Google: Selbstfahrende Autos fahren auch schneller als erlaubt

Ob es Google sein wird, die mit ihren selbstfahrenden Autos den Markt aufmischen, oder andere Hersteller: es ist auf jeden Fall eine Entwicklung, die spannend zu beobachten ist. Das Ganze ist sicherlich eine heikle Sache, stehen unter Umständen Menschenleben auf dem Spiel.

lexus

Hier entscheidet im Zweifelsfall eine Maschine über den nächsten Schachzug, der auf der Straße getroffen wird. Google Softwareingenieur Dmitri Dolgov hat einige Informationen zum Thema zur Verfügung gestellt, die nun bei der britischen BBC zu lesen sind.

Durch die Tatsache, dass die Maschine als oberste Priorität den Schutz der Insassen hat, ist auch das Übertreten der erlaubten Geschwindigkeit vorgesehen. So dürfen die selbstfahrenden Autos bis zu 16 km/h schneller sein, als erlaubt – sofern dies der Sicherheit dient. Die Google-Fahrzeuge analysieren die Autos in der unmittelbaren Umgebung, sodass es selber beschleunigen wird, wenn dies im Umfeld auch getan wird.

Ich bin wirklich gespannt auf die Technologie und deren breiten Einsatz. Ich bin jetzt 37 und im Rentenalter werde ich sicherlich schön entspannt von A nach B fahren können – ohne dass sich selbst am Steuer sitze.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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31 Kommentare

  1. Kann sein:) Für 95% der Fahrten will ich das auch, aber manchmal hol ich dann noch meinen Kurvenräuber raus.

  2. Wer übernimmt denn dann die eventuell anfallenden Kosten fürs Foto?

  3. @tamcore: Spontan würde ich sagen GIDF 😉

  4. Peter Sidler says:

    Endlich nach der Bierrunde legal mit dem Auto auf den Heimweg…

  5. Im Rentenalter wird wohl auch das selber Fahren im öffentlichen Verkehrsraum verboten sein, weil es längst als unkalkulierbares Sicherheitsrisiko eingestuft wurde.

  6. Oli Schlager says:

    Zitat :“im Rentenalter werde ich sicherlich schön entspannt von A nach B fahren können – ohne dass sich selbst am Steuer sitze.“
    Ich verstehe den ganzen Rummel nicht und der Mehrwert erschließt sich mir erst recht nicht – sorry, aber das was oben gesagt wurde gibt es schon seit Jahrzehnten – nennt sich Bus oder exclusiver auch Taxi !!! 😉 – denkt mal drüber nach 🙂

  7. Hätte nichts dagegen, wenn dann nach und nach das Selbstfahren generell abgeschafft wird, wenn die Teile erstmal ausgereift sind. Dürfte das Sicherheitsrisiko enorm verringern 😉

  8. Ich wäre froh wenn es schneller kommt.
    Von mir aus schon morgen. Dann könnte ich morgens auf dem Weg zur Arbeit die Zeitung lesen etc.

  9. @Cashy
    Was stimmt denn derzeit mit deinem Kommentarsystem nicht mehr?
    Gerade erstellte Kommentare sehe ich erst Stunden später und somit lassen sich die selbst erstellten nicht mehr bearbeiten.

  10. Oli: Ja, weil Leute für nen Geschäftstermin auch so gerne den Bus oder nen Taxi nehmen. Ist ja so günstig und praktisch… Man muss nur an all die Leute denken, die von ihrer Firma nen dicken BMW oder Mercedes gesponsort kriegen, damit sie jede Woche durchs Land hetzen. Der Preis des Autos deutet an, dass die Firmen hier bereit sind einiges auszugeben. Zudem könnte dann der relativ hochbezahlte Mitarbeiter während der Fahrt noch in aller Ruhe seine Unterlagen vorbereiten und der Arbeitgeber muss nicht tausende Euro für Stunden vorm Steuern abdrücken. Und im privaten Bereich gibt es natürlich das Ehepaar, das mit Kind und Kegel und Skiausrüstung, Campingkocher und Kinderbettchen 1000km in den Urlaub fährt. Wenn Autoautos es also auch nur schaffen sollten auf Autobahnen zu fahren wäre das schon ein riesiger Gewinn.

