Microsoft stellt das neue Surface Pro vor

Microsoft hat in China heute offiziell das neue Microsoft Surface Pro vorgestellt. Auf eine Ziffer im Namen verzichtet der Hersteller aus Redmond dieses Mal. Das neue 2-in-1-Gerät bietet einen Bildschirm mit 12,3 Zoll Diagonale und einer nativen Auflösung von 2.736 x 1.824 Pixeln – also identisch zu den Vorgängermodellen und erneut im Format 3:2. Die Pixeldichte verbleibt somit bei 267 ppi. Mehr getan hat sich beim Innenleben, das nun um Intel Core der siebten Generation (Kaby Lake) bereichert wird.

In Deutschland soll das neue Surface Pro ab dem 15. Juni zu haben sein und preislich in der einfachsten Ausführung bei 949 Euro starten. Als Gewicht des 2-in-1-Tablets nennt Microsoft 768 Gramm, was einer Reduzierung um 18 Gramm entspricht, wenn man direkt mit dem Surface Pro 4 vergleicht. Das Gerät ist nur 8,5 mm dünn. Als Akkulaufzeit sollen 13,5 Stunden das Maximum markieren. Sollte sich diese Angabe in der Praxis bewahrheiten, dürften die Käufer wohl zufrieden sein. Denn das Surface  Pro 4 klebte etwa bei rund neun Stunden fest.

Spannend ist, dass alle Varianten des Microsoft Surface Pro ohne Lüfter auskommen sollen – auch die mit Intel Core i7. Wie stark dann bei Belastung eventuell die Leistung gedrosselt wird, muss man natürlich sehen. Am Surface Pen hat Microsoft übrigens ebenfalls gebastelt. Der unterstützt jetzt 4.096 Druckstufen und soll mit in etwa um die Hälfte reduzierter Latenz daherkommen. Zudem erkennt der Pen, das betont Microsoft auch im obigen Video, über den Lagesensor den Winkel. Dadurch soll es deutlich besser sein Schattierungen beim Zeichnen zu betonen.

Wundert dann angesichts des verbesserten Surface Pen nicht: Microsoft will die Unterstützung für das Stiftlein in Office durch ein Update stark erweitern. Zudem wird die Whiteboard App aus dem Surface Hub bald andere Devices mit Windows 10 erreichen. Abseits des Stiftes hat Microsoft auch am Gehäuse gearbeitet, denn die Type Cover sind nun als Standard mit dem Alcantara-Finish versehen. Ein Anschluss für USB Typ-C fehlt übrigens wie erwartet.

Außerdem hat Microsoft am Kickstand geschraubt, der nun erlaubt das Tablet noch stärker nach hinten zu klappen bzw. in einem 165°-Winkel zu arbeiten. Zum Start am 15. Juni wird übrigens zunächst nur die Wi-Fi-Version des Microsoft Surface Pro erscheinen. Die LTE-Version soll zu einem späteren Zeitpunkt folgen – konkreter wird Microsoft da leider noch nicht.

Quasi nebenbei hat Microsoft außerdem den Surface Studio ebenfalls für den 15. Juni für Deutschland bestätigt. Vorgestellt wurde der All-In-One bereits im Oktober 2016. Hier werden 28 Zoll Diagonale mit 4,5K-Auflösung, Touchscreen, Intel Core der sechsten Generation und Nvidia GeForce geboten. Preislich beginnt das gute Stück laut Microsofts Website in der Ausführung mit Intel Core i5, HDD mit 1 TByte, 8 GByte RAM und 2 GByte VRAM bei 3.549 Euro.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

18 Kommentare

  1. Michael S. says:

    Eigentlich wollte ich mein SP4 mit Core M3 CPU ja behalten, aber mehr Akkulaufzeit und ein passiv gekühlter Core i5 mit 8GB RAM wäre schon wirklich nett. Ich könnte vielleicht schwach werden. Aber erst mal ein paar Tests zur Akkulaufzeit abwarten.

  2. Das Gerät ist wirklich eine schöne Evolution – auf LTE warte ich schon seit dem Surface Pro 3. Mittlerweile bin ich mit meinem Surface Book glücklicher als mit den Surface Pros, sodass ich nun auf LTE beim Surface Book warte. Ich befürchte noch sehr lange warten zu müssen…

  3. Der i7 hat doch weiterhin einen Lüfter?!

  4. Das Surface ist ein tolles Gerät. Habe letztens das Pro 4 ausprobiert, doch leider hat mir die Tastatur überhaupt nicht gefallen. Bei jedem Tastendruck hat sie ein wenig nachgegeben. Hat sich bezüglich der Stabilität etwas getan?

