Lenovo: Deal mit Motorola bleibt hinter den Erwartungen zurück

Lenovo Logo Artikel 2016Der große Deal, den man sich von der Übernahme von Motorola erhofft hatte, ist wohl leider ausgeblieben. Der chinesische Hersteller hat das Unternehmen erst im Jahr 2014 für 2,91 Mrd Dollar von Google erworben. Im nun veröffentlichten Jahresaschlussbericht wird ganz klar deutlich, dass man weit hinter seinen Erwartungen zurück geblieben ist. Bereits im Vorfeld kündigte man bei Lenovo an, sich von der Marke Motorola zu trennen und künftig wieder mehr auf eigene Marken zu setzen.

Das Geschäftsjahr wurde mit einem Nettoverlust von 128 Mio. Dollar an Einnahmen abgeschlossen. Trotzdem konnte allein im vierten Quartal ein Nettoprofit von 180 Mio. Dollar verzeichnet werden. Die Gesamteinnahmen beliefen sich auf insgesamt 44,9 Mrd. Dollar. Dass es beim Unternehmen nicht abwärts ging, lag unter anderem daran, dass man bereits im August 3.200 Leute entlassen hat. Das führte in der zweiten Hälfte des Jahres zu Einsparungen von immerhin 690 Mio. Dollar.

Lenovo wird sich weiterhin auf sein Hauptsegment, den Verkauf von PCs, konzentrieren. Doch da die Lieferungen für über ein Jahr arg stagnierten und der Smartphonesektor im Haus ein wenig uns Wanken geraten ist, muss man sich um neue Einnahmequellen kümmern. Zumindest vermeldet das Unternehmen einen Rekordabsatz bei seinen Tablets.

In the Mobile Business Group or MBG, which includes products from the Motorola investment, Lenovo-branded mobile phone business, Android tablets and smart TVs, Lenovo quarterly sales were US$1.7 billion. Lenovo had 10.9 million smartphone shipments in Q4 and 66.1 million in the full year. For the full year, markets outside China saw robust 63 percent growth hitting 51 million smartphone devices shipped. In tablets, Lenovo outpaced the market and continued to grow with nearly 11 million units shipped, and 5.4 percent market share. Motorola contributed nearly 5 million units in the quarter to Lenovo’s total, while adding US$1.0 billion to Lenovo’s MBG revenues.

These results show integration efforts did not meet expectations. In particular, China shipments declined 85% as the business shifted focus to open market and higher price bands and product transition in North America was not successful. Lenovo has learned a great deal since the close of the Motorola acquisition and is applying learnings quickly, with actions in organization, leadership and approach. The two new co-presidents focused on China and the rest of the world (RoW) now have the right focus. China is still the most competitive market and Lenovo intends to return to growth there by continuing to drive the shift from carriers to open market and leveraging its ZUK brand to rebuild its end-to-end competitiveness. In RoW, Lenovo will maintain high growth in emerging markets and get the US business back on track with a competitive product portfolio.

(via TechCrunch )

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5 Kommentare

  1. Karl Kurzschluss says:

    Motorola ist das amerikanische Pendant zum europäischen Nokia. Zwei Marken, die ihre Zeit hatten. Aber die ist abgelaufen. Es gibt reichlich Tech-Firmen, die ihre Reputation über viele Jahre / Jahrzehnte erhalten konnten. Sony, Panasonic, Intel, Samsung, Qualcomm. Und ein paar hatten eben ein mieses Management, das die falschen Entscheidungen traf.

  2. Naja, Motorola vergisst eben auch die Brot & Butter Segmente zu bedienen.
    Ein teures Moto X mag vielen gefallen, aber der Kundenmagnet war in den letzten Jahren eben das Moto G. Wieso man das jetzt unbedingt plötzlich eher in die Mittelklasse hieven will, anstatt es ausgestattet mit soliden Basics in der unteren Einstiegsklasse zu lassen verstehe ich nicht. Zumal alleine schon die Änderung der Gerätegröße ein Anti-Kauf-Argument für viele sein dürfte. von 4,5 auf 5,5 Zoll in 2 Jahren ist schon gewagt.

  3. Benno: +1
    Besser hätte ich es nicht ausdrücken können. Mein erstes Moto X habe ich geliebt, jetzt gibts nur noch riesen Tafeln. Schade um Motorola.

  4. Thorsten Czub says:

    Abwarten und Tee trinken. Das moto g4 ist gerade erst raus, wir wissen noch nicht wie es ankommen wird. Und das moto z verspricht doch mit den Modulen sehr interessant zu werden.

  5. Wolfgang Denda says:

    Erst Medion und Motorola kaufen, und dann jammern.

    Wenn Lenovo selber hierzulande Smartphones verkaufen will, sollten sie auch hier funktionierende Geräte anbieten – das ZUK Z2 Pro der „Billigmarke“ von Lenovo ist aber mW. das erste mit FDD Band 20 und internationalem ROM. Bis dahin, bleibt nur Moto für den Westen.