Herman Miller Embody im Test: Schreibtischstuhl für gehobene Ansprüche

Ich habe Mitte 2020 einmal einen Gaming-Chair von Tesoro hier im Blog getestet – den Alphaeon S1. In den Kommentaren gab es dann eine emsige Diskussion darüber, ob man so einen Stuhl für das Home-Office nutzen sollte. Im Team sind wir da tatsächlich sehr unterschiedlich unterwegs. Felix hat beispielsweise tiefer in den Geldbeutel gegriffen und nutzt einen hochwertigen Bürostuhl. Caschy sitzt aber z. B. auf einem günstigen Ikea-Stuhl. Ich selbst hatte nun den Bedarf etwas tiefer in die Tasche zu greifen, da sich mein Arbeitspensum seit dem letzten Jahr deutlich erhöht hat. Das ist der Auftritt des Herman Miller Embody, den ich euch an dieser Stelle vorstellen will.

Gleich zu Anfang: Ich habe den Stuhl selbst zum vollen Preis gekauft. Herman Miller hat mir also kein Muster zur Verfügung gestellt und auch ein Presserabatt oder dergleichen ist hier nicht im Spiel. Seht meinen Test oder auch Erfahrungsbericht also einfach als Sicht eines Nutzers, der täglich 8-9 Stunden am Schreibtisch verbringt. Falls ihr übrigens wissen mögt, was ich da nutze: Es ist ein Flexispot E6.

Warum der Herman Miller Embody? Nun, der Stuhl bringt einige Aspekte mit, die mir wichtig gewesen sind: Höhenverstellung, ausziehbare Sitzfläche und kein Klimbim, den man ständig umstellen müsste. Eine zusätzliche Lordosenstütze wird etwa nicht benötigt, sie ist integriert. Auf eine Kopfstütze verzichtet Herman Miller ebenfalls beim Embody. Laut Hersteller will man mit dem Stuhl ein sehr aufrechtes Sitzen fördern, das eine Art „Stehgefühl“ erzeuge – nicht im negativen Sinne von Anstrengung, aber einer aufrechten Körperhaltung.

Klar, dass der Hersteller da lang und breit auf der Produktseite erzählt, wie man mit Ärzten, Physiotherapeuten und anderen Experten an dem Embody gearbeitet habe. So ähnliche Stories wird jeder Hersteller in diesem Preissegment parat haben. Denn der Herman Miller Embody kostet 1.395 Euro.

Ausstattung und Verarbeitung

Das ist viel Geld – auch wenn es im Segment für Bürostühle noch weiter nach oben geht. Immerhin scheint der US-Hersteller von der Qualität seiner Möbel überzeugt zu sein. Denn man gewährt Käufern des Embody 12 Jahre Garantie. Geliefert wird der Stuhl übrigens komplett montiert via Spedition. In meinem Fall kam das Exemplar schneller an als die angegebene Lieferzeit von rund 10 Arbeitstagen – nur fünf dauerte es. Herkunft war das Vereinigte Königreich, wie mir der Versandaufkleber verriet.

Was mir weniger gefallen hat: Natürlich weist der Embody mehrere Bedienelemente auf. Eine Anleitung liegt aber nicht bei. Setzt man sich also das erste Mal auf den Stuhl und spielt an den Hebeln herum, erschließt sich nicht alles intuitiv. Etwa sitzt an der rechten Seite ein kleiner Stick, der mich an die Bedienung der LG-Monitore erinnert hat. Über diesen Stick könnt ihr die Höhe verstellen, in dem er nach oben gezogen wird. Das muss allerdings schon recht beherzt geschehen, sonst tut sich nichts.

Auf dieser Website zeigt Herman Miller dann die Anpassungsoptionen des Embody in einem Video und liefert auch eine PDF-Anleitung – leider nur in englischer Sprache. Das könnte zu diesem Preis dann irgendwie doch besser gehen. So könnt ihr auch die Spannung der Rückenlehne einstellen, also wie leicht sie nachgibt, wenn ihr euch zurücklehnt. Die BackFit-Einstellung erlaubt es euch, die Rückenlehne so einzurichten, dass euer Rücken leicht gekrümmt oder möglichst gerade ist. Das solltet ihr nach der eigenen Rückenform richten. Ebenfalls ist es noch möglich, eine Grenze für die Zurückneigung der Rückenlehne zu setzen.

