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Google Maps: Berliner erzeugt virtuellen Stau mit ausgemusterten Smartphones

Wie die Erkennung von Staus, stockendem Verkehr oder auch Besucherzahlen von frequentierten Plätzen in Google Maps funktionieren ist kein Geheimnis. So setzt man auf Standortdaten und Bewegungsprofile von Smartphone-Nutzern, die letztliche Beurteilung ergibt sich dann aus der Masse an diesen Daten. Bereits seit 2012 wurde die Stau-Umgehung in Echtzeit in Google Maps gesichtet, ein Feature was für zahlreiche Google-Maps-Nutzer auch heute noch eine große Tragweite besitzt.

Wie einfach sich die Staudaten jedoch manipulieren lassen, zeigte der Berliner Künstler Simon Weckert nun eindrücklich:
So reicht ein mit rund 100 Smartphones bestückter Leiterwagen aus, um künstliche Staus zu generieren und somit die Straßen in Google Maps in ein tiefes Rot zu verfärben.

99 gebrauchte Smartphones werden in einem Handwagen transportiert, um einen virtuellen Stau in Google Maps zu erzeugen. Durch diese Aktivität ist es möglich, eine grüne Straße rot zu färben, was sich in der physischen Welt auswirkt, indem die Autos auf einer anderen Route navigiert werden, um nicht im Verkehr stecken zu bleiben.

Die Quintessenz von Weckert: Virtuelle Dienste – und das gilt nicht nur für Google Maps – haben einen starken Einfluss auf die Wahrnehmung und Interaktion der Nutzer mit der realen Welt.

Möglich, dass Google da nun nochmals nachbessert und die Erkennung überarbeitet.

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Felix Frank

Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Student auf Lehramt. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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87 Kommentare

  1. „Künstler“. Das ist also „Kunst“. Unsoziales Verhalten trifft es eher. Berlin halt, wo jeder ein Künstler ist und wirklich viel Zeit hat um seine Mitmenschen zu ärgern. Google wird die Erkennung anpassen und der „Künstler“ kann seine Smartphones dann verschenken.

    • Sehe ich auch so.
      Eingriffe in den Straßenverkehr sind keine Kunst.

    • Kunst ist es der Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten.

      • Und was für ein Spiegel ist das dann hier? Wenn ich einen wirklich sinnvollen Nutzen im Sammeln von Daten erkennen kann, dann, diese für Dienste wie Googlemaps zu nutzen! Und somit bleibt es mir leider verborgen, was an dieser Aktion „Kunst“ und nicht reine Zeitvernichtung Unbeteiligter gewesen ist.

        • ehe Aufdeckende Kunst, aber die Kunst ist wie IMMER, sie liegt im Auge des Betrachters. Ich find auch nicht alles schön nur weil es Kunst sein soll oder kann mich mit manchen gar nicht auseinader setzen, geschweige denn identifizieren, das muss ich aber auch nicht immer…

        • Der sinnvolle Nutzen liegt darin, aufzuzeigen wie einfach manipulierbar das System von google maps ist, vor allem aber aufzuzeigen, wie leicht WIR uns von Systemen wie google maps manipulieren lassen (sprich: ohne tatsächlichen Anlass die Ausweichroute fahren), ohne das ganze zu hinterfragen. Es geht ja nicht darum, den sinnvollen Nutzen der Datensammelei bei googlemaps zu bestreiten, sondern die einfache Manipulierbarkeit dieser Daten aufzuzeigen.

          • GooglePayFan says:

            Ist dir noch nie aufgefallen, wie manipulierbar z.B. Straßenschilder sind? Temporäre Schilder lassen sich mit einem leichten Stoß samt ihres Fußes einfach umkippen, fest geschraubte Schild sind oft trotzdem so lose, dass man sie einfach um ihren Mast drehen kann, sodass sie in den Gegenverkehr zeigen.

