Netflix blickt mit einem Fragezeichen auf Apples kommende Eigenproduktionen

Apple hat Pläne für Eigenproduktionen: Eigene Filme bzw. Serien sollen offenbar auch für das Unternehmen aus Cupertino ein Weg sein, um Geld mit Inhalten umzusetzen. Dieser Kurswechsel verwundert nicht, wenden sich doch immer mehr Nutzer dem Streaming und entsprechenden Abonnements zu, statt etwa einmalige Käufe bei iTunes zu tätigen. Die Konkurrenz, speziell Netflix, blickt aber noch einigermaßen ratlos auf Apples Bemühungen.

So hat der Chief Content Office von Netflix, Ted Sarandos, erklärt, dass nicht einmal die Macher der jeweiligen Shows derzeit wüssten, wie Apple die Inhalte überhaupt anbieten wolle. Besorgt sei Sarandos laut eigenen Aussagen deswegen aktuell auch nicht. Denn solange man gar nicht wisse, was Apple mit seinen Eigenproduktionen konkret vorhabe, brauche man sich auch keine weiterführenden Gedanken machen.

Man munkelt jedoch, dass Apple den Produktionsfirmen und Filme- bzw. Serienmachern relativ strenge Vorgaben im Hinblick auf Gewalt, Nacktheit und auch die Ausdrucksweise in den Dialogen auferlege. Offenbar will Apple sich besonders familienfreundlich geben. Das könnte wiederum aber auch viele Kreative abschrecken, da Amazon und Netflix in jenem Bezug deutlich lockerer sind.

Auch wenn Sarandos bzw. Netflix sich aktuell schulterzuckend gibt, wird man sicherlich ein Auge darauf haben, was Apple da am Ende mit seinen Eigenproduktionen treiben will. Ich bin auch selbst gespannt, denn schließlich bin ich hier im Blog der einzige, der noch nie ein Apple-Produkt besessen hat und wohl auch nie eines besitzen wird. Könnten mich vielleicht entsprechende Filme und Serien zu Apple locken? Würde das bei euch Interesse schüren?

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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15 Kommentare

  1. Auf dem FireTV bzw. gar einem Nvidia Shield kann man diesen Content eh nicht konsumieren.
    Für die Mehrheit der Streaming Nutzer also uninteressant.

    • Ist natürlich die Frage ob das so bleibt… Apple Music gibt es ja z. B. auch für Android, vielleicht folgt da auch eine Apple „TV App“ 😉

  2. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie Apple da einen Stich haben soll – ausser man “verschenkt” die Inhalte im Rahmen des Apple-Music-Abos.

    Was ich mir hingegen vorstellen kann, sind die Themen:

    • Hochstehende Dokus über verschmähte Persönlichkeiten, gerne auch aus der Bürgerrechtsbewegung
    • Einblicke in die Welt von LBGT und Mr. Mxyzptlk
    • Friedvolle politische Diskussionen aus der linken Mitte
    • Kinderfreundliche Filme ohne Fluchen oder Figuren wie Donald Duck (der ist unten-ohne)
    • Nervenzerfetzend-spannende Einblicke in das Leben von App-Entwicklern
    • Jeden Sonntag 5 Tipps, um den Planeten (in Kalifornien) lebenswerter zu machen

    Falls mich jemand sucht, ich ziehe mir gerade ein paar Folgen “Archer” rein – und selbst der hätte bei Apple keine Chance, so brutal, sexistisch und niveaulos die Serie daherkommt. Und Alkohol wird dort auch gezeigt. Ihr seid gewarnt!

  3. Naja relativ sinnvoll. Wie es heute schon geregelt ist. Jeder Nutzer eines Apple Gerätes kann die Serien kostenfrei schauen. Apple tv, iPhone, iPad, Mac.