Die Armlehnen sind wiederum sowohl in der Höhe einstellbar als auch herausziehbar, damit sie entweder enger an der Sitzfläche oder etwas weiter ab ruhen – je nachdem wie breit eure Schultern sind. Den Winkel kann man leider nicht einstellen und auch sind die Lehnen nicht nach vorne / hinten verschiebbar. Beides konnte ich allerdings verschmerzen.

Herman Miller bescheinigt dem Embody die sogenannte „Pixelated Support“-Technik. Das ist eben ein Marketing-Buzzword dafür, dass die Rückenlehne und die (nach vorne erweiterbare / herausziehbare) Sitzfläche besonders gut ausbalanciert sein sollen. Laut dem Hersteller passe sich der Stuhl auch kleineren Körperbewegungen an, damit  das Gewicht immer gleichmäßig verteilt sei.

Stört mich etwas an der Verarbeitung? Der Embody ist sehr schwer und wertig gebaut, was mir sehr gefällt. Auch das Polster wirkt unempfindlich. Die „Sprossen“ / „Rippen“ der Rückseite sind aus flexiblem Plastik und die Armlehnen mit einer Art Gummi überzogen, das jedoch nicht zu nachgiebig ist und robust wirkt. Lediglich das Plastik der Armlehnenseiten hätte in meinen Augen wertiger sein dürfen: Da habe ich bei schwungvollen Drehungen am Schreibtisch und einem Schaben am Schreibtisch recht schnell für leichte Kratzer gesorgt.

Herman Miller Embody: Die Ergonomie

Ich habe während des Studiums und darüber hinaus immer auf recht günstigen Schreibtischstühlen vom Discounter gesessen. Dann folgte ein Gaming-Chair von Tesoro und nun ist es eben für meine Arbeit im Home-Office der Herman Miller Embody geworden. Der Schreibtischstuhl ist mit fast 1.400 Euro keine unerhebliche Anschaffung. Ich habe das aber als berufliche Investition gesehen. Ein Handwerker benötigt etwa auch seine Werkzeuge und in meinem Fall ist dieser Bürostuhl Teil meiner Arbeitsgeräte. Am Ende sollte man daran nicht sparen, wenn man täglich acht Stunden oder mehr auf so einem Stuhl sitzt.

Nun ist jeder Körper anders: Der eine ist dünn, der andere wiegt etwas mehr. Eine zierliche Person ist vielleicht nur 160 cm groß, ich selbst liege bei 190 cm. Dazu kommen weitere Merkmale: Manch einer hat einen Rundrücken, der andere möglicherweise besondere Bedürfnisse aufgrund eines Bandscheibenvorfalls. Ich kann also nur von mir selbst ausgehen. Ich bin 190 cm groß, habe leider einen leichten Rundrücken und liege so im Normalgewicht, bin also weder besonders schlank noch übergewichtig.

Nachdem ich nun die Anleitung des Embody studiert hatte, die Sitzhöhe für eine rechtwinklige Kniehaltung angepasst und Rückenlehne fixiert, sowie die Armlehnen in Höhe und Abstand zur Sitzfläche optimiert hatte, war ich direkt sehr begeistert. Die Sitzfläche habe ich noch ein wenig herausgezogen, da ich verhältnismäßig lange Beine habe. Gewöhnen musste ich mich an einen gewissen „Druck“ von der Rückenlehne, durch die integrierte Lordosenstütze. Diese entlastet die Wirbelsäule allerdings spürbar.