            Wenn du das noch nicht wusstest, dann wird es ja direkt mal Zeit, dass ein „Künstler“ dir das aufzeigt!

            • Das wäre – im Gegensatz zu der hier geschilderten Aktion – aber ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr nach 315b StGB und damit strafbar.

              • GooglePayFan says:

                Davon abgesehen wäre es aber in Ordnung Schilder umzuwerfen. So rein moralisch oder?

                Denn bei der Aktion hier haben die Kritiker auch nie mit der StVO argumentiert, dennoch waren die Befürworter voller Lob 😉

            • Peter Brülls says:

              Sorry, aber sie sind eben NICHT so leicht manipulierbar. Der Gesetzgeber und die Rechtsprechung setzen das übrigens explizit vor. Wenn da zum Beispiel das Schild für die verkehrsberuhigte Straße umgefallen ist, ist das kein Freifahrschein für ortskundige Fahrer, z.B.

              Um den Verkehr in einer Stadt signifikant zu sabotieren, müßten schon eine Menge Schilder entfernt werden. Und zwar für jede Straße einzeln.

              • GooglePayFan says:

                Die Auswirkungen sind ähnlich stark wie bei dieser „Kunstaktion“.

                Wenn ich eine weiße Folie auf ein Schild zur Geschwindigkeitsbegrenzung klebe, dann wird daraus eine gesperrte Straße.
                Natürlich wird das gerade vielen Anwohnern gar nicht auffallen und die da trotzdem durch fahren. Genau wie Ortskundige oft keine Navi App nutzen.

                Ortsunkundige werden nicht durch die Straße fahren und das hat dann den gleiche Effekt, wie irgendwo mit einem Bollerwagen und einem Haufen Handys lang zu laufen…

                Und „Aktivisten“ – dazu zähle ich den „Künstler“ jetzt mal – hat in der Vergangenheit auch nicht wirklich interessiert, ob ihre Aktionen eigentlich irgendwelche Straftaten sind oder nicht.

                • @GooglePayFan: Sie denken völlig am Thema vorbei, obwohl schon mehrere Personen Sie darauf aufmerksam gemacht haben.

                  1. Straßenschilder sind Elemente, manipulation ist unter Strafe gestellt. Denken Sie nicht mal dran!
                  2. Das mit dem vorliegenden Fall zu vergleichen ist – sehr uninspiriert.
                  3. Nein, die Ortskundigen haben nicht den gleichen Effekt, da sie sich ja bewegen. Zudem geht es in der Regel um große, überregionale Straßen – das Argument ist also ziemlicher Nonsens.

          • Karl Ulrich Fleck says:

            Habe versucht das mal mit nur einem Handy nachzustellen. Ergebnis Negativ. Google kann sehr wohl erkennen ob sich das bewegte Handy in einem Auto befindet oder sich mit Fußgänger -Geschwindigkeit bewegt. Da muss der Kollege Künstler ja relativ schnell auf der Straße unterwegs gewesen sein um Autos zu simulieren. Und das grenzt da ja schon an einen Eingriff in den Straßenverkehr und ist mindestens Bußgeld würdig.

      • /vote
        vor allem das zu hören was sie nicht will aber LEIDER WAHR IST

      • Genau so ist es. Es gab keinerlei Gefährdung, es wurde lediglich (mit vollem Recht) der Glaube an einen Informationsdienst aus Korn genommen. Das darf uns muss ständig in Frage gestellt werden.

        Kommentatoren wie UB oder PlayerOne fehlt da leider jeder Sinn für das Wesen des Dienstes und der Aktion. Allein die Vorhersage „Google wird seinen Dienst anpassen…“ verrät. das letzterer von den technischen Hintergründen nicht die geringste Ahnung hat, sorry.

    • Dein Kommentar qualifiziert die Aktion definitiv als Kunst! Die Aktion war übrigens super.
      Hättest du übrigens das Video gesehen, wüsstest du, dass kein Mitbürger „geärgert“ wurde.

