iOS 13: Diese Neuerungen soll das System bekommen

Guilherme Rambo ist in der Szene kein Unbekannter, der Entwickler taucht sehr tief ein in die Software von Apple und entlockt ihr so manche Geheimnisse. Vermutlich hat er auch gute Kontakte, denn mit der Entwicklung von iOS 13 betraute Personen haben angeblich Details mit ihm geteilt. Die Vorstellung von iOS 13 wird für Anfang Juni erwartet, dort findet vom 3. bis zum 7. Apples Entwicklerkonferenz WWDC statt.

Mit iOS 13 soll dann ein systemweiter Dark Mode auf iPhone und iPad kommen, dieser kann in den Einstellungen aktiviert werden. Von iOS 13 soll auch das iPad profitieren und mit dem neuen System soll es Apps direkt erlaubt werden, mehrere Fenster zu haben.

Mit iOS 13 führt Apple zudem eine neue Standard-Rückgängig-Geste für die Texteingabe auf dem iPad ein. Die Geste beginnt mit einem Drei-Finger-Tipp auf den Tastaturbereich, der nach links und rechts verschoben wird, so dass der Benutzer Aktionen interaktiv rückgängig machen und wiederholen kann. Der jetzige Standard ist vielen sicher vom iPhone bekannt, da schüttelt man das Smartphone bekanntlich. Beim ersten Öffnen der Tastatur wird es ein Tutorial geben, um den Benutzern die Verwendung der neuen Funktion beizubringen.

Safari unter iOS 13 für das iPad fragt bei Bedarf automatisch eine Desktop-Version von Websites ab und verhindert so ein häufiges Problem, bei dem Websites die iPhone- bzw. die mobile Version anzeigen, selbst wenn sie auf einem iPad mit einem großen Bildschirm ausgeführt werden.

Das Schriftenmanagement erhält laut Guilherme Rambo auch ein umfassendes Upgrade unter iOS 13. Es sei dann nicht mehr notwendig, ein Profil zu installieren, um neue Schriften in das System zu bekommen. Stattdessen gibt es in den Einstellungen eine neue Schriftverwaltung. Eine neue Standard-Font-Picker-Komponente wird für Entwickler verfügbar sein, und das System benachrichtigt den Benutzer, wenn er ein Dokument öffnet, in dem Schriftarten fehlen.

Auch schön zu lesen, und ich hoffe, dass es stimmt: Die Mail-App wird zum ersten Mal seit langem intelligenter: Die aktualisierte App wird in der Lage sein, Nachrichten in Kategorien wie Marketing, Einkauf, Reisen, „unwichtig“ und mehr zu organisieren, wobei die Kategorien durchsuchbar sind. Benutzer können auch Nachrichten zurückstellen, ähnlich wie bei E-Mail-Anwendungen von Drittanbietern (Google Mail beispielsweise).

Die Ingenieure von Apple arbeiten laut Bericht auch daran, die Zusammenarbeit mit dokumentenbasierten Anwendungen von Drittanbietern zu vereinfachen, ähnlich dem, was bereits in Apples eigenen Office-Apps wie Pages, Numbers und Keynote verfügbar ist. Der Fokus auf die Produktivität unter iOS wird durch die Aufnahme neuer Gesten fortgesetzt, die die Auswahl mehrerer Elemente in Tabellen- und Sammlungsansichten ermöglichen, die die meisten Benutzeroberflächen in Apps mit großen Datenmengen ausmachen.

Weitere Features von iOS 13 sind eine neu gestaltete Erinnerungs-App, die auch auf den Mac kommt, ein neues Lautstärke-Interface, eine bessere „Hey Siri“-Ablehnung bei häufigen Fehlgeräuschen wie Lachen und Weinen, eine bessere mehrsprachige Unterstützung für Tastatur und Diktat sowie erweiterte In-App-Drucksteuerungen.

Alles weitere wird man sicher dann auf der Entwicklerkonferenz sehen. Wird sicher spannend.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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39 Kommentare

  1. Und wenn ich Outlook verwenden will? Bekomme ich weiterhin die Meldung, ich solle mir die Apple Mail App runterladen? 🙂 Bis auf den Dark Mode nichts besonderes. Aber mal abwarten, wie es wirklich kommt.

  2. Meint ihr das iPhone SE wird noch mal unterstützt?

    • Hoffentlich! Es gibt schließlich absolut keine Alternative auf dem Markt. Ansonsten steht man wirklich vor der Entscheidung, ob man ein unsupportetes Gerät behält.

    • Klar…4-5 Jahre bekommt jedes iPhone die neuen Betriebssoftware-Updates. Kannst also davon ausgehen, dass nächstes und übernächstes Jahr ebenfalls noch unterstützt wird.

      • Es sei denn die Gerüchte von „The Verifier“ sind wahr. https://www.macrumors.com/2019/01/31/sketchy-rumor-ios-13-compatibility/

        Wobei der Aufschrei bei der heftigen Streichungsliste auch an Apple nicht spurlos vorübergehen dürfte. Man gibt schließlich keine vierstelligen Beträge für ein Gerät mit drei Jahren Laufzeit aus.

