Let’s Encrypt startet seine erste Crowdfunding-Aktion

letsencrypt-150x150Let’s Encrypt hat seine erste Crowdfunding-Aktion gestartet: 200.000 US-Dollar will man einsammeln. Jene Summe könnte laut der Zertifizierungsstelle für sichere Verbindungen immerhin einen Monat komplett die Kosten des Anbieters decken. Inbegriffen wären die Kosten für die Mitarbeiter, die Hard- und Software sowie weitere Betriebsausgaben, um den Dienst am Laufen zu halten. Caschy hat ja schon des Öfteren über Let’s Encrypt gebloggt. Ziel ist es, langfristig möglichst alle Verbindungen im World Wide Web durch Verschlüsselung abzusichern. Gesponsert wird Let’s Encrypt unter anderem von der Electronic Frontier Foundation (EFF), der Mozilla Foundation, Akamai und Cisco Systems.

Mittlerweile hat Let’s Encrypt, ein Projekt der gemeinnützigen Internet Security Research Group (ISRG) Millionen von Zertifikate vergeben. Jene wollen natürlich auch verwaltet und erneuert werden. Das gibt dann auch den Ausschlag für die aktuelle Crowdfunding-Kampagne: Derzeit benötige man für das nächste Jahr noch mehr Geld, als man habe bisher einwerben können. Zudem bewerte man bei Let’s Encrypt „individuelle Unterstützer aus der Community als wichtige Diversifikation für die jährlichen Einnahmequellen„. Im Klartext bedeutet das wohl, dass sich Let’s Encrypt nicht zu sehr von kommerziellen Anbietern abhängig machen möchte.

Via Twitter will man über die Fortschritte der Crowdfunding-Kampagne auf dem Laufenden halten. Ihr findet die Seite der Aktion direkt hier. An einem Tag haben fast 300 Unterstützer bereits über 18.000 US-Dollar zugesteuert. Ihr erhaltet hier als kleines Dankeschön z. B. bei der Unterstützung mit 100 US-Dollar ein T-Shirt, aber materielle Gegenwerte stehen nicht im Vordergrund.

(via Let’s Encrypt)

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

12 Kommentare

  1. 1. Die Idee ist OK. 2. Hmmm, 200000.-USD um den Betrieb 1 Monat laufen zu lassen, oder 200000.- zusätzlich? Das sind im Jahr 2.4 Millionen. Also über Crowdfunding allein wird es nicht ausreichen. Da werden die vielen Sponsoren (gemäß Liste) weiterhin kräftig zuschießen müssen. Die Abhängigkeit wird da wohl bestehen bleiben. Kann dann irgendwann passieren das private u. kommerzielle Sponsoren sich irgendwie/wo ins Gehege kommen u. Let’s Encrypt dann entscheiden muss. Klar: wer mehr zahlt gewinnt in der Regel. Man wird sehen.

  2. Lt. deren Website (https://letsencrypt.org/2016/09/20/what-it-costs-to-run-lets-encrypt.html) haben die tatsächlich Kosten von 2,9 Mio USD/y. 2,0 Mio USD davon nur Personal. So viel hätt ich nicht erwartet.
    Andererseits muss man überlegen, dass die mittlerweile 10 Mio Zertifikate verwalten. Macht rein rechnerisch 30ct/Zertifikat. Theoretisch bräuchte jeder für sein Zertifikat nur 1$ geben, und deren Kosten wären mehr als gedeckt.

  3. 2 Mio. USD im Jahr für 10 Angestellte sind aber auch kein schlechter Lohn

  4. Die Leute sollen also dafür Spenden dass die 10 Angestellten 15000 Euro monatlich verdienen??

  5. ich hab mal so klein wie es geht gerechnet was die bereits an sponsorgeldern bekommen.
    ich habe bei jedem einfach mal das kleinste genommen um das minimum zu errechnen.
    https://letsencrypt.org/become-a-sponsor/
    https://letsencrypt.org/sponsors/
    wir haben 6 mal platin (300k pro jahr wenn man 3 jahre macht oder 350k ohne verpflichtung) -> minimum 1800k maximum 2100k
    4 mal gold (150k pro jahr) -> 600k
    27 mal silber (je nach firmen größe 10 25 oder 50k) -> min 270k max 1350k
    kommt man auf gesamt 2.670.000 bis zu 4.050.000 USD also im aller schlimmsten fall sind die fast fertig finanziert (da hoffe ich mal dass die das monatsfunding nicht jeden monat veranstatlten) und im besten fall ist mehr als genug da. und selbst wenn man irgendwie mittelmäßig ansetzt wäre auch mehr als genug da.

  6. @max32: Es sind ersten Dollar und keine Euro. Zweites sind die 15k die Kosten die die Firma hat. Keine wie das in den USA ist, aber ich glaub man kann 50% davon als Lohnnebenkosten abziehen. Wären wir bei 7,5k Dollar im Monat. Finde ich jetzt nicht schräg die Zahl. Je nach Qualifkation, Sitz der Firma, etc.

  7. @Mr.C
    1. Dollar kann man auch in Euro umrechnen 😉
    2. Sind in USA die Lohnnebenkosten deutlich geringer als im „sozialistischen“ Deutschland

  8. Ich weiss nicht, woher die Information mit den 10 Mitarbeitern stammt – finde das aktuell nicht. Aber selbst wenn das stimmt…. vielleicht kalkulieren die ja auch mit einer Erweiterung des Personalstamms – und dann stimmt die „Milchmädchenrechnung“ nicht 😉

  9. @max32,

    die sitzen in San Fransisco, da sind 150k für einen guten Admin nicht so viel.
    Schon in Berlin bist du so schnell bei 80-90k EUR, wenn du wirklich was kannst.

  10. @Erik

    Definiere bitte mal „was kannst“ genauer, bitte. Was muss denn ein guter Admin bzw. eine gute Admini können?

  11. @yves hier die info:

    https://letsencrypt.org/2016/09/20/what-it-costs-to-run-lets-encrypt.html

    Staffing is our dominant cost. We currently have eight full time employees, plus two full time staff that are employed by other entities (Mozilla and EFF). This includes five operations/sysadmin staff, three software developers, one communications and fundraising person, and an executive director. Our 2017 budget covers salary and benefits for ten employees.

    deren kosten für 2017 berufen sich für mitarbeiter auf 2,06Millionen USD -> 206.000 usd pro person für 2017 -> 17,16666666 usd pro monat für jeden.

  12. typo 17,16666 Tausend usd pro person und monat also ca 17.166,66 usd pro monat