    • Wie kann man nur so böse sein, die Mitmenschen unsozial zu ärgern und den Straßenverkehr zu behindern? [/Ironie aus]
      Vielleicht mal etwas genauer darüber nachdenken, was diese Aktion bedeutet, egal, ob man das als Aktionskunst bezeichnet oder nicht? Es heißt nichts anderes, als dass das System Google Maps (und sicher jedes andere Online-Navisystem) recht simpel manipulierbar ist. Wir verlassen uns immer gutgläubiger auf die digitalen Dienste. Und dann kommt jemand daher und stört diese Dienste einfach mit einem Handwagen voller Elektronikschrott.
      Können „ich will meine freie Autostraße und bin gegen Geschwindigkeitsbeschränkungen“-Leute natürlich nicht verstehen.

      • Danke!

        „Können „ich will meine freie Autostraße und bin gegen Geschwindigkeitsbeschränkungen“-Leute natürlich nicht verstehen.“
        Da reicht die Hirnleistung nur für den kürzesten Weg an Minipimmel vorbei, bis zum Gaspedal!

      • Heißt ja auch Fahren mit Hirn, aber bei den Deutschen… naja hab ich schon Deutsche erwähnt… sagt doch alles…

      • GooglePayFan says:

        “ Es heißt nichts anderes, als dass das System Google Maps (und sicher jedes andere Online-Navisystem) recht simpel manipulierbar ist.“
        Einfach 1-2 DIN A4 Bögen auf ein Schild für eine Geschwindigkeitsbegrenzung kleben und daraus wird eine Vollsperrung. Simpler kann eine Manipulation ja nicht sein.

        Da sollte dringend mal jemand daher kommen und dir aufzeigen, wie gutgläubig du dich auf Verkehrsschilder verlässt!

      • Da wurde nix gestört. Das System funktionierte einwandfrei, was diese dumme Aktion eindrucksvoll zeigte. Wo da denn Kunst oder eine Sensation oder ein Manipulieren vorliegt, erschließt sich mir nicht. Und dass so etwas möglich ist, sollte jedem klar sein. Das gibts dann halt dazu, wenn solchen senilen Spaßvögel langweilig ist.

        • @Uwe:
          Sensation ist es keine.
          Nein, das System Google-Maps hat in dem Fall nicht einwandfrei funktioniert. Es hat technisch genau das getan, wozu es programmiert wurde. Für den Anwendungsfall im richtigen Leben haben diese Algorithmen versagt.
          Genau (ausschließlich) daran muss sich eine Lösung messen lassen, nicht an einer technisch einwandfreien Funktionsweise. Diese beweist auch ein automatisches Auto, das aufgrund ungenauer Messungen oder nichtbeachteter Sonderfälle Menschen überfährt.

          Man kann es als Kunst betrachten. Die Kunst steck darin, den „Maps-Gläubigen“ zu demonstrieren, auf welche wackeligen Dienst sie vertrauen, oft ohne jedes Hinterfragen. Oder wie oben schon bemerkt „Kunst ist es, der Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten.“.

          Und es sind keineswegs „senile Spaßvögel“, die so etwas bemerken und diese Erkenntnis mitteilen wollen. Immerhin gibt es ja noch einige absolut Technikgläubige die hier sofort postulieren, das Google das dann eben beheben und damit wieder zum Heiland wird.

          Mein Beispiel: Ich hatte vor einiger Zeit eine Servicemitarbeiterin einer Telco-Firma am Telefon. Die hat mir erklärt, dass mein Haus, meine Adresse gar nicht existieren. Offensichtlich waren ihre Daten einfach mehrere Jahre alt. Aber sie hat lieber ihrem Computer vertraut, als dem Menschen die da wohnen – als dem Kunden. Ich habe Angst vor solchen menschen…

          • Karl Ulrich Fleck says:

            Habe versucht das mal mit nur einem Handy nachzustellen. Ergebnis Negativ. Google kann sehr wohl erkennen ob sich das bewegte Handy in einem Auto befindet oder sich mit Fußgänger -Geschwindigkeit bewegt. Da muss der Kollege Künstler ja relativ schnell auf der Straße unterwegs gewesen sein um Autos zu simulieren. Und das grenzt da ja schon an einen Eingriff in den Straßenverkehr und ist mindestens Bußgeld würdig.

