Google Play Store erhält bald einen Inkognito-Modus

Google bereitet für seinen Play Store einen Inkognito-Modus vor. Das haben die Spürhunde von XDA-Developers aus dem Code eines APKs abgeleitet. Außerdem soll der Play Store in Zukunft davor warnen, wenn Apps selbst versuchen könnten weitere Anwendungen auf euer Smartphone oder Tablet zu hieven.

Noch ist keines der beiden Features scharf geschaltet. Hinweise auf den Inkognito-Modus finden sich aber bereits in den Strings des Google Play Stores v17.0.11. Was der Modus bringen soll? Ihr könnt dann eine Session starten, ohne dass Google beim Stöbern im Store eure Daten (z. B. für nachfolgende Empfehlungen) mitschneidet.

In Bezug auf die Installationen geht es um das Sideloading. Früher konnte man in den Systemeinstellungen bekanntermaßen die Installation von Apps aus unbekannten Quellen generell genehmigen. Nun wird das seit Android 9.0 Pie anders gelöst und ihr ladet eine APK-Datei etwa über Chrome herunter und müsst dem Browser dann die Erlaubnis erteilen, das jeweilige APK für die Installation vorzubereiten. Da soll nun offenbar auch der Play Store direkt ansetzen und euch daran erinnern Apps diese Berechtigung auch wieder zu entziehen, damit sie später keinen Müll in eurer System schaufeln.

So wie es aussieht, wird der Play Store euch ermahnen die Berechtigungen von Apps zu prüfen, wenn jene selbst das Recht einfordern per Sideload Anwendungen zu installieren. Google will damit wohl nicht grundsätzlich das Sideloading von Apps verhindern, sondern einfach die Sicherheit verbessern. Etwa kann es ja sinnvoll sein, einer App die Berechtigungen für das Sideloading einmalig zu gewähren – danach sollte man diese Rechte aber wieder zurücknehmen, statt sie permanent ohne Sinn bestehen zu lassen. Letzteres sieht Google aufgrund möglicher Angriffe wohl nicht so gerne.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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12 Kommentare

  1. Damit, falls meine Frau mal mein Smartphone in die Hände bekommt, auf Google Play nicht lauter Anzeigen für Dating-Apps auftauchen weil ich mir im Inkognito-Modus Tinder installiert habe? Ok, warum nicht.

    Würde ich auch eher implementieren als vollständige Backupmöglichkeiten für die Einrichtung eines neuen Smartphones. Man muss eben Prioritäten setzen. Anscheinend stören sich außer mir nicht viele bei einem neuen Smartphone stundenlang Apps (wieder genau gleich) einzurichten.

    • Zitat: “ Anscheinend stören sich außer mir nicht viele bei einem neuen Smartphone stundenlang Apps (wieder genau gleich) einzurichten.“

      Das es dafür bei Android, noch immer keine komfortable Lösung gibt, ist nicht nachvollziehbar.
      NDERE….*hüstel*….kriegen das doch auch hin…;-)

      • Die meisten Apps bieten aber Backup Lösungen an.
        Ich habe erst letztens ein S10+ und danach ein Note 10+ eingerichtet. Es ist fast langweilig, im Gegensatz zu früher. Google selbst – oder auch Samsung – hilft bei den Passwörtern, wenn man möchte.
        Ehrlich gesagt finde ich es beim IPhone zwar bequem, aber auch fade. Ich schiebe das Backup drauf und habe dasselbe Telefon wie immer.
        Für mich ist eine Neueinrichtung auch immer ein kleines Ritual und bei der Gelegenheit miste ich auch gleich aus. Da finden sich immer Programme die man eigentlich nicht nutzt. Abgesehen davon ändere ich dann ganz gerne mal den Homescreen. So schlimm wie immer dargestellt ist es längst nicht mehr.
        Ich kann mich noch an Android 2.x erinnern und das war wirklich ein Krampf.

    • Die Möglichkeiten gibt es schon lange: https://developer.android.com/guide/topics/data/backup

      Wenn mehr gebraucht wird steht Google Drive auch sehr einfach zur Verfügung. Du solltest den App-Entwicklern auf die Finger hauen, nicht Google.

      • @A Gutes Argument, wenn´s denn so ist. Aber ist das dann iphone-like quasi ein Image was gebackupd wird? Bin erst seit ein paar Monaten bei den Androiden u. alles was ich bisher sah, war wenig komfortabel.Gruss

        • Wenn du Android einrichtest, wirst du schon lange gefragt, ob du aus einem Backup wiederherstellen willst. Da sind dann auch die App-Daten drin enthalten, also ziemlich ähnlich zu Apple.

          • @A Danke! Gut zu wissen, schau ich mir mal genauer an…;-). Meine bisherigen Erfahrungen mit Android fußten auf einem 2013er Nexus 7 mit Android 6, was ich Anfang des Jahres unter großen „Schmerzen“ neu aufgesetzt habe….:-)).Gruss

          • Man wird zwar gefragt und die Apps installiert, aber zum aller größten Teil ohne die Daten der App. Also gilt generell: neu einrichten.

            ADB Befehle sind wohl nicht nur für mich ein No-Go.

    • Wenn du dir da drum Gedanken machst, dann solltest du vielleicht ein komplett eigenes Profil anlegen in den Einstellungen und am besten ne zweite esim drin haben… (Glaub das geht unter iOS ja immernoch nicht mit seperaten Profilen)
      Dann kannst du dich da schön ausleben und
      Funktioniert übrigens auch mit 3,4,5,.. Profilen wenn du ein so geiler Hengst bist ¯\_(ツ)_/¯

  2. Wie verhält sich das dann mit F-Droid? Gilt der dann als App mit Sideload? Weil, herunterladen tut der Store ja. Nur die Installation läuft dann wieder über Android. Oder nicht? Bin da nicht sicher.

    • Erst die App freigeben zum installieren von F-Droid (z. B. Browser). Dann F-Droid freigeben zum installieren aus unbekannten Quellen. Der anderen App kann die Freigabe ha wieder entzogen werden…

      • Ok, danke. Ich muss also nur dem F-Droid weiterhin die Downloads erlauben.
        Den lade ich sowieso eh meist am Rechner runter und packe es mittels Freigabe über den Solid Explorer aufs Handy. Mach ich immer so bei apks, die nicht aus dem Play Store kommen. Kann man zumindest spaßeshalber mal einen Virenscanner drüber laufen lassen.

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