Mobvoi Home: Laufband für das Home-Office ausprobiert

Leser, die länger dran sind, die wissen: Ich laufe. Nicht aus, sondern rum. Dieses Jahr werde ich die 3.000 Kilometer Jahresleistung knacken. Durch das Rumgerenne habe ich weit über 30 Kilo abgenommen und bin ein neuer Mensch geworden. Nicht mehr fett, sondern fit. Das ist ein anderes Lebensgefühl als das Vorher-Model für Fitnessstudios zu sein.

Nun hatte ich die Möglichkeit, mir das Mobvoi Home anzuschauen. Hierbei handelt es sich um ein Laufband, welches ich in die Ecke „für das (Home) Office einsortiere. Es ist klein, aber nicht zwingend für kleine Menschen. Ein Meter Schrittlänge sind machbar, verteilt auf 40 Zentimeter Breite. Als ich das hörte, dachte ich: „viel zu wenig!“ Nein, ist es nicht. Für mich nicht, aber ich bin auch mit 1,75 Metern Körpergröße eher nur mittelgroß. Was eher klein heißt. Da macht man nicht die riesigen Schritte.

Das Mobvoi Home eignet sich für „vor dem TV“ – oder „vor dem Steh-Schreibtisch“. Aufgebaut ist der 34-Kilo-Hobel recht flott. Ich habe dieses Mal extra ein kleines Video für euch gemacht, damit ihr das Ganze in Aktion seht:

Die Haltegriffe lassen sich abschrauben, sodass das Bedienteil auch umgeklappt werden kann – dann seid ihr maximal mit Tempo 4 km/h unterwegs. Das Mobvoi Home hat keine Steigungsmöglichkeiten. Bis 12 km/h sind insgesamt machbar. Viele Worte muss ich nicht mehr verlieren, das Video verrät ja das meiste. Persönliche Einschätzung: Packt eine Yogamatte darunter, damit es weniger bollert. Ich denke, dass ihr keine Nachbarschaftsprobleme bekommt, wenn ihr normal geht.

Wer da losläuft, verursacht aber eben schon etwas Lautstärke. Das sollte euch bewusst sein. Holzdielen sind da eher ein No-Go (No-Go und Laufband. VASTEHSSE?). Das Bedienfeld hat bunte LEDs, das muss man mögen. Ansonsten funktioniert alles nach meinen ersten gelaufenen Kilometern. Das „mal eben“ wegpacken wird man jedoch kaum machen können, es sei denn, die Haltegriffe werden abgeschraubt. Was Quatsch ist. Dann vielleicht eher zusammenklappen, wie am Ende des Videos zu sehen, und irgendwo in eine Ecke stellen, wenn es der Platz erlaubt. Ansonsten – saurer Apfel und abschrauben.

Mobvoi Home Laufband für Zuhause Klappbar 2,25 Ps Elektrisch Walking pad 12...
  • Geh- und Laufmodus: Zwei Übungsmodi und eine einstellbare Geschwindigkeit bis zu 12 km/h
  • Fernbedienung und Touchbedienung: Sie können die Maschine ein- / ausschalten oder die Geschwindigkeit mit der Fernbedienung oder dem...

Was bleibt am Ende, was das Video vielleicht nicht verraten hat? Das Mobvoi Home ist o.k! Ganz ehrlich gesagt, würde ich es aber niemanden empfehlen, der da täglich 10+ Kilometer in höherer Geschwindigkeit laufen möchte. Quasi mir selbst würde ich es nicht empfehlen, aber jedem anderen, der langsamer und / oder weniger unterwegs ist. Das ist eher etwas für schnelles Gehen oder ein bisschen „anjoggen“. Langfristig habe ich bei Tempo 12 auf dem kurzen Gefährt ohne Steigungsmöglichkeiten irgendwie so meine persönlichen Bauchschmerzen. Das mag für manche passen, mich würde es dann nach draußen ziehen oder auf ein vollausgestattetes Laufband.

Für alles andere passt das aber wirklich, zumindest bisher. Preislich muss man schauen, das Mobvoi Home liegt im Angebot bei rund 380+ Euro. Das passt schon, denke ich – Laufbänder dieser Art liegen für gewöhnlich so bei um 300 bis 400 Euro.

