Neue Warn-App des Bundes informiert euch bei Gefahren

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Neues vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Die haben nämlich eine neue App am Start. Die App heißt NINA (Notfall-Informations- und Nachrichten-App) und sie ist lauffähig unter Android 4.0 oder höher und iOS 7.0 oder höher. Alternativ gibt es eine mobile Webseite, falls euer System nicht unterstützt wird. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat die App NINA als Teil des sogenannten Modularen Warnsystems (MoWaS) entwickelt, das seit 2013 in Betrieb ist. Die App soll die bereits angeschlossenen Warnmultiplikatoren (Rundfunk, Internet, Paging, Deutsche Bahn AG) ergänzen und bietet über Push-Benachrichtigungen Nachrichten zu aktuellen Warnungen. (danke Bernd!)

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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26 Kommentare

  1. Was ist denn der Unterschied zu Katwarn?

  2. Bei Android gibt es doch schon seit langem die „Notfall-Broadcasts“, oder gibt es das nur in den USA und kann hier nicht genutzt werden?
    eine extra App für eine Funktion, die (scheinbar) schon implementiert ist, finde ich irgendwie sinnfrei.

  3. Der Unterschied zu Katwarn würde mich auch interessieren.

  4. @1of16:
    Ich kenne jetzt die US-Methode nicht, aber denkbar wären z.B. andere Anforderungen. Da Du sie zu kennen scheinst, vergleiche es doch mal und berichte, ob das gleiche damit erreicht werden könnte. Das wäre nicht uninteressant. Denkbar ist nämlich beides, Ignoranz gegenüber vorhandenem wie auch vorhandenes reicht nicht aus.

  5. Apps, die nur eine Webseite anzeigen, gehören verboten.

  6. @bitraten: KATWARN ist ein lokal verankertes System, das nicht vom Bund einheitlich bundesweit betrieben wird.

    @1of16: In D gibt es m.E. kein Broadcast-System dass entsprechende Mitteilungen ausstrahlt. Es wurde mal vor einiger Zeit getestet und wohl für „nicht praktikabel“ gehalten. Wie du schon sagst ist es wohl nur in der USA nutzbar…

    Die App „NINA“, sowie die Website „warnung.bund.de“ ist an sich schon der richtige Schritt etwas modernes anzubieten. Dennoch wirkt sie „ungetestet“ und nicht 100% durchdacht. Sie läuft nicht flüssig und die Einstellungen sind unvollständig. Ich hoffe in den nächsten Updates wird hier noch einiges nachgebessert.

  7. PS: Laut FAQ bei Katwarn ist dort lediglich der DWD bundesweit vertreten. Ansonsten Bundesländer: Berlin, Hamburg, Rheinland-Pfalz.
    Also sehr begrenzt in Sachen Warnung.

  8. @Patrick: Aber wirklich, die „App“ ist ja vor lauter Geruckel kaum zu bedienen. Direkt wieder runtergenommen.

  9. Finde solche Apps komisch, komme noch aus so einer Zeit, in der man im Fall des Falles Lautsprecherwagen rum fahren gelassen hat. Habe nichts dagegen das sich andere sowas installieren. Wenn aber nicht jeder mehr TV guckt oder Onlinenachrichten auf tech App und spott rss runtergeschraubt hat auf caschys blogg gibt es sicher keine Unwetterwahnungen da macht dann so eine App sinn

  10. Da es in meiner Umgebung KATWARN gibt (Stadt OL), brauche ich NINA nicht.. Und KATWARN hat doch den „Schutzengel“ der mir Warnungen für meine aktuelle Position übermittelt.. Naja, wird zwar wohl nur das Wetter sein, wenn nur der DWD bundesweit ist..

    Wenn das NINA-System ausgereifter ist, schaue ich es mir evtl. nochmal an..