        • Na ja, ein Artikel vom Januar, den du da verlinkt hast und „The Verifier“ ist mir nicht bekannt für zuverlässige Voraussagen was Apple betrifft. Im Gegenteil, bei der letzten Keynote hat Apple die Langlebigkeit seiner Geräte und die lange Unterstützung besonders herausgestellt, von daher glaube ich nicht, dass für die genannten Geräte iOS 13 nicht mehr verfügbar sein wird und halte mich daran, wie Apple bisher verfahren ist.

        • Der Artikel und dessen Update spricht nicht gegen die Aussage, dass bis zu 5 Jahre unterstützt wird.
          Voraussichtlich wird auch das 6S (2015) und das SE (2016) unterstützt, was dann wiederum wie zu erwarten wäre 5 bzw. 4 Jahre Unterstützung bedeutet.
          Zudem sagt es nichts darüber aus, wie lange die aktuellen Geräte in Zukunft unterstützt werden. Allerdings könnte man auch dort dann mit der gängigen Praxis spekulieren.
          Dass das 5S (2013) und das iPhone 6 (2014) eventuell dann nicht mehr mit der neuen Version unterstützt wird sehe ich nicht als heftige Streichung an. Zumal die Geräte dann ja trotzdem noch zu gebrauchen sind nur nicht den neusten „Schitt“ abbekommen.

  3. Nicht zu vergessen: 58 neue Emojis, sechs neue Animojis und irgendeine AR-Spielerei, die auf der Keynote klasse aussieht, dann aber kein Mensch wirklich verwendet. 🙂

    • Dass die Emojis nicht von Apple selbst kommen weisst du aber schon?

      • Sicher. Ich wollte darauf hinaus, dass Apple in seinen iOS-Ankündigungen leider immer weniger sinnvolle technische Neuerungen, statt dessen aber belanglose Gimmicks in den Vordergrund stellt, siehe https://www.apple.com/de/newsroom/2018/06/apple-previews-ios-12/ und https://www.apple.com/de/newsroom/2018/10/apple-brings-more-than-70-new-emoji-to-iphone-with-ios-12-1/

        • Dann hast den Artikel nicht gelesen. Und bei iOS 12 lag der Schwerpunkt auf Optimierung des Betriebssystems und nicht auf neuen Features. Man sieht du weisst nicht Bescheid.

          • Ach Zapperlot, muss ich Dir wirklich den Witz erklären? Okay. Im Artikel geht’s um Insider-Infos über die Neuerungen zu iOS 13, die jemand Guilherme Rambo gesteckt hat. In der offiziellen Ankündigung zu iOS 13 wird aber mit Sicherheit nichts über Standard-Font-Picker-Komponenten für Entwickler stehen, sondern genau der Schnickschnack, den ich oben genannt und beispielhaft für iOS 12 verlinkt habe. Verstanden? Jetzt aber Schluss mit den One-Linern, okay?

          • Hast Du überhaupt ein Apple-Device oder gibst nur wieder, was Dir gerade argumentativ in den Kram passt. Natürlich gab es auch bei iOS 12 jede Menge neue Features wie Bildschirmzeit, Nachrichtengruppierung und vor allem die Kurzbefehle. Hab aber keine Lust für Dich alles abzuschreiben, schau selbst nach.

            • Oh man, hab ich geschrieben, dass iOS 12 keine neuen Features brachte? Der Schwerpunkt bei iOS 12 war aber das Betriebssystem an sich, Caschy hat sicherlich auch darüber berichtet, gibt unzählige Artikel dazu, kannst selbst suchen, wenn es dich interessiert, wenn nicht, dann lasse es und glaube weiter deinen Unfug. Ausserdem geht es in diesem Artikel um iOS 13, das sehr wohl viele neue Features bringen wird, vor allem für das iPad.

  4. „eine bessere mehrsprachige Unterstützung für Tastatur“

    Daaaanke. Eeeeendlich!! 🙂

    Die Änderung insb. für die iPhones scheinen sich aber in Grenzen zu halten. Das Update scheint gerade für die iPads interessant zu werden.

  5. Ich freu mich schon auf iOS 13 auf meinem iPad mit tollen neuen Funktionen, nachdem bei iOS 12 der Schwerpunkt auf Optimierung des Betriebssystems lag.

  6. Apples „Neuerungen“ werden immer banaler…

  7. Hoffentlich verschlimmbessert man Mail nicht. Finde gerade dieses schlichte Design und sich auf das wesentliche konzentrierte Mails lesen und versenden, sehr gut.

  8. Ich freue mich, wenn das Ipad produktiver wird, und wenn Internetseiten automatisch in der Desktopversion geladen werden. Ich hoffe auf ein richtiges Dateimanagementsystem, zumindest auf dem Ipad.
    Ich weiß nicht, dieser DrakMode ist zwar ganz nett, aber dass so ein Hype drum gemacht wird ist reichlich übertrieben, aber das ist nur meine Meinung.

