MOVETIME Family Watch MT30: O2 hilft Eltern bei der Kinderüberwachung

Kinder und die Verwendung von Technik, man kannn viel darüber diskutieren, letztendlich bleiben zwei Lager: Befürworter und Gegner. Etwas deutlicher ist es da schon, wenn es um die Privatsphäre der Kinder geht, ich habe selten ein positives Echo zu Wearables für Kinder vernommen. Diese Wearables ermöglichen Eltern eine gewisse Überwachung des Aufenthaltsortes, dienen aber auch zur Kontaktaufnahme. Dass diese Kontaktaufnahme nicht unbemerkt vorgehen darf, hat die Bundesnetzagentur schon einmal festgestellt.

Aber zweifelsohne können solche Wearables auch eine gewisse Beruhigung für Eltern bringen. Ein Blick in die App und schon weiß man, wo sich der kleine Racker befindet. Per Knopfdruck wird ein Anruf aufgebaut. So auch bei der MOVETIME Family Watch MT30 von TCL und Qualcomm, die ab sofort bei O2 verfügbar ist. Die Smartwatch basiert auf Snapdragon Wear 2100 und ist mit einer eigenen SIM-Karte ausgestattet.

Die Konfiguration erfolgt über eine für Android und iOS verfügbare App, Eltern können über sie nicht nur die Geofences für Benachrichtigungen festlegen, sondern auch, wer mit dem Kind kommunizieren darf. Die Uhr verfügt auch über einen SOS-Knopf, mit dem das Kind im Notfall schnell Hilfe rufen kann, während gleichzeitig eine genauere Positionsbestimmung stattfindet.

Mit der Uhr lassen sich zudem Emojis und Nachrichten versenden, zudem sind Spiele vorinstalliert, mit denen man sich beschäftigen kann. Damit die Uhr auch problemlos beim Spielen getragen werden kann, ist sie vor Schmutz und Wasser geschützt (IP67). Für 169 Euro kann die Smartwatch mit zwei Tagen Akkulaufzeit in O2-Shops gekauft werden, online ist sie über O2 My Handy per Ratenzahlung (1 Euro Anzahlung, 24 x 7 Euro) in den Farben Blau und Rosa verfügbar.

Während ich es durchaus für übertrieben halte, Kinder auf diese Weise zu überwachen, möchte ich allerdings auch nicht ausschließen, dass ich meiner Tochter nicht so ein Ding um den Arm geschnallt hätte, als sie noch jung genug dafür war. Es ist immer eine schwierige Sache und am leichtesten lässt es sich urteilen, wenn man selbst nichts damit am Hut hat, aber ein generelles Verteufeln solcher Gadgets halte ich für genauso verkehrt wie den blinden Einsatz dieser.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

11 Kommentare

  1. Da muss man sich dann aber nicht wundern, wenn der Racker mit 20 noch die Mama anruft, damit die in die Uni kommt und im den Hinter abwischt!

  2. Für uns wäre das nichts. Kinder brauchen auch Geheimnisse und müssen sich ausprobieren können. Die abstrakte Gefahr, dass etwas passiert, bei dem auch noch die Uhr dran bleibt (Entführung) wiegt das meiner Meinung nach nicht auf. Und selbst wenn festgelegt wird, dass man das Tracken nur nutzt, wenn man sich sorgt, verändert die mögliche Überwachung doch das Verhalten des Kindes (oder es legt die Uhr innerhalb des geofencing Bereichs ab;-)). Aber BEI Erziehungsmethoden lässt es sich ja immer vortrefflich streiten 😉

  3. Da fällt mir wieder die Black Mirror Folge „Arkangel“ ein.
    Jeder sollte selbst entscheiden wie er zur Sicherheit seines Kindes steht. Aber niemals übertreiben. 😉

  4. Da werden die Kinder von ihren Helikoptereltern ja perfekt auf den totalen Überwachungsstaat vorbereitet. Dazu noch eine Prise Angst im Kinderhirn festmachen („Denk immer schön an Deinen Notfallknopf“) – so züchtet man folgsame Bürger heran.
    1984 lässt grüßen…

  5. „Hilfe bei der Kinderüberwachung“, klingt ja furchtbar… Amerikanisierung der schlimmsten Sorte. Lasst den Armen doch einmal ihren Freiraum!

  6. Erinnert an diese Fake-Kameras fürs Kinderzimmer, alles zum Ziel der totalen Verhaltens-Kontrolle. Das ist die traurige Zukunft und dem Staat wird’s gefallen. So etwas zu bewerben finde ich bereits verwerflich.

  7. Was für ein Schwachsinn! O2 und Konsorten sind bestimmt nicht am „Kindeswohl“ interessiert. Eher an den Daten die übertragen werden. Und damit auch die Daten der Eltern, weil die bestimmt auch den gleichen Provider haben.

  8. sobald das thema daten aufkommt bekommen wir deutschen chronische schreikrämpfe. nicht soviel schwazseherei bitte. Am ende ist es eh sache der Erziehungsberichtigten. ich könnt mir so eine uhr auch für meinen sohn vorstellen. ich nehme auch an, dass die eltern der vielen vielen spurlos verschwunden kinder in deutschland so eine uhr gern gehabt haetten. wenn mit hilfe dieser uhr auch nur ein kind gerettet werden kann, ist das super. diese technologie ist meiner meinung durchaus berechtigt.

  9. Hatten sowas ähnliches Mal für unsere Tochter (8) bestellt. Ließ sich ohne Sim Karte nicht in Betrieb nehmen bzw. Die Zeit einstellen. die wurde dann danach auch in Deutschland verboten. (Abhören von Lehrern und so). Jetzt hat sie eine vivofit Junior und ist Happy. Nicht alles ist böse, aber manches übertrieben.

  10. Wenn die Kids mal im Freizeitpark stiften gehen möcht ich die Eltern mal sehen, welche ruhig bleiben. Situationsbedingt ist sowas sehr sinnvoll.

  11. man kann’s ja auch an Hundehalsbänder, Fahrräder oder sonstwo dranpappen..

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