Google will Echtzeit-Übersetzungen via AR zur Verfügung stellen

Google hat im Rahmen seiner I/O quasi parallel sowohl zurück als auch voraus geblickt: Vielleicht erinnert ihr euch noch an Google Glass? Die AR-Brille wurde mit viel Tamtam als Revolution vorgestellt. Am Ende stellte sich heraus, dass Google den Mund deutlich zu voll genommen hatte und das Projekt kam final nie für Privatkunden auf den regulären Markt. Jetzt zeigt man aber eine Funktion für Echtzeit-Übersetzungen, die doch deutlich an Googles damalige AR-Brille erinnert.

Die in einem Video gezeigte AR-Brille soll also in Echtzeit Gesprochenes erkennen und dann für euch in der Augmented Reality als übersetzte Untertitel einblenden. Ich wäre da aber eher vorsichtig: Das Video wirkt mal wieder sehr beeindruckend. Es handelt sich aber letzten Endes noch um einen frühen Prototyp und ich zweifle, wie realistisch das Dargebotene daher am Ende in Sachen Qualität und Geschwindigkeit der Übersetzung sein mag. Da erinnere ich an erste Videos von Google Glass, die sich letzten Endes als komplett überzogen entpuppten.

 

Letzten Endes wäre so eine AR-Übersetzungsbrille natürlich eine tolle Sache – sei es für Reisen oder auch Gespräche mit internationalen Kollegen. Wäre aber natürlich aus meiner Sicht vor allem für Gehörlose auch im Alltag eine enorme Hilfe. Dass Google aber nur ein marketingwirksames Video ohne technische Details vorgeführt hat, zeigt für mich, dass es wohl eher noch ein weiter Weg ist, bis so etwas wirklich als Produkt verfügbar sein könnte.

Sicherlich lohnt es sich aber, das AR-Projekt im Blick zu behalten. Ich hoffe, dass da am Ende tatsächlich ein Gerät veröffentlicht wird.

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7 Kommentare

  1. AR ist die Zukunft, spannend wird wer den ersten Durchbruch hat

  2. Den Dolmetcher auf dem Pixel 6 kennst du oder? Der macht das ganze jetzt schon ganz gut. Auch die Übersetzung in YouTube funktioniert jetzt schon erstaunlich gut. Noch etwas Feinschliff und das ganze läuft auch auf der Brille. Ich denke das Produkt ist garnicht mehr so weit weg. Über das Design der Brille kann man natürlich streiten, das ist für mich wenig ansprechend.

  3. Wäre ein Babel-Fisch nicht sinnvoller?

    • Bei der zu erwartenden mittelmäßigen Qualität der Übersetzung nicht. Wenn man das tatsächlich Gesprochene hören kann, lassen sich Sprachen leichter mischen – Satz oder auch Wortweise – und bei teilweisen Sprachkenntnissen entgleitet einem so das Gespräch nicht zwangsläufig völlig, falls die Übersetzung Mal holpert.

    • Weird Hero says:

      Willst du dir wirklich einen Fisch ins Ohr stecken?
      Die Brille wirst du schneller wieder los und sie ernährt sich nicht von deinen Gehirnwellen

  4. Ich kann mich nur auf das schlecht geschnittene Pony des Models konzentrieren. Sieht aus wie mit der Kinderschere geschnitten.

    Meine Erfahrung mit dem Google Translator ist, dass gerade die bildungsfernen Touri Arbeiter gerne mit dem Handy übersetzen. Aber da bringt AR jetzt weniger was

  5. Wäre wenn es funktioniert, natürlich eine sehr coole Sache. Größtes Problem dürften Dialekte oder Nuscheln sein. AR ist generell im Kommen von daher bin ich da sehr gespannt.

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