Herman Miller hält auch sein Versprechen bezüglich der Sitzfläche: Man sinkt überhaupt nicht ein, sitzt aber auch keinesfalls zu hart. Generell ermöglicht der Embody eine aufrechte Haltung mit ausreichend Körperspannung, ohne ein verkrampftes Gefühl zu erzeugen. Es kommt in der Tat ein wenig „Stehfeeling“ auf – mit Unterstützung. Mancher ist skeptisch, ob die Rückenlehne hoch genug ist bzw. eine Kopfstütze hilfreich wäre. Für mich ist die Rückenlehne auf einer angenehmen Höhe. Eine Kopfstütze habe ich bisher nicht vermisst.

Was natürlich wichtig ist: Ich habe nach den ersten Tagen doch noch ein paar Feineinstellungen geändert und etwa die Spannung der Rückenlehne leicht reduziert. Der Embody hat mir meinen Alltag aber bisher wirklich erleichtert. Nach der Arbeit fühlten sich insbesondere Nacken und Schultern deutlich entspannter an. Auch hatte ich früher manchmal ein „schweres“ Gefühl in den Beinen, das nun fast verschwunden ist.

Fazit

Der Herman Miller Embody war für mich persönlich seinen Anschaffungspreis wert. Sollte euer Interesse geweckt sein – ich konnte den Stuhl mit 10 % Rabatt ergattern, weil der Code „WILLKOMMEN10“ noch funktionierte. Vielleicht fragt ihr euch, warum ich nicht den X Logitech G Embody genommen habe? Nun, da habe ich viele Berichte über ein Quietschen beim Sitzen gelesen. Daher griff ich zur „normalen“ Version.

Ca. 1.400 Euro für einen Bürostuhl sind viel Geld. Wer aber oft und lange am PC sitzt, investiert hier in ein Arbeitswerkzeug, das der eigenen Gesundheit dient. Positive Effekte bemerke ich seit dem Umstieg bereits. Verbesserungspotenzial gäbe es zwar auch, etwa durch eine Winkelverstellung der Armlehnen oder eine optionale Kopfstütze, aber der Herman Miller Embody wird mich nun voraussichtlich zufrieden viele Jahre im Home-Office begleiten.

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49 Kommentare

  1. Hattest du dir auch den Aeron angeschaut oder stand die Entscheidung schon fest?

    • André Westphal says:

      Den Aeron fand ich auch interessant, mir gefiel aber die Rückenlehne / Anpassungsfunktion selbiger aufgrund meines leichten Rundrückens besser, das gab dann den Ausschlag.

    • Hab mich wg. der besseren Belüftung für den Aeron Remastered entschieden. No regrets.

  2. Danke für den tollen Bericht!

    Der Embody ist schon sehr lange auf meiner Wunschliste, daran sind die vielen YouTuber, die den besitzen nicht ganz unschuldig. Ich habe den Stuhl schon im Herman Miller HQ in London getestet und habe mich direkt verliebt.

    Vor kurzem hatte ich dann in München nochmal die Gelegenheit den Embody zu testen und gleichzeitig mit ein paar anderen Modellen zu vergleichen.
    Er gefällt mir nach wie vor optisch am besten, aber was die Unterstützung und Verarbeitung angeht, kommt er nicht an den „Wilkhahn ON“ ran. Es ist faszinierend, wie sich der verformen und dem Körper anpassen kann. Jeder sollte das Teil mindestens einmal ausprobiert haben 😀

    Der Wilkhahn ist mit 1800€ allerdings auch nochmal ein gutes Stück teurer.

    Zu Weihnachten möchte ich mir einen von beiden gönnen, die Entscheidung ist aber echt schwer…

    • Übrigens gab es bei Herman Miller in London auch einen kleine Einweisung, wie man den Stuhl auf sich anpasst. Das sind echt Welten, wenn der Stuhl richtig für den eigenen Körper eingestellt ist und man muss einiges beachten 🙂

    • Auf dem Wilkhahn ON sitze Ich im Büro nun seit ein paar Jahren und muss sagen dass ich nicht wirklich zufrieden damit bin. Andauernd rutscht die Rückenlehne runter, und die Gasfeder ist auch schon nicht mehr so stabil. Gibt dann immer mal einen Ruck und ich gleite 1-2cm tiefer im Laufe des Tages. Für den Preis hätte ich mehr erwartet. Diese 5D unterstützung ist ganz nett, aber wird auch nicht wirklich genutzt.

