Google-Firma Nest kauft Überwachungskamera-Spezialisten Dropcam

Ui, das ist wieder ein Kauf, der sicherlich stark diskutiert wird. Google kauft unter dem Deckmantel des jüngst aufgekauften Unternehmens Nest den Hersteller der in den USA sehr beliebten Überwachungskameras Dropcam. 3,2 Milliarden US-Dollar ließ sich Google die Übernahme von Nest damals kosten, so kaufte man sich Technologie für Haussteuerung ein. Im konkreten Fall fertigt Nest unter anderem smarte Thermostate und Rauchmelder, die sich per App regeln lassen, während man mit Dropcam nun einen Hersteller von Überwachungskameras kauft, die unter dem Claim  Cloud Based WiFi Monitoring laufen. Smart Home im Doppelpack quasi.

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Laut der Nachricht im Blog von Nest (hier wurde die Übernahme kommuniziert, nicht bei Google), fand man in Dropcam die besten Produkte und das beste Nutzererlebnis unter allen Kameraherstellern. Erst einmal soll sich nichts ändern, die Dropcam-Produkte werden weiterhin normal verkauft. In Zukunft wolle man Produkte erschaffen, die dem Kunden ein tolles vernetztes Zuhause bieten. Nach der abgeschlossenen Übernahme will man Dropcam den gleichen Datenschutzbestimmungen unterwerfen, wie sich selber (Nest). Man wird keinerlei Daten mit anderen Firmen teilen – nicht einmal mit Google. Der Deal soll vergleichsweise geringe 555 Millionen US-Dollar schwer sein. Bin gespannt, welches Medium es sich nicht nehmen lässt, mit der Schlagzeile „Jetzt guckt Google in unsere Häuser!“ ums Eck zu kommen…

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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14 Kommentare

  1. Ich, wer sonst? says:

    Ich brauche kein „vernetztes Zuhause“ Ich bin nicht Fußkrank und habe zwei gesunde Arme. Heizung, Licht, etc. kann ich also noch manuell an-/abschalten. Next.

  2. Haben diese Unternehmen alle kein Selbstvertrauen oder warum lassen die sich bei der erst besten Gelegenheit von den global playern aufkaufen?

  3. Es muß nicht unbedingt der Satz mit dem ins Haus gucken sein, aber ist es nicht bedenklich in welche Geschäftsbereiche sich Google ausdehnt? Es begann als Suchmaschine und mittlerweile sind wir bei Drohnen und Kameras. Dazu in gewisserweise im Smartphonemarkt dominierend. Das ist ein riesiger Konzern. Mir wird da schon etwas mulmig

  4. Dropcam und Nest waren für mich die beeindruckendsten Gadgets im Apple Store.

  5. @Dominik Würdest du bei 555 Mio. Dollar nein sagen?

  6. @Dominik
    Warum sollte man es nicht machen? Für 555Mio. kann man selbst nach Steuern wieder ein neues Unternehmen gründen 🙂
    Die müssten sicher viele Jahre arbeiten, bis sie erst einmal die 555Mio. an Einnahmen haben 😀

  7. Dieses Jahr kauft Google aber fleißig ein, aber ok.. solange sie was draus machen, von mir aus.

  8. derweisse says:

    Man muss nicht alles kaufen, was der Markt hergibt.Selbstbestimmtheit und so.

  9. coriandreas says:

    Und, kommt hier wenigstens mal die Liquid Lens Technologie (Seiko/Varioptic) zum Einsatz?

  10. @Fraggle
    Auch die Zeit Googles wird vorbeigehen. Siemens hat als Telegrafenhersteller angefangen, irgendwann die absolute Mehrheit der hierzulande vorhandenen Elektrogeräte gestellt, und lässt schon seit ’ner Weile stark nach. Siemans hat mal unsere Handys, Computer, Waschmaschinen, Spülmaschinen, Festnetztelefone, Glühlampen, und anderes gebaut – heute gibt’s Siemens für Ottonormalverbraucher nurnoch in Form von Zügen (die chronisch zu spät geliefert werden, und selbst dann nicht richtig funktionieren – was allerdings der ganzen Branche zu eigen ist).

  11. LinuxMcBook says:

    shx, Siemens ist ja wohl ein denkbar schlechtes Beispiel für „seit ’ner Weile stark nach lassen“. Seit dem man sich „nur noch“ auf Industriekunden spezialisiert hat sich der Börsenwert in 5 Jahren einfach mal verdoppelt.

    Google macht schon alles richtig. Wenn man sich nur auf Suchmaschinen und Smartphones konzentriert, dann ist wohl exponentielles Wachstum nicht mehr lange möglich, hat man doch jetzt schon 80 % Marktanteil.

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