Honor 10: Günstig-Ableger des Huawei P20 offiziell vorgestellt

Es ist kein Geheimnis: Veröffentlicht Huawei ein Smartphone-Flaggschiff, dann ist die Tochter Honor nicht weit, um einen Günstig-Ableger vorzustellen. Schließlich war das Honor 9 aus dem letzten Jahr am Ende nichts anderes, als ein abgespecktes Huawei P10. Die Geschichte wiederholt sich auch 2018. So hat Honor in China bereits das Honor 10 vorgestellt. Ratet, was als Vorlage für dieses Gerät diente – klar, es ist das Huawei P20.

So nutzt auch das Honor 10 am oberen Rand der Vorderseite einen Notch. Der LC-Bildschirm im Format 18,7:9 mit 5,84 Zoll Diagonale löst mit 2.280 x 1.080 Pixeln auf. Auch dient hier der SoC Kirin 970 als Herzstück, welcher mit seinen KI-Fähigkeiten vor allem Fotos aufpolieren soll. Dem Prozessor stehen je nach Variante 4 bzw. 6 GByte RAM und 64 bzw. 128 GByte Speicherplatz zur Seite. Schade ist, dass ein Slot für microSD-Speicherkarten fehlt. Dual-SIM-Unterstützung ist aber vorhanden.

Das Honor 10 bietet aber nicht das Triple-Kamera-Setup, wie wir es vom Huawei P20 Pro kennen. Vielmehr beschränkt Honor sich auf zwei Kameras mit 16 + 24 Megapixeln, so ähnlich wie auch beim regulären P20. Verlagert hat man den Fingerabdruckscanner. Jener sitzt beim Honor 10 auf der Vorder- statt auf der Rückseite und ist unter Glas angebracht. Außerdem ist hier eine Frontkamera mit 24 Megapixeln zu finden. Die Hauptkamera soll ähnliche Features bieten wie jene des P20. Also ist beispielsweise auch die spezielle KI-Bildstabilisation an Bord.

Das Honor 10 bringt zudem einen speziellen Audio-Chip mit (AK4376A), welcher an Kopfhörer 7.1-Sound ausgeben kann. Dabei behält das Honor 10 sogar den traditionellen 3,5-mm-Port bei. Zudem erwähnt der Hersteller einen Akku mit 3.400 mAh. Abgespeckt hat man hingegen den Anschluss für USB Typ-C, welcher nun technisch nur noch USB 2.0 entspricht. Auch ist das Honor 10 im Gegensatz zu den Huawei P20 leider nicht wasserdicht. Als Schnittstellen sind ansonsten noch 4G LTE, Wi-Fi 802.11 ac, Bluetooth 4.2, NFC und Co. an Bord. Ab Werk dient Android 8.1 mit dem Überzug EMUI 8.1 als Betriebssystem.

Das Honor 10 soll erneut einen Rahmen aus Aluminium nutzen. Als Gewicht sind 153 Gramm angegeben. Offenbar ist dieses Smartphone 7,7 mm dick. In China kostet das Honor 10 mit 6 GByte RAM und 64 GByte Speicherplatz umgerechnet ca. 335 Euro. Die Variante mit identischem Arbeitsspeicher aber 128 GByte Kapazität wechselt für 386 Euro den Besitzer. Diese Preise sind natürlich noch ohne dt. MwSt., so dass hierzulande eine etwas andere Staffelung zu erwarten ist. Für Europa wird Honor das neue Honor 10 im Mai vorstellen.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Das könnte dir auch gefallen…

Mit dem Absenden eines Kommentars willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

19 Kommentare

  1. Tolles Gerät, aber warum muß der Fingerabdruck-Sensor auf der Frontseite sein. Einhand-Entsperrung kann man in dieser Position vergessen. Auf der Rückseite wäre der Sensor tausendmal besser platziert!

    • Was meinst du mit „auf dieser Position vergessen“? Die Entsperrung funktioniert ganz einfach, man kommt besser dran als auf der Rückseite. Zusätzlich funktioniert das entsperren sogar wenn das Smartphone auf dem Tisch liegt. Beste Position!

      • Peter Tübben says:

        > Zusätzlich funktioniert das entsperren sogar wenn das Smartphone auf dem Tisch liegt.

        … oder im Handyhalter des Autos.

        > Beste Position!

        Ack!

