Lindner gegen Verlängerung von 9-Euro-Ticket und Tankrabatt

Das 9-Euro-Ticket kommt nicht nur bei unseren Lesern gut an. (Da neigt sich die Monatsanfrage dem Ende zu und knapp 60 Prozent planen da eine Anschaffung). Auch der erste Monat der drei Monate à 9 Euro neigt sich damit dem Ende, über 16 Millionen 9-Euro-Tickets wurden bereits an den Mann gebracht. Bereits ohne ein Absehen des Erfolgs des Tickets äußerte sich die Bundesregierung im Mai bereits ablehnend zu einer möglichen Verlängerung des Tickets.

Auch Finanzminister Christian Lindner unterstreicht diese Position abermals, während die Grünen an einer Nachfolgeregelung feilen. Linder spricht sich gegen eine dauerhafte Einführung eines 9-Euro-Tickets aus und auch der vielfach kritisierte Tankrabatt soll nicht fortgeführt werden. Lindner begründet seine Ablehnung gegenüber der dpa – trotz allgemeiner positiver Bilanz – dadurch, dass nicht sämtliche Entwicklungen auf den Märkten durch Staatsgelder abgefedert werden können. Man wolle hier nicht von der Inflation profitieren und habe Teile der Mehreinnahmen durch gestiegene Weltmarktpreise und die Energie- und Mehrwertsteuer somit zurückgegeben.

Einen kostenfreien ÖPNV sieht Lindner weiter kritisch und warnt vor unnötiger bzw. übermäßiger Nutzung von Kapazitäten:

Schritte in Richtung des kostenfreien ÖPNV sind kritisch, weil Knappheiten dann nicht über den Preis gesteuert werden können.

Auch für das kommende Jahr sind staatliche Entlastungen in Planung. Dann allerdings durch höhere Leistungen für Grundsicherungsempfänger und eine Anpassung von Lohn- und Einkommenssteuer an das Inflationsgeschehen.

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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47 Kommentare

  1. Herr Lindner warnt also vor „übermäßiger“ Nutzung des ÖPNV.
    Das ist doch genau das, was wir jetzt brauchen um im Verkehrssektor endlich CO2 zu sparen.

    Man merkt sofort, dass Herr Lindner nicht zu den Grünen, sondern zu der Lobby Partei FDP gehört.

    • Das sehe ich positiv. Umverteilung per Gießkanne hat langfristig keine positiven Auswirkungen. Die Bahn wird überlastet und das Service nicht kostendeckend sein. Wird zu einem nachlassen der Qualität führen, auch wenn extrem billige Tickets sehr verlockend sind.

      • Die Qualität kann doch gar nicht mehr sinken.

      • Hallo Krtek, ich denke der Preis von 9 Euro pro Monat ist gar nicht die Frage sondern das _Einheitsticket_ das bundesweit für den ÖPNV gilt, ohne Tarifzonen, Kreise, Rauten, ringe und all den überbordenden Tarifdjungel dem sich Fahrgäste ausgeliefert sehen. Ein Ticket ohne nachdenken zu müssen, einsteigen , losfahren. Das darf dann gern mehr als 9 Euro per Monat kosten , muß es auch um in irgendeiner Form auch nur annähernd kostendeckend zu sein. Aber es gilt das „SIMYO“-Konzept: weil einfach einfach einfach ist. Das ist der wahre Wert des 9 Euro Tickets und der ist um jeden Preis erhaltenswert. Lindner hat einfach keine Ahnung von den echten Bedürfnissen der Allgemeinheit. Aber das hatte die FDP noch nie. War und ist eine Klientel-Partei. Und Lindner sollte mal langsam mit dem Fallschirmspringen anfangen … grins

      • Es gibt eine passende Folge der Anstalt zu dem Thema.
        Vor der Privatisierung war die DB pünktlich, hatte eine gute Bilanz, auch kleine Dörfer hatten Zugang zur Bahn und die Fahrten waren bezahlbar.
        Nach der Privatisierung ist der einzige positive Aspekt eine Steigerung der Vorstandsgehälter.
        Natürlich möchte Herr Linder als Vertreter von Klientelpolitik am letzten Punkt festhalten.
        https://youtu.be/AV_TXjFc5I8

    • Aber nur wenn mit den 9EUR Ticket Fahrten mit den ÖPNV statt auto durchgeführt werden. Ich habe das 9EUR Ticket bisher fast nur für Freizeitfahrten genutzt die ich mit den Auto niemals gemacht hätte.

