Kickstarter ab sofort offiziell in Deutschland, erste Projekte starten am 12. Mai

Der offizielle Start der Crowdfunding-Plattform Kickstarter in Deutschland war eigentlich bereits für letzten Herbst angekündigt. Dazu kam es nicht, dafür geht es jetzt los. Kickstarter ist nicht nur komplett lokalisiert nutzbar, sondern es können auch Kreative aus Deutschland Projekte erstellen. Das ist ab sofort möglich, der Projektbeginn darf aber erst der 12. Mai sein. Gleichzeitig gibt es auch verschiedene Veranstaltungen, die sich an Künstler, Filmemacher oder Neueinsteiger richten. So sollen Projektverantwortliche das Beste aus einem Projekt holen können.

Kickstarter

Projekte aus Deutschland können für uns sehr interessant sein. Oftmals scheitert es an einer Unterstützung eines Projekts, weil entweder nicht nach Deutschland geliefert wird oder Versand und Einfuhrabgaben dem Wert eines Produktes einfach nicht angemessen sind. Nutzer können zudem die Sprache der Webseite auch komplett auf Deutsch schalten, das gilt sowohl für die Webseite als auch für die Backend-Seite zum Erstellen von Projekten.

Wer bisher mit Crowdfunding noch nichts am Hut hatte, noch einmal eine kurze Erklärung, wie das Ganze funktioniert. Projektersteller überlegen, wie viel Geld sie benötigen, um eine Idee zu verwirklichen. Dieses stellen sie dann mit einem festen oder flexiblen Zielbetrag ein, Nutzer können sich an der Finanzierung beteiligen. Als Gegenleistung gibt es in der Regel die verwirklichte Idee oder andere Goodies (handgeschriebene Dankeskarten, Erwähnungen auf Webseiten, etc.).

Ist das Projekt abgeschlossen und der Zielbetrag erreicht, gibt es irgendwann dann das Dankeschön. Wird ein Zielbetrag jedoch nicht erreicht, müssen Unterstützer auch nichts bezahlen. Es ist ziemlich risikolos für die Unterstützer, allerdings gibt es immer wieder Fälle, in denen trotz erreichten Ziels keine Produkte kommen. Im Zweifelsfall ist der Betrag mit dem man das Projekt unterstützt hat dann weg.

Ein paar Beispiele erfolgreicher Kickstarter-Projekte gefällig? Die Pebble Smartwatch (und ihr Nachfolger), die Android Spielekonsole OUYA und das Social Network Diaspora. Allerdings gibt es für jedes gute Projekt auch ein vielfaches an Projekten, die man sich schlicht sparen kann. Das ist auch die Gefahr der Crowdfunding-Plattformen. Die guten Projekte in der Vielzahl der Ideen zu filtern. Kickstarter versucht dies zum Beispiel über Staff Picks, schwierig ist es dennoch, wenn man nicht zufällig über so einen Kracher stolpert.

Mal sehen, ob am 12. Mai dann Kickstarter mit Projekten Made in Germany überflutet wird. Wir werden ein Auge darauf haben und Euch natürlich auch weiterhin über spannende oder kuriose Projekte informieren.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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6 Kommentare

  1. Endlich! Wurde auch wirklich langsam Zeit!!
    Ob das auch heißt, dass Kickstarter nun endlich für Österreich und Schweiz freigegeben wird!?

  2. Meiner Meinung nach ist die deutsche Variante weitestgehend zum Scheitern verurteilt, sofern nicht endlich eine sinnvolle Alternative zur Kreditkarte angeboten wird. Ich verstehe zwar grundsätzlich wieso nicht PayPal genutzt wird, das macht es aber nicht besser.

  3. @Jan
    Wenn ich richtig gelesen habe, geht bis 250€ auch Lastschrift.
    Mich würde nur interessieren, wie es mit Steuern und Sozialabgaben aussieht. Muss ich mich selbst darum kümmern, dass ich quasi Einkommen habe?

  4. Typisch. Schon vor dem richtigen Launch zum Scheitern verurteilt. Deswegen sollte man auch kein startup in Deutschland gründen. So etwas würde mich als Gründer zu sehr ankotzen, ständig solche Sätze hören zu müssen.

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