IDC: Smartphone-Absatz sinkt im Vergleich zum Vorjahr im ersten Quartal

Smartphones sind mittlerweile ein technisches Produkt, das man durchaus als ausgereift bezeichnen kann. Die einzelnen Angebote unterscheiden sich oftmals nur noch im Detail, auch muss man nicht ständig ein neues Smartphone kaufen, um aktuelle Apps oder Services nutzen zu können. Das hat natürlich Folgen auf den Absatz von Smartphones.

So konnten laut IDC im ersten Quartal 2018 334,3 Millionen Smartphones abgesetzt werden, 10,1 Millionen weniger als im ersten Quartal 2017. Den größten Anteil trägt daran wohl China, wo erstmals seit 2013 weniger als 100 Millionen Smartphones an den Mann gebracht wurden. Der globale Trend geht zu Premium-Smartphones, allerdings gibt es eben weniger neue Nutzer in den gesättigten Märkten, sodass die Gesamtabsatzzahlen sinken.

Schaut man nun auf die einzelnen Hersteller, ist das alles recht durchwachsen. Marktführer war im ersten Quartal 2018 erneut Samsung mit einem Anteil von 23,4 Prozent, der durch 78,2 Millionen ausgelieferte Smartphones erreicht wurde. Das bedeutet im Vergleich zum Vorjahresquartal einen Rückgang um 2,4 Prozent.

Steigern konnte Apple seine Auslieferungen, um 2,8 Prozent auf 52,2 Millionen ausgelieferte iPhone-Modelle. Das ergibt einen Marktanteil von 15,6 Prozent im ersten Quartal. Keine Überraschung, die Zahlen kennen wir bereits.

Interessant sind auch die Zahlen von Platz 3, Huawei sichert sich die Position. 39,3 Millionen ausgelieferte Smartphones sorgen für einen Marktanteil von 11,8 Prozent. Allerdings auch für eine Steigerung der Auslieferungen um 13,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Bei Huawei ist da auch keine Verlangsamung in Sicht, das Unternehmen hat sich für die kommenden Quartale mit seinem breiten Angebot gut positioniert.

Den größten Sprung im Vergleich zum Vorjahresquartal macht allerdings Xiaomi. 28 Millionen ausgelieferte Smartphones im ersten Quartal 2018 sind fast doppelt so viele wie im ersten Quartal 2017. Das ergibt dann einen Marktanteil von 8,4 Prozent.

Als letztes Einzelunternehmen führt IDC noch OPPO an, 23,9 Millionen ausgelieferte Smartphones kann der Hersteller vorweisen. Ordentlich weniger als im Vorjahresquartal, ein Minus von 7,5 Prozent ermittelt der Tracker. Allerdings reicht dies immer noch für einen Marktanteil von 7,1 Prozent.

Die großen Verlierer verbergen sich hinter „others“, 18,5 Prozent weniger Smartphones wurden im Jahresvergleich im ersten Quartal ausgeliefert.In Sachen Marktanteil bedeutet dies nur noch 33,7 Prozent statt 40,2 Prozent.

Für4 die Zukunft sieht IDC nur die Möglichkeit, Premiun-Smartphones günstiger zu machen, Nutzer seien nicht mehr bereit, sehr viel Geld für ein verhältnismäßig kleines Upgrade auszugeben. Das seht Ihr bekanntlich genauso.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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3 Kommentare

  1. Im letzten Absatz ein kleiner Schreibfehler, dort steht „Premiun“.

    Bei Huawei ist trotz der Sanktionen keine Verlangsamung des Wachstums in Sicht? Das ist erstaunlich, hätte ich nicht erwartet.

  2. „Der globale Trend geht zu Premium-Smartphones, …“
    An welchen der veröffentlichten Zahlen erkennt man das?

    • „Globally, as well as in China, a key bellwether, smartphone consumers are trading up to more premium devices, but there are no longer as many new smartphone converts, resulting in shipments dropping,“ said Melissa Chau, associate research director with IDC’s Worldwide Mobile Device Trackers. „When we look at it from a dollar value perspective, the smartphone market is still climbing and will continue to grow over the years to come as consumers are increasingly reliant on these devices for the bulk of their computing needs.“

      Also Stückzahlen sinken, Umsatz der Branche steigt. Daher werden teurere hochwertigere Smartphones gekauft, die dann aber auch länger als bisher genutzt werden.

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