BlackBerry: bessere Zahlen und neue Hardware

Schafft BlackBerry noch einmal die Kehrtwende? Das Unternehmen, das den Smartphone-Trend verschlafen hat, obwohl sie einst eigentlich Pioniere auf diesem Gebiet waren, hat Geschäftszahlen verkündet, die vielleicht ein bisschen Hoffnung aufkommen lassen. Weniger Verlust und niedrigere Kosten machen sich bemerkbar und 2014 wird es sogar noch neue Hardware geben. Zufrieden scheint man auch mit den BBM-Nutzern zu sein. 85 Millionen aktive Nutzer im Monat, die 100 Millionen Marke will man knacken, wenn die Version für Windows Phone im Juli veröffentlicht wird.

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Die beiden neuen BlackBerrys, die Ende des Jahres auf den Markt kommen werden, bringen das Unternehmen ein Stück zurück zu den Wurzeln. Neben einem Touchscreen befindet sich auch eine Hardware-Tastatur, also genau das Feature, das BlackBerry Nutzer so lange an der Marke festhält. Auch heute noch ist eine BlackBerry-Tastatur unerreicht, vielleicht auch ein Grund, warum man so viele ältere BlackBerrys in freier Wildbahn sieht.

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Der BlackBerry Classic trägt seinen Namen nicht ohne Grund, rein optisch könnte das Gerät auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel haben. Großer Bildschirm, Hardware-Tatstaur im klassischen BlackBerry-Stil und der Amazon App-Shop könnten im November dafür sorgen, dass sich das Gerät besser verkauft, als man es heute vielleicht erwartet.

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Bereits im September wird der BlackBerry Passport erscheinen. Zugegeben, das Gerät sieht auf den ersten blick etwas komisch aus, bietet aber ebenfalls eine Tastatur, wenn auch nur drei-reihig. Der Bildschirm ist groß, viel Platz für Inhalte, wenn auch vielleicht nicht unbedingt als Multimedia-Gerät optimal. Aber das will BlackBerry bestimmt auch nicht.

Wir werden sehen, wie es mit BlackBerry weitergeht. Vielleicht schafft man sich eine Nische, die man auch über die nächsten Jahre profitabel bedienen kann. Zu wünschen wäre es dem Unternehmen schon irgendwie, oder was meint Ihr?

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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18 Kommentare

  1. Das entscheidende beim BlackBerry Classic fehlt: Die Tastatur ist touchbar.
    D.h. man kann darüber wischen!

  2. die wollen aber auch einfach nicht „sterben“ 😉

  3. @Georg
    Gehen Deutschlehrer neuerdings ins Internet?
    @topic
    RIM geht pleite? Nope. Die Zeiten von schier unbegrenztem Wachstum mögen vorbei sein, der Kernmarkt für Blackberrys steht aber nach wie vor. Ein Z3 würde ich mir maximal aus Ökosystemgründen kaufen, bei Smartphones ohne Hardwaretastatur ist die Konkurrenz meilenweit davongezogen (ja, auch Windows Phones, die übrigens besser als ihr Ruf sind). Die beiden anderen sehen schon eher wie Blackberrys aus, wenn man in Ontario den Tastaturbau inzwischen nicht verlernt hat, werden die auch einen Markt haben.
    BBM gehört zu den sicherheitsbewussteren Messengern auf dem Markt, das Kontaktmanagement ist weitgehend anonymisiert, und RIM als Kanadische Firma der NSA nicht zur Heerfolge verpflichtet (Kanada hat beim Datenschutz übrigens recht viel mit Europa gemein) – vom exzellenten Ruf den man sich in der Hinsicht erarbeitet hat mal ganz abgesehen.
    ((Wer jetzt laut Threema schreit: Closed Source Verschlüsselungen sind schon per definitionem unsicher (security-by-obscurity), sowohl BBM als auch Threema geben ihren Code nicht frei. Ich für meinen Teil vertraue dann lieber einem Unternehmen, dass schon jahrelang erfolgreich sicherheitskritische Smartphoneanwendungen vertreibt, als einem jungen Unternehmen dessen einziges Produkt besagte Anwendung ist)).

  4. @MZ: Die Tastatur des Passport ist touchempfindlich, nicht die des Classic

  5. @shx
    Wenigstens seine Muttersprache sollte man beherrschen, daher ist es vollkommen ok wenn man jemanden auf solche groben Fehler hinweist. Ich war über einen entsprechenden Hinweis auch selbst schon einmal froh, schließlich lernt man daraus.

    Blackberry (RIM gibt es als Firma nicht mehr) wird wohl mittelfristig nicht komplett verschwinden, aber sie werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine Rolle mehr im Smartphone Massenmarkt spielen. Und auch ihre Marktanteile werden sich nur noch weiter der Bedeutungslosigkeit nähern. Dieser Zug für Blackberry ist abgefahren.
    Aber sie haben ja nicht nur den Smartphone Markt als Standbein, und in ihren anderen Bereichen kann es gut sein, dass sie dort eine Nische besetzen in welcher sie überleben können.

  6. @ elknipso:
    Wo wir gerade beim Thema „Sprache“ sind: Ich bin immer wieder durch Formulierungen wie die folgende irritiert:
    „Das Unternehmen, das den Smartphone-Trend verschlafen hat, obwohl sie einst eigentlich Pioniere auf diesem Gebiet waren, …“
    „DAS Unternehmen“ passt mMn nicht zu „obwohl SIE“. Müsste es nicht „obwohl ES“ heißen? (Derartige Genuswechsel innerhalb eines Satzes fallen mir immer häufiger und rollen mir gleichzeitig die Zehennägel auf.)