    • Der Wilkhahn ON ist allerdings qualitativ sehr schlecht. Ich habe den seit einigen Jahren und er ist trotz ausschließlicher Heimnutzung in der Freizeit und sorgsamer Behandlung ziemlich kaputt.

      • Ui, das hört sich allerdings nicht gut an…
        Ich kann leider nur von meinem ersten Eindruck im Laden berichten. Wenn der aber solche Probleme hat, ist er schon raus, danke für den Hinweis! 🙂

        • Da kann ich mal reingrätschen und das Gegenteil behaupten – habe 2x den Wilkhahn ON 184/7 (Home-Office / Büro) und kann nach 2-3 Jahren täglicher Nutzung nicht schlechtes darüber sagen. Bei mir sind beide quasi wie am ersten Tag (wenn man von den Kratzern auf der Armlehne absieht..).

  3. So ergonomisch die auch sein mögen und sicherlich auch sind, ins Home Office möchte ich mir solche Designkrücken nicht wirklich stellen.

    • Ich denk ja auch, dass sowas anders gehen müsste. So jedenfalls sieht das Teil irgendwie „unfertig“ aus, als ob auf der Rückseite eine Abdeckung fehlt.

  4. Hach, ich bin auch am gucken….. 15 Jahre Sitzarbeit, ohne Probleme, hab nen ausgeranzten 100-Euro-Ikea Patrik seit 6 Jahren…. mal schauen. Am besten wäre ja ne Symbiose aus Optik / gut für den Rücken / bezahlbar.

    • Jeder will den heiligen Gral, willkommen im Club.

    • Wenn du keine Probleme beim Sitzen hast, ändere besser nichts.

    • Hag Capisco

    • Ich hab einen IKEA-Stuhel und seit ich den nutze ( Sommer letzten Jahres ) , viele Rückenprobleme – dabei hat sich die Zeit die ich zuhause im HomeOffice verbringe nicht verändert.
      Also kann nur noch am Stuhl liegen, da war auch Grund, warum ich mir jetzt einen neuen bestellt habe.

      Ich wollte aber auch keinen aus dem Versandhandel haben, Probesitzen und Ausprobieren ist absolute Pflicht dabei – jeder Rücken ist anders. Daher kam bei mri auch nur der Kauf beim Händler vor Ort in Frage und zum Glück habe ich einen Büroausstatter hier, der viele Firmen mit Büroeinrichtungen beliefert.

  5. Ich hab zwar derzeit auch die NAse von IKEA-Stuhl, aber 1400,- sind mir dann doch eine Nummer zu heftig.

    Ich hab mir beim lokalen Büroausstatter einen Stuhl zusammen gestellt und bestellt, kostet auch stolze 900,- aber der Vorteil ist, bei Problemen sitzt die Firma 5 min von mir und kommt vorbei. Mal sehen ob es sich lohnt, der iwrd ca Ende des Monats geliefert.

  6. Ist die Logitech Variante nur im Design anders? Oder gibts da noch was anderes?

    • André Westphal says:

      Die Logitech-Version verwendet so ne Art zusätzlichen „Schaum“, welcher das aber für ein Quietschen sorgen soll, wie zumindest in mehreren Communities zu lesen war. Daher hab ich dann die normale Variante genommen, die sonst identisch ist.

      • Hier muss ich mich mal einklinken.
        Wie sieht es mit dem Quietschen bei dir aus?
        Ein echt schöner Bericht, ich will den Stuhl auch eigentlich.
        Reddit Posts/Videos ebend zu diesem Thema vermiesen einem dem Stuhl allerdings.

        Quietscht dein Stuhl und wenn ja, wie sehr?

        • André Westphal says:

          Quietschen hab ich gar nicht – das sollte wie gesagt aber auch die Logitech-Variante betreffen, also den Gaming-Ableger. Zumindest hatte ich darüber häufig Beschwerden gefunden. Den normalen Embody betrifft es wohl nicht – in meinem Fall hört man jedenfalls gar nichts.