  11. Ich denke, dass in einer Zeit von autonomen Robotern und umfangreichen Sensoren keine Geschwindigkeitsbegrenzungen mehr von Nöten sind. Manchmal ist schnelleres fahren wirtschaftlicher. In diversen Städten fährt man bekanntlich nur dann auf der grünen Welle, wenn man statt 50 ca 60 fährt…
    Der große Sprung wird eh erst kommen, wenn wir die Energiepreicher revolutioniert haben. Stichwort wäre hier „freie Energie“ oder „Raumenergie“

  12. Ich würde das Fahrzeug rooten und die 16% auf 30%, ach was solls 50%, hochschrauben 🙂

  13. @Anon: Die Autos kosten den Firmen kaum etwas, durch entsprechende Steuertricks, zahlt der Staat ihnen den Fuhrpark. Um die heimische Wirtschaft zu fördern gibt es die Firmenwagensubvention.
    Als Unternehmer nimmt man dann natürlich nicht den Kleinwagen, sondern die Premium-Klasse.

  14. Kommt hier irgendeiner auf die Idee das man Autos selbst fahren will weil es einfach Spaß, Unabhängigkeit und auch ein Stück Entscheidungsfreiheit bedeutet? Bei einigen der Kommentatoren drängt sich im übrigen das Gefühl auf, dass es des Life time Nursing bei ihnen bedarf. Und was arbeiten und Reisen betrifft, dafür gibts bereits ein öffentliches Transportsystem.

  15. Kannst du sich heute schon haben! Wenn du mal wieder in Dortmund bist, fahre ich dich auch mal eine Runde um den Wall, wenn du magst; op

  16. @Michel: Ich muss meistens nur zum Alten Markt und Umgebung 😉

  17. @Diana: Dann fahr halt auf der GoKart-Strecke! Dort gefährdest du wenigstens keine Leben, so wie du es auf der Straße tun würdest!

    Spaß hört da auf, wo es für andere gefährlich wird!

  18. @Peter

    Leben führt prinzipiell zum Tod und gefährdet die Gesundheit, bei allen Infizierten. Was Dein oersönliches Betreuungsbedürfnis betrifft und Deine Phobien im Straßenverkehr, Du kannst das ja bei Dir gern alles behandeln lassen, Deinen autoritären Ton kannst Du dir allerdings dahin schieben wo die Sonne nicht scheint. Ich mag mir weder von Dir noch von anderen Menschen etwas audrängen lassen. Dazu ist mein persönliches Freiheitsbedürfnis zu ausgeprägt. Dein faschistoid alarmistischer Ton spricht Bände. Während ich für freie Wahl bin, gibts in Deiner Welt nur eine Richtung. Nein Danke.

    Darf ich raten, wenn Du schon wählen darfst, dann ist es Rot/Grün. Dabei tendenziell eher grün, da die so schön Totalitär sind.

  19. @Peter, bleib bitte dem Straßenverkehr fern, wenn dir das keinen Spaß macht. Nur Menschen denen Autofahren Freude bereitet können sicher und verantwortungsvoll fahren. Wer keinen Spaß beim Autofahren hat ist meist ängstlich oder aggressiv, beides Faktoren, die ein erhebliches Gefahrenpotential darstellen!

  20. Wo ist denn da der Spaß sich über den blöden Vordermann aufzuregen? 😀

  21. https://www.youtube.com/watch?v=7Pq-S557XQU auf englisch aber sehr cool gemacht und etwas beängstigend – passt aber ein wenig zum thema

  22. Diana hat es auf den Punkt gebracht: Autos sind keineswegs praktische oder gar vernünftige Fortbewegungsmittel sondern einfach nur ein Stück Lebensgefühl
    Deswegen läßt sich damit ja auch so gut Geld machen und deswegen müssen Firmenwagen auch ordentlich protzen 😉 !

