Google Nest: Schlaftracking nun mit Schlafphasen & weiteren Verbesserungen – ab 2023 kostenpflichtig

Den Google Nest Hub der zweiten Generation hatten wir euch im Blog bereits kurz nach seinem Erscheinen im vergangenen Jahr vorgestellt. Er kommt mit vorbereiteter Thread-Funktionalität und Googles Radarsensor „Soli“. Letzterer wird im Gerät auch zum Schlaftracking verwendet. Man wolle durch Transparenz und „Daten-Insights“ dem Nutzer zu einer besseren Nachtruhe verhelfen, so Google. So liefert man beispielsweise Informationen zu Schnarchen oder Husten, um da entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Wie damals im Test erwähnt, kommt da keine Kamera zum Einsatz, sondern Googles Radarsensor. Google hat für jenen einige Algorithmen verbessern können, sodass man neue Funktionen für den Nest Hub der zweiten Generation mitbringt. So beispielsweise das „Sleep Staging“. Der Nest Hub ist nun auch in der Lage Informationen zu Schlafphasen (Tief-, REM- und Wachphasen) mitzuteilen. Das Display kommuniziert die Dauer jener und bewertet deren „Qualität“. In jene sollen auch die „Störungsereignisse“ einfließen.

Solltet ihr euer Schlafgemach teilen, dann erfasst der Nest Hub auch nur noch das Husten und Schnarchen von euch selbst und blendet jenes von Partnern – oder gar Haustieren – aus. Hierzu wird ein kalibrierter Schlafbereich verwendet. Andere Geräusche werden in einer neuen Zeitleiste nun separiert aufgeführt.

Ebenfalls neu mit dabei: Meditationen („Calm“). Das smarte Display führt euch hierbei durch Meditationen des Anbieters Calm („Hey Google, zeige mir Meditationen von Calm“ oder „Hey Google, starte eine Meditation.“). Mit Calm Premium gibt es außerdem Zugriff auf die gesamte Bibliothek des Anbieters, sonst müsst ihr mit „mehreren kostenlosen Titeln“ vorlieb nehmen.

Seitens Google kommunizierte man bereits transparent ab Marktstart, dass es möglich sei, dass man für das Schlaftracking zu einem späteren Zeitpunkt Geld verlange. Dies tritt künftig ein. Jedoch nicht über Nacht, sondern erst ab dem Jahr 2023 plant Google die Integration von „Sleep Sensing“ in Fitbit Premium. Jenes schlägt mit 8,99 Euro monatlich zu Buche und wird wohl Googles Plattform rund um Sport sowie Gesundheit werden. Man arbeite da zusammen mit Google-Tochter Fitbit an weiteren Innovationen im Bereich Schlaf und Wellness, so der Tech-Gigant.

Die neuen Schlaffunktionen sind ab heute verfügbar, werden weltweit allerdings erst in den kommenden Wochen verteilt. Solltet ihr da interessiert sein, dann könnt ihr ja Ausschau halten und in den Kommentaren Bescheid geben, sobald das Update bei euch landet. Übrigens: Wer derzeit ein 2-TB-Jahresabo bei Google One bucht, der bekommt den Nest Hub der zweiten Generation gerade als Dreingabe.

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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9 Kommentare

  1. Sportlicher Preis, wieder so ein Dienst der alleine für sich wohl kaum lange bestehen wird. Wird vermutlich auch irgendwann gebündelt wie Apple One?

    • Wäre gut wenn Google One mehr wie Apple One wäre. Aktuell ist es ja nur ein Speicherdienst.

      toll wäre Google One mit 2TB Speicher, Stadia Basic (weniger Gratisspiele, aber 4K), Musikdienst, Youtube premium & Fitbit Basic

      Das Fitbit-Abo ist zwar umfangreich, aber wenn man nur das bessere Schlaftracking und sonstige Daten braucht ist es zu teuer für die Leistung. Die ganzen Fitness Kurse brauche ICH nicht.

  2. 9€ für nen so spezifischen kleinen Dienst. Hahahaha
    Wer zahlt den sowas?

    • morbidmorgis says:

      „Jedoch nicht über Nacht, sondern erst ab dem Jahr 2023 plant Google die Integration von „Sleep Sensing“ in Fitbit Premium. Jenes schlägt mit 8,99 Euro monatlich zu Buche und wird wohl Googles Plattform rund um Sport sowie Gesundheit werden.“

      Sleep Sensing wird in Fitbit Premium integriert, das heißt den Dienst gibt es schon. Und zwar für alles mögliche was man auch mit den Fitbit-Uhren/Tracker anstellen kann. Siehe hier: https://www.fitbit.com/global/de/products/services/premium

      Also Leute die eh schon wegen ihres Fitnesstrackers Fitbit Premium haben können Sleep Sensing ganz normal weiter verwenden.

    • Warum soll ich mit solch ein Teil ins Schlafzimmer stellen, wenn ich mich nicht einmal mit einem Radiosender oder Spotify wecken lassen kann?

  3. Schade, sonst können die Google Geräte zuhause ja nicht ganz so viel wie Alexa, aber nach der Hälfte des Berichts hatte ich echt überlegt, mir genau fürs Tracking einen zu holen.
    Aber nicht, wenn es in einem Jahr 100 Euro pro Jahr kostet.

  4. Ob solche Dienste dann tatsächlich Abonnenten bringen darf wohl bezweifelt werden. Mir sind diese Schlaffunktionen bereits im Nest Hub aufgefallen. Bezahlen würde ich dafür eher nicht, vor allem nicht 9€. Generell finde ich es aber gut das man sich im Fitness/Gesundheits-Bereich engagiert.

  5. Ich glaube langsam, dass ich mit dem Google Ökosystem auf das falsche Pferd gesetzt habe. Die Echo Geräte mit Alexa sind wahrscheinlich doch die bessere Alternative.

  6. Die Schlafphasen werden bei mir (aktuell) nur einmalig beim öffnen von Google Fit angezeigt. Beim zweiten Mal werden dann die Störungen angezeigt und die Schlafphasen können nicht mehr aufgerufen werden.
    9 Euro nur für Schlafphasen ist viel. Vielleicht bietet Google/FettBit bis dahin unterschiedliche Pläne an.

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