  7. Falls die Rollen keinen Einfluss auf die Ergonomie haben sollten, kann ich Dir Hartboden-Rollen empfehlen. Damit rollt man flüsterleiste über den Boden. Und das Beste: Man kann sich die Unterlage sparen, da die keine Spuren auf Parkett hinterlassen. Z. B. https://t1p.de/pxe9

    Gruß
    Eric

  8. Meine Investition und Tipp für’s Homeoffice:

    BACKFORCE ONE PLUS von Interstuhl.
    Hat alle „Office-Features“ für vergleichsweise schlanke 649€.

    Synchronmechanik,
    Horizontal und vertikal einstellbare Lordosenstütze,
    Sitztiefe- und Sitzneigeverstellung,
    Abklappbare 5D Armlehnen,
    10 Jahre Garantie,
    Made in Germany.

    Habe lange gesucht, nachdem ich im Homeoffice meinen Discounter-Stuhl rasend schnell durchgesessen hatte, und bin jetzt schon einige Monate sehr zufrieden.

    Ist eigentlich als Gaming-Stuhl konzipiert, in der Farbvariante grau-schwarz aber absolut business-tauglich.

    … hoffe nur, das Wörtchen „Gaming“ bringt keine Probleme bei der Steuer.
    Aber selbst wenn, war’s die Investition für die 8h+ tägliche Arbeit mehr als wert, genau wie Andre oben schrieb.

    • Hatte ich auch zum Test. Ist schon gut, konnte mich aber mit der fürchterlichen Rücken-Optik nicht anfreunden.

  9. Ich führe ein Optikgeschäft und mein Kollege und ich sitzen im Büro seit deutlich über 15 Jahren jeder auf einem Sedus open up up-103, Sitzfläche und Armauflagen in Leder, Rücklehne in Mesh. Die Stühle sind von der Funktion neuwertig, da wackelt nichts, da quietscht nichts, perfekt. Das Leder sieht noch fast aus wie neu, haben noch nicht einmal diese „Arschbacken-Dellen“ die man oft bei Autositzen sieht. Das Mesh ist unbeschädigt, nicht ausgebleicht, neuwertig. Die Stühle haben die Vollausstattung.

    Diese Stühle kommen bei uns aus Waldshut-Tiengen – Made in Germany. Je nach Ausstattung eine ähnliche Preiskaktegorie.

    Ich habe in meinem Geschäft noch mehrere Rollhocker, und schon einige Stühle von Sedus in meinem Verkaufsraum und im Wartebereich gehabt – eine tolle Verarbeitungsqualität und auch ein ansprechendes Design.

    Hier zur Infoseite des Herstellers (kein Onlineshop – nur Info) https://www.sedus.com/de/produkte/sitzmoebel/open-up#c8020

  10. Aus ergonomischer Sicht sind solche klassischen Lümmel-Bürostühle aber eher alle nichts…
    Bin nach langem Suchen auf den HAG Capisco gestoßen. Dauerte ein paar Tage, bis sich Rücken und Hintern an das Sitzen gewöhnt hatten, seitdem ist aber alles gut (vor allem mit etwas Sport nebenher).
    Kann aufgrund der tollen Verarbeitung auch gut gebraucht gekauft werden (wobei ich eigentlich eine Beratung empfehlen würde).

    Wenn man darauf achtet ist es krass, wie verbreitet der Stuhl ist: mein Zahnarzt, mein Hausarzt, die Verkaufsstellen des ÖPNV hier und der Supermarkt ums Eck verwendet den.

    Nicht billig, aber preiswert:-)

    Zusätzlicher Bonus ist der WAF: der Stuhl ist dezent designed und kein störendes Gamingmonster im Home Office.