      Nur eine Tour hätte ich evtl. auch mit den Auto gemacht und keine einzige hätte ich zum Normalpreis mit den ÖPNV gemacht.

      • Trebuchet says:

        Für mich ersetzt das 9€-Ticket gerade 6 Fahrten á 500km. Zum Normalpreis hätte ich mir den ÖPNV für diese Fahrten nicht angetan und FV ist nicht viel günstiger als Auto (wenn man nicht grad nen SuperSparPreis erwischt), trotz der Spritpreise. Statt 360€ mit dem Auto nun also 9€ (bzw. 18€, da in 2 Monaten) ÖPNV und CO2-Einsparung. Ich finds super ^^

      • Ich finde das 9 Euro Ticket sensationell, dagegen den Tankrabatt völlig nutzlos. Das 9 Euro Ticket wirkt genau das wo es wirken soll: bei den die sich derzeit das Autofahren nicht leisten können oder wollen.

        Sofortige Abschaffung des Tankrabatts und Verlängerung des 9 Euro Tickets!

  2. Was bitte ist „unnötiger bzw. übermäßiger Nutzung von Kapazitäten“?

    Wenn Kapazitäten da sind, dann sollten sie auch genutzt werden. Genau dafür wurden sie ja geschaffen. Sonst ist es Geldvernichtung.

    Und übermäßige Nutzung? Wer labert denn immer, dass der Markt das regelt? Wenn die vorhandenen Kapazitäten übermäßig genutzt werden, dann ist offensichtlich mehr Bedarf da, den man mit Aufstockung der Kapazitäten decken sollte.

    Und jeder Umstieg vom Individualverkehr zum ÖPNV kann aktuell nur gut sein. Oder hat Lindner Angst, dass zu viele Wechsel seinen Klienten schaden könnten, weil dann weniger Autos gekauft werden?

    Mal abgesehen davon ist Lindner nicht „die Bundesregierung“. Er mag Finanzminister sein, aber eben auch nur Chef einer der kleinsten Parteien im Bundestag. Und der kleinsten Partei in der Koalition. Und in der Beliebtheit bei den Wählern gerade eher fallend. Nur weil der laut schreit, ist er noch lange nicht die Mehrheit oder deren Stimme.

    • Fakt ist durchaus, dass der ÖPNV aktuell nicht die Kapazitäten hergibt und Fakt ist auch, dass die nicht über Nacht entstehen können.
      Fakt ist auch, dass sowohl das 9-Euro-Ticket wie auch der Tankrabatt „Schnellschüsse“ waren, die auch noch schlecht organisiert und geplant waren. Der Tankrabatt ist ein Geschenk an die Besserverdiener (denn die fahren letztlich die Autos mit dem dicken Verbrauch) und das 9-Euro-Ticket entlastet nicht Pendler, sondern wird als Ferienticket genutzt. Was wieder nicht die entlastet, die es entlasten soll. Nämlich die Pendler.

      Fakt ist allerdings auch, dass die Lindner Auto-Lobbyist ist.

      • Wann und wie bekomme ich denn endlich die 300 schleifen?

      • Also ich musste bisher 80 Euro für mein Aboticket zahlen und jetzt nur 9 Euro. Ich nenne das schon eine Entlastung und mehr los ist jetzt auch nicht.

      • Ein Schnellschuss war ausschließlich der Pseudo-Tankrabatt aka Steuergelder für Ölkonzerne. Das 9-Euro-Ticket war und ist genau richtig so.

      • Lindner wäre im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sehr viel besser aufgehoben. Der Aufgabenbereich dort würde ihm sowas von weit am *rsch vorbei gehen, dass er die Leute da ihre Arbeit sinnvollerweise alleine machen lassen und vermutlich kaum Schaden anrichten würde.

      • Oliver Wegner says:

        Weil das immer gerne vergessen wird: Mit deutlich breiter gefächerten Gleitzeitarbeitsmodellen wäre ein Großteil der Kapazitäten wieder frei. Es fahren nun einmal fast alle auf einmal. Das ist ein Problem. Dagegen müsste man was machen.