  7. @Tchooe:
    Ich verstehe den Satz so: „Das Unternehmen (Blackberry), das den Smartphone-Trend verschlafen hat, obwohl sie (die Leute von Blackberry, die die Produkte entwickeln) einst eigentlich Pioniere auf diesem Gebiet waren.“ Finde ich irgendwie nicht falsch, zumindest versteht man, was gemeint ist. 🙂

    BTT, finde es gut, dass sie sich eine Nische suchen. Auf dem Massenmarkt ist der Zug eh schon längst abgefahren.. Kenne persönlich auch einige, die sich eine anständige Hardwaretastatur wünschen, wie eben „damals“ bei BB. Scheint also einen Markt zu geben. Kann ich nicht ganz nachvollziehen, finde „digitale“ Tastaturen eigentlich fast komfortabler, wenn man sich dran gewöhnt hat – und wenn Swiftkey jetzt dann für iOS kommt, sind alle meine Träume erfüllt, hat mich nach dem Umstieg von Android auf iOS sehr geärgert..

  8. @Stephan:
    um mal meine Krümel in den Ring zu werfen:

    Da nichts von „Leuten“ im Text vorkam, fehlt einfach der Bezug für „obwohl sie“. Um den Satz also so fortzuführen, hätte vorher schon irgendetwas von den „Mitarbeitern“ oder den „Leuten“ erwähnt werden müssen, das kann man sich nicht einfach so denken, weil es besser passen würde.
    So kann sich das „obwohl sie“ nur auf „das Unternehmen“ beziehen. Deshalb hätte es meiner Meinung nach „obwohl es einst zu den Pionieren auf diesem Gebiet zählte…“ o.ä. lauten müssen.
    „Sie“ paßt (hier) eben einfach nicht zu „das“…
    Aber ich bin kein Deutschlehrer….. 😉

  9. @elknipso
    Genau das war mit dem Verweis auf den Deutschlehrer gemeint. Meist macht derjenige, der auf schlechtes Deutsch hinweist selbst grammatische Fehler (in meinem Post gibts sicherlich auch ’n paar) – Georg hat sich beispielsweise zuschulden kommen lassen, dass ‚2. Satz:‘ eindeutig das Verb fehlt.
    @Stephan
    Tchooe hat schon recht, im Schulaufsatz hätte elknipso da jetzt eine grüne Markierung für einen Grammatikfehler. Zwar nicht wie von Tchooe behauptet weil ‚Unternehmen‘ von neutralem grammatischen Geschlecht ist, sondern weil BlackBerry zwar ein Eigenname ist, aber kein eindeutiges (reales) Geschlecht besitzt.
    @Tchooe
    Ergebnis richtig, Begründung falsch.
    Deiner Begründung folgend wäre ein Mädchen namens Maria als ‚das Maria‘ und nicht als ‚die Maria‘ zu bezeichnen. Eigennamen erben ihr grammatisches Geschlecht nicht von auf sie zutreffenden Oberbegriffen.

  10. @shx

    Blackberry ist leider kein deut sicherer als Apple und co., und die NSA holt sich die Daten auch von denen, dafür gibt es sogar irgendeinen Akt, erst kürzlich darüber gelesen aber leider den Namen vergessen.

    Davon abgesehen gibt es RIM nicht mehr, die heißen Blackberry und Pleite sind sie eigentlich schon, die leben nur noch dank Investoren.

    Das Z3 sollten sie auch hier auf den Markt bringen, ich denke da lässt sich was mit anfangen.

  11. Hurra – eine Tastatur.

  12. Sergej Fährlich says:

    Wieso wird eigentlich nie Text Secure genannt, wenn es um sichere Messenger geht? Ist im Moment wohl das einzige, dass ich nach meinem Kenntnisstand als sicher bezeichnen würde.

  13. @ shx:
    Hast du den Satz, auf den ich mich bezog, gar nicht gelesen? Ich zitiere ihn erneut:
    „Das Unternehmen, das den Smartphone-Trend verschlafen hat, obwohl sie einst eigentlich Pioniere auf diesem Gebiet waren, …“
    Hier ist das „sie“ aber doch sogar nach deiner Mädchen-Maria-Theorie nicht korrekt. Oder?
    Und welches Genus haben eigentlich Microsoft, BMW oder Siemens?
    *Der* Konzern hat *seine* Strategie geändert.
    *Die* Firma hat *ihren* Stammsitz in München.
    *Das* Unternehmen will *seine* Mitarbeiterzahl erhöhen.
    Was nun?

  14. Altborschtel says:

    @shhx: Dürfen Oberlehrer nicht mehr ins Internet? Trotz des Bastian Sick? Habe ich was verpaßt?

  15. Altborschtel says:

    @shx: Sorry für den falschen Namen! Habe versucht zu editieren, aber es klappte nicht…

  16. @ Altborschtel:
    Das war doch Absicht, oder?
    ;-D

  17. Altborschtel says:

    @ Tchooe: Ein Schuft, wer Böses dabei denkt… Nein, trotz ändern und speichern blieb es dabei (FF, NoScript aus)…

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