  5. Wenn es doch nur mit macOS laufen würde… Als MacBook-Nutzer gefällt es mir schon, das Microsoft endlich etwas hochklassiges langfristig anbietet. Nur zu Windows möchte ichnicht mehr zurück. Selbst bei Win10 hat sich ja nix an dem ewigen Updates-Gelade mit z.T. mehreren Neustarts geändert, wie ich neulich bei einem Freund wieder feststelllen musste.

  6. „Wie stark dann bei Belastung eventuell die Leistung gedrosselt wird, muss man natürlich sehen.“

    Gut, dass du das erwähnst. Das ist nämlich für mich immer das K.O.-Kriterium. Ich brauche ein mobiles Gerät für Live-Auftritte und schalte dann in den Windows-Energieoptionen um auf „Höchstleistung“, sodass der Prozessor permanent auf 100% läuft. Im Prinzip bieten die Surfaces dann genug Leistung, sie darf eben nur nicht irgendwann runtergehen, denn dann fängt es an zu knacken. Mal sehen, was das neue Surface Pro da zu bieten hat.

  7. @ben: nein. aber du kannst die neigung wegmachen, dann wakelt da nichts. es liegt dann plan auf dem tisch.^^ wie beim ersten model

  8. @Seb: Es gibt heute keine Geräte, die nicht drosseln.^^

  9. Ich habe ein Surface Pro 3 und kann dieser Gerätegattung, ehrlich gesagt, nix abgewinnen.
    Vielleicht bin ich zu konservativ…

  10. Habe das SP4, wenn die Akku Laufzeit besser wird werde ich upgraden. Mal gespannt auf die ersten Tests.

    Gibt’s schon Infos bzgl. Preis für Studenten?
    8GB 256GB i5?

  11. Welche Prozessoren werden denn jetzt hier genutzt? i5 und i7 sagt rein garnichts aus. Sind das die ehemaligen Core M, die jetzt auch die tolle i5 und i7 Bezeichnung bekommen haben?

  12. Was soll eigentlich ein Touch-Screen, wenn Microsoft (oder andere) gar keine Apps anbietet, die für Touch-Screen ausgelegt sind? Evernote hat seine Windows-Touch-Version hat auch schon wieder eingestampft. Ich verstehe leider so gar nicht, was das soll und fühle mich mit einem ganz normalen Laptop immer noch gut ausgerüstet.

  13. FALSCH! i7 hat weiterhin einen Lüfter

  14. Schade, hatte auf das neue Surface BOOK gehofft.
    Das mit USB-C Laden und Lüfterlos, aber mit i5/i7 Power – das wär’s!

  15. Bin nach wie vor entschlossen: Mein nächster Laptop wird ein Surface. Aktuell wäre das wohl ein i7 Surface Pro, aber mal sehen wie lange sich mein 5 Jahre alter HP-Lappi mit Win 10 noch hält. Vielleicht reizt mich bis dahin ja doch etwas anderes aus der (in meinen Augen) rundum gelungenen Surface-Reihe…

  16. UltrAslan says:

    Ohne USB-C, ohne mich… so schwer dürfte das nicht sein Microsoft.
    Warte so lange schon das es ein Upgrade fürs Surface Pro oder Surface Book gibt, mit USB-C / TB3 aber nein…

    Interessante Alternative die ich mir anschauen werde: Das gestern (?) vorgestellte HP Spectre X2

  17. Erwähnenswert ist sicherlich auch der Grund für den niedrigen Einstiegspreis, denn bei diesem Surface ist der Stift nicht inklusive, d.h. man muss Tastatur und Stift zusätzlich kaufen, was auch noch einmal mit ~180€ ins Gewicht fällt…

  18. Erst einmal ein dickes Kompliment an Microsoft. Man lässt sich von der Kritik an der ganzen Surface Reihe nicht aus der Ruhe bringen und entwickelt lansgam und stetig das Gerät weiter.

    Nun gehöre ich auch zu den Kritikern, die nichts Halbes und nichts Ganzes im Surface Pro sehen, doch so langsam wird es etwas. Die Akkulaufzeit steigt, die Tastaturen werden immer besser, Gewicht und Leistung sind absolut in Ordnung. Doch die letzte Hürde für einen Kauf wären endlich vernünftige Apps für den Store.

    Mich stört so dermaßen, dass man da nicht richtig aus den Hufen kommt. Simpelapps, schlechte Nachbauten „echter“ Programme, es wirkt so lala.

    Nebenbei, dass der Surface Pen nicht mehr im Lieferumfang ist, ist bitter. Das schmälert mein Lob etwas. Ich würde sogar das Gegenteil fordern, die Tastatur gehört zwingend beim Kauf dazu.

    Mal schauen. mein Thinkpad hält noch eine Weile, vielleicht wird es etwas im nächsten Jahr.

Es kann einen Augenblick dauern, bis dein Kommentar erscheint.