  3. Das 9€-Ticket zeigt bei der Bahn nur die gnadenlose Rücksichtslosigkeit einiger Mitreisenden gegenüber behinderten Menschen – absichtlich werden gesonderte Sitzplätze belegt und Stellplätze für Rollstuhlfahrer zugestellt. Besonders Fahradfahrer in Ihrer eigenwilligen Funktionskleidung sehen sich besonders Privilegiert und sehen es nicht ein benachteiligten Menschen einen Reisemöglichkeit (Sitzplatz, …) zu anzubieten. Sowas finde ich wiederlich.

    • Solange man aufsteht, wenn eine benachteiligte Person sich setzen will ist es kein Problem entsprechende Sitzbereiche zu nutzen auch ohne eigene Einschränkung. Und bezüglich der Stellplätze ist es vielmehr das Problem, dass es oft Mehrzweckbereiche sind. Somit ist der Bereich nicht bevorrechtigt für eine Kundengruppe nutzbar. Sprechen wir über direkte Rollstuhlplätze ist es natürlich echt kacke.

      • Oliver Wegner says:

        Also bitte, kommt jemand mit Rollstuhl, Kleinkindern, Kinderwagen, schwanger, krank, gebrechlich, alt etc. – dann mach ich Platz. Vollkommen egal für wen, was, wofür der Platz vielleicht malgedacht war. Punkt.

    • Hallo, Du sprichst mir aus der Seele. Auch selber erlebt: Bahnhof Göttingen, im vorigen Jahr, eine gruppe Menschn, davon einige mit Gehwagen und Rollstühlen und Handstöcken, wollten den Aufzug benutzen um von einem Zug in den anderen umzusteigen. Vor dem Lift eine Gruppe von RadfahrerInnen. Auf die bitte, die Menschen mit Behinderung vorzulassen, keine Reaktion, weggucken, ignoriern. Ergebnis: die Gruppe behinderter Menschen verpaßte den Anschluß und mußte eine Stunde warten. Fahrräder kann man tragen, große Rollis, spätestens E-Rollis, nicht. Man sollte ernsthaft überlegen ob überhaupt Fahrräder in Fahrzeugen des ÖPNV mitgenommen werden sollten, wo die Stellplätze doch für Kinderwagen und Mobilitätshilfen viel dringender gebraucht weerden. Nicht alle , aber leider viele Radfahrer meinen sie seien als „Ritter der CO2–Vermeidungs-Hysterie“ die „guten“ und könnten sich alle Freiräume mit Ellenbogen und Sportlenkern erobern. Dem gehört ein Bremsklotz vorgestellt.

      • Und wie soll ich dann mit Fahrrad an mein gewünschtes Ziel kommen? Mir ein Auto kaufen?

        • Die Bahn könnte ja wieder Gepäckwagen einführen, wo Fahrräder abgestellt werden können. Gab es schon mal! Auch kombiniert mit Sitzplatzen.

  4. Martin Weidner says:

    Klar soll der Preis regeln. Die Züge sind ja meistens nur zu Stoßzeiten voll, da sollen die Nebenzeiten günstiger sein. Wie bei den Spar Tickets.
    Wer was anderes behauptet ist populistisch unterwegs

  5. Das war doch eh nie als perma-subvention gedacht, oder?

    Ich versteh nicht was daran kontrovers sein soll, das Ticket wieder abzuschaffen 😀

  6. Wundert die Aussage überhaupt jemand? Also mich nicht!

  7. Herr Lindner wird sich noch umgucken. Das dauerhaft vergünstigte Ticket wird direkt im Anschluss, also im September, kommen. Da gibt es überhaupt gar keine zwei Meinungen.

  8. Natürlich. Lindner ist nur dann Pro-„Steuergelder regeln das“, wenn es darum geht Gelder in Verbrenner zu stecken. Dafür und ähnliches ist genug Geld da.
    Aber der böse böse ÖPNV darf natürlich nicht gepuscht werden. Von wegen „Überlastung“. Was für ein Schwachsinn. Der Typ könnte nicht deutlicher zeigen, dass er der reinste Lobbyist ist.

