Google: Selbstfahrende Autos fahren auch schneller als erlaubt

Ob es Google sein wird, die mit ihren selbstfahrenden Autos den Markt aufmischen, oder andere Hersteller: es ist auf jeden Fall eine Entwicklung, die spannend zu beobachten ist. Das Ganze ist sicherlich eine heikle Sache, stehen unter Umständen Menschenleben auf dem Spiel.

lexus

Hier entscheidet im Zweifelsfall eine Maschine über den nächsten Schachzug, der auf der Straße getroffen wird. Google Softwareingenieur Dmitri Dolgov hat einige Informationen zum Thema zur Verfügung gestellt, die nun bei der britischen BBC zu lesen sind.

Durch die Tatsache, dass die Maschine als oberste Priorität den Schutz der Insassen hat, ist auch das Übertreten der erlaubten Geschwindigkeit vorgesehen. So dürfen die selbstfahrenden Autos bis zu 16 km/h schneller sein, als erlaubt – sofern dies der Sicherheit dient. Die Google-Fahrzeuge analysieren die Autos in der unmittelbaren Umgebung, sodass es selber beschleunigen wird, wenn dies im Umfeld auch getan wird.

Ich bin wirklich gespannt auf die Technologie und deren breiten Einsatz. Ich bin jetzt 37 und im Rentenalter werde ich sicherlich schön entspannt von A nach B fahren können – ohne dass sich selbst am Steuer sitze.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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31 Kommentare

  1. https://www.youtube.com/watch?v=7Pq-S557XQU auf englisch aber sehr cool gemacht und etwas beängstigend – passt aber ein wenig zum thema

  2. Diana hat es auf den Punkt gebracht: Autos sind keineswegs praktische oder gar vernünftige Fortbewegungsmittel sondern einfach nur ein Stück Lebensgefühl
    Deswegen läßt sich damit ja auch so gut Geld machen und deswegen müssen Firmenwagen auch ordentlich protzen 😉 !

    Kein anderes Land ist allerdings so blöd und läßt tausende (oft langsame (unfreie?) ) Menschen wegen dieses „Freiheitsgefühls“ verrecken indem es die Tempolimits abschafft.

    In Politik braucht’s aber noch etwas Nachhilfe: Vernünftige Ansichten (Freiheit (Spaß) ist zuerst die Freiheit (Gefahrenvermeidung) der anderen) sind keineswegs faschistoid – nochmal in die Lehr- und Wörterbücher schauen :-). Und die Grünen sind auch schon lange keine totalitäre Partei mehr…

    Zum Thema: Es ist schade, daß in diese Forschung so viel Geld reingepumpt wird anstatt in flexible und kostenlose öffentliche Nahverkehrssysteme (da könnte man sicherlich spannende On-Demand-Geschichten entwickeln – die Informatik hält da bestimmt was für bereit!)

  3. Auto Beobachter says:

    Selbstfahrende Züge gibts doch schon. Will niemand einsteigen – „Ich lass mich doch nicht von einer Maschine fahren“. Komisch das es bei Autos mehr akzeptiert wird. Ja dann gibt es den autonomen öffentlichen Verkehr eben durch die Hintertür 😉

  4. Kann’s kaum erwarten das erste rom auf mein Auto zu flashen 🙂

  5. Wie egoistisch manche Leute hier sein können, um auf so fahrlässige weise Tod & Verletzungen anderer in Kauf nehmen nur weil sie selbst etwas „Spaß“ haben möchten, kann ich absolut nicht nachvollziehen!

  6. Da gibt es eigentlich auch überhaupt keine Rechtfertigung für! Fahrspaß ist eine Sache, aber wenn auf der anderen Seite Tod & Verderben Anderer stehen, sollte man zum wohl aller darauf verzichten. Bzw. sich diesen auf speziellen Fahrstrecken suchen, fernab vom Straßenverkehr (gibt es z.b. für Motorräder).

  7. @Niranda

    Freie Energie und Raumenergie? Gibt’s nicht gerade ein paar Illuminaten oder Bilderberger, die Deiner wertvollen Aufmerksamkeit bedürfen?

    Und an Peter, Guntram und andere: Fahrspaß und Sicherheit sind doch keine Antonyme… Wer drängelt und andere gefährdet gehört aus dem Verkehr gezogen. Wenn die Verkehrslage, das Auto und die Fähigkeit des Fahrers es erlauben, spricht aber wohl nichts gegen zügiges Fahren. Im Übrigen haben wir in Deutschland ohne generelles Tempolimit nicht mehr Verkehrstote als Länder mit einem solchen. Und dann schau mal, wie viele davon auf der Autobahn und wie viele auf Landstraßen sterben.