    • Der Hag Capisco ist sehr speziell, wenn man ihn mag dann toll, aber wie alles von Hag nicht billig. Nicht blind kaufen, probieren…

  11. Ich habe seit ca. 3 Monaten den Herman Miller Aeron im Einsatz. Eine der besten Investitionen überhaupt. Ja, der Preis war nicht niedrig, aber der Stuhl ist top verarbeitet und man kann locker 8-10h sitzen ohne das man das merkt. Kein Vergleich zu meinen vorherigen Bürostuhl (ca. 250€). Mit 13 Jahren Garantie, einer sicherlich längeren Nutzungsdauer und einem extrem guten Wiederverkaufswert relativiert sich die Anschaffungssumme schnell wieder.

  12. Ich war auch am Überlegen, mir einen Herman Miller zu holen. Ich habe allerdings auch den Aeron im Auge, weil ich mit Polsterbezügen keine so guten Erfahrungen gemacht habe. Die sammeln zumindest bei mir immer Staub und Dreck an und nach ein paar Jahren sieht das speckig aus. Das Mesh-Gewebe des Aeron hat meiner Meinung nach den Vorteil, dass man gerade im Sommer nicht so schwitzt. Und man kann es leichter reinigen.

    Daher meine Frage an Andre: gibt es einen Grund, warum du dich für Polster statt Mesh entschieden hast? Du hast ja wohl online gekauft und demnach keinen Sitzvergleich gemacht, oder?

    • Habe einen Aeron Remastered. Der Staub sammelt sich dann nicht auf dem Mesh sondern unter dem Mesh, im Rahmen und auf den Bedienelementen 😀 da muss man Regelmäßig staub wischen.

      • Dass man beide Varianten regelmäßig reinigen muss, ist klar. Bei dem Mesh stelle ich mir das aber einfacher vor (kenne halt bisher nur Stoffbezüge). Und wenn man beim monatlichen Staubwischen unter dem Mesh mit wischen muss, finde ich das nicht schlimm. Oder erreicht man die Stellen nur schwer?

    • Mesh muss ich wegwerfen, Polster kann ich selber neu beziehen…

  13. Für den Embody soll 2022 übrigens von Atlas Headrest eine Kopfstütze erscheinen. Das sind offenbar ehemalige Herman Miller Mitarbeiter. Sie beziehen auch die gleichen Stoffe und kriegen es damit auch hin ein passendes Design beizubehalten. Ich find meinen Embody auch sehr gut, aber gerade beim bequem daddeln wäre ein Kopfstütze schon cool!

  14. Ich habe seit 2012 einen Klöber Mera (https://www.kloeber.com/de/de/produkte/produktfamilien/mera/mera-drehstuhl/) im Einsatz und bin nach wie vor hoch zufrieden. Individuell konfigurierbar, preislich OK und Made in Germany.

  15. ich hab mir im HomeOffice nen Swopper gegönnt, seit dem viel weniger Schulterbeschwerden
    hätte nicht gedacht das ich auf ne Rückenlehne verzichten kann, aber geht 🙂
    mfg
    STefan

    • Kann den Swopper auch nur empfehlen. Noch besser ist nur stehen.
      Seit meiner Bandscheiben-operation kommt ein Stuhl mit Rückenlehne nicht mehr in Frage.

  16. Ich nutze seit ca. 9 Monaten den Haworth Fern und bin absolut begeistert. Ebenfalls nicht gerade günstig (mydealz sei Dank, aber durch ein gutes Angebot erschwinglich), aber mit vielen Funktionen versehen und es sitzt sich ebenfalls traumhaft.
    Ich hatte ähnliche Beweggründe wie André, was einen neuen Bürostuhl betrifft. Da ich neben dem „am PC zocken“ nun seit Corona auch viel im Home-Office tätig bin und mein alter Stuhl (No-Name 100€ Bürostuhl) ausgetauscht werden musste, habe ich auch etwas tiefer ins Portemonnaie gegriffen – und bereue nichts 😉

  17. Hab den Embody auch seit knapp einem Jahr zuhause und bin echt begeistert.

    War aber als er geliefert wurde, von dem breiten „Hintern“ etwas überrascht. Ich finde auf Bildern wirkt dieser schmaler als in Echt.

    Ich persönlich hätte schon gerne die Verstellbaren Armlehnen vom Aero, Obwohl ich den Rest beim Embody besser finde.

