Aber mich berühren die null. Das ist, als würde ich einen Dokumentarfilm anschauen.
    Ich habs mit fast allen von seinen Filmen probiert, sei es Batman, Inception, Tenet und so.
    Irgendwie bin ich in meinem Bekanntenkreis der einzige, dem das so geht.
    Und das schlimmste ist, dass ich gar nicht sagen kann, warum das so ist.

    Geht das hier noch jemand so?

    • Nicht bloß Contrarian for the sake of it says:

      Geht nicht nur dir so. Seine Filme sind plot-mäßig schlicht Dreck, so wie fast alles an Kulturgut aus Amerika. Inception und The Dark Knight waren da schon das höchste der Gefühle, durchaus unterhaltsam, aber mehr auch nicht. Tenet hat die spannende Theorie „Antimaterie reist in der Zeit zurück“ grob aufgegriffen, hat aber dank einiger Logikfehler und einem vollständig charakterlosen „Protagonisten“ null Eindruck hinterlassen. Ich werd hiernach nichts mehr von ihm gucken (und an die Kritiker: ja, ich hab es beim ersten sehen verstanden und die Twists kommen sehen, da mir u.a. die Theorie von der er sich hat inspirieren lassen bekannt war und die Twists wirklich vorhersehbar waren). Er kann IMHO Actionszenen (jedenfalls meistens) und technische Dinge sehr gut, aber er sollte das Drehbuch IMHO doch wirklich talentierteren Menschen überlassen, die was von Menschen verstehen,

      • Tja, Geschmäcker sind verschieden, aber „plotmäßig schlicht Dreck“ und „kann nur Action“? Ernsthaft jetzt? Hast du Memento gesehen? The Prestige? Seine Batman-Trilogie scheint bei dir ja auch nicht gut angekommen zu sein. Für mich sind das das ziemlich die einzigen Superhelden-Filme die ich gut finde. Und das sicher nicht wegen der Action sondern wegen der Geschichte, der Art und Weise wie er sie erzählt und die Charaktere zeichnet. Also aus genau den Gründen, die du kritisierst. Tenet hat mich aber zugegebenermaßen tatsächlich auch etwas irritiert. Aber wie muhl.erhard schon geschrieben hat, dürfte da hinter vordergründigen Kritikpunkten tatsächlich einiges an Absicht stecken, denn ich denke nicht, dass Nolan von heute auf morgen verlernt hat, wie man Geschichten erzählt bzw. in einen Film verpackt. Ist dennoch von allen mir bekannten Nolan-Streifen der, den ich am wenigsten mag. Werde dem Film aber dennoch irgendwann noch eine zweite Chance geben.

        • Nicht bloß... says:

          Ja ernsthaft. Ich hab die gesehen. Memento ist meines Erachtens wirklich fade. An Prestige kann ich mich zugegebenermaßen kaum noch erinnern. Und bei der Trilogie fand ich nur Teil 2 ok. Dass wohl die meisten übrigen Superheldenfilme und genügend sonstige Filme schlimmer sind, stimmt, das macht Nolan aber nicht wirklich besser für mich…

    • Meister der Magie fand ich gut, Inception ok. Dem Rest seiner Filme kann ich nicht viel abgewinnen, die fühlen sich beim Anschauen so künstlich an.

    • Das sehe ich ähnlich. Auch wenn Knolan das niemals zugeben würde, vor allem bei der Batman-Trilogie sieht man deutlich sein großes Vorbild: Heat von Michael Mann. Und zwar in allem Bereichen, Kameraführung, Szenenaufbau, Art der Musik, ‚Geschwindigkeit‘ des Erzählens, etc.

  4. Christopher Nolan möchte überhaupt nicht berühren, sein Protagonist in Tenet ist auch genau nur das.
    Eine Figur.
    Denkst du wirklich er heißt so, weil ihm kein Name eingefallen ist?
    Tenet ist eine Hommage an die alten Agentenfilme, und präsentiert den Agenten auch als solchen im realistischen Sinne.
    Ein Gesichtsloses Werkzeug einer Vereinigung/Regierung/Firma.
    John David Washington spielt das auch so, nicht weil er ein schlechter Schauspieler ist, sondern weil es im Drehbuch steht.
    Mit charakterlos hast du daher durchaus recht, es ist allerdings so gewollt.
    Tenet ist ein klassischer Bondfilm mit bewusst stark überzeichneten Figuren: Die Frau in Nöten, der böse Bösewicht und die mysteriöse Organisation die im Hintergrund die Fäden zieht.
    Er übt damit Kritik am immer gleichen 0815 Kino aus, das keine neuen Ideen mehr hat.
    Tenet ist kein Film über „Antimaterie die in der Zeit zurückreist“.
    Es geht darum was wäre, wenn wir von unseren eigenen Nachfahren angegriffen werden würden, die in der zerstörten, verseuchten Welt leben müssen, die wir ihnen hinterlassen haben.
    Die wahren Hauptfiguren in Tenet sind die Menschen aus der Zukunft, die noch nicht einmal zu sehen sind.
    Unsere Kinder, Enkel und Urenkel, die für unsere Fehler bezahlen müssen.
    Der Film wirft die Frage auf: Was wäre wenn sie sich wehren könnten?

    • Klingt für mich wie eine Kritik über ein Bild eines bekannten Malers: Auch hier wird schwadroniert über dass was der Künstler wohl sagen wollte. Eventuell war der Künstler aber auch nur betrunken und hat vor dem zu Bett gehen nochmals schnell was auf die Leinwand gekritzelt. Oder um es mit den Worten von Hale Kerkeling zu sagen: „Hurz“.

      Ich gestehe jedem zu, kreativen Content und seine Künstler zu mögen, aber man muss in Filme/Bilder/Musik nicht Dinge hineininterpretieren, um Sie auf eine andere Sphäre zu heben.

    • Nicht bloß... says:

      Ich brauch keinen weiteren Hollywood-Umerziehungsfilm, der diesmal in grün daherkommt. Beliebige Dinge lassen sich auch in einem guten Film ansprechen. Stattdessen serviert Nolan mit Tenet Kacke, aber bewusst ausgewählte, in Farbe, Konsistenz und Geruch bedeutungsschwangere Kacke, um die Frage aufzuwerfen: Was wenn die Ausscheidungen nicht raus sondern rein wollen?

  5. Hape Kerkeling natürlich. So viel Zeit muss sein.

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