Google bestätigt: Pixel 7 ist das erste reine 64-bit-Android-Smartphone

Wir berichteten bereits Mitte des Monats darüber, dass Google allem Anschein nach mit seiner neuen Pixel-7-Gerätereihe die Unterstützung für 32-bit-Apps entfernt hat. Jene Feststellung wurde nun offiziell von Google bestätigt. Das Unternehmen begründet diesen Schritt unter anderem mit einer verbesserten Leistung (bis zu 25 % mehr als bei 32-bit-Apps) für die Geräte, aber auch einer reduzierten Speichernutzung und zudem erhöhter Sicherheit.

Der größere Adressraum mache demnach unter anderem Abwehrmaßnahmen wie ASLR effektiver. Bis zu 150 MB RAM will man mit dem Entfernen der Unterstützung für 32-Bit-Code einsparen. Klingt für heutige Verhältnisse wenig, kann sich aber durchaus positiv auf das System auswirken.

Für den Anwender ist wichtig, dass die CTS-Testzeit (Compatibility Test Suite) sich mit reinen 64-bit-Gerätekonfigurationen gar halbieren ließe, Betriebssystem-Updates damit noch schneller vom Hersteller an die Geräte verteilt werden könnten. Damit werden 32-bit-Apps aber keineswegs aus dem Google Play Store verbannt. Google bittet Entwickler sogar darum, weiterhin auch 32-bit zu unterstützen, da jene Apps vor allem für Android Go, Android TV und auch Android Wear wichtig bleiben.

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18 Kommentare

  1. Ich bin noch etwas hin- und hergerissen. Es ist schön dass sich da RAM sparen lässt.
    Mir wäre aber eine Einstellung (nachladen der Libs, etc) z.B. in den Dev-Optionen lieber gewesen statt ein stillschweigendes Entfernen.
    Leider gibt es immer noch einige Apps dir rein 32bit-fähig sind. Z.B. der AppStore von Amazon oder auch Coastiality von MackMedia und TT-RSS-Unlocker (habe ich z.B. gelesen).
    Gibt aber auch leider 0 Anreiz für Entwickler die Apps zu Updaten wenn sie funktionieren und länger im Store vor sich hin gammeln. :/

    • Thomas Müller says:

      Google hat dem Ende der 32-bit Unterstützung hier allerdings nur wenige Monate vorgegriffen. Die neuen ARM-Chips ab dem nächsten Jahr werden ohnehin keine 32-bit Apps mehr unterstützen. Daher macht das insgesamt betrachtet keinen großen Unterschied.

      • Hast du da ne zusammenfassende Quelle für mich? Das würde ich gerne dann mal an die Entwickler von MackMedia weitergeben. 🙂

        • Thomas Müller says:

          Hier gibt es diverse Artikel dazu: https://www.xda-developers.com/search/32%20bit/

          Kurz zusammengefasst:

          – Die neuen ARM-Chips nächstes Jahr werden keine 32-bit Apps mehr unterstützen
          – Android Auto 12 unterstützt bereits keine 32-bit Apps mehr
          – Bereits seit einiger Zeit laufen 32-bit Apps nur noch auf wenigen Kernen aktueller ARM-Chips. Das bedeutet, dass die Performance jetzt bereits schlechter ist.
          – Eventuell erhalten Nutzer beim Starten einer 32-bit only App bald eine Warnung.

    • Fred Schneider says:

      Gibt es eigentlich eine Möglichkeit zu prüfen, ob eine App im PlayStore nur als 32bit-Version vorliegt? Ich habe kein Pixel 7, aber schiele auf das kommende Pixel-Tablet, das ja ebenfalls nicht mehr 32bit-fähig sein soll. Wie sieht es z.B. mit älteren Spielen aus?

  2. Wenn das hier im Artikel nicht erwähnt worden wäre, hätte ich es gar nicht gemerkt. Bei mir funktionieren selbst scheinbar alte Apps einwandfrei.

    • Es geht ja nicht ums Alter sondern ob es eine 64bit-Version gibt. Die sind seit 2014 afair auch als Split-APK möglich. Seit 2017 wurde die Umstellung kommuniziert, für App-Updates ab 2019 notwendig.
      Probier‘ mal den Amazon AppStore oder eben Coastiality.

  3. ThorKMaster says:

    Dieser Schritt war schon längst überfällig.
    Es sollten viel häufiger alte Zöpfe angeschnitten werden um den Fortschritt voranzutreiben

  4. habe seit zwei Tagen ein Pixel 7 mit GrapheneOS in Einsatz, weis zwar nicht, ob dort auch der 32 Bit support fehlt oder noch da ist, aber ich begeistert und alle Apps laufen einwandfrei

    • google-android says:

      was ist der grund um ein stock android pixel 7 von google durch ein graphene os zu ersetzen , ausser das man gerne experimentiert

      • Die Anzahl der Kunden die es Flashen und ein freies OS installieren liegt im 0,0001 Prozent Bereich und ist irrelevant für den Gesamtmarkt?

      • Datenschutz und Privatsphäre!

      • https://de.wikipedia.org/wiki/GrapheneOS

        Für Graphene gibt es durchaus handfeste Gründe. Es gibt einige, denen die Gründe wichtig genug sind, Graphene einzusetzen.

      • Privatsphäre.

        Muss natürlich jeder selber wissen. Mir reicht es, mein Handy mit einem Google Workspace Account zu nutzen. Gibt keine Werbung und die Datenschutzrichtlinien sind etwas robuster. Wer aber WhatsApp/Instagram, Amazon, Kleinanzeigen/mydealz und Co. als App auf dem Telefon nutzt, kann sich das natürlich auch sparen.

        • was für Gründe gibt es ein Stock Android zu behalten? 😀 ich hab gute Hardware zu einem vernünftigen preis (6a-7 360-649€) und dafür ein super ungoogled device, ohne gapps oder sonst was. cloud mach ich selber mit nextcloud und leider muss ich auf ein paar proparitäre apps (siehe banking) zurückgreifen aber trotzdem bin ich überrrascht wie gut alles funktioniert und ich fühl mich wohl damit. kann mir nicht vorstellen ein Google Android oder auch Apple IOS zu nutzen. freie Schnittstellen, keine Werbung, kein oder wenig tracking und gute Sicherheit

  5. Ich bin gerade überrascht, dass das bei Android erst jetzt soweit ist. Apple hat den Schritt doch schon mit iOS 11 2017 gemacht.

    • Apple ist grundsätzlich etwas „mutiger“ was das abschneiden alter Zöpfe angeht. Da unterscheiden die sich deutlich von Microsoft, Google, IBM & Co. Könnte man jetzt lange drüber diskutieren, was die Vor- und Nachteile sind, warum sich Apple sowas eher leisten kann als die anderen genannten usw.
      Oder man erinnnert sich an die Apple-Geschichte und die diversen harten Cuts die so manchem arg weh getan haben, aber der Masse der Kunden Fortschritt brachten.

      • Naja, bei Apple ist es sicher nicht der Mut oder die Innovationskraft, sonst würde mein iPhone keinen Lightning Anschluss mehr haben. Ich denke da gehts einfach nur um €€€ um das intern durchzusetzen.
        Mich wundert es nur, dass Google zu der Zeit nicht auch schon auf die Idee gekommen ist, das zu machen.

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