Künstliche Intelligenz: Bitkom-Umfrage deutet auf gemischte Erwartungen hin

Der Branchenverband Bitkom hat eine Umfrage zum Thema künstliche Intelligenz (KI) durchgeführt. Dabei zeigt sich, dass die Mehrheit der Befragten schon bald spürbare Veränderungen durch KI in der Gesellschaft erwartet. Ebenfalls kristallisiert sich der Wunsch heraus, KI für Cybersicherheit, in der Verwaltung und für intelligente Mobilität einzusetzen. Skeptisch sind die Befragten hingegen, was den KI-Einsatz in Sport, Politik und Militär sowie in Kunst und Kultur betrifft.

Zur Einordnung: Es handelt sich hier allerdings um keine strenge, wissenschaftliche Studie, sondern eine Meinungsumfrage. Solche Untersuchungen sind extrem anfällig für Verzerrungen und sollten eher als grobe Momentaufnahmen betrachtet werden. Durchgeführt hatte die Umfrage Bitkom Research im Auftrag des Digitalverband Bitkom. Dabei wurden 1.004 Personen ab 16 Jahren in Deutschland telefonisch befragt. Die Befragung fand im Zeitraum von KW 41 bis KW 44 2023 statt. Die Fragestellung lautete: „Was glauben Sie, wann wird KI die Gesellschaft spürbar verändern, unabhängig davon, ob negativ oder positiv?“ und „Inwieweit würden Sie sich wünschen, dass in den folgenden Bereichen künftig Anwendungen eingesetzt werden, die auf KI basieren?“

Schon die erste Frage ist dabei grob unwissenschaftlich, da eine vorgefertigte Ansicht präsentiert wird und es sich somit um eine Suggestivfrage handelt. Denn die Option, dass KI die Gesellschaft gar nicht oder nur unerheblich verändern könnte, wird gänzlich ausgeschlossen. Doch kommen wir dennoch einmal zu den Ergebnissen.

Befragte gegen von schnellen Veränderungen der Gesellschaft durch KI aus

Etwas mehr als ein Viertel (28 Prozent) der Befragten sagt, KI habe bereits jetzt zu spürbaren Veränderungen geführt, im Laufe dieses Jahres rechnen weitere 8 Prozent damit. Ein Viertel (25 Prozent) geht davon aus, dass es in den nächsten zwei bis fünf Jahren zu solchen Veränderungen kommen könnte. 17 Prozent rechnen damit in sechs bis zehn Jahren.

18 Prozent glauben, dass sich gesellschaftliche Veränderungen frühestens in zehn Jahren zeigen werden und 1 Prozent meint, das werde eher nie der Fall sein. 8 von 10 (79 Prozent) befürworten, dass KI für die Cybersicherheit genutzt wird. Drei Viertel (75 Prozent) sprechen sich für den KI-Einsatz in der Verwaltung aus und ebenso viele wollen KI im Verkehr nutzen. 70 Prozent wünschen sich KI im Gesundheitswesen. Zwei Drittel (66 Prozent) wollen, dass KI im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit genutzt wird.

Jeweils 6 von 10 wollen einen KI-Einsatz im Bildungswesen (61 Prozent) bzw. zur Unterstützung der Polizei (60 Prozent). Im Online-Handel wollen 56 Prozent der Befragten KI sehen. Rund die Hälfte (jeweils 52 Prozent) spricht sich für einen KI-Einsatz bei Banken sowie in der Justiz aus. Keine Mehrheit findet die Verwendung von KI im Sport (44 Prozent)  im Militär (43 Prozent) und in der Politik (39 Prozent). Die geringste Zustimmung gibt es mit 33 Prozent für den KI-Einsatz in Kunst und Kultur.

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden.

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Ein Kommentar

  1. Das größte Problem bei „künstlicher Intelligenz“ sehe ich in der Definition. Die meisten Eigenschaften von Software oder Diensten sind eben einfach nur Eigenschaften oder Funktionen, keine „Intelligenz“.

    Also über was diskutiert man dann genau? Das muss man erstmal definieren.

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