    Die Eierlegende Wollmilchsau gibt es wohl nicht.

    • Was man noch erwähnen muss, die Sitzfläche ist nicht mit irgend einem Schaum gefüllt sondern gefedert!

  18. Für den Preis erwarte ich geprüfte Ergonomie, dafür gibt es Siegel, und im Jahr 2021 auch Nachhaltigkeit, zertifiziert. Ich sehe einen gehypten Plastikbomber, der noch nichtmal 3D Armlehnen bietet. Dann zB den Dauphin Shape zum halben Preis… PS wenn Rabattcodes auftauchen klingeln bei mir die Alarmglocken

    • Nicht jeder Hersteller legt Wert darauf, für jeden kleinen Markt auf der Welt irgendwelche Prüfsiegel zu bezahlen, die 500km weiter schon keinen mehr interessieren.

      Von einem „Plastikbomber“ ist ein Herman Miller qualitativ übrigens meilenweit entfernt – insbesondere im Vergleich mit den Produkten der Dauphin-Group. Beruflich hab ich im Büro derzeit einen älteren Dauphin unbekannten Modells, davor war es TrendOffice (gehört ebenfalls zur Dauphin-Group) und davor ein Herman Miller Aeron. Zwischendurch auch mal testweise ein HAG Capisco, den ich aber nach mehreren Wochen noch genauso unbequem fand, wie er aussah. 😉

      Mein alter Dauphin ist zwar im Kern durchaus stabil, knarzt aber bei fast jeder Bewegung wie eine alte Kellertür. Das wirst Du bei einem Herman Miller so nicht erleben. Dass ein paar Hunderter des Preisunterschieds nur für den Namen „Herman Miller“ sind, ist (mir) auch klar, aber qualitativ sehr hochwertig sind die Stühle allemal (der Aeron war der Standard-Stuhl bei meinem vorherigen Arbeitgeber). Am Aeron hat mir persönlich nicht gefallen, dass es durch das Mesh-Bezug im Winter ar***kalt war, ansonsten war der einwandfrei.

      Zwischen dem Herman Miller und meinem derzeitigen (alten) Dauphin hatte ich zwei neue Stühle von der Dauphin-Schwestermarke Trendoffice. Die Qualität von Trendoffice finde ich mit dem Begriff „Kernschrott“ treffend beschrieben (beide Stühle nach weniger als zwei Jahren defekt). Sollte die Qualität bei Dauphin inzwischen auf einem ähnlichem Niveau angelangt sein (was ich mangels eigener Erfahrung mit halbwegs aktuellen Dauphin Stühlen allerdings nicht weiß!), dann nutzt auch das tollste Prüfsiegel nichts.

  19. Der beste Bürostuhl heißt „nach der Arbeit andere Haltung und etwas Bewegung“. Ich gebe zu, sperriger Name.

    • André Westphal says:

      Das alleine nutzt aber nichts, wenn du vorher 8 Stunden auf einem unergonomischen Stuhl gesessen hast. Ums mal zu vergleichen: Wenn du am Tag 8 Stunden Pizza reindrischst, nutzt es auch nicht viel danach eine Stunde Sport zu machen ;-). Das muss man schon kombinieren, gesunde Ernährung und bewegen oder in diesem Fall gesundes Sitzen und Bewegung.

    • Kompletter Blödsinn. 30min Bewegung können nicht 8-10h ausgleichen. Mach dich mal über RSI schlau (Repetitive Strain Syndrome).

  20. Ich sage ja nicht, dass man in den 8 Stunden auf Mauerziegel sitzen soll. Wenn man aber auf einem „normalen“ Bürostuhl für beispielsweise 50-250 € sitzt und sich regelmäßig bewegt und auch mal den Rücken trainiert, wird man keine Probleme haben. Ich kann nur für mich sprechen, ich würde im Leben nicht auf die Idee kommen soviel für einen Stuhl auszugeben. Wäre vielleicht anders, wenn ich Rückenbeschwerden hätte. Viel Spaß mit dem Stuhl 😉

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