Google Maps: Berliner erzeugt virtuellen Stau mit ausgemusterten Smartphones

Wie die Erkennung von Staus, stockendem Verkehr oder auch Besucherzahlen von frequentierten Plätzen in Google Maps funktionieren ist kein Geheimnis. So setzt man auf Standortdaten und Bewegungsprofile von Smartphone-Nutzern, die letztliche Beurteilung ergibt sich dann aus der Masse an diesen Daten. Bereits seit 2012 wurde die Stau-Umgehung in Echtzeit in Google Maps gesichtet, ein Feature was für zahlreiche Google-Maps-Nutzer auch heute noch eine große Tragweite besitzt.

Wie einfach sich die Staudaten jedoch manipulieren lassen, zeigte der Berliner Künstler Simon Weckert nun eindrücklich:
So reicht ein mit rund 100 Smartphones bestückter Leiterwagen aus, um künstliche Staus zu generieren und somit die Straßen in Google Maps in ein tiefes Rot zu verfärben.

99 gebrauchte Smartphones werden in einem Handwagen transportiert, um einen virtuellen Stau in Google Maps zu erzeugen. Durch diese Aktivität ist es möglich, eine grüne Straße rot zu färben, was sich in der physischen Welt auswirkt, indem die Autos auf einer anderen Route navigiert werden, um nicht im Verkehr stecken zu bleiben.

Die Quintessenz von Weckert: Virtuelle Dienste – und das gilt nicht nur für Google Maps – haben einen starken Einfluss auf die Wahrnehmung und Interaktion der Nutzer mit der realen Welt.

Möglich, dass Google da nun nochmals nachbessert und die Erkennung überarbeitet.

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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87 Kommentare

  1. Arnold Aluhut says:

    BRAVO BRAVO BRAVO DAUMENHOCH 😀

    Sehr gute Aktion. Damit konnte sehr gut gezeigt werden, wir die Gesellschaft sich immer mehr von Netztechnik „abhängig“ macht. Wir steuern immer weiter auf ein Szenario zu, in dem die Menschen all ihre Handlungen nur noch auf Basis von ausgewerteten Ergebnissen eines Algorythmus oder KI durchführen. Das „betreute Denken“ ist nicht mehr weit.

    Bitte noch viel mehr solcher Aktionen! 😀

    Je mehr miteinander vernetzt wird, umso ungemütlicher wird es!

    AMEN

  2. Ulrich Zielke says:

    das könnte die DUH mal machen, dann braucht man keine Verbote gerichtlich für saubere Luft durchsetzen

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