  9. Auf das 9€-Ticket folgt beim Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) die größte Preiserhöhung seit 10 Jahren. Ab 1. Juli werden die RMV-Tarife um 3,9% angehoben. Ausgenommen sind die Jahreskarten, Schüler- und Seniorentickets. Dafür lässt sich der RMV feiern. Begründet wird die schon Ende Januar 2022 beschlossene Tarifanpassung mit gestiegenen Betriebskosten, hoher Inflation, steigender Personalkosten (10% seit 2017) und steigenden Energiepreisen (Diesel- und Strompreis laut RMV um etwa 15 und 33% erhöht). Der RMV möchte mit der Tarifanpassung auch sein Angebot ausbauen.
    Finanzminister Lindner möchte eben diesen Sumpf nicht länger finanzieren.

    • Marego (Sachsen-Anhalt) hat mir auch schon Post geschickt. 5% Preiserhöhung ab August. Die zweite dieses Jahr. Danke an das 9 Euro Ticket. Ich bin auch erstmal aufs Auto umgestiegen. Was nützt mir das billige Ticket, wenn ich mein Fahrrad zum Pendeln nicht mitnehmen kann weil der Zug dank der Gelegenheitsfahrer nach Berlin so voll ist. Ohne Fahrrad geht es nicht zum Bahnhof, da ich auf dem Land wohne.

      • Die Preiserhöhung wäre auch ohne 9 Euro Ticket gekommen…..

        • Stimmt, die Hellseher im AR des RMV haben ja schon im Januar gesehen was auf uns zu kommt. Allerdings hat das 9€-Ticket die Attraktivität des ÖPNV irgendwie gesteigert. So gesehen ist eine derartig heftige Preiserhöhung doch eher das Gegenteil, Wir Bürger werden doch durch höhere Lebensmittel- und Energiepreise schon mehr als genug belastet. Da muss sich doch der ÖPNV nicht einreihen. Der wird doch so oder so schon von den Steuerzahlern mitfinanziert. Ich frag mich wie das die Länder mit kostenlosem ÖPNV machen?

      • Fahrrad am Bahnhof abstellen. Darf dann natürlich kein Highend Bike sein 😉

      • Kannst dein Rad am Bahnhof abstellen und mit dem Zug fahren. Ich könnte kotzen, wenn rücksichtslose Radfahrer:innen sich in die volle Ubahn drängen und nach 3 Stationen wieder aussteigen. Schöne Fahrradwelt! Jedenfalls ist es hier in Berlin Gang und Gäbe!

    • DragonHunter says:

      Dieser „Sumpf“ ist nur realistisch betrachtet ein WICHTIGER Baustein hin zur Emissionsreduktion.
      Wenn jeder sein stählernes Exoskelett umherkutschiert, wo auch noch mit Verbrauchswerten und Schadstoff-Ausstoß gepfuscht wird, wo es nur geht, dann ist DAS ein Sumpf.
      Und Linder kriecht der Autolobby schön hinten rein.
      Infrastruktur ist eben kein Gewinnbringer, davon muss man sich gedanklich verabschieden, die Privatisierung der Bahn zurücknehmen und das Netz wieder in Staatshand nehmen…
      DB kann dann Leistungserbringer werden, wie die Konkurrenz auch, nur eben auf staatlichem Netz.
      Ein Prinzip, das in anderen Ländern besser funktioniert, als diese halbgare Kacke hier, wo ein Unternehmen das Schienennetz runter wirtschaftet auf Teufel komm raus, weil allein die Rendite zählt.

  10. Bei den Politikern ist das so:
    Sie gucken auf ihr Konto und sagen sich dann: ich weiß gar nicht was unsere Bürger wollen und warum sie so unzufrieden mit unserer Politik sind, UNS geht`s doch gut.

  11. Der Tankrabatt ist eh kontraproduktiv.
    Man sollte lieber autofreie Sonntage und eine 100 kmh Geschwindigkeitsbegrenzung einführen.
    Zumindest bis die Preise wieder unter 1,5€ fallen.

    • Autofreie Sonntage funktionieren in der heutigen Zeit nicht mehr. Niemand möchte sich vorschreiben lassen, das er Sonntags (mit Ausnahmen) das Auto stehen lassen soll. Für viele ist der Sonntag der einzige Tag, an dem sie Freunde besuchen können etc.

