Mobile Games für 90% der Umsätze im Google Play Store verantwortlich

App Annie hat neue Zahlen zu den Umsätzen in den verschiedenen App Stores veröffentlicht. Wenig überraschend baut der Google Play Store seinen Vorsprung bei der Anzahl der Downloads aus. Die hohe weltweite Verbreitung von Android ist die simple Erklärung dafür. Mehr Geräte, mehr Downloads. Ebenso wenig überraschend liegt der Apple AppStore in Sachen Umsatz trotzdem vor Google Play, auch wenn der Abstand schrumpft. Vor fast einem Jahr schrieb ich darüber, das 40% der Downloads in beiden Stores durch Spiele generiert werden. Eine neue Zahl dazu nennt App Annie nicht, dafür aber zu den Umsätzen, für die Spiele in den Stores verantwortlich sind.

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Mobile Gaming wird gerne unterschätzt, meist als kleine Spielerei abgetan. Liest man dann aber solche Zahlen, muss man sich fragen, warum. Im Google Play Store sorgen die Spiele für 90% des Gesamtumsatzes. Das heißt, das nur jeder zehnte ausgegebene Euro in eine der zahlreichen anderen Kategorien fließt. Interessant ist hier auch, dass die umsatzstärksten Games sich kaum von denen im letzten Jahr unterscheiden. Ganz oben dabei Clash of Clans und Candy Crush Saga, wie vor einem Jahr. Kollidiert ein bisschen mit der Statistik von neulich, dass Freemium-Games schnell wieder vom Smartphone gelöscht werden, bestätigt aber meine Aussage, dass diese 2,2% zahlende Spieler bei Freemium völlig ausreichen, um das Konzept Freemium als Erfolg zu sehen.

In Apples AppStore sind es ebenfalls Games, die für den Großteil an Umsätzen sorgen. Hier zwar nur 75%, aber selbst das ist sehr viel. Hier sind ebenfalls fast die gleichen Titel wie letztes Jahr am umsatzstärksten, Clash of Clans und Candy Crush Saga ganz vorne mit dabei.

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Und wo gehen die restlichen Umsätze hin? Im Google Play Store werden die Plätze 2 – 5 von den Kategorien Kommunikation, Soziale Netzwerke, Tools und Reisen & Lokales belegt. Im AppStore sind es die Kategorien Soziale Netze, Musik, Bildung und Unterhaltung, welche die Top 5 komplettieren.

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Viel Umsatz wird da für die restlichen Kategorien nicht übrig bleiben, was vielleicht auch erklärt, warum man immer wieder davon hört, dass die wenigsten App-Entwickler auch tatsächlich von der App-Entwicklung leben können.

Das eigentlich verrückte an diesen Zahlen ist jedoch, dass weder Google, noch Apple Gaming bisher so richtig ausnutzen. Bei Gerätevorstellungen werden zwar gerne Games herangezogen, um die Leistungsfähigkeit neuer Hardware zu demonstrieren, aber das war es dann auch schon. Apple hat noch das MFi-Controller-Programm, aber so richtig beworben wird dies auch nicht und die Produkte dazu sind eher nischig einzuordnen. Da die Store-Inhaber einen noch genaueren Einblick in die Zahlen haben als App Annie, muss da zwangsläufig etwas Größeres in Richtung Gaming kommen. Kein Anbieter lässt gerne Geld auf der Straße liegen und anscheinend sind die Nutzer ja gewillt, für Spiele überdurchschnittlich viel auszugeben.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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3 Kommentare

  1. Wundert mich nicht – Produktiv-Apps für Android sind eigentlich fast alle for free (dafür dann mit Werbung) und wenn sie doch was kosten, sind die Beträge im Vergleich zu den letztens für Freemium-Spiele genannten Summen (20€ Durchschnitt…) winzig.

  2. Wenn ich mir meine gekauften Apps anschaue, dann kann ich das quasi bestätigen.

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