Neue Version von Prism

Wow – ich bin beeindruckt. Bei Mozilla tut sich ja doch noch etwas in Richtung Prism. Prism? Schon vergessen? Kleine Erinnerung an einen Blogbeitrag aus dem Jahr 2007 – das dürfte eure Erinnerung auffrischen. Prism kann entweder Standalone oder als Firefox-Erweiterung genutzt werden. Macht immer noch nicht viel mehr als vor zwei Jahren. „Anwendungen“ aus Webseiten erstellen. Was sollte es mir bringen, den Google Kalender oder Google Mail als Einzelanwendung laufen zu lassen, die bereits nach kurzer Laufzeit (gerade jetzt hier auf dem Mac) 70 Megabyte im Speicher belegt?

Google Kalender.jpg

Was passiert unter der Haube? Für jede Anwendung wird ein Profil erstellt (unter Windows %appdata% und unter Mac OS X im Application Support).

Firefox.jpg

Helft mir auf die Sprünge – was soll man damit nützliches machen? Ich hab doch eh den Browser auf…

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

27 Kommentare

  1. Bestimmt für Leute ohne Browser – öhm – jaaaa… – NE!?

  2. Ich sehe in Prism auch keinen tieferen Sinn.

    Nach 2 Minuten ist es bei mir wieder von der Platte geflogen.

  3. Barracuda says:

    Prism sollte dazu dienen, das Problem eines crashenden Browsers aufgrund einer fehlerhaften Seite zu beseitigen. Der Gedanke, der dahinter steckt, ist simpel: Eine Seite, die plötzlich fehlerhaft ist (und somit im Normalfall [also im Browser] einen Absturz des gesamten Programms provozieren würde) läuft in einem eigenen Prozess und ist entsprechend das einzige, das abschmiert.

    Wirklich sinnvoll ist Prism deswegen nicht, zumal die Entwickler von Browsern ohnehin in ihr Programm die Möglichkeit eingebaut haben, jeden Tab in einem eigenen Prozess laufen zu lassen (jedenfalls kann man das beim Internet Explorer einstellen – nutzen tu ich den deshalb aber noch lange nicht Firefox streichel)

  4. (gerade jetzt hier auf dem Mac) 70
    Megabyte im Speicher belegt?

    Wen instressiert das schon … 4 GB Speicher kosten 40 €! Ich habe 12 GB laufen 😀

  5. @bernd
    kannst du mir sagen wo ich für mein Notebook TOSHIBA Satellite P100-354 (PSPA6E-03H01FGR)
    2 Speicherriegel a´2GB herbekomme oder eben 1x 4GB?

    (im Moment vorhanden 2 Riegel a´ 1024 MB Kingston (PC2-4300), DDR2-SDRAM Dual Channel, RAM-Takt 266.8 MHz)

  6. Also meine Freundin gefällt der direkte Link zum SMS schreiben, anstatt den Browser zu öffnen, Bookmark anklicken und schreiben.
    Hab aber die Funktion von Chrome benutzt, dann gehts wenigstens richtig Flott (Programmstart).

    Aber für mich persönlich brauch ich es auch nicht.

  7. JürgenHugo says:

    @rayo:

    Bißchen außer der Reihe – am besten ist immer noch: ein Comp pro Mann (oder Frau) – jeder zweite „Fummler“ ist von Übel… 😛

  8. Ich benutz hierfür Google Chrom.

    Der Browser hat schon diese Funktion ich öffne damit meinen MobileMe – Mailaccount, meinen Kalender und File-Upload.

    Das spart echt Zeit wenn man nur etwas in den Kalender eintragen muss.

  9. Andreas says:

    Caschy, bei Google Chrome hast Du das gleiche Feature noch positiv vorgestellt. Es macht exakt den gleichen Sinn, wie die Funktion in Googles Browser. Vielleicht gefällt es einigen Leuten einfach, eine Browseranwendung wie ein „Programm“ aussehen zu lassen?

    Im übrigen setzt unser Rechnezentrum soetwas neuerdings ebenfalls ein und die Mitarbeiter finden das alle ziemlich schick. Im Zweifel wissen nämlich die Hälfte aller Bundesbürger immer noch nicht, was ein „Browser“ ist – und sie wollen es auch gar nicht wissen.

  10. Frank @ Winload says:

    Bei mir braucht der Firefox zum Starten ca. 20-30 Sekunden, was wohl insbesondere an meinen Live Bookmarks (dynamische Lesezeichen/RSS-Feeds im Browser) liegt. Der Fuchs hängt sich dabei regelmäßig fast auf, wobei es mit den jüngsten FF-Versionen schon etwas besser geworden ist. Für kurz GMail checken werfe ich einmal kurz die Prism-App an, wird sofort geladen und fertig.

