Firefox OS Streaming Stick könnte der bessere Chromecast werden

Firefox OS kennt man bisher eigentlich nur von Ultra-Günstig-Smartphones. Mozilla scheint aber noch weitere Pläne mit dem offenen OS zu haben. GigaOm hatte die Möglichkeit, einen Firefox OS Streaming-Stick auszuprobieren, der bisher nur an wenige Entwickler ausgegeben wurde. Im Prinzip funktioniert dieser Stick wie Googles Chromecast, nur ist er ein Stück weit offener und wird ohne jegliche Content-Restriktionen, wie es sie bei Googles Stick gibt.

Interessant ist, dass der Stick von Mozilla auch kompatibel mit Chromecast-Apps ist. Wie man im Video sehen kann, funktioniert das Casting von YouTube-Videos und anderen Apps aus. Ziel von Mozilla ist es, Casting auch von Firefox aus zu ermöglichen, auch auf Googles Chromecast. Das ist wohl auch der Grund, warum der Mozilla Stick bereits in der Lage ist, als Chromecast zu fungieren.

Ebenfalls soll es mit dem Stick einmal möglich sein, direkt von Windows Phones Apps aus zu casten, oder Casting in Desktop-Apps zu integrieren. Durch die ebenfalls offene Hardware wäre es sogar möglich, den Stick an sich mit anderer als der Standard-Software zu betreiben, offener Bootloader sei Dank. Dadurch ergeben sich natürlich spannende Möglichkeiten.

Mozilla selbst soll bei der Entwicklung der Hardware gar nicht groß involviert gewesen sein. Spiegelt auch das wider, was bei der Entwicklung von Firefox OS Smartphones zu beobachten ist. Ein Sprecher von Mozilla erklärte auf Anfrage von GigaOm, dass Firefox OS eine offene Plattform sei und jede Firma es nach Belieben nutzen kann, um eigene Geräte zu entwickeln. Folglich könnte es eine irgendwann eine ganze Palette an Casting-Sticks geben, die mit Mozillas Firefox OS ausgestattet sind.

Laut der Quelle soll es auch gar nicht mehr allzu lange dauern, bis wir das Gerät offiziell zu Gesicht bekommen. Ein genauer Termin oder Zeitrahmen wird allerdings auch nicht genannt.

Um Content auf einen TV zu bringen eignet sich Googles Chromecast sicher ebenso gut, wie der Firefox OS Streaming-Stick. Aber gerade der völlig offene Ansatz, den man eigentlich von Googles Chromecast erwartet hätte, könnte durchaus zu einem Erfolg des Mozilla-Sticks führen. Eine Preisspanne wird zwar nicht genannt, ich kann mir allerdings keinen Grund vorstellen, warum dieser Stick teurer sein sollte als Googles Chromecast.

Eventuell kann so ein Stick sogar dafür sorgen, dass für manche ein Firefox OS Smartphone interessant wird, wenn die Casting-Möglichkeiten einmal gegeben sind. Einfach einmal wild phantasiert: Ein Bundle aus Firefox OS Smartphone und diesem Stick als Media-Bundle für das Wohnzimmer, das könnte manche Streaming-Box sicher ins Schwitzen bringen. Im übertragenen Sinn natürlich. Was meint Ihr, wird sich ein solcher Stick von Mozilla durchsetzen können oder gibt es bereits genügend gute Alternativen, die sich etabliert haben?

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

9 Kommentare

  1. Sehr schwer zu sagen. Ich selbst zum Beispiel habe Vorbehalte gegen alles was mit Firefox zu tun hat nur weil einst der Browser sinnlos jede Menge Ressourcen brauchte. Offene Architektur hört sich erstmal gut an, hat aber auch Nachteile. Ich glaube, im TV-Bereich wird nicht die beste Technik gewinnen sondern die beste Kombination aus Programm, Soft- und Hardware. Also Google, Apple oder Amazon.

  2. Kaum, klar nutzt ein Stick nichts ohne entsprechendes Angebot. Andererseits bin ich mit einem „offenen“ Stick (hoffentlich) nicht an bestimmte Anbieter oder Formate gebunden.
    Die Frage ist nur, ob es die große Masse auch so sieht oder sich, evtl. ähnlich wie beim Kindle, an eine Firma fesselt… (Calibrierungen mal außen vor…)

  3. Nachdem ich ein ZTE Open C gekauft habe bin ich etwas skeptisch. Ich mag Open Source aber Firefox OS ist ein ziemlicher Krampf. Hoffe, daß es sich noch zum Guten entwickelt. Insofern sehe ich Firefox Produkte mit einem kritischen Auge..

  4. das ding floppt genauso wie der chromecast.

  5. @ sub-zero – naja, Chromecast ist nur so ein mittelmäßiger Flopp. Und verkauft hat es sich wie geschnitten Brot. Außerdem muss man diesen Cast-Sticks auch etwas Zeit geben. Google baut ja doch stetig weiter an der Unterstützung von Apps für Chromecast. Das könnte bei dem Firefox OS Stick auf längere Sicht auch was werden.

  6. Für mich werden chromecast und co erst interessant, wenn sie zusätzlich noch das streamen des Bildschirms ermöglichen wie beim Apple TV. Ich finde den Ansatz gut, die Ressourcen des Handys zu schonen, den Verzicht auf diese Möglichkeit aber gleichzeitig auch als Einschränkung.

  7. @sub-zero:

    Wieso soll der Chromecast gefloppt sein?

    Was waren denn die Erwartungen?

  8. @sub-zero
    Das sehe ich genauso wie du, alleine der fehlende LAN – Anschluss degradiert ihn schon zum Müll Produkt.

  9. Den FireFox OS Streaming Stick würde ich persönlich den Google Chromecast Stick vorziehen, da das Google Zeug wie so oft nicht offiziell bis gar nicht für Windows Phone verfügbar ist. Es wäre wirklich cool, wenn man es auch an Computer Monitore oder Tower Rechner, Notebooks und Netbooks anschließen könnte, wenn es sein muss, auch mit Adapter.