    Kein anderes Land ist allerdings so blöd und läßt tausende (oft langsame (unfreie?) ) Menschen wegen dieses „Freiheitsgefühls“ verrecken indem es die Tempolimits abschafft.

    In Politik braucht’s aber noch etwas Nachhilfe: Vernünftige Ansichten (Freiheit (Spaß) ist zuerst die Freiheit (Gefahrenvermeidung) der anderen) sind keineswegs faschistoid – nochmal in die Lehr- und Wörterbücher schauen :-). Und die Grünen sind auch schon lange keine totalitäre Partei mehr…

    Zum Thema: Es ist schade, daß in diese Forschung so viel Geld reingepumpt wird anstatt in flexible und kostenlose öffentliche Nahverkehrssysteme (da könnte man sicherlich spannende On-Demand-Geschichten entwickeln – die Informatik hält da bestimmt was für bereit!)

  23. Auto Beobachter says:

    Selbstfahrende Züge gibts doch schon. Will niemand einsteigen – „Ich lass mich doch nicht von einer Maschine fahren“. Komisch das es bei Autos mehr akzeptiert wird. Ja dann gibt es den autonomen öffentlichen Verkehr eben durch die Hintertür 😉

  24. Kann’s kaum erwarten das erste rom auf mein Auto zu flashen 🙂

  25. Wie egoistisch manche Leute hier sein können, um auf so fahrlässige weise Tod & Verletzungen anderer in Kauf nehmen nur weil sie selbst etwas „Spaß“ haben möchten, kann ich absolut nicht nachvollziehen!

  26. Da gibt es eigentlich auch überhaupt keine Rechtfertigung für! Fahrspaß ist eine Sache, aber wenn auf der anderen Seite Tod & Verderben Anderer stehen, sollte man zum wohl aller darauf verzichten. Bzw. sich diesen auf speziellen Fahrstrecken suchen, fernab vom Straßenverkehr (gibt es z.b. für Motorräder).

  27. @Niranda

    Freie Energie und Raumenergie? Gibt’s nicht gerade ein paar Illuminaten oder Bilderberger, die Deiner wertvollen Aufmerksamkeit bedürfen?

    Und an Peter, Guntram und andere: Fahrspaß und Sicherheit sind doch keine Antonyme… Wer drängelt und andere gefährdet gehört aus dem Verkehr gezogen. Wenn die Verkehrslage, das Auto und die Fähigkeit des Fahrers es erlauben, spricht aber wohl nichts gegen zügiges Fahren. Im Übrigen haben wir in Deutschland ohne generelles Tempolimit nicht mehr Verkehrstote als Länder mit einem solchen. Und dann schau mal, wie viele davon auf der Autobahn und wie viele auf Landstraßen sterben.

    • @Joe: Selbst wenn die von Dir angegebene (aber nicht zitierte) Gleichheit der Gesamt(!)verkehrstoten bestünde (relativ auf Bevölkerung etc. gewichtet?), wo ist denn das ganze mal nach den Ursachen aufgeschlüsselt? Ich finde dazu leider nix und denke mir meinen Teil, warum das so ist…

      Denn: Auf der Landstraße gibt es aus zwei Gründen mehr Verkehrstote (ich nehme zu Deinen Gunsten an, daß die Zahlen prozentual am jeweiligen Gesamtverkehrsaufkommen gewichtet wurden):
      1.) keine getrennten und viel engere Fahrbahnen ohne Leitplanken etc.
      2.) die Tempolimits auf Landstraßen werden (weil sie ja so restiktiv sind 😉 ) auch viel häufiger gebrochen (zumindest dies ließ sich ergooglen: http://www.spiegel.de/auto/aktuell/tempolimit-auf-autobahnen-liebe-macht-blind-a-898824.html) .

      Damit sind Zahlen die weniger Unfälle auf Autobahnen als auf Landstraßen zählen für die Frage des Tempolimits völlig irrelevant!

      Es muß also einfach abgewogen werden zwischen dem (von der Autoindustrie geschickt erwecktem) Interesse an „Fahrspaß“ und dem allgemeinen Interesse des Überlebens.