    • Thomas Höllriegl says:

      Also bin ich nicht der Einzige, der so denkt. Schön.

    • Wow wirklich? Da wollte jemand mal etwas ausprobieren und hat nun das Ergebnis davon öffentlich gezeigt. Ist das wirklich so schlimm?

      „ Die Quintessenz von Weckert: Virtuelle Dienste – und das gilt nicht nur für Google Maps – haben einen starken Einfluss auf die Wahrnehmung und Interaktion der Nutzer mit der realen Welt.“

      Genau das ist auch für mich der Sinn dieser Aktion.

    • Mal abgesehen davon, das er gezeigt hat wie einfach sich sowas manipulieren lässt. Ich fände es gut, wenn Google die Erkennung verbessert. Somit hat diese Sache doch allen etwas gebracht.

    • Wo ist da Unsoziales verhalten? Check ich nicht, machst du jetzt auch auf Künstler? Versteht dich nur keiner….

      2te Satz ergibt gar keinen Sinn, vielleicht nochmals überarbeiten oder nächer drauf eingehen, verstehe wer will…

      Google wird n Scheiß machen, das können die nicht großartig ändern solange nicht die GPS Daten auf 10cm genau arbeiten. Derzeit noch viel zu weit bis zu 5m da kann das System nicht unterscheide ob du auf dem Fußgängerweg oder gar Gegenverkehr bist. Einzig und selbst da gibts zu große Fehlerquellen ob sich das Handy häufiger auf und ab bewegt (Schritt-Sensor) denn auf dem Rad ists ja auch kaum aktiv wie im Auto wenn es am Fahrzeug befestigt ist… und wer sein Handy in der Jacke, Hose, Rucksack trägt hat auch kaum auf und ab bewegungen. Also nur am Fußgelenk oder Hand und wer macht das großartig… somit wird das System dies wieder nicht unterscheiden können. Vielleicht aber auch nur vielleicht wenn eine Watch oder Fitnessarmband mit dem System kommunitiert und diese Bewegungen mit abgleicht… vielleicht dann…

      • Naja 90 Geräte die auf einem Haufen sind, sollten sich schon auch mit der schlechten Erkennung von GPS als unrealistisch identifizieren lassen. Die Frage ist eher, ob es Google überhaupt interessiert.

        • Reisebusse (Flix) haben oft 80 Sitzplätze und mehr. Darin sitzen Menschen, die oft mehr als ein Gerät haben. Das ist keineswegs unrealistisch.

  2. Vielen Dank für die Nutzung des Begriffs Leiterwagen, den ich schon vor 40 Jahren nur für die Playmobilkutsche verwenden konnte (Playmobil 3503(A)). Auch wenn es hier vielleicht nicht so ganz passt…

    Wenn ich also in einer viel befahren Straße lebe kann ich mir damit etwas Linderung verschaffen. Ist nur fraglich, ob das auch noch nach einer Weile funktioniert. Vermutlich muss man die Telefone immer mal wieder neu „anreisen“ lassen.

    PS: Die Feuerwehr hat Hubrettungsfahrzeuge mit Drehleitern (sagt Wikipedia) 🙂

  3. Ich sehe da keinen Leiterwagen.

    Aber coole Aktion, die aufzeigt, wie manipulationsanfällig automatisch erhobene Daten sind. Wobei hier noch zu klären wäret, wie die 100 Google-Accounts erstellt wurden.