    Ich kann mir aber allgemein auch vorstellen, dass hinter Prism eine „größere“ Idee steckt. Viele User schrecken noch zurück, Webapps statt Desktop-Apps zu nutzen, weil ein Browser sich einfach anders „anfühlt“. Man denke mal an Picnik oder Google Docs. Mit einem Desktop-Icon und einem dezidierten Fenster statt eines schnöden Browser-Tabs hat eine Webapp einfach mehr von einem Desktop-Programm. Für uns als Internet-Junks mag das nicht unbedingt sinnvoll klingen, aber ein „Casual User“ wird diese Option vielleicht zu schätzen wissen. Mozilla plant ja, Prism im FF3.6 fest einzubauen — spätestens wenn der rauskommt, wird man sehen, ob das Konzept angenommen wird.

    (OT: Hoffe, es ist okay, wenn ich hier mit meinen Firmendaten kommentiere. Falls nicht, kurz Bescheid sagen. Will ja nicht als Spammer gelten 😉 )

  11. @Andreas:

    Jetzt muss ich eben nachdenken – welches Prism-Feature habe ich mit Google Chrome verglichen? Hilf mir mal bitte auf die Sprünge =)

  12. @LuNeX:

    Ich würde mal im Internetshop ala alternate, amazon oder vibuonline nachschauen.

  13. JürgenHugo says:

    Im Zweifel wissen nämlich die Hälfte aller Bundesbürger immer noch nicht, was ein “Browser” ist – und sie wollen es auch gar nicht wissen.

    @Andreas: Sind das die, die den IE benutzen – und nicht mal wissen welche Version?… 😛

  14. Gibt schon nen Einsatzzweck find ich. Ich betreu mehrere Kunden, die haben auch alle 0,0 Plan von irgendwas. Hauptsache doppelklick und man ist am Ziel. Die peilen auch kein Bookmarksystem, nicht weil se dumm sind sondern wollen sich damit halt auch ned befassen. Für einige hab ich sowas wie Prism schon eingesetzt um Google Mail oder den Kalender als „Anwendung“ erscheinen zu lassen und alle waren zufrieden.

  15. JürgenHugo says:

    @Braese:

    Ja, ja – die Menschen wollen „betrogen“ werden. Ich klick ja auch mal gerne was an – aber immerhin weiß ich meistens, was… 😛

  16. Andreas says:

    @Caschy: Andersrum wird ein Schuh draus: In diesem Beitrag über Prism fragst Du, wozu das nützlich ist und in diesem Beitrag über Google Chrome preist Du die Funktion als ideal für Intranet-Anwendungen an (Was natürlich auch komplett richtig ist!).

    Also hast Du Dir Deine abschließende Frage zu Prism hier doch schon am 13.09.2008 selbst beantwortet 😉

  17. Pantarhei says:

    Wie Braese schon erwähnt hat. Es ist eine gute Alternative Webanwendungen dem 08/15 User näher zu bringen. Bei weitem noch nicht „ausgereift“ im Sinne von wirklich portabler Version, aber aufjedenfall besser als ein Browser mit all seinem „Chrome“.

    Beispiel hier: Eine Webanwendung von uns läuft draussen (eingeschränkter Nutzerkreis) auf dem Schlachtfeld auf 19″ TFT’s die aber mit 1024 gefahren werden. Dann habe die Leute teilweise 2-3 Toolbars und riesen Buttons in ihrem Browser laufen. Was dann noch übrig bleibt als sichtbarer Bereich kann sich jetzt jeder selbst ausmalen. Ausgetrieben bekomtm man das auch keinem.

    Mit Prism gibts das nicht. Fenster auf. Fertig. Wenn jetzt Prism noch wirklich Portable wird und auch noch maximiert gestartet werden kann ist der o.g. Fall mit Prism sehr schön zu erschlagen.

    Auf privaten Rechnern macht es auch durchaus Sinn. Ich z.B. bin ein Tab Junkie (oder soll ich sagen Irrer?) Am Monatsende hab ich dann schonmal um die 100 Tabs im FF offen. Teilweise weil man die Seiten die ganze Zeit braucht, teilweise vergessen zu schliessen und teilweise um später draufzuschauen. Ich weiss es gibt für alles Plugins und Helferlein. aber in meinem Fall benutze ich Prism einfach gerne um mal schnell Google Mails zu checken, und das auch von verschiedenen Postfächern. Lädt in Sekunden, nachschauen, Prism schliessen. Gleiches Spiel für Twitter. Wenn ich das alles in sep. Tabs mache sind nachher 10 Twitter Tabs offen. Nochmal 10 Googel Mail Tabs usw.

