Google Pixel: Call Screening in Deutschland

Wir haben hier schon Mitte Oktober über Call Screening (im Deutschen Anruf-Screening) auf Pixel-Smartphones von Google informiert. Was wird dabei gemacht? Mit der Funktion „Call Screening“ können Anwender herausfinden, wer sie anruft und warum. Außerdem lassen sich damit Spamanrufe verhindern. Ruft beispielsweise eine unbekannte Nummer an, dann wird nicht nur geprüft, wer sich hinter dieser Nummer verbirgt, der Google Assistant kann für euch auch ans Telefon gehen und nachfragen, wer dran ist und was der Grund des Anrufs ist. Anrufe von Personen aus eurer Kontaktliste werden nicht geprüft.

Mit dem Anruf-Screening wird mithilfe der Antwort des Anrufers und durch einen Abgleich mit der Google-Datenbank zu bekannten Spammern und automatisierten Anrufen ermittelt, ob es sich um einen Spamanruf handelt. Dazu muss die Einstellung „Anrufer- und Spam-ID“ aktiviert sein. Ein erkannter Spamanruf wird dann ohne Benachrichtigung an euch abgelehnt. Bei Anrufen, die von Call Screening nicht als Spam erkannt werden, klingelt euer Google Pixel und Nutzer sehen, wie der Anrufer antwortet. Anschließend könnt ihr den Anruf annehmen oder ablehnen.

Grundsätzlich wurde die Funktion für Deutschland mit dem Pixel 6 angekündigt. Sie kam aber erst einige Zeit später bei den Nutzern an, da Google nach und nach die Funktion freischaltete – da aber auch nur für Nutzer der Betaversion der Telefon-App, dafür aber auch auf älteren Pixel-Geräten. Mittlerweile ist Google dazu übergegangen, die Funktion in die finale Version der Telefon-App zu übertragen, sodass Pixel-Nutzer da bereits Zugriff haben sollten oder bald werden. Wir haben das Ganze natürlich da mal durchgetestet – und obwohl ich wirklich deutlich gesprochen habe, war das Transkript mittelmäßig, vielleicht war es Google aber auch einfach zu früh oder mein Text zu lang.

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45 Kommentare

  1. Dr. Rudi Winkler says:

    Mich würde mal der Datenschutz interessieren. Welche Daten werden dabei konkret an Google weitergegeben?

    • Ist doch ganz einfach zu beantworten. Es werden ALLE Daten die Google bisher vom Anrufer gesammelt hat und zum Abgleich benötigt übertragen. Je mehr, umso genauer der Abgleich und die Chance den unerwünschten Anruf abzuwimmeln. Immer dieses Datenschutzgejammer, wenn eine neue Funktion mit Mehrwert für den User und Google eingeführt wird.

      • Immer dieses Schmarotzertum, Andere (hier: Mit ihren (auch biometrischen!) Daten) für die eigene Bequemlichkeit/Faulheit bezahlen lassen zu wollen.

        Werfen Sie mit ihren eigenen Daten nach Herzenslust um sich (sie haben ja nichts zu verbergen!!1!), aber Solches Dritten abzuverlangen (eher: Unterzuschieben, der gemeine Anrufer kennt die technischen Hintergründe von Google Assistant nicht) ist mMn schon recht übergriffig.

        • und genau deswegen werden die Daten das Anrufers NICHT an Google weitergeleitet…

          • Also ich würde meine Hand dafür nicht ins Feuer legen, dass die Daten des Anrufers NICHT an Google durchgereicht werden. Der Hinweis auf das „zwischenschalten“ des Google-Assistant sagt doch eigentlich was anderes. Im Supportbereich heißt es ja „nur“, dass die Daten nicht (dauerhaft) gespeichert werden.

          • Oliver Müller says:

            Das ist falsch. Android sendet die Nummer von unbekannten Anrufern an Google, wenn die Option „Anrufer- und Spam-ID“ aktiviert ist.

            • Aber im Artikel geht es um das Call Screening. Und da wird nix geschickt. Daher ist es Datenschutzrechtlich unbedenklich… Sonst müsste man auch jede Mailbox oder AB verbieten

              • Oliver Müller says:

                > Aber im Artikel geht es um das Call Screening.

                Nicht nur. Nochmal lesen.

                > Sonst müsste man auch jede Mailbox oder AB verbieten

                Nein. Du hast das Problem nicht verstanden.

      • @Mr. T „Immer dieses Datenschutzgejammer“
        Dann poste doch endlich deinen Geldgeber mitsamt Höhe vom Einkommen, Realnamen, Adresse, Telefon und Personalausweiskopie.