  4. Bastifantasti says:

    Einfach gebraucht kaufen, ich vermute, dass auf mindestens der Hälfte noch der Account eingerichtet ist 🙂

  5. Ganz toll. Glückwunsch.

  6. Sicher, dass es kein Fake bzw nur eine Kunstaktion ist? Die Fotos und Screenshots schauen sehr gestellt aus. Außerdem wirft es sehr viele Fragen auf,. Was ist mit Leuten in einem Bus? Erzeugen die automatisch einen Stau?

    • Nur wenn der Bus „mitspielt“ – mal von Haltestellen abgesehen bewegt sich ein Bus ja grob mit der Geschwindigkeit des restlichen Verkehrs.

      Es sei denn er hat eine eigene Fahrspur. Dann wäre das ja quasi andersrum: Stau auf der Straße aber der Bus kommt durch…

      Interessanter Gedanke…

    • Im Verlauf erkennt Google sehr zuverlässig, ob man in einem Bus saß oder nicht. Selbstverständlich werden sie diese Erkennung auch für die Verkehrslage mit berücksichtigen.

      • @A: Woran machen Sie denn diese Aussage fest? Woran kann Mensch das sehen?
        Zitat: „Im Verlauf erkennt Google sehr zuverlässig, ob man in einem Bus saß oder nicht. „

        • Google nutzt die Daten des Telefons ja bereits wenn es bewegt wird, sich also der Besitzer von seiner Haustür ins Auto schwingt oder eben zur Bushaltestelle geht. Aus diesen Bewegungsmustern und weiteren Daten z.B. wo die ÖPNV Linien verlaufen, wie die Straßenverhältnisse sind (mehrspurige Straße, Einbahnstraße etc.) kann Google dann schon recht genau abschätzen wie da jemand unterwegs ist. Zudem machen die das nicht erst seit gestern, sondern haben da eine gewisse Erfahrung was Datenerhebung und -verarbeitung angeht, wie man ja an vielen Produkten aus dem Hause Google sehen kann.

  7. Sind das die selben Künstler, die dafür gesorgt haben, daß man demnächst Passfotos wohl nur noch im Amt machen lassen kann?
    Irgendwer hat den ganzen Typen doch kräftig ins Hirn gesch*****.

    • Deine Umgangsformen lassen eher vermuten, dass bei dir etwas nicht ganz korrekt abzulaufen scheint. 😉

      • Ich habe wirklich gute Umgangsformen, aber manche Leute benutzen den Begriff Kunst als Deckmantel für illegale oder gefährliche Sachen, die wirklich niemand braucht.

        • Achtung: Selbstwahrnehmung vs. Außenwahrnehmung. Anscheinend gibt es hier bei dir eine starke Abweichung. Zum Thema Kunst: Was ist denn Kunst deiner Meinung nach?

        • Hihi.. manche verwenden auch den Begriff „gute Umgangsformen“ als Deckmantel. Nach meiner Meinung schließen sich gute Umgangsformen und das von Ihnen verwendete Vokabular gegenseitig aus.

          Aber abgesehen davon entbehrt Ihr Kommentar auch einer inhaltlichen Logik. Leute verwenden den Begriff Kunst – Ihrer Argumentation nach – für „illegale und gefährliche Sachen“. Weder das, was der Künstler hier gemacht hat ist illegal oder gefährlich, noch ist Ihr weiteres Beispiel (Passfotos im Amt machen) zwar durchaus diskussionswürdig, sicher aber nicht illegal oder gefährlich.

    • Das Paasfotos demnächst nur noch im Amt gemacht werde können finde ich gut, dann dann kan man sicher sein, dass es sich auch um die Person handelt, die den Ausweiß bekommen soll. Es werden nämlich oft Fotos benutzt wo mehrere Personen über „morphen“ sich ein Foto teilen, d.h. das Foto sieht mehreren Personen ähnlich. Und somit können verschiedene Personen einen Ausweiß nutzen.

