Huawei: Auch unter Biden keine Aufhebung der US-Sanktionen in Sicht

Huawei ist von scharfen US-Sanktionen betroffen, die unter der Führung des mittlerweile ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump eingeführt worden sind. Als Ergebnis hat Huawei Honor bereits verkauft, damit wenigstens jene Marke wieder frei operieren kann. Gerüchten zufolge soll Huawei sogar abwägen, auch seine P- und Mate-Marken abzutreten. Wer nun dachte, dass sich unter dem neuen US-Präsidenten Joe Biden für Huawei etwas ändern könnte, der liege laut einem Bericht von Bloomberg wohl falsch.

Biden hat Gina Raimondo zur Handelsministerin auserkoren. Raimondo wiederum hat erklärt, dass sie „keinen Grund“ sehe Huawei oder andere chinesische Anbieter von der schwarzen Liste zu streichen. Derzeit habe man jedenfalls keinen Grund anzunehmen, dass eines der aktuell vermerkten Unternehmen nicht auf jene Liste gehöre. Einzelne Hersteller griff die Politikerin allerdings nicht heraus.

Jedenfalls dürfte es Huawei demzufolge auch in naher Zukunft weiterhin schwer haben, das Geschäft am Laufen zu halten. So drohen dem chinesischen Hersteller aktuell die Kirin-Chips auszugehen, weil man aufgrund der Sanktionen nicht mehr mit Auftragsfertigern zusammenarbeiten kann, die US-Technologien verwenden.

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8 Kommentare

  1. therealThomas says:

    Interessant. Ich habe keinen Grund zur Annahme, dass mein Nachbar nicht eventuell ein paar Häuser ausgeräumt hat.
    Sperren wir ihn jetzt ein?

  2. Tja,so werden halt die Kriege der modernen Zeit geführt.
    Shame on you USA.

  3. Naja, ob es sinnvoll ist Huawei zu Sanktionieren, sei dahingestellt, aber dass die USA gegenüber China etwas mehr Kante zeigt finde ich schon richtig, da sollte sich Europa ein Beispiel nehmen. Ich denke nur an die @huebner.inkMenschenrechtsverletzungen und die Überwachung der eigenen Bevölkerung.

  4. Kniffel König says:

    Produkte aus einer Kultur- und Wertegesellschaft zu kaufen, die unserer eigenen komplett widerspricht, erscheint auch mir nicht verständlich. China war lange Jahr nur die verlängerte Werkbank. Jetzt versuchen sie (mehr oder minder kläglich) sich anders zu positionieren. Als „Macher“ und „Entwickler“. Lehne ich ab. Ich möchte nicht in China leben. Ich möchte dieses Wertesystem nicht. Ich akzeptiere Produkte aus China nur noch, wenn die Entwicklung in einem westlichen Land stattfindet. Ob ich einen Preisvorteil habe, ist mir egal.

  5. China ist zu mächtig geworden, das gefällt dem Amis nicht. Huawei wäre beinahe Platz 1 geworden auch das gefällt den Amis nicht. Xiaomi sind die nächsten. Die sind jetzt schon gefährlich aufgestiegen. Vor den Sanktionen war Apple kurz davor auf Platz 4 abzurutschen. Samsung 1, Huawei 2, Apple 3 und kurz dahinter Xiaomi. Die Welt mit Chinesischen Smartphones? Vielleicht sogar ohne Einfluss der USA? Das geht schon überhaupt nicht.

  6. Wolfgang D. says:

    Wie erwartet. Umso gespannter bin ich, wie es mit der Klage von Xiaomi ausgeht.

    Mal sehen, wie lange unsere Regierung noch dem Ausverkauf des Wertewestens gegen Börsengewinne zuschaut. Vestas, oder wie ein Land seine Industrieführerschaft verspielt.

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