      Woher das ehemalige Investigativjournal Spiegel auch immer seine Zahlen hat, ich möchte aus obiger Quelle zitieren:

      „Die Anzahl der Verkehrstoten ist auf Autobahnabschnitten ohne Tempolimit um 28 Prozent höher als auf Strecken, auf denen nicht gerast werden darf. Selbst wenn der Unterschied lediglich ein Prozent betrüge, dann wären das immer noch genug tödliche Unfälle, die man mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit verhindern könnte.“

      Die Zahl dürft ihr gerne kritisieren (und alternative Statistiken zitieren) – der Aussage dürfte wohl aber kein des Menschseins fähiges Wesen widersprechen.

  28. Danke für das lange Statement. Mir zuliebe musst Du gar nichts unterstellen. Fakt ist, dass auf Landstraßen mehr Menschen bei Unfällen ums Leben kommen, als auf Autobahnen. Und das, obwohl dort weitaus weniger Autos insgesamt bewegt werden, als auf Autobahnen. Insofern wird das Tempolimit auf Autobahnen regelmäßig für zu wichtig genommen. Nun zu argumentieren, das läge an Geschwindigkeitsüberschreitungen auf Landstraßen… Merkst Du selbst, oder? Möchtest Du mir a) sagen, dass Geschwindigkeitsbeschränkungen eh nichts bringen oder b), dass bei Statistiken auf Landstraßen Geschwindigkeitsüberschreitungen relevant gewichtet werden müssen, auf Autobahnen aber nicht? 😉

    Tatsächlich sinnvoll wäre es, auf Autobahnen mal mehr qualitative Verkehrskontrollen durchzuführen. Dann könnte man
    – die Drängler, die keinen Sicherheitsabstand halten,
    – die konstanten Mittelspurfahrer, die auch langsame Fahrzeuge auf die ganz linke Spur zwingen,
    – die Überholignoranten, die, auch wenn sie halb so schnell sind, 30m vor dem überholenden Fahrzeug ausscheren,
    – die Rechtsüberholer
    und viele mehr zu einem sichereren Fahren anhalten oder sie ggf. aus dem Verkehr ziehen. Ich schaffe es jedenfalls, trotz Spaß am Fahren mein Auto sicher durch den Verkehr zu bewegen und habe auf > 600.000km noch keinen Unfall verursacht oder andere gefährdet.

  29. @Joe: Den Punkt mit den qualitativen Kontrollen teile ich ansonsten natürlich auch.

    Mir ging es aber um das Pseudoargument, es sei gefährlicher Landstraße zu fahren.
    ABER: Das hat rein gar nichts mit dem Tempolimit auf Autobahnen zu tun. Ich wiederhole gerne den ersten Satz des Zitats:
    „Die Anzahl der Verkehrstoten ist auf Autobahnabschnitten ohne Tempolimit um 28 Prozent höher als auf Strecken, auf denen nicht gerast werden darf.“

    Was folgt daraus (unemotional, rein logisch)?
    Einführen eines Tempolimits senkt die absolute Zahl der Verkehrstoten.

    Punkt. Aus.

  30. Der Fakt ist nicht abzustreiten. Aber: Fakt ist auch, dass es noch viel weniger Unfälle gäbe, wenn nirgends schneller als 30km/h gefahren würde. Folgt daraus, dass man ein generelles Tempolimit von 30km/h – auch auf Autobahnen – einführen sollte? Dass das absurd wäre, leuchtet wohl ein. Insofern stimme ich auch dem zitierten Spiegel Kommentar (der übrigens als Kommentar gerade keinen Anspruch auf objektiven Journalismus erhebt) nicht zu.

    Es geht – wie fast immer bei der Regulierung und Gesetzgebung – um die Verhältnismäßigkeit. Und da bin ich – rein persönlich – der Auffassung, dass es viel sinnvoller wäre, qualitativ zu regulieren. Und ja, ich fahre auch gern schnell. Aber auch nur, wenn es Auto, Witterung und Verkehrsverhältnisse zulassen.

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