Google startet „mobile first“-Indexierung für bessere Suchergebnisse

Google App Artikel LogoMitte Oktober kamen Gerüchte auf, Google könne an einem neuen Index für mobile Webseiten arbeiten. Alles aber sehr vage und uneindeutig, wie das Ganze genau aussehen soll. Hier klärt Google nun auf, die Indexierung von Webseiten wird künftig nämlich tatsächlich „mobile first“ erfolgen. Google möchte somit erreichen, dass angezeigte Suchergebnisse relevanter werden. Auch heute ist es noch so, dass mobile Webseiten eine abgespeckte Version der eigentlichen Webseite darstellen. Wenn hier nun die Desktop-Webseite relevanten Inhalt bietet, die mobile Version aber nicht, findet der Nutzer vielleicht doch nicht da, wonach er sucht.

Nimmt Google nun aber die mobile Seite eines Angebots für die Indexierung, werden auch nur die Inhalte erfasst, die mobil angezeigt werden. Das bedeutet in erster Instanz erst einmal Herausforderungen für die Webmaster, möchten sie in den Suchergebnissen weit vorne erscheinen, müssen sie ihre mobile Webpräsenz entsprechend anpassen. Solche, die bereits auf ein Responsive Design setzen, sollten hier keine Probleme haben, die Inhalte sind ja in allen Versionen gleich.

Google wird diesen „mobile first“-Index langsam angehen lassen, über die nächsten Monate nur in einem kleinen Umfang damit herumtesten. Erst wenn alles so läuft, damit der Nutzer davon profitiert, wird das Ganze dann in einem größeren Maßstab angewendet. Dann sollte auch die Zeit von beschnittenen Mobilseiten vorbei sein, sie sind ja auch nicht mehr wirklich zeitgemäß, wenn man sich die Leistungsfähigkeit von mobilen Browsern und Geräten anschaut.

Webmaster sollten sich einmal diesen Google-Post zu Gemüte führen, nur um auf Nummer sicher zu gehen, dass das mobile Angebot der eigenen Seite auch tatsächlich für auch tatsächlich für Googles „mobile first“-Indexierung bereit ist.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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5 Kommentare

  1. Aufgrund der tatsächlichen Entwicklung finde ich das mehr als gut und nachvollziehbar. Ich sehe es an mir selbst, dass ich eigentlich alles am Smartphone mache, was geht. Sprich, produktives Arbeiten findet großteils am Laptop statt, da das Tippen mit richtiger Tastatur doch deutlich schneller geht und einige wichtige Programme nur unter Windows laufen bzw. einfach große Bildschirme benötigen, um sinnvoll und effizient arbeiten zu können. Alles andere passiert am Smartphone, was einfach deutlich bequemer und intuitiver ist – so auch der Großteil der Google-Suchen – sehr schön, dass Google darauf reagiert!

  2. Absolut notwendig. Viel zu wenige Seiten sind auf Mobilgeräte angepasst. wenn es mobile Versionen der Internetseite gibt, dann vielfach leider nur mit geringerem Funktionsumfang. Responsive Design ist leider noch nicht Standard.

    So setzt zB. die örtliche Tageszeitung statt dessen auf drei verschiedene Versionen (Desktop mit „normaler“ URL, Tabletversion beginnend mit „t. …“ und Mobilversion mit „m. …“). Warum kein echtes Responsive Design? Immer nervig, wenn man eine Seite aus dem Verlauf auf einem anderen Gerät aufruft und das Design nicht aufs Gerät optimiert ist.

  3. Ist auf jeden Fall ein nachvollziehbarer Schritt. Mittlerweile ist die Google Suche ja mehr als die Auflistung von relevanten Inhalten. Kommen eben noch ein paar weitere Ranking- und Indexierungsfaktoren hinzu.

  4. Aha, Schwachsinn soll durch neuen Schwachsinn besser werden? Dank Google nutze ich nun eine App, die einen Desktop simuliert, damit ich überhaupt noch surfen kann. Warum das Ganze? Weil Google unbedingt mobile Sites wollte. Nun hat man festgestellt, dass hier leider zu viele abspeckte, nicht mehr abschaltbare, mobile Versionen draus wurden, also muss nun gegengerudert werden. Das schlimme: Keine mobile Site wird den Inhalt einer Desktopsite sinnvoll darstellen können, geschweige denn die Funktionen, responsive hin oder her. Eine absolute Totgeburt, aber Google weiß es ja immer besser.

  5. Aus dem Google Dokument: „… Sites do not have to make changes to their canonical links; we’ll continue to use these links as guides to serve the appropriate results to a user searching on desktop or mobile …“

    Bedeutet das, dass Canonicals von abgespeckten Mobile URLs auf „echte“ Desktop URLs berücksichtigt werden und sich somit doch nichts ändert? Also trotzdem der Desktop Inhalt im Index landet?

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