Motorola nennt Details zum Stagefright-Patch, verteilt wird ab dem 10. August

Stagefright, die MMS-Lücke in Android-Smartphones, sorgte für sehr viel und sehr schnelle Bewegung bei Google und den Herstellern. Google, Samsung und LG kündigten bereits an, dass sie nun monatlich Sicherheitsupdates liefern wollen. Nun erklärt auch Motorola, ab wann Nutzer von Motorola-Smartphones mit dem Patch rechnen können. Der Patch wird dabei nicht für alle gleichzeitig kommen, sondern nach Marktgröße verteilt. Lediglich die neu vorgestellten Geräte Moto X Play und Moto X Style werden direkt gepatcht ausgeliefert.

Motorola Moto X

Gepatcht ausgeliefert wird auch das Moto G der 3. Generation. Da von diesem Smartphone bereits einige im Umlauf sind, wird es für die frühen Nutzer bald ein Update geben. Moto G, Moto X (Pro) und Moto E werden ebenfalls den Patch erhalten, alle Geräte ab der 1. Generation sind für den Patch vorgesehen. Moto Maxx und Moto Turbo sowie Droid Ultra, Mini und Maxx werden auch in der Reihe der Geräte, die den Patch erhalten werden.

Die vollständige Liste der Geräte, die den Stagefright-Patch erhalten werden:

– Moto X Style (patched from launch)
– Moto X Play (patched from launch)
– Moto X (1st Gen, 2nd Gen)
– Moto X Pro
– Moto Maxx/Turbo
– Moto G (1st Gen, 2nd Gen, 3rd Gen)
– Moto G with 4G LTE (1st Gen, 2nd Gen)
– Moto E (1st Gen, 2nd Gen)
– Moto E with 4G LTE (2nd Gen)
– DROID Turbo
– DROID Ultra/Mini/Maxx

Wann genau die Nutzer den Patch erhalten werden, ist nicht klar. Ab dem 10. August wird Motorola den Patch an Netzbetreiber für Tests verteilen. Motorola teilt mit, dass bis zu 200 Varianten einer Software erstellt werden müssen, die dann wiederum bei den Mobilfunkanbietern getestet werden. Motorola will sich aber bemühen, die Sache so schnell wie möglich über die Bühne zu bringen.

Unterdessen gibt Motorola auch noch einmal einen Hinweis, wie man sich vor einem Stagefright-Angriff schützen kann. Dies erfolgt, indem man den automatischen Download von MMS in den Einstellungen deaktiviert. Dabei spielt es auch keine große Rolle, welche App man für den MMS-Empfang nutzt. Wichtig ist, dass man es dort deaktiviert, wo man eventuell auch MMS empfängt. Bleibt nur zu hoffen, dass in dieser Patch-Welle auch gleich die Certifi-gate genannte Lücke geschlossen wird.

(Quelle: Motorola)

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

14 Kommentare

  1. Mein MotoX 1st Gen (5.1 LP) ist nicht von Certifi-Gate betroffen.

  2. Es ist so lächerlich, dass die Updates erstmal zu den Netzbetreibern gehen müssen. Warum? Ist so als würde Microsoft Updates erst einmal zu meinem Internetprovider schicken…

  3. Da kann ich mich Cihan nur anschließen. Google sollte hingehen und Modifikationen der Netzbetreiber als Themepack behandeln, so daß die Updates unabhängig vom Hersteller sind. Vermutlich hat Google aber kein Interesse daran, weil sie dann die Serverkapazitäten immens aufstocken müßten. So müssen ja nur die Hersteller die Server stellen.

  4. moto g2 ist auch nicht vom certifi-gate betroffen

  5. Name (erforderlich) says:

    @ Cihan
    Die Analogie mit dem Internetprovider ist vollkommener Quatsch. Es geht darum, dass Mobilfunkprovider Smartphones branden können, das beinhaltet so simple Sachen wie die Abänderung der vorinstallierten Apps, aber auch grundsätzlich tiefer greifende Veränderungen. Und sowas muss halt getestet werden.

  6. @Fraggle
    „Vermutlich hat Google aber kein Interesse daran, weil sie dann die Serverkapazitäten immens aufstocken müßten.“

    Das ist nicht dein Ernst oder? Google hat zur Zeit mehr als 20 Millionen Server !! Jedes Quartal kommen da zig tausend Server dazu.

    Für ein paar hundert Millionen Downloads wäre da wohl noch Kapazität frei.

  7. Daher kommt für mich ein Kauf eines Smartphones über den Mobilfunkanbieter nicht in Frage, da ich keine Lust habe noch zusätzlich zu warten bis die Updates abgenickt haben. Können solche Fixes nicht über die Google Play Services verteilt werden?

    Immerhin tut sich bei Motorola was. Bei BQ schweigt man sich hingegen noch aus und vertröstet seine (potenziellen) Kunden mit Marketing-Bla Bla im Stil von „wir von BQ sind bestrebt dem Nutzer…bla bla…möglichst schnell…bla bla…“. Seit Tagen keine Infos was nun Sache ist.

    Diese Situation könnten die Hersteller nutzen um (verlorenes) Vertrauen aufzubauen und neue Kunden gewinnen. Hat aber wohl noch nicht jeder kapiert. Ich hoffe die Android-User werden genau verfolgen, wer sich jetzt wie verhält und das für künftige Käufe berücksichtigen. Ich werde das definitiv tun.

  8. @cihan

    das wäre eher so wie wenn MS seine updates erst von Lenovo, HP, Acer etc. genehmigen lassen müsste bzw. warten muss das die die software verteilen.

  9. Frankie Boy says:

    @morf: Wie bitte? Mein MotoX 2013 XT1052 lt. Stagefright Tester dagegen schon (LP 5.1).

  10. Frankie Boy says:

    @morf: Rollback… Forget it… Certifi-gate… ich Dussel! Alles gut.

  11. @Frankie Boy
    „ok“ 😉

  12. Selbst auf dem Ur-G ist Certifi-gate kein Thema und das hat noch 5.0…

  13. Mein MotoX ist betroffen