        Ich wüsste allerdings lieber, weshalb Google laufend die „kein Assistent“ Einstellung ignoriert und immer mal wieder „Anrufer-ID und Spam-ID“ gegen meinen Wunsch aktiviert. Oder von mir für Apps eingestellte Rechte trotz Verbotsschalter deaktiviert oder die Schalterstellung rückgängig macht. „Vertrauenswürdig“ geht doch anders, und Apple ist (nicht nur) für mich keine echte Alternative.

        • >Dann poste doch endlich deinen Geldgeber mitsamt Höhe vom Einkommen, Realnamen, Adresse, Telefon und Personalausweiskopie.

          Warum sollte ich das tun? Wer ein berechtigtes Interesse an solchen Daten hat kann sich diese doch besorgen. Ich bestätige doch, wie vermutlich die Meisten, immer das ich die Datenschutzerklärung gelesen und verstanden habe. Obwohl man dieses Juristen-Geschwurbel kaum verstehen kann.

      • Oliver Müller says:

        Das ist kein Gejammer, sondern eine berechtigte Frage. Mit der Nutzung dieser Funktion verstößt man gegen die DSGVO.

    • Meines Wissens nach gar keine, das passiert komplett auf dem Telefon.

      • „obwohl ich wirklich deutlich gesprochen habe, war das Transkript mittelmäßig“ deutet in der Tat darauf hin, dass zumindest die Sprachaufnahme nicht an Google/Dritte übermittelt, sondern geräteintern transkribiert wird.
        Aber ist das auch z.B. mit der TelNo so? Hält das Pixel wirklich lokal umfangreiche Datenbanken vor?

        @Caschy: Könnten Sie da nicht bitte Näheres in Erfahrung bringen?

  2. Die indischen Microsoft Support Anrufer kennen auch keinen Datenschutz! Ich finde die Funktion gut und die wird bestimmt noch verbessert im laufe der Zeit.

  3. Ich hab das auch seit ein paar Tagen, allerdings fehlen da irgendwie 50% der Features im Gegensatz zu den US. Hat da einer in den Settings mehr Einstellungsmöglichkeiten als die Stimme zu ändern?
    Z.b. Automatisches Screening, Audio speichern etc. wie hier https://www.androidcentral.com/sites/androidcentral.com/files/styles/xlarge/public/article_images/2021/06/how-to-call-screen-ss3.jpg

  4. Letztes Wochenende war die Funktion bei mir plötzlich verschwunden und ist im laufe dieser Woche wieder aufgetaucht.

    Grundsätzlich finde ich das Feature super und ich nutze es auch regelmäßig/bei jedem der mich anruft. Leider legen die meisten einfach auf…

    Auch schade finde ich, dass man das Transkript nach dem Anruf nicht mehr hat (Oder finde ich es einfach nicht?)
    Oft wird das ganze als Anrufbeantworter verstanden. Leute sprechen dann ihren Text und legen danach sofort auf. So habe ich keine Chance überhaupt bis zum Ende zu lesen (Oder mir einen Reim darauf zu machen, was Google aus dem gesprochenen interpretiert hat)
    Falls hier jemand nähere Infos hat, gerne her damit. In US gibt es die Funktion wohl schon eine Weile.

  5. Dem Gefühl nach wird dieses Feature in Deutschland nicht funktionieren. Sobald einer so einen Roboter bekommt, wenn er wen anruft, legt er oder sie doch sofort auf. Ganz andere Kommunikationskultur haben wir doch hier.

    • Ich habe genau die gegenteilige Erfahrung gemacht. Über 90% sprechen mit dem Assistenten und 10% legen sofort auf, weil es ihnen suspekt ist. Und wenn eine fremde Person mit mir sprechen will, muss er eben da durch. Wenn nicht, hat er Pech gehabt.

  6. Bei mir klappt das gut (Pixel 5) Habe das aber nur zufällig entdeckt. Gute Spielerei um Freunde zu ärgern. Name und Grund sind sehr gut abfragbar. Wird etwas nicht übermittelt, kann der Assistent sogar nochmal nachfragen.

  7. Ich habe es bereits mit meinem Pixel 5 ausprobiert. Die Akzeptanz ist noch nicht da, die Antwort war „was hast du denn für einen merkwürdigen Anrufbeantworter“. Kann aber grundsätzlich eine spannende Funktion sein!