    • @Joe: Selbst wenn die von Dir angegebene (aber nicht zitierte) Gleichheit der Gesamt(!)verkehrstoten bestünde (relativ auf Bevölkerung etc. gewichtet?), wo ist denn das ganze mal nach den Ursachen aufgeschlüsselt? Ich finde dazu leider nix und denke mir meinen Teil, warum das so ist…

      Denn: Auf der Landstraße gibt es aus zwei Gründen mehr Verkehrstote (ich nehme zu Deinen Gunsten an, daß die Zahlen prozentual am jeweiligen Gesamtverkehrsaufkommen gewichtet wurden):
      1.) keine getrennten und viel engere Fahrbahnen ohne Leitplanken etc.
      2.) die Tempolimits auf Landstraßen werden (weil sie ja so restiktiv sind 😉 ) auch viel häufiger gebrochen (zumindest dies ließ sich ergooglen: http://www.spiegel.de/auto/aktuell/tempolimit-auf-autobahnen-liebe-macht-blind-a-898824.html) .

      Damit sind Zahlen die weniger Unfälle auf Autobahnen als auf Landstraßen zählen für die Frage des Tempolimits völlig irrelevant!

      Es muß also einfach abgewogen werden zwischen dem (von der Autoindustrie geschickt erwecktem) Interesse an „Fahrspaß“ und dem allgemeinen Interesse des Überlebens.

      Woher das ehemalige Investigativjournal Spiegel auch immer seine Zahlen hat, ich möchte aus obiger Quelle zitieren:

      „Die Anzahl der Verkehrstoten ist auf Autobahnabschnitten ohne Tempolimit um 28 Prozent höher als auf Strecken, auf denen nicht gerast werden darf. Selbst wenn der Unterschied lediglich ein Prozent betrüge, dann wären das immer noch genug tödliche Unfälle, die man mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit verhindern könnte.“

      Die Zahl dürft ihr gerne kritisieren (und alternative Statistiken zitieren) – der Aussage dürfte wohl aber kein des Menschseins fähiges Wesen widersprechen.

  8. Danke für das lange Statement. Mir zuliebe musst Du gar nichts unterstellen. Fakt ist, dass auf Landstraßen mehr Menschen bei Unfällen ums Leben kommen, als auf Autobahnen. Und das, obwohl dort weitaus weniger Autos insgesamt bewegt werden, als auf Autobahnen. Insofern wird das Tempolimit auf Autobahnen regelmäßig für zu wichtig genommen. Nun zu argumentieren, das läge an Geschwindigkeitsüberschreitungen auf Landstraßen… Merkst Du selbst, oder? Möchtest Du mir a) sagen, dass Geschwindigkeitsbeschränkungen eh nichts bringen oder b), dass bei Statistiken auf Landstraßen Geschwindigkeitsüberschreitungen relevant gewichtet werden müssen, auf Autobahnen aber nicht? 😉

    Tatsächlich sinnvoll wäre es, auf Autobahnen mal mehr qualitative Verkehrskontrollen durchzuführen. Dann könnte man
    – die Drängler, die keinen Sicherheitsabstand halten,
    – die konstanten Mittelspurfahrer, die auch langsame Fahrzeuge auf die ganz linke Spur zwingen,
    – die Überholignoranten, die, auch wenn sie halb so schnell sind, 30m vor dem überholenden Fahrzeug ausscheren,
    – die Rechtsüberholer
    und viele mehr zu einem sichereren Fahren anhalten oder sie ggf. aus dem Verkehr ziehen. Ich schaffe es jedenfalls, trotz Spaß am Fahren mein Auto sicher durch den Verkehr zu bewegen und habe auf > 600.000km noch keinen Unfall verursacht oder andere gefährdet.

  9. @Joe: Den Punkt mit den qualitativen Kontrollen teile ich ansonsten natürlich auch.

    Mir ging es aber um das Pseudoargument, es sei gefährlicher Landstraße zu fahren.
    ABER: Das hat rein gar nichts mit dem Tempolimit auf Autobahnen zu tun. Ich wiederhole gerne den ersten Satz des Zitats:
    „Die Anzahl der Verkehrstoten ist auf Autobahnabschnitten ohne Tempolimit um 28 Prozent höher als auf Strecken, auf denen nicht gerast werden darf.“

    Was folgt daraus (unemotional, rein logisch)?
    Einführen eines Tempolimits senkt die absolute Zahl der Verkehrstoten.

    Punkt. Aus.

  10. Der Fakt ist nicht abzustreiten. Aber: Fakt ist auch, dass es noch viel weniger Unfälle gäbe, wenn nirgends schneller als 30km/h gefahren würde. Folgt daraus, dass man ein generelles Tempolimit von 30km/h – auch auf Autobahnen – einführen sollte? Dass das absurd wäre, leuchtet wohl ein. Insofern stimme ich auch dem zitierten Spiegel Kommentar (der übrigens als Kommentar gerade keinen Anspruch auf objektiven Journalismus erhebt) nicht zu.

    Es geht – wie fast immer bei der Regulierung und Gesetzgebung – um die Verhältnismäßigkeit. Und da bin ich – rein persönlich – der Auffassung, dass es viel sinnvoller wäre, qualitativ zu regulieren. Und ja, ich fahre auch gern schnell. Aber auch nur, wenn es Auto, Witterung und Verkehrsverhältnisse zulassen.

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