      Davon ab finde ich es praktisch das ich einfach zum Amt gehen kann und nicht noch vorher mich um Fotos kümmern muss. Und jetzt komme mir bitte nicht mit den armen Photo-Geschäften das die dadurch Pleite gehen!

      • Ich bin selbst Fotograf und würde eher dazu tendieren, meine eigenen Passfotos zu machen

        • GooglePayFan says:

          Also bei meiner letzten Ausweisbestellung hatte ich das Glück, dass im Amt direkt ein Fotoautomat stand. Ich konnte so viele Fotos machen, bis mir selbst eines gefallen hat, noch direkt meine Daten angeben, damit ich nicht so lange beim Mitarbeiter sitzen muss und das ganze hat auch nur 2€ gekostet.

          Der gierige „Fotograf“ wollte hingegen direkt 15€ haben und von der Qualität der Aufnahmen war das nur irgendeiner, der gern mit Spiegelreflexkameras rum spielt. Danke, darauf kann ich auch verzichten…

    • Ein sehr dummer Kommentar, sorry.

      Ich glaube im Übrigen nicht, dass Sie selbst einschätzen können, wie Ihre Umgangsformen wirklich ankommen.

  8. Für mich beweist das nur wie zeitnah und akkurat die Stauanzeige auf Google funktioniert. Das Experiment wurde auf einer recht schwach befahrenen Strasse durchgeführt, da machen 100 Handys mit langsamer Geschwindigkeit natürlich schon etwas her. Wäre die Strasse stärker befahren gewesen hätte die Geschichte nicht mehr funktioniert. Das Bollerwagen-Gespann hätte sich auch nicht mehr auf der Strasse bewegen können sondern wäre auf den Gehweg verbannt worden.
    Alles in allem aber auf jeden Fall ein interessantes aufschlussreiches Experiment.

    • Gehweg oder Straße hätte aber keine Rolle gespielt, da das GPS so genau nun leider nicht ist.

      • Smartphones erkennen bis auf wenige Zentimeter genau ihre Position. Ich glaube allerdings nicht, dass der Gehweg für Googles Stauerkennung eine Rolle spielt.

        • Nein das tun sie nicht. Das gibt die Technik nicht her. Erst mit dual frequency gnss ist im besten Fall eine Genauigkeit auf 30cm möglich. Aber diese Technik haben die wenigsten neuen Geräte.

        • @Benjamin: Dem ist nicht so.
          Für mich erschreckend, welche Behauptungen völlig uninformierte Personen so einfach öffentlich von sich geben!

          Die tatsächlichen Werte bei guten Empfangsbedingungen (Hausdach):

          # Genauigkeit Genauigkeit
          Messpunkte LAT/LON Höhe
          99 % ca. +- 5 m ca. +- 8 m
          95 % ca. +- 4 m ca. +- 6 m
          50 % ca. +- 2 m ca. +- 2 m

          Bei weitem nicht jede Straße bietet „gute Empfangsbedingungen“!

  9. Künster demonstriert, dass Systeme, welche zur Funktion ein gewisses Sozialverhalten der Teilnehmer voraussetzen, früher oder später durch asoziales Verhalten Einzelner gestört werden.

    Wer hätte das gedacht.

    Weitere Nachrichten um 12.

  10. Thomas Höllriegl says:

    99 Smartphones, verteilt auf einer Fläche so groß wie die Ladefläche eines Leiterwagens. Das ist kein Stau, das ist eine Massenkarambolage! 😀

  11. Jonas Wagner says:

    Gibt interessante andere Beispiele zu dem Thema. Vor allem wo Anwohner versuchen, plötzlichen Verkehr in Nebenstraßen durch Waze zu stoppen:

    https://www.motorpasion.com/tecnologia/troleo-maximo-a-waze-o-como-evitar-que-una-montonera-de-coches-invada-tu-tranquila-calle
    https://www.washingtonpost.com/local/traffic-weary-homeowners-and-waze-are-at-war-again-guess-whos-winning/2016/06/05/c466df46-299d-11e6-b989-4e5479715b54_story.html

    In den Artikeln sind jeweils weitere Fälle und Stories verlinkt.