Wer mehr Platz hat und eher etwas weniger Home-Office und mehr Sport sucht, der sollte tiefer in die Tasche greifen. Man findet für seltene Ausläufe aber auch größeres in der Preisklasse. Ich bin jetzt beim dritten Laufband von DOMYOS (Decathlon) und würde da keines mehr kaufen, was auch mit dem schrecklichen Kundenservice zu tun hat.

Ansonsten bleibt: Egal was man macht, etwas machen ist besser als das Nichtstun.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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32 Kommentare

  1. Bis wieviel kg ist das Gerät denn belastbar? Diese Info fehlt mir bei vielen „Sportgeräten“. Über die letzten 18 Monate Homeoffice können sich ja einige Kilos angesammelt haben. Auf den Bildern sieht man ja immer nur Leute die sowieso schon fit/schlank zu sein scheinen. Spricht in meinen Augen oft die falschen Klientel an…

  2. Wegen diesen Beiträgen (Sport, Abnehmen und Ihr Weg dahin) bin ich überhaupt auf ihren Blog gekommen. Danke für die motivierenden und inspirierenden Einblicke!

  3. Klingt wie kein so gutes Teil und das Teil das du selber benutzt scheint auch nicht so geil zu sein.

    Also was nun kaufen? Empfehlungen?

  4. Da hätte ich echt Schiss, sowas zu benutzen. Ein falscher Schritt ein paar Zentimeter daneben oder ein paar Zehntelsekunden zu spät und – rummmms. Übles Autschn, bestenfalls.

  5. „No-Go und Laufband. VASTEHSSE?“
    Ja, sehr schön, danke 😀
    Ich bin 1,85m groß und hab eher etwas längere Füße, glaub da taugt das Ding schon fast nicht mehr wenn ich dich da mit 1,75 so laufen sehe…

  6. Ich benutze ein ähnliches Modell seit dem letzten Dezember.
    Meins hat aber keine Halterungen, sodass es komplett flach auf dem Boden liegt und kann so unter ein Sofa geschoben oder senkrecht in die Ecke gestellt werden, wenn man es nicht braucht. Meins steht zwischen dem höhenverstellbaren Tisch und einem Schrank und ist in ca. 30 Sekunden einsatzbereit: auf den Boden legen, Stromkabel rein tun, fertig.
    An guten Tagen laufe ich 10-20 km mit 2-3,5 kmh. Ab 3 kmh ist es schon zu hören und ab 4 recht laut, für mich aber kein Problem, da ich mich bei der Arbeit eh nicht konzentrieren kann, wenn ich schneller als 3 kmh laufe und die Maussteuerung ist auch nicht mehr präzise.
    Ein anderes Problem, die Apple Watch kann erst ab 2 kmh erkennen, dass ich überhaupt laufe, darunter meint sie immer wieder, dass ich aufstehen und mich bewegen muss 🙂
    Ich bin zwar mit dem Laufband zufrieden, wünsche mir aber, dass es eine App-Anbindung hätte, damit Schritte und gelaufene kms besser getrackt werden, und eine Art Automatik, sodass es z.B. langsamer wird und nach einiger Zeit selbst stoppt, wenn man runtergeht um einen Kaffee zu holen oder und sich wieder beschleunigt, wenn man wieder auf dem Laifband ist, oder dass man zumindest einen Pausenknopf hat.

  7. Endlich mal wieder ein Video von Caschy. Leider viel zu selten geworden. Ich weiß, du bist Blogger und nicht Youtuber. Erfrischend finde ich deine Videos trotzdem immer wieder (wenn sie denn kommen). Danke für den Einblick.

  8. Nelson Tethers says:

    Durchaus interessant für mich, gerade an den schmuddeligen Wintertagen habe ich mir häufiger schon ein Laufband als Alternative gewünscht. Die 12 km/h werde ich vermutlich eh nicht ausreizen können, und wenn, dann hechel ich wahrscheinlich lauter als der Motor vom Laufband 🙂

    Da werde ich mal drüber nachdenken, danke für den Test!