  11. Neue App!?! Entwickelt für iPhone 5!! Warum lässt Apple so eine gottverdammte Scheiße in den Store?

  12. Welchen Sinn hat eine Katastrophenwarnung für Geräte, die bei Stromausfall keine 48h durchhalten, und die mangels Mobilnetz auch gar nicht erreichbar sein würden? Wenigstens wurde die Abschaltung von UKW noch mal hinausgezögert.

    @Dominik Conrads
    Damit sagt Apple Dir, auch wenn du ein altes Iphone hast, hast du kein Iphone.

  13. The Networker says:

    Und erneut eine perfekte Möglichkeit einem grossen Teil der mehr oder weniger Technik-affinen Bevölkerung nen nett und als nützlich getarnten FinFisher unter zu jubeln.

  14. @wollid
    Die Warnungen betreffen mit Sicherheit nicht nur Atomkriege oder Asteroideneinschläge, die sämtliche Infrastruktur zerstören, sondern z.B. auch bevorstehende heftige Unwetter.

  15. Verdammt. Warum braucht die App den die Google Play Services? So läuft sie nicht auf einem Blackberry 🙁

  16. FreeHander says:

    @Jack68

    Zombieatacken nicht vergessen! 😉

  17. @bitraten: Katwarn muss von den Kommunen angeschafft und bezahlt werden und hat damit eine geringe Abdeckung. Die App NINA wird über den BUND betrieben und deckt damit das gesamte Bundesgebiet ab.

    @wollid: Die App soll ein weiterer Kanal neben den herkömmlichen der Öffentlich Rechtlichen Sender, sowie die Sirene sein. Damit orientiert sie sich an den Bedürfnissen der jungen Bevölkerung. Die App soll denke ich nicht die alten Warnmittel ersetzen.

    @An Dy: Die App wurde offensichlich als hybride App umgesetzt. Wahrscheinlich aus finanziellen Gründen um trotzdem sowohl iOS als auch Android bedienen zu können.

  18. Ich habe die Installation abgebrochen, als ich in den angeforderten Berechtigungen „Kontakte“ sah. Wenn durch Bugs in solchen Apps meine Kontakte versehentlich exponiert werden, schade ich mir nicht nur selbst, sondern auch anderen.

  19. @taurec42:
    Aus dem Google-Store-Eintrag: „Die App benötigt Zugriff auf den Dienst Google Cloud Messaging (GCM), der auch die Google Play Services nutzt. GCM gewährleistet den Empfang von Push-Nachrichten auf Ihrem Smartphone.“

  20. @jkrwdf:

    Aus dem Google-Store-Eintrag:
    „Die App benötigt diese Berechtigung für den Bereich „SOS“, in dem Sie eigene Warnmeldungen an Kontakte aus Ihrem Adressbuch versenden können. Zum Auslesen dieser Kontakte wird diese Berechtigung benötigt. Die Kontakte werden nur lokal auf Ihrem Gerät verarbeitet.“

  21. Danke für die Info Peter!

  22. @jkrwdf solche Probleme hat iOS leider nicht 🙂

  23. Klasse noch eine APP mehr die Akku zieht. Anstatt sich mit den Ländern und Kommunen auf katwarn zu einigen muss der Bund was eigenes rausbringen. Kompetenzgerangel digital, juhuuu. 🙁

  24. Hallo,

    und zunächst einmal vielen Dank für den Blogbeitrag zur App. Und danke auch für das umfangreiche Feedback in den Kommentaren. 🙂

    Ich bin Referentin im BBK und kann bei einigen Punkten vielleicht für etwas mehr Klarheit sorgen:

    NINA fragt den Standort nicht kontinuierlich ab. Denn wir wollten vermeiden, dass die App unnötig viel Akku frisst. Vor allem aber wollten wir keine Standortdaten irgendwo sammeln. Alle Daten werden nur auf dem Gerät verarbeitet und nicht serverseitig durch das BBK gespeichert. Der Standort wird also z. B. nur abgefragt, wenn die App aktiv verwendet wird oder wenn es eine neue Meldung über das Modulare Warnsystem gibt. Das Gerät überprüft dann, ob es sich im betroffenen Bereich aufhält, und löst nur dann die Push-Benachrichtigung aus, wenn dies der Fall ist. (Zumindest unter Android funktioniert das so. Unter iOS erfolgt keine Standortabfrage, solange die App nicht aktiv verwendet wird.)