  8. GoogeldiDoodeli says:

    Habe ich schon mehrmals ausprobiert. Mal zum Spaß bei Freunden, mal bei unbekannten Nummern.

    Die unbekannten Nummern haben aufgelegt, dachten wohl es sei die Mailbox.
    Die Freunde haben mitgemacht und das Transkript war auch sehr gut.

    Habe die Stimme auf männlich geändert, vielleicht klingt das nun weniger nach Mailbox.

  9. als Anrufer würde ich auch auflegen und nicht erst eine Minute warten und in der Zwischenzeit mit dem Telefon meines Gegenübers quatschen.
    Bleibt bei mir aus

  10. Diese Funktion ermöglicht es dass die angerufene Person einen Anruf von einer unbekannten Nummer also einer wahrscheinlich unbekannten Person noch vor dem annehmen des anrufs überprüfen kann. Selbst wenn die Daten bei Google auf den Servern verarbeitet werden würden (was nicht passiert) kann der Annrufer ja auch einfach auflegen wenn er dem Assistenten nicht mitteilen möchte warum er Anruft.

    Ich entscheide wann und unter welchen Bedingungen ich einen Anruf entgegennehme vor allem bei Unbekannten. Das hat weniger was mit übergriffigkeit zu tun als damit dass ich keine Lust auf Werbeanrufe oder Umfragen habe.

    • Da Sie den Begriff „übergriffigkeit“ verwenden nehme ich an, sie antworteten mir?

      „wenn die Daten bei Google […] kann der Annrufer ja auch einfach auflegen“
      Nur, wenn er es weiss. Im obigen Screenshot wird ein Fachbegriff genannt, der für Otto Normal die gleiche Bedeutung wie „pretalnier sarling“ oder „guklar xolefix“ hat.

      „bei Google auf den Servern verarbeitet werden würden (was nicht passiert)“
      Noch nicht. Kann sich ohne grosses Aufhebens ändern.

      P.S. Gleiche Kategorie:
      Bei Alexa, Echo, … ist es mW heute schon so, dass die Sprache zum Anbieter übertragen wird. Ob jeder Besitzer jeden Besucher darauf hinweist (oder das Gerät ausschaltet)?

  11. Bei manchen Kommentaren fragt man sich wirklich wie die Schreiber so im 21. Jh zurechtkommen. Oder warum sie noch nicht in menschen- und technikfreien Zonen leben.
    Nichts fuer ungut aber wenn man schon der Paranoia nahe Aengste hat, dann muss man nicht auch noch versuchen Andere davon zu ueberzeugen, dass die anderen 90 % der Bevoelkerung dumm sind und/oder keine Ahnung haben. Erinnert mich dann immer etwas an Menschen, die gerade aktuell der Meinung sind, dass FB, YT und Insta mehr „wissen“ als studierte Fachleute…

    • Grüsse von den Herren Dunning und Kruger!
      Es erleichtert Ihr Leben offenbar ungemein, dass sie sich der Herausforderungen/Risiken nicht bewusst sind – bevor Sie sich aber nicht wenigstens intensiv mit den Möglichkeiten und Risiken von Datawarehousing und Datenkonsolidierung sowie sehr gerne auch den Snowden-Leaks beschäftigt haben sollten sie u.U. den Ball ein wenig flacher halten.

    • Oliver Müller says:

      Menschen sind nicht das Problem, die Technik ist das Problem. Aber wie hieß es doch in Matrix… Unwissenheit ist ein Segen. Verschließe ruhig weiter die Augen vor den Problemen.

  12. Ich habe vor Jahren meine Telefonnummer bei einer Wohnungsanzeige angegeben, als ich einen Nachmieter suchte. Seitdem bekomme ich unregelmäßig Anrufe einer Immobilienfirmen, die wissen wollen ob ich die Wohnung verkaufen möchte. Erst Anrufe aus der Schweiz, aus Österreich, Italien, seit einem Jahr auch Deutsche Nummern aus München und Frankfurt – aber immer eine Zeit lang vom selben callcenter. Die nummern als Spam zu markieren hilft mir daher ungemein. Aber beim ersten mal gehe ich gewöhnlich dran und höre eine verzerrte Stimme.

    BTW, die Nummern zu googlen führt fast immer zu Spamnummern-Datenbanken mit Nutzerkommentaren, die genau das beschreiben. Verzerrte Stimme, dann auflegend, ggf. auf Rückruf warten. Wenn was verstanden wird, will irgendwer eine Immobilie kaufen.

    Call screening wird also demnächst ausprobiert. ^_^

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