    Ich finde Prism ist ein netter Ansatz. Wird nur leider viel zu wenig dafür getan.

    Ende des Romans.

  18. Ob man Prism einsetzt, ist halt mehr oder weniger Geschmackssachse. Ich finds einfach schöner, wenn sich eine Webapp, sei es Google Mail oder eine Intranetanwendung, in den Desktop integriert. Admins oder OEMs können das z.B nutzen, um den Usern Webapps gleich auf dem Desktop anzubieten, ohne dass man überhaupt merkt, dass man eigentlich mit einer Website arbeitet.

  19. das kann man auf dem mac doch mit fluid schon lange, oder?

  20. Für Intranetanwendungen ideal, oder aber für spezielle Einsatzzwecke, die spezifische Einstellungen erfordern. Bei uns z.B. ein vordefinierter Proxyserver zum Zugriff aus dem Internet auf bestimmte Daten. Da kann man dem 08/15-Anwender eben nicht klar machen, dass er für dieses bestimmte Einstellungen im FF/IE tätigen muss.

    Also: Sinnvoll dort, wo man den „Browseraspekt“ verstecken möchte.

  21. nochwas says:

    Wenn ich eine Internetseite damit verknüpfe, handelt es sich dann um ein geschlossenes System ähnlich Sandbox oder virtuelle Umgebung oder wird der Prism-„Browser“ auch infiziert, wenn ich mir beim normalen Surfen mit FF was einfange ?

    Wenn es als geschlossenes System funktioniert, könnte ich es mir als Anwendung für’s Banking vorstellen. Einmal clean eingerichtet und noch eine virtuelle Tastatur oder Tastaturverschlüsselung dazu (soweit möglich), würde es Gefahren vermindern.

  22. Paul Peter says:

    Super Sache der (oder das?) Prism.

    Mal schaun wie performant es sein wird, wenn die portable version fertig ist und von CD geladen wird.
    Mein Anwendungsgebiet: Offline-Webseiten, die auf einer CD/DVD gespeichert sind… zur Zeit muss ich ständig für FF und IE 6 und 7 testen, wie es ausschaut und ggf. anpassen… mit Prism kein Problem mehr: Prism mit auf die CD gepackt, in den Autorun der CD und startet die Webseite und es sieht wie ein „normales“ Programm aus, ohne Navigationselemente (als ich das erste mal diese offline-Webseiten erstellt hatte), wurde ich gefragt, ob man diesen Kram da oben (also die Navigationselemente vom Browser) noch wegmachen könnte, die stören doch….

    Für mich eine tolle Sache, danke Mozilla

  23. fellowweb says:

    Wie von dolce auch schon angemerkt, gibt es für Mac OS X Fluid als Webkit-basierte Alternative.

    Hat jemand schon mal die beiden Programme vergleichend gegenübergestellt?

  24. Paul Peter says:

    so etwas ähnliches gibt es bereits: einfach eine *.html-Datei in *.hta umwandeln: schon läuft es (die technik die dahinter steht: Internet Explorer 🙁 )
    http://de.wikipedia.org/wiki/HTML-Applikation

    http://www.html-world.de/program/hta_ov.php

    Interessant finde ich die Möglichkeit optionale Parameter mit anzugeben: http://www.html-world.de/program/hta_2.php
    werden die von Prism auch unterstützt???

  25. Hm… vlt. um Webapplicationen z.B. in einer Art Kios-Modus laufen zu lassen, und somit das „Surfen“ in Firmen zu unterbinden ?

    Für die entsprechende Applikation wird ein „Prism“ auf dem Desktop oder sonst wo erstellt…. der Anwender kann die „Seite“ aber nicht verlassen.

  26. Andreas Herz says:

    Hi,

    wir verwenden Prism ebenfalls sind damit sehr zufrieden. Warum?

    1. Mit Prism kann die Anwendung Tray Notficationen absetzten (Growl)
    (kann eine normale Anwendung nicht)
    2. Kann aus der WindowListe verschwinden und als Try Icon angezeigt werden.
    (WebAnwednung ohne GUI 😉 Rein für Statusnachrichten
    3. Man kann Prism mit seinen eigenen (in JavaScript geschriebenen) Plugins
    ausstatten welche eventuell das normale Verhalten des Browsers erweitern
    ( Datei DragDrop)
    4. Hat erweiterte Rechte bezüglich lokalen Resourcen

    aber der Hauptgrund war bei uns: wohldefinierte Browserumgebung beim CallCenter und
    eigene Plugins.

    Gruß
    Andreas