Mozilla Firefox 64 entfernt Unterstützung für RSS- und Atom-Feeds

Mozilla entfernt ab Firefox 64 die native Unterstützung für RSS- und Atom-Feeds. Man will sich da lieber auf Add-Ons verlassen, als diese Funktion weiterhin selbst zu pflegen. Grundsätzlich ist die Entfernung an sich keine neue Information. Denn Mozilla hatte bereits im Juli diesen Weg bestätigt. Nun ist aber eben klar, ab welcher Version des Browsers ihr mit der Umstellung rechnen müsst.

Mozilla hat dabei abgewogen, wie viel die Pflege das Features kostet, wie stark es sich auf die Performance auswirkt und welche Sicherheits-Faktoren zu bedenken sind. Am Ende kam man zu dem Ergebnis, dass es sich einfach nicht lohne die RSS- und Atom-Unterstützung weiter selbst zu pflegen. Man glaube weiterhin an die Zukunft von RSS und Atom, halte aber die Einbindung über Web Extensions für den besseren Weg.

Durch die Veränderung fallen ab Firefox 64 die Previews für Feeds weg, die Live Bookmarks und auch die Oberfläche für das Abonnieren – eine Alternative haben wir bereits aufgezeigt. Laut Mozilla sei die Umstellung auch für die Nutzer der bessere Weg. Etwa fehlten bisher durch die native Einbindung Features, welche sich User üblicherweise wünschen. Als Beispiel nennt man, dass die Live Bookmarks nicht korrekt in Verbindung mit Podcasts funktionieren. Man hätte die RSS-Einbindung zum aktuellen Zeitpunkt grundlegend überarbeiten müssen, um den Anforderungen der Community und dem eigenen Qualitätsanspruch gerecht zu werden.

Dieser Aufwand sei aber eben angesichts der eher verhaltenen Nutzung für Mozilla nicht zu rechtfertigen. Sobald man nun die Live Bookmarks entferne, werde es für bisherige Verwender möglich sein, sie in eine OPML-Datei zu exportieren. Andere Feed-Reader können dann die Informationen importieren. Auch werde es möglich sein, die Live Bookmarks in „normale“ Lesezeichen umzuwandeln. Gültig wird das alles aber erst, wenn Firefox 64 erscheint. Damit ist im Dezember 2018 zu rechnen.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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11 Kommentare

  1. „Man will sich da lieber auf Add-Ons verlassen“:

    Das gleiche sollten sie auch mit Pocket machen: Raus aus der Zwangsintegration, wieder rein in die Add-Ons.

    • Wozu sollte Mozilla seinen eigenen Dienst aus seinem Browser verbannen. Das ergibt keinen Sinn.
      Lass einfach das Icon verschwinden und fertig ist der Lack. Alternativ, wenn man viel Zeit hat, kann man die Datei omni.ja editieren, wo sich sämtliche System Addons tummeln. Pocket verbraucht, wenn nicht genutzt, Null Ressourcen, und fertig kompiliert 2,8 MB auf der Festplatte. Ein Fliegenschiss.

    • An diesen zwangsintegrierten Pocket-Mist hab ich beim Lesen des Beitrags auch spontan gedacht…

  2. Mozilla zwingt einen regelrecht dazu einen anderen Browser zu nutzen. Ich nutze diesen verflixten Browser, da hieß das Kind noch Netscape Navigator. In der letzten Zeit finde ich Vivaldi immer attraktiver.
    Was machen die bei Mozilla eigentlich den ganzen Tag? Überlegen die sich wie die gezielte noch mehr User verlieren können?

  3. ich bin weiterhin sehr glücklich mit firefox, besonders seit version 60. datenschutz kann ich selbst einstellen. addons funzen auch auf android.

  4. Die selbsternannten Verfechter des freien Internets entfernen RSS anstatt sie zu pushen. Heuchlerischer geht es nicht mehr.

  5. Connectivity says:

    Leider wurde und wird wohl auch bald im Hintergrund die Daten, die Lesezeichen-Notiz-Funktion entfernt 🙁

    Bisher scheint auch kein Addon sich darum zu kümmern. Und irgendwo fand ich mal eine Info, dass die noch gespeicherten (unsichtbaren) Daten bald auch automatisch gelöscht werden.

    Mozilla macht sich leider leider immer unbeliebter 🙁

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