  4. Was ne doofe Frage. Kein Film und keine Serie würden irgendjemanden auf eine komplett andere Plattform wechseln lassen. Da würde sich selbst Game of Thrones schwer tun, auch nur einen kleinen Teil der Nutzer dazu zu bewegen. Das wird auch nicht das Ziel von Apple sein. Eher Kundenbindung.

  5. Daniel Schneider says:

    „der noch nie ein Apple-Produkt besessen hat und wohl auch nie eines besitzen wird.“
    Werde

  6. Bin schon sehr gespannt auf Apfelflix. Kostet nur 49,95 Euro im Monat für SD und 99,99 Euro für HD. Der Dienst kann exklusiv auf einem Apple Gerät gleichzeitig genutzt werden, was für ein Zusammenrücken der Familie sorgt, was für eine Experience!

  7. Wegen der restriktiven Vorgaben von Apple haben inzwischen einige Filmemacher hingeschmissen, weil sie keine zensierte rosarote Apple-Scheinwelt produzieren wollen. Apple erlaubt keine Schimpfwörter, keine Gewalt, keine Nacktheit, kein Sex, keine religiösen Themen, keine Politik usw.

    Erlaubt ist nur eine zensierte Apple-Filterblase. Kein Game of Thrones oder House of Cards.

    Der bekannte Regisseur M. Night Shyamalan bekam z.B. von Apple zu hören, er solle religiöse Themen und Politik besser ausblenden:
    https://m.heise.de/mac-and-i/meldung/Neuer-Streamingdienst-Kein-Sex-bitte-wir-sind-Apple-4170920.html

    • Aber das ist nicht überraschend, denn Apple zensiert Themen wie Sex, Schimpfwörter, Gewalt, Religion, Satire oder Politik schon länger, z.B. in iTunes, Apple Music und im App Store:

      https://en.m.wikipedia.org/wiki/Censorship_by_Apple

      • https://en.wikipedia.org/wiki/Censorship_by_Google

        Gerade Leute die auf YouTube unterwegs sind können ein Lied davon singen. Netflix ist auch voller zensierter Inhalte.

        Apple-Hater. Wenn du noch ein armseliges Hobby suchst das du nur online ausleben kannst. Ist das anstrengend oder kommt das irgendwann von selbst?

        • Kalle, dein Problem als Apple-Fanboy ist, dass für dich Kritik an Apple so unerträglich ist, dass du dann immer gleich um dich schlagen musst und dabei Kritiker anpöbelst und als Hater diffamierst. Was für ein armseliger Stil.

          Aber wenn du alles immer nur durch die rosarote Apple-Brille gefiltert sehen willst, dann ist das zensierte Apple-Fernsehen doch genau das richtige für dich. Viel Spaß noch in deiner Filterblase!

  8. Familienfreundliche Serien, phh! Auch als Apple-Nutzer erwarte ich hier nicht viel von Apple, es gibt ohenhin mehr Serien als man auch nur ansatzweise schauen kann und „Schmunzelkrimis“ laufen zur Genüge auf den ÖR-Sendern. Würde man tatsächlich ein neues Game of Thrones, Breaking Bad, The Sopranos oder ähnliche Serien mit Ecken und Kanten produzieren, wäre es vielleicht interessant; so scheint alles durch den Filter der politischen Korrektheit zu laufen und dann macht sich sehr schnell Langeweile breit.

  9. Politisch korrekte Inhalte müssen nicht ohne Gewalt und Sex auskommen. Es ist nichts falsch dran, zu zeigen, wie die Welt nunmal so ist. Wichtig ist nur, unmoralisches Verhalten klarzustellen.

  10. „Man munkelt jedoch, dass Apple den Produktionsfirmen und Filme- bzw. Serienmachern relativ strenge Vorgaben im Hinblick auf Gewalt, Nacktheit und auch die Ausdrucksweise in den Dialogen auferlege. “
    – Klingt für mich als wäre der angekündigte Streaming-Dienst von Disney letztendlich eine Kooperation mit Apple 😀

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