    NINA ist dabei keine Konkurrenz zu bestehenden Apps, sondern Teil des Modularen Warnsystems und damit eine Ergänzung der Warnung der Bevölkerung durch Bund, Länder und Kommunen. KATWARN z. B. ist ein lokal verankertes System. MoWaS (inkl. NINA) ist ein vom Bund einheitlich betriebenes und bundesweit verfügbares System.

    Wir sehen NINA dabei als sinnvolle Ergänzung der bisherigen Warnung über Radio, Fernsehen, Sirene, Lautsprecherwagen usw., keinesfalls als Ersatz. Über je mehr Kanäle die Bevölkerung letztlich erreicht und gewarnt werden kann, umso besser ist das aus unserer Sicht.

    Tatsächlich sind andere Lösungen wie Cell Broadcast in Deutschland derzeit nicht möglich. Sollte es irgendwann dennoch soweit sein, lässt sich das Modulare Warnsystem entsprechend um weitere Warnmedien und Endgeräte ergänzen. MoWaS ist dabei hochverfügbar, über eine gesicherte Satellitenverbindung, natürlich auch im Falle eines längeren Stromausfalls. Das gleiche gilt für die Infrastruktur hinter NINA. Und glücklicherweise führt ja nicht jedes Großschadensereignis und jede Katastrophe auch zu einem Stromausfall. (Und auch im Fall eines Stromausfalls sind weiterhin andere Kanäle zur Warnung und Information vorhanden. Redundanz ist auch hier das Stichwort.)

    Warnen werden vor allem die Länder und Kommunen über NINA. Das BBK hat dazu in der Tat eher selten einen Anlass.

    Und auch wenn manch einer das vielleicht nicht glauben mag: Wir lesen die Kommentare und nehmen Ihre Kritik und Verbesserungsvorschläge gerne für die Weiterentwicklung der App mit auf. In diesem Sinne noch einmal vielen Dank. 🙂

    Alle Informationen rund um NINA haben wir auch noch einmal auf unserer Website unter http://www.bbk.bund.de/NINA zusammengefasst, inkl. einer Beschreibung der Funktionen und auch Hinweisen zum Datenschutz (auf der Unterseite „Funktionen“). Für Fragen und Feedback stehen wir außerdem gerne auch unter NINA@bbk.bund.de zur Verfügung.

    Sonnige Grüße aus Bonn. 🙂

  25. beCareful says:

    @Katja: Schade, dass Sie nicht auch auf den Punkt „Rechte“ eingegangen sind, Es ist auch für mich völlig unverständlich, warum ich der App Zugriff auf meine Kontaktdaten gewähren soll. Über die Sinnhaftigkeit einer „Benachrichtigungsfunktion von Freunden“ lässt sich streiten. Aber selbst wenn man sie braucht: ich bin gerne bereit die EMail, Telefonnummer oder whatever nochmal einzugeben. Ich bin aber nicht bereit, der App vollen Zugriff auf meine Kontaktdaten zu gewähren.

  26. @beCareful, ich hielt das für überflüssig, weil viele andere Kommentare ja bereits darauf eingegangen waren und mein Kommentar schon so lang war. Wir haben die Hintergründe aber einmal hier zusammen gefasst: http://www.bbk.bund.de/DE/NINA/Funktionen/Funktionen.html#doc6216458bodyText7

    Die Daten werden dabei immer nur auf dem Gerät verwendet und nicht übertragen. Ich hoffe, das beantwortet Ihre Frage. Ansonsten erreichen Sie uns auch per E-Mail an NINA@bbk.bund.de. 🙂

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