      Was bringt ihnen die 100 km/h Geschwindigkeitsbegrenzung, wenn sie niemand kontrolliert auf Autobahnen und niemand interessiert.

      Effektiv müsste eine Spritpreisbremse her!

      • Mit dem Zug geht’s auch.

        Die 100 kmh Geschwindigkeitsbegrenzung bringt Spritsparen.

        Spritpreisbremse ist nur eine Subvention von Autofahrern durch alle Steuerzahler, am meisten gewinnen dann die Fahrer von großen (teuren) Autos. Will man das wirklich?

        Daher ist die Subvention kontraproduktiv.
        LKWs und Lieferdienste kann man anders, nämlich gezielt subventionieren, z.B. durch Steuerentlastungen, falls man es möchte.

  12. Sohnkarlsruhe says:

    Das 9€ Ticket ist seit eu Roaming das beste was die Politik bisher geleistet hat… natürlich muss dieser Erfolg eine Autofahrer Lobby Partei wie die fdp verhindern. Milliarden in Straßen buttern aber für die Bahn ist kein Geld da…. Und für die Hater… die Bahn und der ÖPNV war schon lange scheiße und die Preise wären so oder so wieder gestiegen. Aber klar… ein ökologisches Fortbewegungsmittel muss halt Profit abwerfen… im Gegensatz wie Atomkraft und Kohle

  13. RollinCHK says:

    Man müsste die Sache anders angehen… Der ÖPNV muss auf Dauer gestärkt werden. Das funktioniert aber nicht mit irgendwelchen dubiosen Ticketmodellen, Preisstufen, A, B, C usw. Das blickt doch der Gelegenheitsnutzer nicht. Das schreckt ab. Dennoch muss der Preis fair und attraktiv sein. Ein Jahresticket für 365 Euro, welches vielleicht sogar bundesweit nutzbar ist wäre auch nicht die schlechteste Lösung. Natürlich muss sowas subventioniert werden, aber es werden nun wirklich von staatlicher Seite sinnloser Gelder verschwendet. Egal, wie man es angeht, im Grunde müssten die Systeme wenigstens vereinheitlicht werden. Ein Westfale muss in München, oder Hamburg ohne Studium wissen, was die ÖPNV Nutzung kostet…

  14. Lindner wird bald merken, dass wenige Märkte gut selbstreguliert funktionieren.
    Einer ist ja der der Wählerwanderung. Im letzten Jahrzehnt nichts gelernt, dabei wünscht man sich ja Entbürokratisierung und Digitalisierung und soziale Liberalisierung.
    Dank Finanzpolitik für Großverdiener macht man sich erneut abspenstig und stärkt politisch unzufriedene Ränder.
    Hauptsache er kann sich E-Fuel für seinen 911 leisten

  15. Tankrabatt… und auch so keine steuerliche Senkung sinnvoller Dinge in Sicht. Naja… Wie bestellt so geliefert.

  16. Der Lindner geht gar nicht. Er ist ein Lobbyist der Öl- und Autoindustrie. Traurig, dass sich die FDP immer die gestrigen als Berater aussuchen. Ich hoffe die Menschen merken, welche traurige Figur Lindner und die FDP abgeben und schicken sie ins politische Aus.

  17. Vielleicht sollte Herr Lindner bei gewissen Themen einfach mal den Mund halten. Er gehört zu den Menschen, die in der Innenstadt wahrscheinlich noch nie im Leben den ÖPNV genutzt haben, sondern sich im Dienstwagen durch die Gegend kutschieren lassen und das völlig normal finden. Also kann er weder beurteilen, was für den ÖPNV nötig ist, noch sollte er als kleinster Koalitionspartner mit polemischen, einseitigen Aussagen den Kurs der Regierung vorgeben.

    Zumal er nicht Verkehrsminister ist und sich ständig in fachfremde Ressorts einmischt, weil er sich offenbar für den heimlichen Bundeskanzler hält, der grundsätzlich bei allem mitzureden hat. Schade, dass die Medien trotzdem jeden Verbaldurchfall dieses Mannes hochkochen, als sei am Ende er derjenige, der den Kurs vorgibt. Ist er nicht.

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