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Google auf dem Weg zur Nachhaltigkeit: Bis 2025 kunststofffreie Verpackungen

Google verfolgt schon länger Ziele in Hinblick auf Umwelt und Nachhaltigkeit und spricht über dieses Bestreben auch gerne. Logisch, ist einerseits gut für die Auswirkungen des Klimawandels, wenn man da handelt und andererseits lässt sich damit auch gut hausieren gehen – Marketing eben. Frei nach dem Motto: Tue Gutes und rede darüber.

So hatte man sich bis 2022 verpflichtet bei der Hardware für Verbraucher auf recyclete Materialien zu setzen. Wer da beim Launch des Pixel 4a 5G / 5 und beispielsweise dem Chromecast mit Google TV aufgepasst hat, der wird im Bilde sein, dass man da bereits bei sämtlichen Produkten auf Recyclingmaterialien setzt. So ist aus diesem Grund wohl auch der neue Chromecast nicht in Schwarz erhältlich. Der Anteil an recycleten Materialien variiert da derzeit: Während des Pixel 5 zu 100 Prozent auf recyceltes Aluminium setzt, ist der Anteil bei anderer Hardware geringer. Selbst bei den Smartphone-Hüllen ist das der Fall.

Was man hier begonnen hat, möchte man in Zukunft weiter ausbauen und setzt die Messlatte höher als bisher geplant: Bis 2025 sollen für fünfzig Prozent aller Kunststoffe recycelte oder erneuerbare Materialien zum Einsatz kommen. Zudem möchte man bis 2022 keine Abfälle mehr zu Deponien „verschiffen“. Ganz ohne Abfälle funktioniert eine Lieferkette natürlich nicht, dennoch möchte man die „überwiegende Mehrheit der Abfälle“ aus den Betrieben an allen Fertigungsstandorten recyclen.

Teil der neuen Nachhaltigkeitsziele ist es zudem bis 2025 auf kunststofffreie Verpackungen umzuschwenken. Bisher ist man – nach eigenen Angaben – beim Versand der Google-Hardware zum Endkunden vollständig klimaneutral. Auch hier wolle man sich neue Ziele stecken: Sämtliche Produktverpackungen sollen bis 2025 kunststofffrei und zu 100 Prozent recyclebar sein. Hier hofft man auf die Zusammenarbeit mit Zulieferern und forscht an alternativen Materialien im Labor.

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Felix Frank

Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Student auf Lehramt. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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8 Kommentare

  1. Ich frage mich ja, was da so schwer dran ist dies bis 2021 umzusetzen

    • Das habe ich auch grade gedacht. Vor allem sind bei Verpackungen glaube ich alle Materialien schon erfunden, da gibt es nicht viel zu „forschen“. Bei Geräten ok….. aber bei Verpackungen?
      Nehmt einfach Pappe, schweißt das nicht in Folie ein und nehmt auch Inlays aus Pappe. Ob die nun aus Plastik oder Pappe sind, ist ja wohl völlig egal. Auch Kopfhörer und so könnte man in kleine Papiertütchen packen…. Das kann alles nicht sooooo schwer sein.

      • Ihr glaubt anscheinend beide, das Leben ist eine App und die notwendigen Rohstoffe poppen einfach so auf.

        Wenn ein Industriezweig das Material wechselt (ist ja nicht nur Google) und der neue Grundstoff im Gegensatz zu Plastik nicht unbegrenzt sofort hergestellt werden kann, dann braucht man Zeit.

        Es dauert ein paar Jahre, um Flächen aufzuforsten. Und man hat dann erstmal eine begrenzte Ausbeute und muss dann wieder ein paar Jahre warten.

        Kurzum, man muss erstmal ein paar Jahre die Lager füllen, bevor man eine dauerhafte Produktion starten kann.

        Zumal Google zur Nachhaltigkeit dadurch null beiträgt. Selbst wenn jeder Bürger der Welt jährlich ein Googletelefon kauft, wäre die Verpackung wurscht.

        Das Telefon selbst ist die Verschwendung und die Dienste, die damit genutzt werden. In den Shell Atlas oder den gefalteten Stadtplan gucken-null Emmisionen. Google Maps aufmachen, um den nächsten Starbucks zu finden-5 kWh.

        • Also wie du bei Handy Nutzung auf 5kWh kommst würde ich ja gerne mal wissen…

        • Sehe ich komplett anders.
          Ich arbeite selber bei einem Gerätehersteller, wenn auch im Industriebereich.
          Wir verpacken unsere Geräte (LTE Datentechnik) seit jeher in Pappverpackungen die aus recycelte Material bestehen.
          Und davon kann man ohne Ende bekommen, wenn man denn will. Google mag zwar groß sein, aber an dem weltweiten Verpackungsaufkommen sind die nicht wahrnehmbar. So viele Geräte verkauft Google nun auch wieder nicht. Wir hätten hier am Ort auch eine große Wellpappenfabrik wenn die Hilfe brauchen :-).
          Sicherlich muss man die Produktionen und Logistikwege anpassen das ist klar, das müssen wir auch immer. Aber das dauert keine 4,5 Jahre das umzusetzen, zumal Google nichts davon selbst herstellt…wir schon.

        • Was machst Du mit Deinem Handy, um auf einen Verbrauch von 5kwh zu kommen?
          Gutes Beispiel mit dem Shell-Atlas/Falk-Plan und Google Maps: Um aktuell zu sein, müsste ich mir jedes Jahr n neuen Stadtplan/Atlas kaufen…. wirklich sehr ökologisch und nachhaltig…… bei Google Maps oder Apple Maps habe ich immer das aktuellste Kartenmaterial, ohne Bäume abholzen zu müssen.
          Übrigens stellt Google sein Verpackungsmaterial nicht selbst her, die bestellen das schon fertig mit Logo bedruckt. Die Verpackungsmaterialien müssen auch nicht neu erfunden werden, die gibt es schon.
          Aber damit kann man natürlich keine Werbung machen…..

  2. Das ist ja mal wieder Green washing vom feinsten.

    Anstatt kunststoff zu nehmen holzen wir dafür den Regenwald ab.

    Da würde ich cooler finden wenn die Verpackung zu 100% aus recylebaren Materialien bestehen würde. Und nicht nur recyclebar ist.

    Aber so ist das bei dem öko Trend. (oder bei Trends allgemein) Es wird viel als öko verkauft was überhaupt nicht öko ist.

  3. Ich meinte

    *Zu 100% aus recycelten Materialien bestehen würde und nicht nur aus recylebaren.

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