Nachhaltige Smartphones: Eco Rating steht Anbietern offen


Vodafone, die Deutsche Telekom, Telefónica und weitere Partner hatten schon im Mai ein Nachhaltigkeits-Rating für Mobiltelefone vorgestellt: das sogenannte Eco Rating. Modelle von 12 Anbietern bewertete man da bisher. Anhand des Eco Ratings sollen Kunden die Nachhaltigkeit von Mobilgeräten besser einschätzen können. Zu den Launch-Partnern gehörten die Bullitt Group, Doro, HMD Global, Huawei, MobiWire, Motorola / Lenovo, OnePlus, Oppo, Samsung Electronics, TCL / Alcatel, Xiaomi und ZTE. Nun teilt Vodafone mit, dass man gerne weitere Anbieter ins Boot holen möchte.

Für das Eco Rating werden 19 verschiedene Kriterien angewandt, die zu einer Gesamtpunktzahl für das jeweilige Gerät führen. Zunächst führte man das Eco Rating in 24 Ländern ein, will nun aber quasi weltweit durchstarten. Auch neue Partner sind mittlerweile an Bord – Fairphone, realme und vivo. Insgesamt seien 15 Hersteller und über 150 Mobiltelefonmodelle Teil der Initiative. Nun wolle man global sowohl mehr Hersteller als auch mehr Mobilfunkanbieter zum Teilnehmen anregen.

Ziel sei es, das Eco Rating zu einem weltweit einheitlichen Kennzeichnungssystem auszubauen. Die Initiative soll konkret bald in weiteren Ländern starten, darunter Argentinien, Chile, Kolumbien, Ecuador, Mexiko, Peru und Uruguay. Ob das alles natürlich einen echten Effekt hat, ist eine ganz andere Frage. Denn ich prognostiziere, dass das Gros der Kunden auf das Preis-Leistungsverhältnis schaut und bestenfalls am Rande so ein Eco Rating eines Blickes würdigt. Ich sehe darin also mehr eine Chance für Mobilfunkanbieter und Hersteller, sich ein wenig zu profilieren und als „grün“ darzustellen.

Allerdings ist mehr Transparenz natürlich immer willkommen. Was meint ihr?

In diesem Artikel sind Partner-Links enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Danke für eure Unterstützung!

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Neueste Beiträge

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

5 Kommentare

  1. Gerade mal auf der Informationsseite nachgeschaut:
    „Langlebigkeit – Umfasst die Robustheit, die Akkulebensdauer und den Garantiezeitraum des Gerätes und seiner Bestandteile.“
    Von Software oder Betriebssystem ist explizit nicht die Rede. Heißt, man kauft u. U. ein Gerät mit Super-Score in Sachen Langlebigkeit, welches dann plötzlich nach Zeit x keine Aktualisierungen mehr erhält?

  2. Kennt noch einer den SAR Wert? Der wurde damals auch nötig, weil die Handys gefährlich strahlten. Fragt man jetzt im Shop nach, suchen sie hektisch nach einer Tabelle. Der Wert an sich – steht vielleicht sogar am Ausstellungsstand – muß auch eingeordnet werden und da ist das auf Verkauf getrimmte Personal am Ende.
    Andrés Einschätzung, die Kunden gingen nach anderen Werte, teile ich. Wenn es den Menschen wichtig wäre, kaufen alle nur Shift- der Fairphone, ganz bestimmt aber kein Apple oder etwas auch China.

  3. SAR-Wert? Da hast Du recht, da schreit heute kaum mehr einer nach. Allerdings halten vor allem Jugendliche ihr Handy beim Telefonieren ohnehin wie ein Salamibrot vor ihr Gesicht. Die Gefahr durch die Erwärmung des Innenohrs ist damit praktisch gebannt.

  4. Laut deutschem Umweltdachverband sollte man Smartphone 6Jahre lang nützen, und nicht bereit nach 3 Jahren wegwerfen, wenn der Akku kaputt ist:
    https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/elektrogeraete/smartphones-tablets#gewusst-wie

    Es ist traurig, dass es von den weltweit größten Smartphone-Herstellern wie Samsung und Apple keine Smartphones mit leicht austauschbaren Akkus mehr gibt. Diese Großkonzern konstruieren Smartphones bewusst so, dass sie maximal 3 Jahre leben, um dann wieder Geschäft mit neuen Geräten zu machen, was „Geplante Obsoleszenz“ in Reinkultur ist. Umweltbewusste Menschen habe dennoch – allerdings sehr wenige – Alternativen zum ökologisch verantwortungsbewussten Smartphone-Kauf. Legt man nicht wert auf induktives Laden, so bieten Motorola und FairPhone Smartphones mit leicht austauschbaren Akkus an:
    https://geizhals.eu/?cat=umtsover&asuch=grau&asd=on&bpmax=460&v=e&hloc=at&hloc=de&hloc=pl&hloc=uk&hloc=eu&filter=aktualisieren&sort=p&xf=158_microSD-Slot~161_190~162_Dual-SIM~2900_160~3287_wechselbar~4540_Fingerabdrucksensor~842_1280x720

    Wenn man wie ich ein Smartphone mit Dual-SIM UND Akku wechselbar UND induktiv aufladbar haben möchte, so gibt es auch ein Gerät, nämlich das deutsche GigaSet GS3, das ich nun mit großer Zufriedenheit schon 1 Jahr nütze.
    Zwischen 30.10.2020 und 10.11.2021 ist das Gigaset GS3 das einzige Smartphone mit Dual-SIM UND Akku wechselbar UND induktiv aufladbar, Preis unter 180 €:
    https://geizhals.eu/?cat=umtsover&asuch=grau&asd=on&bpmax=460&v=e&hloc=at&hloc=de&hloc=pl&hloc=uk&hloc=eu&filter=aktualisieren&sort=p&xf=161_190~162_Dual-SIM~162_kabelloses+Laden~2900_160~3287_wechselbar~4540_Fingerabdrucksensor~842_1280x720

    Gigaset (mit dem GS3 und GS4) und Motorola (mit Moto E4, Moto E6 und Moto G5) sollten also auch in das Nachhaltigkeitsranking einbezogen werden.
    Weitere Internet-Seiten zu Nachhaltigkeit von Smartphones:
    Siehe auch https://stadt-bremerhaven.de/nachhaltige-smartphones-eco-rating-steht-anbietern-offen/
    https://stadt-bremerhaven.de/telekom-orange-telefonica-telia-vodafone-stellen-nachhaltigkeits-rating-fuer-mobiltelefone-vor/
    https://www.telekom.com/de/medien/medieninformationen/detail/einfuehrung-eines-neuen-branchenweiten-eco-ratings-fuer-mobiltelefone-628098

    Gigaset (mit dem GS3 und GS4) und Motorola (mit Moto E4, Moto E6 und Moto G5) sollten jedoch auch in das Nachhaltigkeitsranking einbezogen werden.
    Auch auf folgender Seite vom 26. Oktober 2021 wird über die wenigen Handys mit austauschbaren Akkus informiert:
    https://www.netzwelt.de/vergleich/smartphones-wechselakku-diesen-handys-laesst-noch-tauschen-2021.html

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Es werden alle Kommentare moderiert. Lies auch bitte unsere Kommentarregeln:

Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen. Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte - gerne auch mit Humor.

Du willst nichts verpassen?

Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren.