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Hassmelden: App nun auch als Beta für Android verfügbar

Ist für Apple iOS schon eine Weile am Start und nun nach laut Aussagen der Entwickler „über 100.000 Meldungen und mehr als 26.000 Anzeigen“ als Beta auch für Android verfügbar. Es geht um die App Hassmelden, die das Melden strafrechtlich relevanter Inhalte erleichtert. So werde dort jede Meldung geprüft und im Fall des Falles auch direkt über die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt und die dortigen Experten der ZIT (Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität) angezeigt.

Nutzer bleiben gegenüber den Behörden und dem Täter anonym. Straftäter sollen für ihre Taten aber trotzdem zur Rechenschaft gezogen werden. Klingt natürlich erst einmal gut, aber ob das immer so klappt ist freilich eine andere Frage. Ich sage mal, wenn da jemand mit einem VPN-Anbieter und dynamischer IP unterwegs ist, dann wird es auch schon schwer den mutmaßlichen Täter zu identifizieren.

Allerdings ist es natürlich gut, dass dadurch eventuell mancher Krawallmacher eins auf den Deckel bekommt und lernt, dass auch im Internet nicht alles unter die Freiheit der Meinungsäußerung fällt. Wie bereits erwähnt: Die Hassmelden-App für Android ist aber noch eine Beta. Ihr könnt ja einmal hereinschauen, wenn ihr wollt.

Hassmelden
Hassmelden
Entwickler: Hassmelden
Preis: Kostenlos
?Hassmelden
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Entwickler: Leonhardt Traumer
Preis: Kostenlos

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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71 Kommentare

  1. Denunziantentum?! Ich weiß nicht ob man sowas unterstützen sollte. Gerade dass man dabei anonym bleiben kann, triggert mich gewaltig.

    • Mich nicht, ich finde es gut. Gerade bei mancher Art von Leuten die man melden kann möchte ich nicht, dass mein Name auftaucht, damit der auch noch weiß woher es kommt…

      • Andere zu denunzieren ist ein persönlich motivierter Akt des Handelns. Denn auch wenn ein Denunziant möglicherweise der Auffassung ist, Zivilcourage zu beweisen, weil er glaubt, im Sinne der Gemeinschaft zu handeln, müsste er sich dennoch die Frage stellen: Auf welcher Basis habe ich wirklich gehandelt? Aus der selbst empfundenen Sicht von Gerechtigkeit oder aus Sicht einer von außen definierten gesellschaftlichen Bestimmung von Recht und Ordnung? Was ist richtig, was ist falsch?

        • Ich sehe das genau so.
          Vor ein paar Jahren mussten meine Ffrau und ich uns einer Befragung des Jugendschutzamtes unterziehen, weil jemand gemeldet hatte, wir würden unser Kind schlagen. Was bei uns natürlich niemals vorkam oder vorkommen würde. Letztendlich konnten wir aufklären, dass es sich um eine Verwechslung gehandelt hat und auch der beanstandete Fall (also nicht bei uns) im Prinzip nicht wirklich schlimm war. Auch hier wurden die Behördenmitarbeiter aufgrund einer anonymen Meldung losgeschickt.
          Ich rege mich immer noch auf, wenn ich an den Fall zurückdenke. Wenn uns das Jugendamt nicht geglaubt hätte, hätte das unangenehm werden können.
          Anonyme Melder können solche Dinge aus Rachsucht auch ausnutzen. Wer kontrolliert sowas?

          • „Anonyme Melder können solche Dinge aus Rachsucht auch ausnutzen“: Behauptung: Die meisten dieser Meldungen kommen von solchen Menschen. Möge sie das Karma hart fisten.

    • Immer die gleiche billige Denunzuianten-Keule.

      Du lässt also lieber die ganzen Idioten mit Ihrem Hass durchkommen? Alles klar.

      Bei Hetze, Hass und rassistischer Sch**e hört der Spaß auf. Ich finde das gut. Bei Facebook & Co. melden bringt ja nix (wäre für Dich wahrscheinlich auch Denunziantentum).

      • Du bist also gerne ein Denunziant? Auf der richtigen Seite, ein guter Mensch, den anderen moralisch überlegen und eine Zierde für die Menschheit? Na dann …

      • Wolfgang D. says:

        @Timo
        Überleg mal, was du tust wenn irgendwelche Sprüche direkt vor dir gemacht werden. Gleich Beweisfoto der Person und ab zur Polizei, Anzeige?

        Diese ganze Debatte um Formulierungen im Internet zeigt doch nur, wie wenig eine gefühlte und selbsternannte Elite aus dem #Neuland damit klar kommt, wenn das echte Leben wirklich auf sie trifft. *Selbstverständlich* hat sich jeder andere so auszudrücken, wie es der Eleet beliebt. Und wenn nicht, verbietet man die anderen einfach. Gelle?

  2. Eine App um seine Mitbürger Anonym zu bespitzeln? Ist das nicht sehr unmoralisch?

    In Westdeutschland ist das ziemlich unmoralisch 😀

    • „bespitzelt“ wird hier niemand, vielleicht liest du den Artikel einfach nochmal?

      • Ich finde den Unterton dieses Kommentares ziemlich gehässig. Ich melde das jetzt. Ätsch

      • …denn seine Mitmenschen zu überwachen und ihr Verhalten ggf. zu einer gut gemeinten Überprüfung an Behörden weiterzuleiten ist deiner Meinung nach kein bespitzeln?

        > vielleicht liest du den Artikel einfach nochmal?

        Nein lol. Wenn du auf irgendetwas konkretes hinaus willst musst du es schon selbst schreiben.

        • Es geht um Inhalte, die jemand freiwillig online gestellt hat, also öffentlich zugänglich sind. Inwiefern also hat das irgendetwas mit bespitzeln zu tun?

          • Wenn du damals in deinem Bericht an die Stasi deinen Nachbarn verpfiffen hast war das auch dann spitzeln, wenn das Gespräch über welches du berichtest auf dem Dorfplatz stattgefunden hat.

            Bei dieser Öffentlich/Privat-Unterscheidung bist du in diesem Kontext m.M.n. auf dem Holzweg. Das hat nichts damit zu tun, oder?

            • Ich glaube du irrst.
              Wenn ich auf dem Marktplatz ein Gespräch mit dem Nachbar führe, ist das dennoch privat. Da würde ich mich bespitzelt fühlen wenn er es weitergibt.
              Aber wenn ich öffentlich etwas poste, ist es so, als wenn ich auf eben jenem Markplatz mit einem Megaphon meine Meinung kundgetan hätte.

              • … und auch dann, würde ich sagen, ist es (be)spitzeln.

                Wichtig ist, dass der Spitzel im Bewusstsein der Möglichkeit einer Verfolgung auf Grundlage seines Tätigwerdens gehandelt hat.

                Duden (bessere Quelle anyone?) spricht von „jemanden heimlich beobachten, überwachen“, allerdings bezieht sich diese Heimlichkeit nicht auf den Akt der Beobachtung sondern auf das Verborgenhalten der Absicht zu spitzeln. .. wenn ich also auf dem Marktplatz stehe und mir das ganze anhöre und dann in den Bericht schreibe bin ich ein Spitzel. Wenn man das ankündigt (entweder vor oder nach der Aussage, kp ob relevant), also nicht mehr anonym ist, dann ist es vielleicht kein Spitzeln mehr, sondern, eins genereller, bloß Denunziation.

                Die deutsche Wikipedia benötigt, anders als die Englische, für die Denunziation allerdings offenbar ganz grundsätzlich niedere Beweggründe; kp wo sie das her haben. Wenn man nur ausreichend ideologisch unterwegs ist, ist jede Handlung ein altruistischer Dienst an der Menschheit. Das heißt aber nicht, dass Ideologen plötzlich nicht merh denunzieren können.

                Insofern bleib ich dabei: Bei der App geht es m.M.n. darum, Spitzel zu ermöglichen.

        • Es geht um Hassbotschaften die bereits öffentlich zugänglich und für jeden lesbar sind und heute bereits gemeldet werden können. (nur nicht bequem per App)

          Also, erkläre doch Mal, was das mit bespitzeln zu tun haben soll.

          • Hab ich oben doch erklärt. Spitzeln hat mich der Öffentlichkeit der weitergegebenen Tat nichts zu tun. … und dass es viele Wege gibt, so eine Meldung zu machen ändert doch soweit ich sehen kann auch nichts am Umstand, dass es Spitzeln ist, oder?

            Bei der Stasi gab es sicher auch mehrere Stellen an denen man das Verhalten seiner Nachbarn melden konnte. …und trotzdem waren es Spitzel. Natürlich. 😀

      • Onkel Wanja says:

        Auf sowas hat der gute Staatsbürger gewartet. Denunzieren und difamieren hat ja in diesem Land eine lange Tradition. Wozu diese App? Es ist doch kein Problem sich an die Behörden zu wenden wenn man im Netz etwas entdeckt das einem nicht geheuer ist. Bei dieser App geht es allerdings um die Anonymität, da muss man dann nicht für falsche Anschuldigungen gerade stehen. Dem Missbrauch sind hier Tür und Tor geöffnet. Derlei Apps dienen doch eher dazu Menschen zu verunsichern und ihrer Meinungsfreiheit zu berauben. Auch diese Vorprüfung die die Macher der App vornehmen ist fragwürdig. Nach welchen Kriterien wird da entschieden? Äusserung zu links, Anzeige – Äuserung zu rechts, Auge zudrücken? Aber wirklich schlimm ist das es hier Menschen gibt die so eine App auch noch gut finden, anstatt entsetzt darüber zu sein. Erschreckend welche Richtung diese Gesellschaft einschlägt. Man könnte glauben das sich die Bürger geradezu nach Totalitarismus und einer harten Hand sehnen.
        Der Autor dieses Beitrags hat leider vergessen zu erwähnen wer hinter dieser App steht. Er schreibt zwar das an die ZIT gemeldet wird, aber die ist doch nicht der Macher der App, oder? Steht etwa die AfD hinter der App, die Linkspartei oder das BMI? Das erfahren wir hier nicht. Wie wäre es mit Fakten statt Naivität, Herr Westphal. Bitte etwas mehr Tiefe.

    • Lesen hilft. Wo steht da was von Bespitzeln?

      • Lesen hilft, ersetzt allerdings kein Textverständnis.

        Anonym Leute melden in der Hoffnung ihnen damit zu schaden ist spitzeln, egal wie sie es in der App nennen oder ob es so im Artikel genannt wird.

  3. Warum gerade jene App in einem Techblog erwähnt wird, erschließt sich mir überhaupt nicht.

    • Naja, vielleicht einfach, weil es sie gibt. Als Information finde ich das auch nicht verkehrt, wie man selbst dann damit umgeht und ob man das nutzt, muss eben jeder für sich entscheiden.

    • Hmmm…eine solche App ist also weniger „Technik“ als eine von Facebook etc? Interessant.

  4. Willkommen bei der Stasi 2.0!!! Gerade anonym melden verstößt gegen das Gesetzt. Da kann ja jeder Hinz und Kunz was melden.. Die Arme GS mit ihren ZIT Leuten da immer die Wahrheit zu finden dürfte schwer werden.

    Für mich gehört so eine App schlicht weg Verboten. Im realem Leben muß ich ja auch mein Perso hin geben wenn ich bei der Polizei ne Anzeige aufgebe.

    Überings ist der Name der App schon falsch darf hier im Playstore oder Appstore nur „Petzie . Die Stasi App“ heißen

  5. Die Wiederauferstehung der Blockwarte – widerlich.
    Und Gerade die „Ossis“ hatten wohl gehofft, dem entgehen zu können.
    Und Hass ist zuallererst einmal eine Emotion, der jeder frei nachgeben kann.
    Gegen andere zu hetzen oder tätlich zu werden, ist eine ganz andere Sache und bereits ausreichend im Strafgesetzbuch berücksichtigt.
    Diese App ist einer gefestigten Demokratie unwürdig.

    • Du hast nix verstanden ^^

      • Warum? Weil der Kommentar Dir nicht passt…….
        Man könnte auch sagen, Du hast nix verstanden:
        Für sich allein genommen mag die App bei einigen vielleicht nur sauer Aufstoßen. Aber die App ist ja nur ein Puzzleteil weiterer Bausteine.
        Maskenverweigerer melden, Bundestrojaner, Vorratsdatenspeicherung, Immunitätsausweis…….
        Zusammen ergibt das genau das, was für zu DDR-Zeiten noch als undemokratisch bezeichnet haben.
        Ob etwas strafrechtlich relevant ist, ist Sache der Polizei/Justiz, aber ganz bestimmt nicht Sache einer App oder von Entwicklern.
        Wo liegt das Problem, etwas, was meiner Meinung nach strafrechtlich relevant ist, direkt der Polizei zu melden? Das geht sogar telefonisch oder online.
        Wir sind nicht nur auf dem besten Wege in den Überwachungsstaat, wir haben ihn längst.
        Und gleichzeitig Snowden als Helden feiern…..

        • Von Kuchen backen über Bremsbacken zu Arschbacken….

          Nix davon hat was mit dem Thema zu tun.

        • Ich finde es bezeichnend, dass die sachlichen und kritischen App-Rezensenten vom „Entwickler“ in seinen Antworten indirekt als „N a z i“ tituliert werden, zumindest unter iOS.
          Das halte ich z. B. für strafrelevant.
          Der User me ist offensichtlich nur ein Mensch, dem die Geschichte Deutschlands der letzten hundert Jahre nichts vermittelt hat.
          Sonst wüsste er, dass viele Juden (und auch Volksschädlinge, was auch immer das sein sollte) nur aufgrund von Denunzianten abgeholt wurden und bestialisch getötet wurden.
          Und auch der Unrechtsstaat DDR hatte unter Erich – ich liebe euch doch alle – Mielke den gigantischsten Bespitzelungs-und Denunziantenstaat am Laufen, den die Welt BIS DAHIN gesehen hat.
          Aber einige wollen anscheinend unbedingt dort wieder hin, noch grösser und noch umfassender.
          Andersdenkende mundtot machen, statt sich mit denen auseinander zu setzen, das konnte der Deutsche schon immer gut.
          Netzwerkdurchsetzungsgesetz, schwammige Rechtsbegriffe wie Hassverbrechen, Uploadfilter… etc. etc
          So sind wir auf den besten Weg in den Faschismus und ja ich benutze das Wort Faschismus auch bei Linken.
          Das Endergebnis ist nämlich das gleiche – Totalitarismus.

          • Genau so sieht es aus, danke dir Michael.
            Ich vermute mal das hier in den Kommentaren große Altersunterschiede herrschen und dadurch das Verständnis für die Aussagen bezüglich DDR fehlen.

          • „Der User me ist offensichtlich nur ein Mensch, dem die Geschichte Deutschlands der letzten hundert Jahre nichts vermittelt hat.
            Sonst wüsste er, dass viele Juden (und auch Volksschädlinge, was auch immer das sein sollte) nur aufgrund von Denunzianten abgeholt wurden und bestialisch getötet wurden.“

            Inwieweit war das Dununzieren von Juden strafrechtlich relevant gegenüber hier der Hassrede?
            Entdpann dich.

        • Erstens wird niemand gezwungen, diese App zu nutzen. Du findest sie blöd? Ignorier sie.

          Vielleicht sollte man danach erst mal durchatmen und die Sache nochmal etwas sachlicher betrachten. Die App wird zunächst mal nicht nur von im Keller sitzenden Entwicklern betrieben. Das Ganze läuft in Kooperation mit dem hessischen Justizministerium und der Zentralstelle für die Bekämpfung von Internetkriminalität. Da sitz also schon eine gewisse Fachlichkeit dahinter.

          Dann sollte man auch mal darüber nachdenken, ob denn der Weg zur Polizei immer der ist, den alle direkt bestreiten? Das mag für dich / euch vielleicht selbstverständlich sein. Aber es gibt auch Menschen, insb. jüngere, die sich ggf. scheuen, Kontakt zur Polizei zur suchen. Einfach, weil das für sie eine gewisse Hürde ist. Für diese Menschen kann diese App eine Möglichkeit sein, sich trotzdem Hilfe zu suchen und diese erste Hürde zu überwinden.

          Zum Thema Missbrauch:
          Wir bewegen uns hier im Rahmen deutscher Gesetze. D. h., mal eben den Nachbarn anschwärzen, weil der auf seinem FB Profil über meine Gartenhecke herzieht, ist nicht drin. Da würde auch jeder Staatsanwalt in Lachen ausbrechen. Sicherlich wird es nicht ausbleiben, dass Trolle versuchen werden, den Service mit unrelevanten Meldungen zu füllen.
          Aber ich finde, da muss man abwägen: Gibt man Menschen, die sich sonst nicht trauen, eine Hilfe an die Hand oder lässt man es aus Angst vor Missbrauch am besten gleich. Ich bin der Meinung, man sollte so ein Tool bereitstellen. Wie gesagt, wir bewegen uns hier auf der Grundlage deutscher Gesetze.

          Und dass niemand die AFD davon abhalten kann, beschissene Services wie das Lehrer Meldeportal selbst zu entwickeln, sollte uns ja bewusst sein. Aber allein deswegen würde ich jetzt die Hassmelden App nicht gleich verteufeln. Denn dort steht die Frankfurter Staatsanwaltschaft hinter, die nach heutigen Gesetzen arbeitet.
          Wenn die Gesetze sich irgendwann so ändern, dass man für seine Meinung ins Gefängnis kommt, dann wäre eine App das kleinste Problem. Dann ist es eh für alles zu spät.

          • „Zum Thema Missbrauch:“

            Hier verweise ich einfach mal auf den Twitter-Account von Hassmelden.de.

            Hier heißt es:
            „Liebe alle! Wir bearbeiten jeden Tag ungefähr 250 Meldungen von euch, von denen wir ein Viertel oder Fünftel stellvertretend für euch zur Anzeige bringen.“

            Wie Du erkennen kannst, ist die überwiegende Mehrheit KEINE Meldung einer Straftat bzw. handelt es sich bei dem konkreten Verhalten um KEINE Straftat

            „Vielleicht sollte man danach erst mal durchatmen und die Sache nochmal etwas sachlicher betrachten. Die App wird zunächst mal nicht nur von im Keller sitzenden Entwicklern betrieben. Das Ganze läuft in Kooperation mit dem hessischen Justizministerium und der Zentralstelle für die Bekämpfung von Internetkriminalität. Da sitz also schon eine gewisse Fachlichkeit dahinter.“

            Eventuell liest Du Dich bitte nochmals ein, hier gibt es keine Kooperation.
            Auf dem Twitter-Account von Hassmelden.de heißt es hierzu:

            „Wir streichen im Unterschied zu anderen Organisationen keinerlei öffentliche Förderungen ein.

            Seid deshalb ihr unsere Förder:innen und helft uns, euch auch weiterhin unsere Meldestelle anbieten zu können! Wir danken allen Unterstützer:innen von “

            Oder…

            „Jeder Monat, den wir unsere Plattform in unserer freien Zeit betreiben, kostet uns deshalb nicht nur zahlreiche ehrenamtliche Arbeitsstunden sondern auch einige hundert Euro an Fixkosten. Zusätzlich kommen noch – seltener – Reisekosten sowie z.B. Kosten für Porto u.ä. hinzu.“

            Die von Dir erwähnte Kooperation besteht darin, dass man die Meldungen weiterleitet.

          • Ich verstehe auch das Problem nicht. Du kannst heute schon jeden Hass einfach so der Polizei melden, geht auch annonym. Die App vereinfacht den Prozess nur. Die Staatsanwaltschaft schreitet übrigens auch nur ein wenn ein allgemeines öffentliches Interesse besteht (was bei Hetze der Fall ist), jedoch nicht beim Nachbarn der dich beleidigt hat weil du deine Hecke nicht schneidest. Da musst du immer noch selbst anzeige erstatten (nicht annonym).

        • Die nächste Thema Verfehlung. Lies doch Mal den Artikel.

  6. Ich weiß nicht, ob man das wirklich mit „Denunziantentum“ abtun sollte. Ich weiß schon, was gemeint ist, aber letztlich kann man sehr viel darunter fassen, im Zweifel auch z.B. eine konkrete Strafanzeige. Auch damit wird jemand „angeschwärzt“. Soll man das auch lassen? Viel problematischer finde ich die Formulierung „Melde Inhalte, die Du für strafrechtlich relevant hälst.“ Diese Beurteilung sollte man m.E. gerade nicht dem normalen Menschen da draußen überlassen, denn viele legen das recht „großzügig“ aus, so dass bei den Behörden sicher auch viel ankommen dürfte, was letztlich nur Zeit kostet, die an anderer Stelle besser eingesetzt wäre.
    Wenn ich wirklich etwas melden möchte, braucht es keine App, zudem bin ich der Meinung, dass anonyme Hinweise ganz grundsätzlich sehr skeptisch betrachtet werden sollten.

  7. Ich finde den Namen der App absolut falsch. Hass ist ein Gefühl und per se weder straf- noch verbietbar.

    Es kann daher nur, wie es der Artikel ganz richtig beschreibt, um strafrechtlich relevante Sachverhalte gehen, also beispielsweise Beleidigung oder Bedrohung. Dann hätte man die App aber auch entsprechend nennen sollen. Mit der gewählten Bezeichnung wird man vermutlich überwiegend „Fehlalarme“ erhalten und damit ist die App am Ende sinnlos.

  8. Erinnert an die chinesischen Apps zur Denunzierung von Schuldnern, Sonderlingen und generell auffälligen Menschen. Ob das eine Gesellschaft besser macht? Wollen wir wirklich so etwas haben?

    Mal sehen wie lange es dauert bis diese App missbraucht wird.

  9. Gute App! Danke!
    Ich melde als erstes Donald Trump. Und dann noch mal Donald Trump und vielleicht…

  10. Ist die App ein Projekt vom Neo Magazin Royale? Das Icon erinnert mich etwas an Reconquista Internetz.

  11. Die größte Sau im Land ist und bleibt der Denunziant.

  12. Alles wiederholt sich, nur neu verpackt. Leider.

  13. Klasse App. Ging schon einiges zur Anzeige, was ich gemeldet habe. Egal ob politisch rechts oder links.

  14. Im österreichischen App-Store werden mir unter „You might also like“ als erstes zwei Apps von den deutschen Grünen vorgeschlagen. Wundert mich nicht.

  15. Da heutzutage fast alles schon als „Hassrede“ gilt, sofern es nicht der politischen Korrektheit entspricht, ist die Propagierung solch einer App in diesem Technikblog, den ich ansonsten neben Golem und Heise als einer der Besten empfinde, meiner Meinung nach Fehl am Platz. In einer Zeit, in der es rassistisch ist, sich ein Zigeunerschnitzel zu bestellen, einen Mohrenkopf zu essen oder ein Buch zu besitzen, in dem es unter anderem um einen weißen Negerhäuptling (Pippi Langstrumpf) geht, ist „Hassrede“ schon das, was wir als Kinder als völlig normal und neutral empfanden.

    Die Gesetze wandeln sich immer mehr und werden enger geknüpft. Als Beispiel sei hier nur mal wertfrei §130 StGB genannt. Dieser wurde dahingehend abgeändert, dass als „Volksverhetzung“ schon zählt, wenn man „etwas“ über eine Einzelperson sagt. Umgekehrt kann das deutsche Volk nicht „verhetzt“ werden.

    Hier wird deutlich, wie engmaschiger erlaubte Meinungen sind. Was heute legitim unter „Meinungsfreiheit“ fällt, kann morgen schon wieder verboten sein. Solche Gegebenheiten sind einer Demokratie unwürdig.

    Durch Apps wie diese wird tatsächlich der Weg in einen Überwachungsstaat erleichtert. Wo früher Anzeigen erstattet wurden, wenn man persönlich Opfer einer Gewalt- oder Straftat wurde, wird heute gezielt jeder dazu aufgerufen, abweichende Meinungen zu melden. Ermittlungsbehörden werden überflüssig werden, weil jeder jeden überwacht. Bestrafungen werden automatisiert, um der Flut von gemeldeten Meinungsverbrechen Herr zu werden. George Orwell schrieb in seinem Buch „1984“ nichts über solch eine App, weil aus seiner damaligen Warte aus die digitale Entwicklung nicht vorhersehbar war. Wäre sie es gewesen, hätte er sicherlich die „Hassrede-App“ bestimmt auch in seinem Buch erwähnt.

    Ich bin weder rechts noch links. Ich bin einfach jemand, der die Entwicklung in diesem Bereich sehr düster sieht. Und deshalb solche Apps als demokratiefeindlich erachtet. Und jetzt: Meldet mich. Denn dies war ebenso eine Hassrede.

  16. „Nutzer bleiben gegenüber den Behörden und dem Täter anonym.“

    Ja, das kennen wir in Deutschland ja zu Genüge. Anonymes Denunzieren hat bei uns ja eine lange Tradition. Ekelhaft.
    Dass nur 1/4 der Meldungen zur Anzeige kommen sagt ja schon alles. Und die Zahl der daraufhin ergangenen Verurteilungen dürfte noch niedriger sein. Zumal der Gummibegriff „Hassrede“ nirgendwo definiert ist. Der kann von jedem Richter nach Gutdünken ausgelegt werden (bekanntlich sind linke Mordaufrufe immer „freie Meinungsäußerung“, während Kritik von Rechts grundsätzlich „Hassrede“ ist…..)

  17. Was auffällt ist, dass diese dubiose App mit der Zahl der Anzeigen wirbt (was ja schon alleine für sich kurios ist), man aber nichts darüber erfährt, wie viele davon überhaupt am Ende bearbeitet und nicht wieder eingestellt wurden.

    Anzeigen kann jeder so oft er mag alles und jeden, wegen fast allem.

    Peinlich ist das aber auch für die Nutzer, die offenkundig nicht in der Lage sind, selbstständig online oder persönlich bei der Polizei direkt eine Anzeige zu stellen. Es reicht gerade noch, um per Copy and Paste einen Link einzufügen und ein paar Buttons zu klicken.

  18. Toll! Eine linksgrüne Denunziations-App. Alles wie 1933

    • Vielleicht sollte man auch nicht bei jedem Thema direkt einen Nazivergleich nutzen.

      Aber Du hast schon Recht: 1933 waren die Linksgrünen wirklich das Hauptproblem oder ist heute Gegenteiltag?

  19. Tja aus der Geschichte nichts gelernt. Denunziantentum wie in Überwachungsstaaten und Diktaturen haben erst das Dritte Reich und die DDR zu dem gemacht, was sie sind. Wenn die Meinung nicht passt, dann wird es zu Hass umdeklariert und das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung vergewaltigt. Die App ist ein Symptom für Faschismus und Verfolgung Andersdenkender wie sie in Unrechtsregiment der Standard sind. Ich hoffe die Play Store Richtlinien machen dem mutmaßlich kriminellen Anbieter schnell ein Ende… oder RA Steinhöfel. Denn üble Nachrede ist das kleinste Delikt was diese App aktiv unterstützt.

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