    • Also, wenn ich nicht draußen bin, mach ich MEISTENS Cardio. Das geht dann halt ne halbe Stunde bergauf und dann wieder runter. Da biste in Phase 1 die ersten 7 Mins. mit 11 km/h unterwegs. Aufm Band mit etwas Steigung schon anstrengend. Je höher die Steigung, desto langsamer. Wenn ich mal was mitm Rücken habe (da soll man laufen / gehen), dann mache ich meist ebenerdig um 9+ km/h und schau Serien dabei. Machste halt 70 Mins und hast deine 10 KM. Draußen ist man ja meist schneller unterwegs, ich zumindest. 12 würde ich dauerhaft auch nicht machen, wobei ich bei Apple Fitness+ immer so drei Stufen hab (je nach Training), wo ich zum Relaxen 8 mache, dann medium 10, high dann 12 – und wenn meine Beine mich überholen, dann auch mal n paar Sek. etwas mehr 😀

      • Nelson_Tethers says:

        Alle Achtung, da kann ich nicht mithalten. Bandscheibenbedingt ist es bei mir in der Regel ein ’strammes Gehen‘ bei 7 bis max. 8 km/h (da sind die in der Einsteiger-Preisklasse üblichen Limits von 6 km/h immer etwas knapp bemessen), an richtiges Joggen muss ich mich aktuell noch langsam wieder herantasten.
        Ziel ist natürlich, dass ich mich in der Hinsicht auch wieder steigere, aber das Training kann ich dann immer noch auf die regenfreien Tage legen.

        • Ich drück dir die Daumen, dass du da bald wieder aufm Damm bist. Man unterschätzt Gesundheit oft…

          • Nelson_Tethers says:

            Danke dir! 🙂

            Ja, das habe ich auch einfach viel zu lange ignoriert – aber ich bin zuversichtlich, in den letzten 2,5 Jahren habe ich schon viel erreicht. Den Anstoß gab dabei dein Blogpost vom März 2019, seitdem bin ich von 115 auf 90 kg runter, deutlich schmerzfreier und habe wieder Spaß an Bewegung. Deshalb, weil man es einfach nicht oft genug sagen kann: Danke, Caschy! 🙂

  9. Krass, erstklassige Leistung und Respekt für die Disziplin. Ich habe mit dem Herumgerenne seit 2019 über 50kg abgefettet und bin für dieses Jahr schon bei einer Laufstrecke von über 6.000 Kilometern. Immer weiter.

  10. Könnte etwas sein für mich als hin-und-wieder-5km-in-30Minuten-Jogger, der leider in der dunklen Jahreszeit seinen Hintern viel zu selten hoch bekommt.

  11. Off-Topic:
    Wie oft kommt der
    Water Rower (im Hintergrund) zum Einsatz? Die Kosten sind ja nicht gerade unerheblich.

  12. Muss natürlich jeder selber wissen, aber ein Laufband ist für mich mit das Überflüssigste was es gibt.

  13. Hans Günther says:

    3.000 km? Respekt!
    Ich schaffe diese Jahr wohl die 1.200 km, obwohl ich gefühlt schon viel laufe.
    Zusätzlich fahre ich noch Rad fahre…

    Auf die Idee, auf einem Laufband zu laufen, würde ich aber nie kommen.
    Laufen kann man doch fast immer draußen…

    Außerdem härtet das ab 😉

  14. Peter Brülls says:

    „Das Mobvoi Home eignet sich für „vor dem TV“ – oder „vor dem Steh-Schreibtisch“.

    Oh je, und da scheitert es: Praktisch kein TV und den Stehschreibtisch nutze ich nicht mal in der Firm. Programmieren klappt bei mir nicht so gut im stehen und stundenlange besprechungen oder andere Kommunikationsorigien habe ich auch nicht.

  15. No front – aber siehst auf dem Video aus wie so ein Verkäufer bei Saturn, der mir irgendwas aufschwatzen möchte. Kragen und Headset gleich mit dran.

    • Das nennt sich Trainingsjacke. Die haben manchmal so etwas oben dran. Ansonsten, no front, finde ich deinen Kommentar etwas dumm – zumal es nicht einmal der erste in so eine Richtung ist.

  16. Ich bin bei-jedem-Wetter-draussen-Läufer und hätte nicht gedacht, dass ich bis zum Ende dran bleibe. Ich glaube, es gibt einen Markt für solche Videos in einem unaufgeregten Anti-ADHS-Stil.

  17. Danke für das Video. Ich habe bei Amazon gelesen, dass sich die PS-Angaben unterscheiden. Mal 2,25 PS in der Anzeige und im Heft 0,75 PS. Stimmt das?

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