    • Ich hielt den Dark Mode bisher auch für überflüssig, also zumindest für mich, muss aber sagen, dass ich ihn mittlerweile immer mehr nutze, wenn eine App ihn anbietet, ist doch irgendwie angenehmer für die Augen, man muss sich nur daran gewöhnen.

  9. Hallöchen says:

    Und wann verbessert Apple die Tastatureingabe beim iPad? Ich kann mit dem Cursor nicht einmal vernünftig zwischen den Zeilen und individuellen Wörtern navigieren, um den abgetippten Text zu bearbeiten. Stattdessen landet der Cursor VOR oder HINTER dem Wort, sodass ich bei Tippfehlern das Wort löschen und aufs neue schreiben muss.
    Absolut unintuitiv und nervig sowas.

  10. Also immer noch keine echte Dateiverwaltung (ohne jailbreak). Damit weiterhin unbrauchbar

    • Eine bessere Dateiverwaltung soll kommen, genaues weiss man aber noch nicht, so wie das hier im Artikel genannte erst mal nur Gerüchte/Spekulationen sind. Im Juni wissen wir mehr.

    • Nimm einfach Documents (die App) und mach dir Deine eigene Datenverwaltung der Daten die Du brauchst. Auf Fotos kannst Du auch zugreifen. Bei Videos wird auch MKV abgespielt und bei Audio auch FLAC (nur so als Beispiel). Das schweizer Taschenmesser unter den Apps. Ach ja, nicht vergessen, Du kannst von Deinem Notebook per W-Lan zwischen Deinem iDevice und dem Rechner hin und her kopieren. Die App ist kostenlos. Hörbücher in MP3 werden auch genial unterstützt.

    • Zugriff auf USB Massenspeicher wäre wohl da meist gewünschte Feature! Davon ist leider bisher keine Rede. Bleibt wohl nur gespanntes Abwarten…

      • Die App FileBrowser ist für den WLAN Zugriff auf USB-Speicher mein Favorit (ich habe bis auf die FileExplorer [Paid / die Free-Variante hab ich ausprobiert] alle Dateimanager als Kauf-Version und ausgiebig vor ca. 1 Jahr über mehrere Tage getestet).
        Seit dem ist FileBrowser mein Favorit (dunkelblaues Icon, aktuell günstiger als damals und für 6,99€ zu haben [es gibt auch eine Free-Version: FileBrowserGO]). Bei vielen Dateimanager Apps gab’s Schwierigkeiten beim erstellen von Ordnern, über FTP, SFTP, NAS oder WebDAV.
        Außer du meinst die Funk-Varianten mit oft eigener App, wo es häufig Probleme mit Musik und Video Dateien gibt.

  11. Bluetooth Mausunterstützung für das Ipad wäre langsam mal überfällig.

  12. Ich hoffe eher die machen mal was am Springboard … Symbole anordnen wie man will und paar Widgets waren mal cool . Finde meinen Homescreen echt langweilig inzwischen . Ich hab zwar auch ein iPad Pro aber da brauch ich keine 100 Neuerungen. Das iPhone brauch endlich mal was in die Richtung

    • Widgets auf dem Homescreen werden nie kommen, weil es Apple’s Designsprache widerspricht. So einen unaufgeräumten Homescreen darf man sich gerne mit Android antun und Widgets sind nur einen Fingerwisch nach rechts vom Homescreen entfernt, so what?

  13. Mehrere Mails einfach schnell per Geste markieren und dann per Bestätigung löschen können, dass wäre mal ein nützliches Feature!
    Ich nutze noch mein bereits schon von Apple ausgemustertes iPhone 4 und bin absolut zufrieden damit. Deswegen weiß ich nicht, ob es da schon andere Funktionen für Mail gibt, aber auf meinem iPad wäre dies hilfreich, vor allem wenn man seinen Zweit- Mailaccount ausmisten muss.

    Zum Thema, Zitat: Safari unter iOS 13 für das iPad fragt bei Bedarf automatisch eine Desktop-Version von Websites ab…
    Ob dann noch meine zwei Werbeblocker-Apps vernünftig funktionieren?
    Momentan kann man selbst YouTube nutzen ohne von Werbung genervt zu werden, ob dies dann noch möglich ist?
    Bei meinem Zweit- Browser, wo die Werbeblocker nicht greifen, ist es wirklich schon grausam was den Menschen an Werbung zugemutet wird!
    Da ich nun YouTube nicht täglich nutze und es dort sowieso nicht viele Inhalte für meine Interessen gibt, sehe ich auch nicht ein Geld für einen Pro-Account zu zahlen.
    Zudem ich Google wie die Pest meide (abgesehen YouTube), da werde ich den Konzern sicher nicht noch reicher machen.

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