Louise: so sah Microsofts Sprachassistent vor Cortana aus

Microsoft zeigte dieses Jahr seinen persönlichen Sprachassistenten für Windows Phone – Cortana. Aber das ist nicht der erste Ansatz eines solchen Assistenten, bereits mit Windows Phone 7 (im Jahr 2010) hat Microsoft sich an einem solchen Dienst probiert. Dies zeigen zwei Videos, die von Microsoft Research veröffentlicht wurden. Und ganz ehrlich, wenn man sich die Videos so anschaut, wird klar, warum Microsoft noch gewartet hat. Zwar ist der Funktionsumfang für damalige Verhältnisse schon beeindruckend, die Arbeitsgeschwindigkeit lässt aber doch sehr zu wünschen übrig.

Das erste Video zeigt Louise, die Dame vor Cortana, auf einem Smartphone, das zweite Video auf einem Tablet. Bisher ist Cortana nur in englischer Sprache und nur für Windows Phone verfügbar. Indien und UK werden Cortana als nächstes erhalten, wann der Rest der Welt an der Reihe ist, ist nicht bekannt. Ebenso wenig ist bekannt, ob und wann Cortana auch auf anderen Geräten Einzug erhalten wird. Ein nahtloses Arbeiten mit einem solchen Assistenten ist wohl das langfristige Ziel, egal ob mobil oder an einem stationären PC. Für den Erfolg müssen solche Spielereien überall verfügbar sein, damit sie eben keine Spielerei mehr sind, sondern sich sinnvoll einsetzen lassen, ohne darüber nachdenken zu müssen, ob die Plattform das nun kann oder nicht.

Louise war übrigens nur der Codename für das heutige Cortana. Überlegt wurden aber auch finale Namen wie Alyx und Naomi. Wenigstens hat Microsoft hier Geschmack bewiesen und ist mit Cortana glücklich geworden. Wohl nicht zuletzt wegen der Marketing-Maschinerie. Cortana kennen viele Tech-Nutzer bereits aus der Halo-Videospiel-Serie.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Ein Kommentar

  1. „Ein nahtloses Arbeiten mit einem solchen Assistenten ist wohl das langfristige Ziel, egal ob mobil oder an einem stationären PC. Für den Erfolg müssen solche Spielereien überall verfügbar sein…“

    Nein. Für einen echten durchdringenden Erfolg müssen sich sowohl die Interaktionsmöglichkeiten, als auch die Genauigkeit der Systeme noch um Größenordnungen verbessern.

    Siri und Co sind „ganz nett“, und ich nutze sie selbst ganz gerne für manche Aufgaben. Aber die Erkennungsgenauigkeit, gerade beim diktieren von Texten, aber auch Befehlen, lässt doch noch sehr zu wünschen übrig. Solange solche Systeme nicht mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit fehlerfrei arbeiten sind sie nichts weiter als „ganz nette Spielzeuge“ aber nichts auf das man sich im Zweifel verlässt.