  12. Marco Basten says:

    Finde ich clever. Wenn man jetzt immer zur selben Zeit auf dem Weg zur Arbeit einen Rucksack mit solchen Smartphones mitnimmt (tägliches Laden ist bestimmt spaßig :-)) und mit seinem Radel sehr gemütlich jeden Tag zur selben Zeit die selbe Strecke fährt (10~15km/h), kann man dann darauf hoffen, dass immer mehr Autos diese vermeintliche Staustrecke um diese Zeit meiden, weil das Navi vor dieser Strecke zu dieser Uhrzeit warnt? Und wenn ich immer Freitagsnachmittag im selben Supermarkt einkaufe und die hundert Handys mitnehemen, werden dann andere Kunden gewarnt, dort besser nicht zu dieser Zeit einzukaufen, weil der Laden dann vermeintlich immer zu dieser Uhrzeit und and diesem Wochentag überlaufen ist?

    • Soweit ich verstanden habe, würde das genau so ausgehen. Google zeigt ja in den Suchergebnissen die frequentierung der Läden an inklusive der Aufenthaltszeit. Also am besten auch noch einen Cafe trinken. Dann hast du den Läden auf jeden Fall für dich als Google-Nutzer alleine 😉

    • Genau. Und das geht noch viel weiter! Wenn ich mein erfolgloses Restaurant zum Hotspot machen möchte, muss ich nur ein paar Smartphones regelmäßig ein paar Stunden bei mir rumliegen lassen. Noch ein paar Fake Bewertungen bei den google Suchergebnissen vornehmen und dem beruflichen Erfolg steht nichts mehr entgegen.

  13. Hehe, ich find’s Klasse! Wenn ich die Berufsempörten hier so lese, kann ich nur noch mitleidig schmunzeln. Die Anwohner dürfe die Ruhe auch gefreut haben. Freie Fahrt für freie Bürger – nur nicht für die, die sich blind auf ihre Technik verlassen und den eigenen Verstand ausschalten…

  14. Das wär ja mal was für einen Heist movie: Künstlichen Stau erzeugen und Zielperson umlenken

  15. Da kann Google leicht nachstehend und die Manipulation erkennen. Leider konzentriert sich Google bei Maps viel lieber auf nervige Features wie „erkunden“ als um eine verbesserte Navigation und Stauerkennung. Die Hälfte aller „Funktionen“ in Google Maps wäre ich gerne los.

    Google könnte 1. erkennen, dass auf der gleichen Straße neben dem Handwagen auch noch Autos mit 50 km/h unterwegs sind und daraus schlussfolgern, dass es dort wohl keinen Stau gibt. 2. könnten sie leicht erkennen, dass zu viele „Autos“ auf zu engen Raum navigieren und dass dies nicht geht. Alles nur Feinjustierung. Und wenn Google wirklich gut wäre, würden sie neue Straßen und noch unbekannte Straßensperrungen auch am Verkehrsfluss erkennen. Tun sie leider nicht. Solche Funktionen interessieren Google weniger als lokale Geschäfte, deren Werbung man vermarkten kann.

    • Genau so sehe ich das auch. Schade für Google Maps. Das Potential wäre da.

      • @Matze, Nico: Bitte versucht einmal, die tatsächlich erreichten Genauigkeiten und die Stabilität von GPS auf Consumer-Geräten wirklich zu verstehen, bevor Ihr Euch mit solchen Aussagen blamiert. Ihr interpretiert leider die Fähigkeiten dieses technischen. Systems völlig falsch.