        • Für beide Fälle gibt es bei vielen Geräten die Gesichtserkennung. Oder SmartLock, um das Gerät im Auto entsperrt zu lassen …. oder da am besten direkt ganz die Finger vom Handy lassen. 😉

      • Der Schwerpunkt des Geräts ist so hoch, dass wenn Du ganz unten aufs Display drückst, das Gerät nach hinten fällt, außer, Du hältst es mit der zweiten(!) Hand fest.

    • Wieso ist Einhand-Entperrung damit nicht durchführbar? Fingerprint heißt doch nicht, dass der Finger (in dem Fall der Daumen) hochkant au fden Sensor gelegt werden muss. Dann wird der Daumen halt quer aufgelegt. Natürlich muss der Einlernvorgang alle möglichen Stellen abbilden.
      Es soll jetzt nicht kleinlich wirken, aber 1000x besser warum? Mir fällt persönlich genau ein Grund ein: volle Ausnutzung der Bildschirmfront. Welche Vorteile gelten deiner Meinung nach noch?

      • Wenn Du das Gerät aus der Tasche ziehst, hast Du automatisch den Zeigefinger auf der Rückseite genau auf dem Entsperr-Sensor. Komfortabler, nämlich vollautomatisch und ohne Notwendigkeit für eine bewußte Interaktion, kann man das Gerät nicht entsperren.

        • Dem kann ich nicht zustimmen. Hab hier sowohl Handys mit beiden Varianten liegen. Egal ob der FP vorne oder hinten ist. Die Finger liegen immer richtig.
          Schlussendlich ist es aber Geschmackssache, da muss man ja gar nicht „streiten“ drüber. Ich habe ihn lieber vorne, andere lieber hinten.

    • Das sehe ich genau anders. Bloß nicht so ein Quatsch mit der Rückseite.

  2. Wolfgang D. says:

    So erobert Huawei also den Markt: wir werden mit immer neuen, sich kaum unterscheidenden Geräten dichtgeschmissen. Außerdem wurden die Mobilvertragsanbieter geschmiert. An welchen Hersteller erinnert das bloß? Vorteil: Der Preisverfall geht schon ab Tag 1 los, und die fantasievolle UVP wird sofort sichtbar Makulatur.

    Immerhin bietet Huawei auch Geräte für Leute an, die ergonomische Bedienung bevorzugen und zwei Hände haben. Wenn sie jetzt noch die Firmware sauber hinkriegen würden?

    • Das es zu den Topmodellen immer noch eine günstige VErsion (hier in Form des Honor) gibt, ist ja nun mal nix neues und auch nachvollziehbar. Nicht jeder braucht ein P20 (Pro).

      Aber wo werden denn die Provider geschmiert? Hab ich was verpasst?

      • Wolfgang D. says:

        @Andreas „Aber wo werden denn die Provider geschmiert?“
        Zahlen die tatsächlich die UVP beim Einkauf der Geräte, oder hast du wirklich keine Ahnung wie Verkaufsförderung in DE geht?

    • Was findest Du an der FW nicht in Ordnung?

      • Wolfgang D. says:

        @Oliver
        Muss man wirklich bei jedem Huawei oder Honor dieselbe Auflistung von bekannten Problemen der Firmware wiederholen, oder findet ihr das auch mal selber heraus? Und ja, auch beim P20 (Pro) treten die auf, und der „kleine Bruder“ hier wird sicher nicht besser werden.

  3. „Auch ist das Honor 10 im Gegensatz zu den Huawei P20 leider nicht wasserdicht.“

    Ist so nicht korrekt. Nur das P20 PRO ist wasserdicht. Das P20 hat nur eine IP53 Zertifizierung.

  4. Abmessungen? Größer oder kleiner als das P20?

  5. Nachdem die einen das Entsperren hinten, die anderen vorne toll finden, ist es vermutlich egal wo er plaziert ist, denn es anscheinend immer toll 😉 ich hatte ja gehofft es kommt mit QI – so wird das wieder nix mit einem neuen Phone :-/

    • Wolfgang D. says:

      @Roland
      Mit Qi wäre ein Scanner auf der Rückseite noch sinnfreier als ohnehin schon. Aber die Smombiefraktion merkt das eh nicht, weil die ihr Gerät nie aus der Hand legen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich morgens eine Zusammenstellung. Mit dem Absenden willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.