        Genau deswegen, wird ja am Nachfolger Galileo gearbeitet, das wäre ja sonst Blödsinn…

  16. Sorry, aber ich verstehe das nicht. Und ich verstehe auch nicht diejenigen, die das jetzt gut finden.

    Lassen wir mal für einen Moment wirtschaftliche (=monitäre) Aspekte außer Acht. Da gibt es jemanden, der ein System betreibt/bereitstellt, welches das Leben erleichtert. Und dann gibt es sog. „Künstler“, die dieses System stören. Was bitteschön soll daran toll sein?

    Genauso ist das vielfach bei kostenlos verfügbarer Software. Da setzen sich Leute (oftmals in ihrer Freizeit) hin, um etwas zu programmieren. Und dann sind da einige Nutzer, die in einer unverschämten Art und Weise meckern und Forderungen aufstellen (Stichwort Playstore/Appstore). Vermutlich können diese intellektuell auch nicht mal ansatzweise den Programmierern das Wasser reichen. Gemeckert ist ja schnell.

    Aber es gibt halt immer wieder Leute, die nicht durch eigene Leistung auffallen, sondern dadurch, alles schlecht zu machen, zu sabotieren und zu nörgeln. Leider nimmt das in den letzten Jahren stetig zu. 🙁 Das sagt auch einiges über Intelligenz aus.

    So, und nun zieht über meinen Beitrag her!

    • Andreas Populous says:

      Ich finde den Kommentar klasse.

    • @Max: Ich habe verstanden, das Sie das nicht verstehen.

      Wenn Sie sich die Mühe machen, die zahlreichen Meinung dazu weiter oben zu lesen, können Sie vielleicht zumindest nachvollziehen, was andere Leute so umtreibt und warum diese das etwas anders betrachten, als Sie.

      Ihre recht hilflosen wie unpassenden Vergleiche sowie Ihre „Gedanken“ zur Intelligenz lassen mich leicht schmunzeln.

  17. Das Traurige ist ja, dass das bei allen Google-Diensten funktioniert. AppStore, News, Music, YouTube, Suchergebnisse, Bewertungen und so weiter.

    Und die meisten denken, sie sind informiert, wenn sie selektierte breaking news und andere Meldungen per Push bekommen.

    Das ganze geht übrigens auch super bei den ganzen Katastrophenwarnapps. Bundesweit alle Feuerwehrsirenen zu kapern, dürfte keinem gelingen. Wenn man aber per App einen biologischen Angriff „melden“ würde und das zeitgleich und danach den Internetzugriff unterbindet (dies dann mechanisch an den betreffenden Punkten), hat man etliche Todesfälle alleine durch das Panikverhalten produziert.

  18. Finde es einfach nur super interessant.

  19. Stefan Hoepner says:

    Na Mensch, da hat also jemand das System genutzt, wie Google es programmiert hat. Sie erkennen die Smartphones an einer Stelle und färben die Straße ein. Diese Aktion ist richtig geistreiche Kunst….. er hat Google förmlich ‚gehackt“….. ja sogar zerstört….. ihnen einen irreparablen Schaden zugefügt…. ähm….. war was?

    • Ähm, ja google hat es so programmiert aber wohl nicht genug über etwaige Manipulationsmöglichkeiten nachgedacht. DAS wurde hier gezeigt.

  20. hm?? Ich les den blog hier zwar nur sporadisch aber ich dachte hier wären hauptsächlich Leute unterwegs die sich für Technik interessieren. Ich merke gerade wie naiv ich war und das ich den Fehler begangen habe Technikinteressierte irgendwie mit Hacksympathisanten in eine Schublade zu stecken. Danke fürs Augen öffnen.
    Ich mag diesen Hack. Ist doch nix anderes als ein Vortrag aufm xxC3 wenn man mal wieder gezeigt bekommt wie schlecht es um diese oder jene Technologie steht.
    Ich finde auch das Hacking durchaus eine künstlerische Komponente hat.
    Viel Spass noch an die Aufreg-Fetischisten :o)

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